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DE692418C - Foerderung des Pflanzenwachstums - Google Patents

Foerderung des Pflanzenwachstums

Info

Publication number
DE692418C
DE692418C DE1938I0061937 DEI0061937D DE692418C DE 692418 C DE692418 C DE 692418C DE 1938I0061937 DE1938I0061937 DE 1938I0061937 DE I0061937 D DEI0061937 D DE I0061937D DE 692418 C DE692418 C DE 692418C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plant growth
compounds
promotion
radical
growth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938I0061937
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Andersag
Dr Bruno Wehnelt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DE1938I0061937 priority Critical patent/DE692418C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE692418C publication Critical patent/DE692418C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/72Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms
    • A01N43/74Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having rings with nitrogen atoms and oxygen or sulfur atoms as ring hetero atoms five-membered rings with one nitrogen atom and either one oxygen atom or one sulfur atom in positions 1,3
    • A01N43/781,3-Thiazoles; Hydrogenated 1,3-thiazoles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N43/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds
    • A01N43/90Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing heterocyclic compounds having two or more relevant hetero rings, condensed among themselves or with a common carbocyclic ring system

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Förderung des Pflanzenwachstums Das Hauptpatent 689 zig betrifft die Verwendung von quaternären Thiazoliumverbindungen, die an das Stickstoffatom des Thiazolrings den Pyrimidylrest gebunden enthalten, als wächstumsförderndes Mittel für höhere Pflanzen. Als Vertreter dieser Gruppe sind im besonderen das Vitamin B1 und ähnlich aufgebauteN-(pyr iinidyl-5'-alkyl)-thiazoliumsälze genannt.
  • Bei der weiteren Bearbeitung des Gebietes wurde gefunden, daß nicht nur N-Pyrimidylthiazoliumverbindungen, sondern allgemein quaternäre Thiazoliumverbindungen ausgeprägt das Wachstum höherer Pflanzen, insbesondere die Wurzelbildung, fördern. Solche Verbindungen entsprechen der, allgemeinen Formel in der Y für ein beliebiges Anion und R für einen organischen Rest steht, der mit einem Kohlenstoffatorn an das Stickstoffatom des Thiazolrings gebunden ist. R soll nicht den Pyrimidylrest bedeuten. Die Kohlenstopffatome des Thiazolrings können Substituenten tragen.
  • X kann z. B. für die Anionen Cl', Br', S 04", P 0... , -S 03 R, P201"", C H3 C00' oder N 03 stehen.
  • R kann z. B. einen aliphatischen Rest bedeuten, der gegebenenfalls verzweigt oder substituiert sein kann. Als SizbsYYituenten kommen beispielsweise Hydroxyl-, Äther-, Acyl-, Acyloxy-, Amino , Acylamino, Alkylamino-, Arylamino-, Cycloallzylamino-, Oxy= alkylamino-, Carboxyl-, Carboxylestergruppen oder Halogenatome in Frage. R kann somit z. B. für die Reste Methyl-, Äthyl-, Dodecyl-, Isopropyl-, tert. Butyl=, Oxyäthyl-, Methoxy-, äthyl-, Aminoäthyl-, -C H2 ,C H2 C 0-C H3, Acetyloxyäthyl-, Aminoäthyl-, Acetylaminoäthyl-, Benzoylaminoäthyl-, Oxyäthylaminoäthyl -, Methylaminoäthyl-, -C H2 C O O H, -C H2 C O O C2 H5 oder Chlor- oder Bromatome eintreten.
  • R kann auch für einen aliphatisch-aromatischen Rest, z. B. den Benzyl- oder Methylpyridylrest (-C H2 C5 H4 N) stehen. Die aromatischen Kerne können wiederum Substituenten, z. B. Nitro- oder Aminogruppen, tragen.
  • Des weiteren kann R für einen cyclischen Rest eintreten. R kann z. B. für einen aromatischen Rest, wie Phenyl oder Kaphthyl, oder für einen cycloaliphatischen Ring, wie die Cyclohexy lgruppe, stehen. Des weiteren kann es einen heterocyclischen Ring, wie den Pyridin-, Chinolin- oder Piperidylrest, ersetzen. Hierbei können die Kerne noch Substituenten, wie N itro- oder Aminogruppen bzw. Halogenatome, tragen.
  • Als Substituenten der Kohlenstoffatome des Thiazolrings kommen z. B. Alkylgruppen in Frage, die ihrerseits wiederum substituiert sein können. Solche Substituenten sind beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Isopropyl-, Alkoxyalkyl-, z. B. Methoxyäthyl-; Äthoxyäthyl-, Oxyalkyl-, z. B. Oxyäthyl- oder Aminoalkyl-, z. B. Aminoäthylgruppen. Des weiteren kominen offene und verschlossene Hydroxylgruppen, z. B. Äthoxy-, Methoxy- oder Acetyl-bzw. Benzoyloxygruppen in Frage. Auch Aminogruppen, die z. B. durch Acyl-, Alkyl-oder Arylgruppen substituiert sind, können zugegen sein. Des weiteren können aliphatisch-aromatische oder aromatische Reste als Substituenten an den Kohlenstoffatomen des Thiazolrings auftreten. Solche Substituenten sind beispielsweise Phenyl-, Naphthyl-, Phenol-, Aminophenyl- oder Benzylgruppen.
  • Im Thiazolring können ein oder mehrere Kohlenstoffatome Substituenten tragen. Aroinatische Kerne können z. B. in 4,5-Stellung anneliiert sein wie im Fall der Verbindungen Die Herstellung der vorgenannten quaterniiren Thiazoliumverbindungen erfolgt nach ail sich üblichen Verfahren, wie sie z. B. in Journ. Amer. Chem. SOC. 57, S. 1876 (1935); Ber. 69, S. 217 (1936), beschrieben sind.
  • Die vorgenannten Stoffe können allein, z. B. in Lösung, oder gemischt mit bzw. adsorbiert an an sich bekannte Pflanzennähr-, -reizoller -beizstoffe und/oder anorganische oder organische Trägersubstanzen zur Förderung des Pflanzenwachstums Verwendung finden. Man kann z. B. die aufgeführten Stoffe in Nlisclituig mit den üblichen Düngesalzen, im besonderen Stickstoffdüngemitteln, wie Am-. inonnitrat, Ammonsulfat, Harnstoff und seinen Salzen, z. B. Harnstoffphosphat, Kalkstickstoff, oder Kalisalzen, wie Carnallit und Kaliumnitrat, oder Phosphaten, wie AmmonphosphatoderSuperphosphat, anwenden. Man kann die Wuchsstoffe gemäß der Erfindung auch in Mischung mit Kalk, Torf, Braunkohle oder in salbenförmigen Pasten, beispielsweise in Mischung mit wasserhaltigem Wollfett oder gummiartigen, wasseraufsaugenden Stoffen, z. B. Agar-Agar, zur Anwendung bringen.
  • Als Saatgutbeizmittel, mit denen 7usanimen die Wuchsstoffe auf das Saatgut aufgebracht werden können, kommen die üblichen Naß- und Trockenbeizen in Frage. Erwähnt seien beispielsweiseAlkyl-, Alkoxyalkyl- oder Arylquecksilbersalze, wie die Acetate, Nitrate, Oxalate, oder Arsenverbindungen, z. B. Methylarsinoxyd, oder Chinone, Chinhydron oder Oxyphenylhydrazine.
  • Mit den genanntenquaternärenThiazoliuinverbindungen lassen sich sowohl das Saatgut als auch Stecklinge behandeln. Auf das Saatgut werden die Thiazoliumverbindungen, z. B. durch Ouellen o. dgl., aufgebracht. Stecklinge werden zweckmäßig in Lösungen der Thiazoliumverbindungen eingestellt oder mit salbenförmigen Pasten bzw. halbflüssigen Präparaten behandelt. Zur Förderung des Wurzelwachstums hat sich im besonderen eine Kombination von quaternären Thiazoliumverbindungen mit ß-Indolessigsäure, deren Estern, Salzen oder Homologen als zweckmäßig erwiesen.
  • Es "ist zwar bekannt, daß Vitamin Bi wachstumsfördernd auf höhere Pflanzen wirkt, jedoch war nicht daraus zu entnehmen, daß auch quaternäre Thiazoliuinverbiiidungen, die nicht den Pyrimidylrest tragen, in ebenso starkem Maße das Pflanzenwachstum anregen würden, da im allgemeinen die pflanzenwachstumsfördernde Wirkung spezifisch von der Substitution abhängt. Zudem sind die einfacher aufgebauten, gemäß vorliegender Erfindung verwendeten quaternären Thiazoliumverbindungen synthetisch leichter und billiger zugänglich als Vitamin B1 und dessen Homologe.
  • Ausführungsbeispiele i. In eine o,ooi o/oige Lösung von N-Benzyl-q.,5-dimethylthiazol@iumchlorid werden Stecklinge einer Fuchsie (Fuchsia elegans) gestellt. Nach etwa 8 Tagen beginnt eine lebhafte Wurzelbildung, die im Vergleich zur Verwendung von Wasser oder einer wäßrigen Nährlösung bedeutend stärker ist.
  • z. N-phenyl-a-phenylainino-4.-methyltliiazolitimchlorid wird zu o,ool °/o in einer o,oi o/oigen Lösung von ß-indolessigsaurem Kalium aufgelöst und in diese Lösung Stecklinge von Chrysanthemumarten 24 Stunden eingestellt. Die Stecklinge werden danach in üblicher Weise im Gewächshaus weiterkultiviert. Nach einigen Wochen zeigt sich, daß die so behandelten Stecklinge eine weit bessere Bewurzelung zeigen und bedeutend stärker ausgetrieben haben als Vergleichspflanzen, die nur mit ß-Indolessigsäurelösungen allein oder mit Wasser oder Nährlösungen behandelt worden sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Förderung des Pflanzenwachstums nach Patent 689 2i9, dadurch gekennzeichnet, daß andere quaternäre Thiazoliumverbindungen verwendet werden.
DE1938I0061937 1938-07-15 1938-07-15 Foerderung des Pflanzenwachstums Expired DE692418C (de)

Priority Applications (1)

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DE1938I0061937 DE692418C (de) 1938-07-15 1938-07-15 Foerderung des Pflanzenwachstums

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938I0061937 DE692418C (de) 1938-07-15 1938-07-15 Foerderung des Pflanzenwachstums

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE692418C true DE692418C (de) 1940-06-19

Family

ID=7195561

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1938I0061937 Expired DE692418C (de) 1938-07-15 1938-07-15 Foerderung des Pflanzenwachstums

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE692418C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002767B (de) * 1955-10-20 1957-02-21 Bayer Ag Nematodenbekaempfung
DE1003234B (de) * 1955-07-20 1957-02-28 Basf Ag Entblaetterungsmittel
DE1035962B (de) * 1957-01-31 1958-08-07 Bayer Ag Unkrautbekaempfungsmittel

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003234B (de) * 1955-07-20 1957-02-28 Basf Ag Entblaetterungsmittel
DE1002767B (de) * 1955-10-20 1957-02-21 Bayer Ag Nematodenbekaempfung
DE1035962B (de) * 1957-01-31 1958-08-07 Bayer Ag Unkrautbekaempfungsmittel

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