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DE662384C - Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte

Info

Publication number
DE662384C
DE662384C DEB161909D DEB0161909D DE662384C DE 662384 C DE662384 C DE 662384C DE B161909 D DEB161909 D DE B161909D DE B0161909 D DEB0161909 D DE B0161909D DE 662384 C DE662384 C DE 662384C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
castor oil
rosin
acid
condensation products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB161909D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LOUIS BLUMER Firma
Original Assignee
LOUIS BLUMER Firma
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LOUIS BLUMER Firma filed Critical LOUIS BLUMER Firma
Priority to DEB161909D priority Critical patent/DE662384C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE662384C publication Critical patent/DE662384C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/52Polycarboxylic acids or polyhydroxy compounds in which at least one of the two components contains aliphatic unsaturation
    • C08G63/54Polycarboxylic acids or polyhydroxy compounds in which at least one of the two components contains aliphatic unsaturation the acids or hydroxy compounds containing carbocyclic rings
    • C08G63/553Acids or hydroxy compounds containing cycloaliphatic rings, e.g. Diels-Alder adducts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte Während die Herstellung von Kondensationsprodukten aus z. B. Phthalsäure, mehrwertigen Alkoholen und Rizinusöl durch einfaches Erhitzen der Bestandteile erfolgt, wobei beim Erwärmen in kurzer Zeit eine homogene Masse erzielt wird, verhalten sich Maleinsäure und ähnliche aliphatische ungesättigte mehrbasische Carbonsäuren bzw. deren Anhydride hierbei anders. Erhitzt man Maleinsäure mit Glycerin und Rizinusöl, so erfolgt keine Homogenisierung, sondern es bilden sich zwei Schichten, wobei die untere Schicht rasch bei Erreichung höherer Temperaturen oder bei entsprechend längerem Erhitzen auf niedere Temperaturen gelatiniert, so daß das Verfahren auf diese Weise nicht durchführbar ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man dadurch zu einer Homogenisierung gelangt, wenn man Kolophonium in einer solchen Menge zum Rizinusöl zumischt, daß die angewandte Harzmenge die des Rizinusöls übersteigt. Geht man mit der Harzmenge wesentlich unter diesen Betrag herab, so erfolgt in steigendem Maße eine Erschwerung der Homogenisierung bzw. läßt sich eine homogene Masse überhaupt nicht mehr erzielen. Zweckmäßig ist es, wenn man vom Kolophonium das etwa Zwei- bis Dreifache der Rizinusölmenge anwendet, da dann besonders leichte Homogenisierung erzielt wird.
  • Da gefunden wurde, daß durch zu große Mengen von Kolophonium die Beschaffenheit der aus den Harzen hergestellten Lacke leidet, ist es zweckmäßig, wenn die Kolophoniummenge in bezug auf Maleinsäure das molare Verhältnis nicht überschreitet. Beispiel i Ein Gemisch aus 5o Teilen Maleinsäure, 5o Teilen Rizinusöl, ioo Teilen Kolophonium und 5o Teilen Glycerin wird auf Temperaturen über 2oo°, z. B. auf etwa 22o°, erhitzt, wobei rasch Homogenisierung erfolgt, worauf weiter auf etwa Zoo bis 27o° bis kurz vor den Gelatinierungspunkt erhitzt wird. Die erhaltenen Harze können als Zusatz für öllacke, ölemaillen, Celluloseester- bzw. ätherlacke usw. Verwendung finden.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß ein in der obigen Weise hergestelltes Harz auch mit fetten Ölen beliebiger Art in beliebigen Mengen leicht vereinigt werden kann. Zweckmäßig verfährt man so, daß man 5o Teile Rizinusöl mit 6o Teilen Maleinsäure verschmilzt, worauf man 15u Teile Kolophonium und 5o Teile Glycerin zugibt, auf etwa 220 bis 23o° bis zum Homogenwerden erhitzt und dann portionsweise fette öle, wie Leinöl, Holzöl, Standöle, Rizinusöl, Baumwollsamenöl usw., zumischt. Die Vereinigung mit den fetten ölen erfolgt sehr leicht und kann bei Temperaturen von etwa Zoo bis 28o° vorgenommen werden.
  • Nach Erzielung der Homogenität erhitzt man vorteilhaft auf möglichst hohe Temperaturen (25o bis 28o°), um weitgehende Umesterung zu erreichen. Dabei kann man auch in bekannter Weise Umesterungskatalysatoren zusetzen. Man erhält auf diese Weise in Kohlenwasserstoffen lösliche Produkte, die für sich als Lackrohstoff Anwendung finden können und sich z. B. ausgezeichnet für ofentrocknende Lacke bzw. Emaillen und für entsprechende lufttrocknende Produkte eignen, wobei Sikkative zugesetzt werden können. Die Produkte können aber auch als Zusatz
    zu Celluloseester- bzw. ätherlacken, Chlorkail
    schukpräparaten u. dgl. dienen. .!
    #
    An Stelle von Maleinsäure können in
    obigen Beispielen mit derselben Wirk
    auch Fumarsäure, Aconitsäure bzw. Anhydride dieser Säuren oder solche Säuren verwendet werden, aus denen obige Säuren beim Erhitzen durch Wasserabspaltung entstehen, z. B. Äpfelsäure oder Zitronensäure. Auch Gemische dieser Säuren können Anwendung finden. Gegebenenfalls können aliphatische gesättigte bzw. aromatische Polycarbonsäuren mitbenutzt werden. An Stelle von Glycerin können auch andere mehrwertige Alkohole, wie Glykol, Sorbit, Pentärythrit bzw. teilweise substituierte mehrwertige Alkohole, die min-Bestens zwei freie Hydroxylgruppen enthal= ten, Anwendung finden. Beispiel 2 Man erhitzt 6o Teile Rizinusöl, 67 Teile Äpfelsäure, ioo Teilp Kolophonium und 45 Teile Glycerin 1j2 Stunde auf 225°. Es werden 9ö Teile Rizinusöl zugesetzt, worauf die Temperatur bis auf etwa 270° gesteigert wird. Man setzt nun portionsweise Zoo Teile Leinöl hinzu und erhitzt einige Stunden auf eine Temperatur von 27o bis 28o°.
  • Das so erhaltene Produkt eignet- sich für die Herstellung von - bronze-- und zinkweißhaltigen Emaillelacken. Beispiel 3 5o Teile Maleinsäureanhydrid werden mit 6o Teilen Rizinusöl unter Zugabe von i8o Teilen Kolophonium, 49 Teilen' Glycerin und 5 Teilen Glykol 9/". Stunde auf 22o bis 2¢0° erhitzt. Man gibt dann 3oo* Teile Rizinusöl, 15 Teile Phthalsäureanhydrid sowie 7 Teile Glykol hinzu und erhitzt weitere i o Stunden auf Zoo bis 22o°. Das erhaltene Produkt eignet sich als Zusatzstoff bei der Herstellung von Nitrocelluloseester- bzw. Ätherlacken.
  • Beispiel q.
  • i25 Teile Rizinusöl werden mit 5o Teilen Maleinsäureanhydrid verschmolzen, worauf i So Teile Kolophonium und 75 Teile Glycerin zugegeben werden. Man erhitzt q. Stunden auf eine Temperatur von etwa 2o5°. Es entsteht ein helles, sehr zähes . Harz.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt, nach. dem Kondensationsprodukte unter gleichzeitiger Verwendung von Phthalsäure und Bernsteinsäure.hergestellt werden (vgl. die französische Patentschrift 726 7¢5). Hierbei wird nebenher auch empfohlen, die Bernsteinsäure
    urch Maleinsäure zu ersetzen, wobei also
    ben Maleinsäure auch eine wesentliche
    ge Phthalsäure mitverwendet " wird. Wie
    Bits in der Einleitung der Beschreibung
    erwähnt, werden aber durch die Mitv erwendung von Phthalsäure ganz andere Verhältnisse geschaffen, als sie bei der Verwendung von Maleinsäure für sich als mehrbasische Säure gemäß vorliegendem Verfahren gegeben sind. Während bei Verwendung von Phthalsäure die Kondensation mit Rizinusöl ohne Schwierigkeiten vor sich geht, ist bei Ersatz der Phthalsäure durch Maleinsäure immer mit vorzeitiger Gelatinierung zu rechnen, wenn man nicht gemäß vorliegendem Verfahren arbeitet.
  • Außer in Anwesenheit von Phthalsäure wird aber bei dem bekannten Verfahren daneben noch in Gegenwart-größerer Mengen Glykol bzw. Fettsäure gearbeitet, Komponenten, die die Kondensation an sich noch wesentlich erleichtern, allerdings auf Kosten der Güte der erhältlichen Kondensationsprodukte. .Ersetzt man aber, wie bei dem bekannten Verfahren empfohlen wird, die Bernsteinsäure durch Maleinsäure, so zeigt sich bei entsprechenden Versuchen, daß trotz aller die-Reaktion erleichternden Maßnahmen die Kondensation immer zu Gelatinierungen führt, während gemäß vorliegendem Verfahren mit Maleinsäure allein eine glatte Reaktion zu hochwertigen Produkten erfolgt.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRUCIi:-Verfahren zur Herstellung - harzartiger Kondensationsprodukte unter Verwendung von Polycarbonsäuren, mehrwertigen Alkoholen und Rizinusöl, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatische ungesättigte Polycarbonsäuren oder, ihre An= hydride bzw. solche äliphatischen gesättigten Polycarbonsäuren, die durch. Erhitzen unter Wasserabspaltung in ungesättigte Polycarbonsäuren übergeführt werden, mehrwertige Alkohole, -Rizinusöl und Kolophonium bei Temperaturen über 20o° kondensiert, wobei die Menge des Kolophoniums 'diejenige des Rizinusöls übersteigen, vorzugsweise jedoch das Zwei-: bis Dreifache -.derselben betragen soll, dann gegebenenfalls beliebige Mengen fetter Öle absatzweise zugibt und durch Verkochen auf Temperaturen von etwa 20c bis 28o° zur Umsetzung. bringt.
DEB161909D 1933-08-06 1933-08-06 Verfahren zur Herstellung harzartiger Kondensationsprodukte Expired DE662384C (de)

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