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DE69130995T2 - Verfahren zur Herstellung von 5-Arylhydantoin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 5-Arylhydantoin

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DE69130995T2
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methyl
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Satomi Takahashi
Masahiko Yamada
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Kanegafuchi Chemical Industry Co Ltd
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Kanegafuchi Chemical Industry Co Ltd
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    • C07D233/66Heterocyclic compounds containing 1,3-diazole or hydrogenated 1,3-diazole rings, not condensed with other rings having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D233/72Two oxygen atoms, e.g. hydantoin
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 5-Arylhydantoinen. Die 5- Arylhydantoine sind wichtige Verbindungen als Rohmaterial zur Herstellung von D-2- Arylglycinen wie D-Phenylglycin und D-p-Hydroxyphenylglycin, die zur Herstellung eines halbsynthetischen Penicillins oder Cephalosporins einsetzbar sind.
  • Die 5-Arylhydantoine wurden früher aus einem entsprechenden Arylaldehyd, Ammoniumcarbonat und Natriumcyanid entsprechend der Bucherer-Berg-Methode hergestellt, wie im Journal für Praktische Chemie, 1934, 140, 291 diskutiert. Es waren auch verschiedene Herstellungsmethoden für die 5-Arylhydantoine bekannt. Beispielsweise offenbart die japanische geprüfte Patentveröffentlichung Nr. 55-22474 ein Verfahren, bei dem Glyoxylsäure, Harnstoff und Phenol unter sauren Bedingungen umgesetzt werden. Die japanische geprüfte Patentveröffentlichung Nr. 55-16582 offenbart eine Methode, bei der Allantoin mit Phenol umgesetzt wird. Die japanische geprüfte Patentveröffentlichung Nr. 57-57033 offenbart ein Verfahren, bei dem Hydroxymandelsäure mit Harnstoff umgesetzt wird. Die japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nr. 54-128572 offenbart eine Methode, bei der Glyoxylharnstoff mit Phenol umgesetzt wird. Die japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nr. 54-138558 offenbart eine Methode, bei der Alloxansäure mit Phenol umgesetzt wird. Die japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nr. 54-138559 offenbart eine Methode, bei der Diglyoxylsäure-Triureid mit Phenol umgesetzt wird. Die japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nr. 54-138560 offenbart eine Methode, bei der 5-Hydroxyhydantoin mit Phenol umgesetzt wird.
  • Entsprechend der Bucherer-Berg-Methode ist es jedoch erforderlich, Natriumcyanid zu verwenden, das gefährlich ist. Darüber hinaus ist das erhaltene rohe Hydantoin mit einer großen Menge eines Nebenproduktes verunreinigt, oder das erhaltene Hydantoin ist aufgrund der oxidativen Nebenreaktion des Phenolrings unter alkalischen Bedingungen verfärbt. Die anderen oben diskutierten Methoden sind nicht zufriedenstellend, da die verwendeten Rohmaterialien, nämlich Glyoxylsäure, Allantoin, Hydroxymandelsäure, Glyoxylharnstoff, Alloxansäure, Diglyoxylsäuretriureid und 5-Hydroxyhydantoin teuer sind.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung von 5-Arylhydantoinen aus einem preiswerten Rohrmaterial, die keine oben erwähnten Nachteile aufweist.
  • Diese und weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung deutlich.
  • Als Ergebnis einer Untersuchung zur Lösung der oben erwähnten Nachteile wurde nun ein Verfahren zur Herstellung eines 5-Arylhydantoins aus Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat gefunden, das aus preiswerten Dimethylmaleat erhalten werden kann.
  • Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines 5- Arylhydantoins mit der Formel (1I) bereitgestellt:
  • wobei R¹ eine Hydroxylgruppe oder eine niedrige Alkoxygruppe ist, und mindestens eine Position der ortho-Positionen bezogen auf die Gruppe R¹ unsubstituiert ist, R² und R³ jeweils unabhängig ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, eine niedrige Alkoxygruppe, eine niedrige Alkylgruppe, ein Halogenatom, eine Acylaminogruppe oder eine Nitrogruppe ist, welches umfaßt:
  • Umsetzung von Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat, Harnstoff und einer Arylverbindung mit der Formel (I):
  • wobei R¹, R² und R³ wie oben definiert sind, in Gegenwart einer Säure.
  • Es war bekannt, daß Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat (Methyl-hemiacetal von Methylglyoxylat), das das erfindungsgemäß verwendete Rohmaterial ist, in hoher Ausbeute aus einer preiswerten Verbindung wie Dimethylmaleat durch Ozonoxidation hergestellt werden kann, wie in der japanischen ungeprüften Patentveröffentlichung Nr. 59-21643 diskutiert. Es ist nicht notwendig, das gereinigte Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat zu verwenden. Sogar das entsprechend dem oben erwähnten Herstellungsverfahren erhaltene rohe Methyl-2-hydroxy-2- methoxyacetat kann als solches eingesetzt werden.
  • Die erfindungsgemäß verwendete Arylverbindung ist die Arylverbindung mit der Formel (I):
  • wobei R¹ eine Hydroxylgruppe oder eine niedrige Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, die para-Position bezogen auf die Gruppe R¹ und mindestens eine Position der ortho- Positionen, bezogen auf die Gruppe R¹, unsubstituiert ist, in anderen Worten, wenn eine ortho- Positionen bezogen auf R¹ substituiert ist, sind die verbleibende ortho-Position(en) und die para- Position unsubstituiert, R² und R³ jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, eine niedrige Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine niedrige Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom, eine Acylaminogruppe oder eine Nitrogruppe ist. Eine bevorzugte Arylverbindung (I) ist Phenol.
  • Als Reaktionsmedium wird bevorzugt ein wäßriges Medium verwendet. Wasser ist das am praktischsten verwendete. Auch eine Mischung aus Wasser und einem Alkohol wie Methanol oder eine Mischung aus Wasser und Essigsäure kann als Reaktionsmedium eingesetzt werden.
  • Die erfindungsgemäße Reaktion kann effektiv in Gegenwart der Säure verlaufen. Als Säure wird bevorzugt eine Mineralsäure wie Salzsäure oder Schwefelsäure verwendet. Die Konzentration der Säure im Reaktionssystem beträgt von 0,5 bis 12 N. Es besteht eine Tendenz, daß sich die Ausbeuten der 5-Arylhydantoine mit ansteigender Säurekonzentration erhöhen. Die Verwendung eines Überschusses der Säure kann jedoch das gewünschte Produkt zersetzen. Dementsprechend beträgt die bevorzugte Säurekonzentration 1 bis 10 N.
  • Erfindungsgemäß wird der Harnstoff in einer Menge von mindestens 0,5 Äquivalenten pro Mol-Äquivalent Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat verwendet. Da Harnstoff im sauren Medium unter Bildung von Ammoniak und CO&sub2; zersetzt wird, beträgt die Menge an Harnstoff bevorzugt 1,0 bis 3,0 Äquivalente pro Mol-Äquivalent Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat. Die Arylverbindung (I) wird ebenfalls bevorzugt in einer Menge von mindestens 0,5 Äquivalenten pro Mol-Äquivalent Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat verwendet. Da die Verwendung eines Überschusses der Arylverbindung (I) die Reinigung erschwert, beträgt die Menge an Arylverbindung (I) bevorzugt 1,0 bis 2,0 Äquivalente pro Mol-Äquivalent Methyl-2-hydroxy-2- methoxyacetat.
  • Die Reaktion wird bei einer Temperatur von nicht weniger als 30ºC, bevorzugter von 60 bis 95ºC durchgeführt.
  • Die notwendige Menge Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat kann zuvor auf einmal zu der Harnstoff und die Arylverbindung (I) enthaltenden Lösung gegeben werden. Sie kann ebenfalls allmählich zum Reaktionssystem gegeben werden.
  • Die hergestellten 5-Arylhydantoine mit der Formel (II)
  • wobei R¹, R² und R³ wie oben definiert sind, können sehr einfach aus der Reaktionsmischung isoliert werden. D. h., da die gewünschten Produkte, die 5-Arylhydantoine, im allgemeinen nur wenig löslich in einer sauren oder neutralen wäßrigen Lösung, während der Reaktion oder nach Beendigung der Reaktion sind, wird die Reaktionsmischung zur einfachen Ausfällung davon abgekühlt. Dementsprechend wird der Niederschlag von der Reaktionsmischung abgetrennt (Fest- Flüssig-Trennung). Es ist möglich, daß der erhaltene Niederschlag einer Reinigungsoperation wie einer Umkristallisation zur Erhöhung der Reinheit unterzogen wird, je nach den Erfordernissen. Die vorliegende Erfindung wird genauer mit Hilfe der folgenden Beispiele beschrieben und erläutert, in denen alle Prozentangaben nach Gewicht sind, falls nicht anders angegeben.
  • Beispiel 1
  • Zu einer Mischung von 28,2 g (0,30 Mol) Phenol, 24,0 g (0,40 Mol) Harnstoff, 132 ml Wasser und 68 ml konzentrierter Salzsäure wurden kontinuierlich 48 g (0,20 Mol) einer 50%igen wäßrigen Lösung von Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat bei 70ºC während 10 Stunden unter Rühren zugegeben. Nach Beendigung der Zugabe wurde das Rühren bei 70ºC während 10 Stunden unter Erhitzen fortgesetzt. Nach Beendigung der Reaktion wurde die Reaktionsmischung zur Ausfällung auf 50ºC abgekühlt. Nach Abfiltrieren des Niederschlags von der Reaktionsmischung wurde er mit Wasser gewaschen und dann getrocknet und ergab 23,5 g 5-(4- Hydroxyphenyl)hydantoin. Die Reinheit war nicht geringer als 98% und die Ausbeute war 61,2 %. Die Kristalle hatten einen Schmelzpunkt von 263 bis 265ºC. Was das Infrarot- Absorptionsspektrum, das NMR-Spektrum und den Rf-Wert bei der Kieselgel-Dünnschicht- Chromatographie betrifft, so stimmten die Kristalle vollständig mit einer Probe überein, die nach einer bekannten Methode hergestellt wurde wie beschrieben in der japanischen geprüften Patentveröffentlichung Nr. 22474/1980 (Rf = 0,83, BuOH: CH&sub3;CO&sub2;H : H&sub2;O = 4 : 1 : 1).
  • Beispiel 2
  • Eine Mischung aus 2,82 g (0,03 Mol) Phenol, 2,40 (0,04 Mol) Harnstoff, 2,40 g (0,02 Mol) Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat, 9,8 ml konzentrierter Salzsäure und 10,2 ml Wasser wurde bei 80ºC während 20 Stunden unter Rühren umgesetzt. Die Reaktionsmischung wurde mit einer 50%igen wäßrigen Lösung von Methanol verdünnt. Die Ausbeute des gebildeten 5-(4- Hydroxyphenyl)hydantoin war 1,86 g (48,5%) wie mit Hochleistungs-Flüssigkeits- Chromatographie bestimmt.
  • Apparatur: Shimadzu LC-6A, kommerziell erhältlich von Kabushiki Kaisha Shimadzu Seisakusho Säule: YMC gepackte Säule A-303 S-5 120A ODS, kommerziell erhältlich von Kabushiki Kaisha YMC
  • Entwicklungslösungsmittel: Phosphatpuffer (pH 2,5), enthaltend 10% Acetonitril Flußrate: 1,3 ml/Minute
  • Nachweis: 210 nm, mit UV-Detektor
  • Die Retentionszeit von S-(4-Hydroxyphenyl)hydantoin unter diesen Bedingungen war 4,0 Minuten.
  • Erfindungsgemäß kann das 5-Arylhydantoin einfach in hoher Reinheit durch Umsetzung von Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat mit der Arylverbindung (I) wie Phenol und Harnstoff in Gegenwart der Säure unter Erhitzen erhalten werden. D. h., die vorliegende Erfindung stellt ein Herstellungsverfahren für die bemerkenswert effektiven Zwischenprodukten zur Herstellung von D-Arylglycinen bereit.
  • Zusätzlich zu den in den Beispielen verwendeten Bestandteilen können andere Bestandteile in den Beispielen verwendet werden, wie in der Beschreibung angegeben, wobei im wesentlichen dieselben Ergebnisse erhalten werden.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung eines 5-Arylhydantoins mit der Formel (II):
wobei R¹ eine Hydroxylgruppe oder eine niedrige Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen ist, mindestens eine Position der ortho-Positionen bezogen auf die Gruppe R¹ unsubstituiert ist, R² und R³ jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe, eine niedrige Alkoxygruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine niedrige Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, ein Halogenatom, eine Acylaminogruppe oder eine Nitrogruppe ist, welches umfaßt:
Umsetzung von Methyl-2-hydroxy-2-methoxyacetat, Harnstoff und eine Arylverbindung mit der Formel (I):
wobei R¹, R² und R³ wie oben definiert sind und die para-Position bezogen auf die Gruppe R¹ und mindestens eine Position der ortho-Positionen bezogen auf die Gruppe R¹ unsubstituiert sind,
in Gegenwart einer Säure mit 0,5 bis 12 N im Reaktionsmedium bei einer Temperatur von nicht weniger als 30ºC; wobei die Menge an Harnstoff mindestens 0,5 Äquivalente und die Menge der Arylverbindung (I) mindestens 0,5 Äquivalente pro Mol-Äquivalent von Methyl-2-hydroxy-2- methoxyacetat beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Arylverbindung (I) Phenol ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Säure Salzsäure oder Schwefelsäure ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Reaktion in einem wäßrigen Medium durchgeführt wird.
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