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DE595787C - Verfahren zur Verarbeitung von Celluloseaethern zu plastischen Massen - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Celluloseaethern zu plastischen Massen

Info

Publication number
DE595787C
DE595787C DEI30810D DEI0030810D DE595787C DE 595787 C DE595787 C DE 595787C DE I30810 D DEI30810 D DE I30810D DE I0030810 D DEI0030810 D DE I0030810D DE 595787 C DE595787 C DE 595787C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose ethers
cellulose
weight
plastic masses
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI30810D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Eduard Doerr
Dr Otto Leuchs
Dr Leo Rosenthal
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI30810D priority Critical patent/DE595787C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE595787C publication Critical patent/DE595787C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/08Cellulose derivatives
    • C08L1/26Cellulose ethers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verarbeitung von Celluloseäthern zu plastischen Massen Bisher verwandte man für die Verarbeitung der Celluloseäther Lösungsmittel, die sowohl in der Kälte als auch in der Wärme Cellulos,eäther auflösen. Die Herstellung celluloidartiger Massen in Form von großen kompakten Blöcken, aus denen dann Blätter, Scheiben oder Platten jeder gewünschten Stärke geschnitten werden können, ist bisher noch nicht beschrieben worden. Die Verarbeitung seines Celluloseäthers in der bekannten Celluloidapparatur macht Schwierigkeiten. Wenn man nämlich den mit einem Lösungsmittel zu einer zähen Paste verarbeiteten Celluloseäther wie üblich auf einer warmen Walze zur Entfernung des überschüssigen Lösungsmittels weiterverarheitet, so klebt und schmiert die Masse auf der Walze, und man erhält keine zusammenhängende Masse, sondern, wie auch im Schweizer Patent 91 574 beschrieben, ein sprödes, leicht zerreibliches Produkt. Die so hergestellten Massen sind spröde und zeigen keine genügende innere Festigkeit.. Sie haben also nicht die charakteristischen Merkmale einer celluloidartigen Masse.
  • Es wurde nun gefunden, daß es organische Flüssigkeiten oder Flüssigkeitsgemische gibt, die, nur in der Wärme lösend, auf die Celluloseäther wirken. Versuche zeigten, daß dieses Verhalten für die Verarbeitung der Celluloseäther besonders wertvoll ist, wenn es sich z. B. darum handelt, aus Celluloseäthern plastische Massen u. dgl. herzustellen; denn mit Hilfe dieser Substanzen lassen sich Celluloseäther ohne Schwierigkeiten zu elastischen, innerlich festen, celluloidartigen Mas: sen in der üblichen Celluloidapparatur verarbeiten.
  • Als organische Flüssigkeiten, die nur heiß lösen, können für hochäthylierte Cellulose mit etwa 47 % Äthoxyl, z. B. Benzin, Ligroin und andere Kohlenwasserstoffe, aber auch hydroaromatische Substanzen, z. B. hydroaromatische Benzinkohlenwasserstoffe, ferner Hydrotoluol u. dgl. angewandt werden. Für Äthylcellulose mit einem Äthoxygehalt von etwa 42 % kommt z. B. reines Benzol in Frage. Für Benzylcellulose kann vorteilhaft ein Gemisch von Tetrahydronaphthalin und Dekahydronaphthalin im Verhältnis 1:9 angewandt werden.
  • Erfindungsgemäß sollen nur solche Celluloseäther mit solchen organischen Flüssigkeiten verarbeitet werden, die miteinander in der Kälte keine Lösung, sondern höchstens eine Quellung, in der Wärme dagegen eine glatte, homogene Lösung geben. Dies ist durch einen einfachen Versuch leicht festzustellen. Im folgenden werden Beispiele für alle technisch bekannten Celluloseätlier gegeben.
  • Beispiel i 25 Gewichtsteile Ätliylcellulose (ÄthoxyJ.-gehalt :etwa 48 %) und 7 5 Gewichtsteile eines hydroaromatischen Benzinkohlenwasserstoffes werden in einem Knetapparat bei 8o bis go° zu einer homogenen Paste verarbeitet. Hierbei können geeignete Weichmachungsmittel, Füllstoffe, Farbstoffe u. dgl., zugesetzt werden. Das bei dieser Temperatur plastische Material wird auf etwa go° C warmen Walzen so lange verarbeitet, bis die Hauptmenge des angewandten hydroaromatischen Benzinkohlenwasserstoffes entfernt ist. Die Masse ergibt beim Erkalten ein festes, hartes, zähes und elastisches Material.
  • Die weitere Verarbeitung zu den einzelnen Gebrauchsgegenständen erfolgt in bekannter Weise.
  • Beispiel a Eine in kaltem Benzol nicht lösliche Äthylcellulose mit einem Äthoxylg@ehalt von etwa 42 bis 43 % wird mit der dreifachen Menge Benzol zu einer homogenen Paste bei etwa 70 bis 80° gelöst und, wie in Beispiel i angegeben, weitervürarbeitet. Beispiel 3 5o Gewichtsteile Äthylpropylcellulose, die in kaltem Ligroin nicht löslich ist, werden mit i5o Gewichtsteilen Ligroin bei 8o bis go° C zu einer homogenen Paste verknetet. Das bei dieser Temperatur plastische Material wird auf go bis i oo° C warmen Walzen weitgehend vom überschüssigen Ligroin befreit. Nach dem Erkalten erhält man eine feste, elastische Masse, die in bekannter Weise zu Blöcken verpreßt und sodann durch mechanische Bearbeitung zu Gebrauchsgegenständen verarbeitet werden kann.
  • Beispiel q.
  • 2o Gewichtsteile Äthylbutylcellulose, die in kaltem Ligroin nicht löslich ist, und 6o Gewichtsteile Ligroin werden in der gleichen Weise, wie in Beispiel 3 angegeben, verarbeitet.
  • Beispi:el5 5o Gewichtsteile Benzylcellulose und i 5o Gewichtsteile eines Gemisches aus g Gei@zchtsteilen Dekahydr onaphthalin und i Gewichtsteil Tetrahydronaphthalin werden bei go° C zu einer homogenen Masse verknetet und wie in Beispiel 3 weiterverarbeitet. Beispiel 6 5o Gewichtsteile einer in kaltem Ligroin nicht löslichen Butylcellulose werden mit i oo Gewichtsteilen Ligroin bei 8o bis go° C in einem Kneter zu einer homogenen Masse verarbeitet, sodann wird der überschuß an Ligroin heiß auf Walzen von 7o bis 8o° C entfernt und die nach dem Erkalten harte und feste Masse in bekannter Weise mechanisch weiterverarbeitet.

Claims (1)

  1. PATEl# TANSPRL CH Verfahren zur Herstellung plastischer Massen aus Gelluloseäthern durch Behandlung- dieser mit Quellungsmitteln und nachfolgender Bearbeitung der Masse in emeY-erhitzten Walzvorrichtung, dadurch g kennzeichnet, daß zur Quellung oder e e Lösung =der jeweiligen Celluloseäther nur, in der Wärme lösende organische Flüssigkeiten oder Flüssigkeitsgemische verwendet werden und die Quellung oder Lösung z. B. in einem Knetapparat bei erhöhter Temperatur erfolgt.
DEI30810D 1927-04-01 1927-04-01 Verfahren zur Verarbeitung von Celluloseaethern zu plastischen Massen Expired DE595787C (de)

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