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DE628273C - Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung organischer Phosphite - Google Patents

Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung organischer Phosphite

Info

Publication number
DE628273C
DE628273C DEC47350D DEC0047350D DE628273C DE 628273 C DE628273 C DE 628273C DE C47350 D DEC47350 D DE C47350D DE C0047350 D DEC0047350 D DE C0047350D DE 628273 C DE628273 C DE 628273C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
column
phosphorus trichloride
continuous production
organic phosphites
phenol
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC47350D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Kurt Buchheim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Von Heyden AG filed Critical Chemische Fabrik Von Heyden AG
Priority to DEC47350D priority Critical patent/DE628273C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE628273C publication Critical patent/DE628273C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/08Esters of oxyacids of phosphorus
    • C07F9/141Esters of phosphorous acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur ununterbrochenen'Herstellung organischer Phosphite Organische Phosphite werden nach. Angabe des Schrifttums im allgemeinen in der Weise hergestellt, daß man zu dem in einem heizbaren bzw. kühlbaren Kessel mit Rührwerk befindlichen Phenol oder Alkohol Phosphortrichlorid zulaufen läßt. Es ist hierbei auch vorgeschlagen worden, bei Gegenwart eines Verdünnungsmittels zu -arbeiten.. Die abgespaltene Salzsäure läßt man entweder durch einen Rückflußkühler in eine Absorptionsanlage entweichen, oder man kann durch Zusatz von salzsäurebindenden Mitteln, wie z. B. Pyridin, den Chlorwasserstoff unschädlich machen. Die Umsetzung zwischen Phosphortrichlorid und Phenol oder Alkohol verläuft gegen Ende langsamer. Man muß dementsprechend die Temperatur in vielen Fällen steigern, um die Umsetzung zu Ende zu bringen.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Umsetzung der beiden Komponenten mit genügend großer Geschwindigkeit verläuft, um -den Prozeß kontinuierlich und somit wirtschaftlich gestalten zu können. Dies geschieht in folgender Weise: Eine für fraktionierte Destillation eingerichtete Kolonne wird im oberen Drittel mit dem betreffendenPhenol oderAlkohol gespeist. Das Phenol rieselt unter gleichzeitigem Erwärmen oder Kühlen über die mit Kapselböden ausgerüstete oder mit Raschigringen gefüllte Kolonne abwärts, während Phosphortrichlorid im Maße der Umsetzung der Kolonnenblase zugeführt wird. Diese ist von vornherein zum Teil mit Phosphit beschickt und wird zweckmäßig auf Temperaturen gehalten, die ein Entweichen des zugeführten Phosphortrichlorids ermöglichen. Dasselbe destilliert im Gegenstrom zu dem zugeführten Phenol durch die Kolonne, deren Höhe sich nach Art und Menge des umzusetzenden Phenojs oder Alkohols richtet. Das gebildete Phosphit fällt in die Blase, während das bei der Reaktion entstandene Salzsäuregas gleichzeitig durch. das abwärts fließende Phenol im Gegenstrom von jeder Spur Phosphortrichlorid befreit wird, so daß ein verlustfreies Arbeiten in bezug auf diesen Ausgangsstoff gewährleistet ist.
  • Phenolen, die schwer reagieren, kann man von vornherein Katalysatoren, wie Aluminiumchlorid oder Zinntetrachlorid, zusetzen oder die ersteren über eine Köntaktzone leiten.
  • Man kann-auch nach dem Gleichstromverfahren arbeiten, wenn man folgende Arbeitsbedingungen innehält. In diesem Fall führt man Phenol und Phosphortrichlorid, beides für sich allein oder bereits gemischt, dem Kopf einer Kolonne oder eines mit einem geeigneten Material gefüllten Turmes zu. Die Mischung, die im oberen Teil der Apparatur gut gekühlt werden muß, um ein Entweichen des Phosphortrichlorids zu vermeiden, strömt in der Kolonne abwärts und Wird in der Mitte derselben durch eine Heizvorrichtung auf die Reaktionstemperatur gebracht. Die Reaktion verläuft sehr schnell. In der Blase bzw. dem Sammelgefäß wird das gebildete Phosphit aufgefangen und nacherhitzt, um den gebildeten Chlorwasserstoff möglichst vollständig zu entfernen. Dieser entweicht -an der Kolonne oben durch einen gut wirkenden Rückfiußkühler. Die Ausbeuten stehen denen des Gegenstromverfahrens nicht wesentlich nach.
  • Aus der Blase kann man fortlaufend das gebildete Phosphit abziehen, . cia:s, erforderlichenfalls nach den üblichen Reinigungsverfahren behandelt, zu einem tertiären Phosphat oxydiert werden kann.
  • Beispiel i Man führt dem Kopf einer für stetige Arbeitsweise eingerichteten Kolonne 282,1 g erwärmtes Phenol zu, während man gleichzeitig iq.o g Phosphortrichlorid in die Blase, die zweckmäßig mit bereits vorhandenem, auf i oo° gehaltenem Triphenylphosphit gefüllt ist, im Laufe i-Stunde zugibt. Phosphortrichlorid verdampft hierbei im Maße der Zugabe und reagiert mit dem entgegenströmenden Phenol. Die hierbei gebildete Salzsäure .entweicht frei von Phosphortrichlorid über einen Dephiegmator und wird der Absorptionsanlage zugeführt. Das gebildete Phosphit wird aus der Blase unter vorübergehender Drosselung der Phosphortrichloridzufuhr abgezogen.
  • Die Ausbeute entspricht nahezu der berechneten Menge. Das gebildete Triphenylphosphit stellt eine j e nach dem angewandten Kolonnenmaterial farblose bis schwach gefärbte Flüssigkeit vom Kp14 225° dar.
  • - Auf dieselbe Weise gelingt es leicht, Trikresylphosphit herzustellen. -Phenole, die schwer reagieren, kann, man wiederholt zur Vollendung der Reaktion mittels .einer Pumpe hochdrücken und der Kolonne wieder zuführen. Dieselbe Arbeitsweise kann auch .dann vorteilhaft sein, wenn man das Phosphortrichlorid, um Nebenreaktionen zu vermeiden, nicht der Blase, sondern der Kolonne unterhalb der Phenolzuführung zufließen läßt. Man kann hierbei` Teile der Kolonne je nach Bedarf kühlen oder erwärmen.
  • Beispiel 2 Am Kopfe einer Kolonne läßt man ständig Butanol zulaufen, während man etwa unterhalb, im oberen Drittel der Kolonne, gleichzeitig die entsprechende Menge Phosphortrichlorid laufend zugibt. Die Schüsse der Kolonne, die mit Raschigringen angefüllt oder mit Kapselböden usw. ausgestattet sein können, sind ebenso wie die Blase heiz- und kühlbar eingerichtet. Die oberen Schüsse werden auf Temperaturen zweckmäßig unter 25' gehalten, die gleiche Temperatur wird in den unteren Schüssen und in der Blase aufrechterhalten, doch können diese zur Vollendung der Reaktion schwach angewärmt werden. Die Reaktion tritt sofort ein, und Salzsäuregas entweicht oben aus der Kolonne nach Passieren eines Rüclfiußkühlers. Das gebildete Phosphit wird laufend abgezogen, man erhält .es in guter Ausbeute. Kpi io5 bis io8°.
  • Beispiel 3 -In analoger Weise wie in Beispiel :2 werden hier Phosphortrichlorid und Amylalkohol aufeinander zur Einwirkung gebracht. Man erhält in guter Ausbeute Triamylphosphit bei Kp25 i5o bis i6o° unter leichter Zersetzung.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung organischer Phosphite durch Einwirkung von Alkoholen und bzw. oder Phenolen auf Phosphortrichlorid, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in einer für. stetige Arbeitsweise eingerichteten Kolonne vornimmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß-män im Gegenstromverfahren arbeitet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Alkoholen - oder Phenolen Katalysatoren zusetzt.
DEC47350D 1932-12-29 1932-12-29 Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung organischer Phosphite Expired DE628273C (de)

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DE628273C true DE628273C (de) 1936-03-31

Family

ID=7026542

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DEC47350D Expired DE628273C (de) 1932-12-29 1932-12-29 Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung organischer Phosphite

Country Status (1)

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DE (1) DE628273C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937946C (de) * 1952-12-04 1956-01-19 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung tertiaerer Ester der phosphorigen Saeure
US2794820A (en) * 1952-09-24 1957-06-04 Monsanto Chemicals Method of producing dialkyl and dicycloalkyl phosphites

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2794820A (en) * 1952-09-24 1957-06-04 Monsanto Chemicals Method of producing dialkyl and dicycloalkyl phosphites
DE937946C (de) * 1952-12-04 1956-01-19 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung tertiaerer Ester der phosphorigen Saeure

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