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DE631037C - Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd

Info

Publication number
DE631037C
DE631037C DEK132333D DEK0132333D DE631037C DE 631037 C DE631037 C DE 631037C DE K132333 D DEK132333 D DE K132333D DE K0132333 D DEK0132333 D DE K0132333D DE 631037 C DE631037 C DE 631037C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paraldehyde
mixture
sleeping aid
protein
producing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK132333D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kragen & Co M GmbH
Original Assignee
Kragen & Co M GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kragen & Co M GmbH filed Critical Kragen & Co M GmbH
Priority to DEK132333D priority Critical patent/DE631037C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE631037C publication Critical patent/DE631037C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K45/00Medicinal preparations containing active ingredients not provided for in groups A61K31/00 - A61K41/00
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/56Materials from animals other than mammals
    • A61K35/57Birds; Materials from birds, e.g. eggs, feathers, egg white, egg yolk or endothelium corneum gigeriae galli

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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd Der bisher als Schlafmittel benutzte flüssige Paraldchyd wird wegen seines üblen Geschmacks und scharfen Geruchs von den meisten Kranken abgelehnt. Es besteht daher ein Bedürfnis, dieses Mittel in einer Form anzuwenden, bei der es in eine wohlschmel,-kende Hülle eingehüllt und so geschluckt werden kann, daß der üble Geschmack gar nicht oder nur kurz zur Geltung kommt. Hierdurch wird der Anwendungsbereich des billigen und harmlosen Schlafmittels Paraldehyd außerordentlich erweitert.
  • Paraldehyd ist bei Zimmertemperatur flüssig und außerordentlich reaktionsträge, so daß es bisher noch nicht gelungen ist, Paraldehyd in eine nicht flüssige Form überzuführen, aus der er im menschlichen Körper leicht wieder abgespalten wird.
  • Die Erfindung sucht die Aufgabe der Überführung des Paraldehyds in eine für seine Verwendung als Schlafmittel angenehme Form dadurch zu lösen, daß die Lage des Schmelzpunktes (+ 12,5 ') und des Siedepunktes (+ 124') dazu ausgenutzt wird, tun ihn zwar nicht in eine feste Verbindung überzuführen, aber in der Form feinster Teilchen einem Körper einzuverleiben, der bei neutraler oder angenehmer Geschmackswirkung eingenommen werden kann und im menschlichen Körper leicht aufgeschlossen wird. Es wird also die Tatsache benutzt, daß Paraldehyd durch Ab- kühlen unter Zimmertemperatur zum Erstarren e olebracht werden kann und in dieser auf physikalischem Wege erzeugten festen Form eine gleichmäßige Emulgierung mit einem neutral oder angenehm schmeckenden Körper ermöglicht.
  • Die Erfindung besteht darin, daß durch Abkühlen erstarrter, fein zerkleinerter Paraldehyd bei einer unter dessen Erstarrungspunkt liegenden Temperatur mit Eiweiß, Eigelb o.dgl. gemischt und die Mischung in geeigneter Weise zur Gerinn-Ling gebracht wird. Bei Verwendung von Hühnereiweiß als Kolloid entsteht so eine weiße Paste, in der der Paraldehyd in winzigen Tropfen verteilt ist, die sich aus den einzelnen Kristallbruchstücken bilden. Die Masse behält nach der Gerinnung die Konsistenz von geronnenem Eiweiß und kann eingenommen werden, ohne daß die unangenehmen Empfindungen auftreten, die beim Schlucken von flüssigem Paraldehyd unvermeidlich sind. Die Paste kann in Oblaten, Zuckerguß oder andere scl-iützende Körper eingehüllt werden, so daß wohlschmeckende Tabletten, Bonbons oder konfektartige Formen entstehen, die als Schlafmittel bei angenehmer Geschmackswirkung An Stelle eingenommen von, Eiweiß werden können können auch andere ' geeignete Stoffe, z.B. Eigelb, verwendet werden. Das Verfahren kann beispielsweise in folgender Weise ausgeführt werden.
  • Kleine Mengen von Paraldehyd werden in einem Glas- oder Porzellangefäß mit Hilfe' einer Kältemischung oder anderen Mitteln zurn Gefrieren gebracht und dann bei einer unter 12,5' liegenden Temperatur fein zerkleinert. Dies läßt sich unschwer sowohl mit. der Hand iin Mörser als auch mit irgend,'-» einem geeigneten Gerät ausführen. as:, 0 entstandene Paraldehydpulver wird in ü eiweiß eingetragen, das ebenfalls unt r deiY# Schmelzpunkt des Paraldehyds gekühlt ist. Durch gründliches Rühren wird für eine feine Verteilung des Paraldehydpulvers im Eiweiß gesorgt. Beim Rühren ist darauf zu achten, daß möglichst wenig Luft in> die Eiweißinasse eingerührt wird, damit nicht Schaum entsteht, sondern lediglich eine Aufschlämmung der fein zerpulverten Paraldehydkristalle in der Eiweißmasse. Es wird so viel Paraldehyd eingetragen, als in der Eiweißmasse längere Zeit in Schwebe gehalten werden kann. Mit dem Eintragen wird aufgehört, sobald sich während des Rührens Paraldehyd am Gefäßboden abzusetzen beginnt. Das Eiweiß mit dem eingerührten Paraldehyd wird dann unter fortwährendem Rühren oder Anwendung anderer das Absetzen der Paraldehydkristalle verhindernder Mittel so schnell wie möglich auf eine Temperatur erhitzt, die unter dem Siedepunkt des Paraldehyds, und zwar möglichst weit unter 124' liegt. Dies ist erforderlich, um ein Aufschäumen der Masse zu verhindern. Die Temperatur muß aber anderseits hoch genug sein, um das Eiweiß gerinnen zu lassen. Als. geeignetste Temperatur erwies sic eine solche von 105 bis iio'. . Es empfiehlt sich, jeweils nur möglichst kleine Mengen der Mischung in geeigneten Gefäßen, z. B. kleinen Porzellantiegeln mit Deckel oder Gläschen mit eingeschliffenen Deckeln, zu erhitzen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, daß die Tiegel in ein entsprechend erwärmtes ölbad oder Wasserbad eing gesetzt werden. Das Erhitzen in kleinen Mengen be- wirkt, daß die Erwärmung sofort durch die' ganze Masse geht und die Gerinnung gewissermaßen mit einem Schlag in der ganzen Masse erfolgt. Es entsteht eine weiße Eiweißpaste, in der winzige Paraldehydtropfen eingeschlossen sind. Diese Tropfen bilden sich aus den einzelnen Kiistallbruchstücken. Diese Bruchstücke, von denen jedes mit einer Eiweißhaut umgeben ist, schmelzen, sobald die ganze Masse wieder auf Zimmertemperatur erwärmt wird. Die Masse behält aber die Konsistenz geronnenen Eiweißes. Das Gerinnen des Eiweißes kann außer durch Erwärmen auch mit Hilfe eines Fäl-,lungsmittels vorgenommen werden. EineAus---führungsform dieses Verfahrens besteht darin, '-#Äß man der Aufschlämmung des fein zerweiß Alkohol .A#ilten Paraldehyds in Hühnerei zusetzt. Die hierbei eintretende Fällung hat. gegenüber der Fällung durch Erwärmung den Vorteil, daß sie weniger in einzelnen Klumpen, sondern mehr häutchenartig vor sich geht und eine homogene, schwammartige, mit Paraldehyd vollgesogene Masse ergibt.
  • Eine dritte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, daß zunächst die Oberfläche der Paraldehyd-Eiweiß-Mischung mit wenig Alkohol gefällt und dann die Fällung der übrigen Masse durch Erwärmen herbeigeführt wird. Die durch Alkohol gebildete Haut.verhindert, daß während des Erwärmens vor der Gerinnung der Aldehyd in kleinen Mengen austritt.
  • je feinem die Zerkleinerung des gefrorenen Paraldehyds ist, desto leichter läßt sich der Paraldehyd beim Schmelzen innerhalb des Kolloids in der Schwebe halten und dadurch allseitig umschließen, ohne daß sich der Paraldehyd vor der vollständigen Gerinnung am Boden absetzt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: :i. Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd, dadurch gekennzeichnet, daß durch Abkühlen erstarrter, fein zerkleinerter Paraldehyd bei einer unter dem Erstarrungspunkt des baraldehydes liegenden Temperatur mit Eiweiß oder Eigelb gemischt und die Mischung #ur Gerinnung gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung unter fortwährendem Rühren auf eine Temperatur erhitzt wird, bei der das Kolloid schnell gerinnt, aber der Paraldehyd noch nicht siedet. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Fällung ein Fällungsmittel 4. Verfahren benutzt nach Anspruch3, wird. dadurch -t> O'ekennzeichnet, daß zunächst die Oberfläche der Mischung mit wenig Alkohol gefällt und dann -die Restfällung durch Erwärmen bewirkt wird.
DEK132333D 1933-12-01 1933-12-01 Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd Expired DE631037C (de)

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DEK132333D DE631037C (de) 1933-12-01 1933-12-01 Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd

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DEK132333D DE631037C (de) 1933-12-01 1933-12-01 Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd

Publications (1)

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DE631037C true DE631037C (de) 1936-06-11

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DEK132333D Expired DE631037C (de) 1933-12-01 1933-12-01 Verfahren zur Herstellung eines Schlafmittels aus Paraldehyd

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DE (1) DE631037C (de)

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