DE593418C - Verfahren zur Fernkinematographie, insbesondere zur UEbertragung von Bildtonfilmen - Google Patents
Verfahren zur Fernkinematographie, insbesondere zur UEbertragung von BildtonfilmenInfo
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- DE593418C DE593418C DE1930593418D DE593418DD DE593418C DE 593418 C DE593418 C DE 593418C DE 1930593418 D DE1930593418 D DE 1930593418D DE 593418D D DE593418D D DE 593418DD DE 593418 C DE593418 C DE 593418C
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N3/00—Scanning details of television systems; Combination thereof with generation of supply voltages
- H04N3/36—Scanning of motion picture films, e.g. for telecine
- H04N3/38—Scanning of motion picture films, e.g. for telecine with continuously moving film
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Fernkinematographie, insbesondere auf die
Übertragung von Bildtonfilmen, bei denen BiId- und Tonregistrierung auf dem gleichen Filmband
aufgenommen sind oder die Tonregistrierung sich auf einem vom Bildband getrennten, aber
mit ihm synchronisierten Träger befindet. Man ist dazu übergegangen, bei Filmaufnahmen und
Vorführungen die Bildzahl auf 24 pro Sekunde zu erhöhen. Das ergibt sowohl eine bessere
Wiedergabe -des Bildes als auch eine größere Filmgeschwindigkeit, die bei Bildtonfihnen für
eine gute Schallwiedergabe erforderlich ist.
Für die drahtlose Fernsehübertragung des Bildfilms würde aber die große Bildzahl eine
unangenehme Verbreiterung des Frequenzbandes ergeben, das dadurch um 50% größer wird,
als wenn nur 16 Bilder pro Sekunde gesendet werden. Es ist bekannt, zum Zwecke der Herstellung
eines verkürzten Filmstreifens beim Kopieren des zu verkürzenden Films in regelmäßigen
Abständen einzelne Bilder auszulassen. Erfindungsgemäß wird nun zum Zwecke der
Herabsetzung der Frequenzbandbreite von den .mit großer Bildzahl aufgenommenen Filmen für
die Fernsehübertragung eine geringere Anzahl Bilder abgetastet, als in der Zeiteinheit abrollen.
Bei einem Bildtonfilm wird also für die Fernübertragung der Tonteil, um eine Veränderung
der Tonhöhe zu verhindern, mit der Filmgeschwindigkeit entsprechend der großen Bildzahl
abgenommen, d.h. in elektrische Impulse für die Steuerung des Senders umgewandelt; von
'den Bildern des Bildteiles werden jedoch einzelne im regelmäßigen Rhythmus bei der Bild-Übertragung
ausgelassen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in zwei Abbildungen schematisch dargestellt.
In Abb. ι wird das Licht von der Lichtquelle ι durch ein Linsensystem 3 auf eine Lochscheibe
2 geworfen, die fünf Lochspiralen enthält. Jede Spirale ist so bemessen, daß bei der
Abtastung eines Films 4 der senkrechte Abstand zwischen dem ersten und letzten Loch
jeder Spirale der Höhe eines Filmeinzelbildes entspricht. Die Zahl der Löcher in jeder einzelnen
Spirale hängt von der Menge der Bilddetails ab, die man wiedergeben will.
Die Scheibe 2 wird durch den Motor 5 angetrieben, der bei der Projektion von 20 vollständigen
Bildern pro Sekunde 1200 Umdrehungen pro Minute macht.
Die Motorwelle treibt durch eine Übersetzung eine Blende 6 an und gleichzeitig über Kegelräder
8 ein Paar Zackenräder 7, welche in der Sekunde 24 Bildfelder des Films vorschieben.
Die Blendenscheibe 6, die als sehr dünne Scheibe ausgebildet ist, zeigt an ihrem Umfange
eine Anzahl von Einschnitten 6'. Das Übersetzungsverhältnis ist so gewählt, daß die Blendenteile
der Scheibe 6 bei einer Umdrehung der Lochscheibe 2 Um eine Strecke weiter bewegt
werden, welche gleich der Steigung einer Teilspirale der Scheibe 2 ist. Der Abstand zwischen
den einzelnen Schlitzen entspricht der Steigung aller Lochspiralen zusammengenommen. Die
Blende 6 verhindert also, daß Licht zu derselben Lo Zeit durch mehr als ein Loch der. Scheibe 2
hindurchgeht. Fällt also das Abtastlicht zuerst durch die oberste Spirale, so bewegt sich der
Schlitz 6' langsam weiter über die nächste Spirale usf., bis nach fünf Umdrehungen des Motors
der nächstfolgende Schlitz 6' wieder Licht von der ersten Spirale hindurchgehen läßt.
Das Licht von der Öffnung vor einem Schlitz geht durch ein Linsensystem 9 und vereinigt sich
auf dem Film 4; bei der Aufwärtsbewegung des ao Films in der Richtung des Pfeiles geht der
Lichtstrahl bei Drehung der Lochscheibe 2 zeilenweise nacheinander über den Film.
Hinter dem Film 4 liegt ein Linsensystem 10, das das Licht in eine Photozelle 11 wirft, die es
in bekannter Weise in elektrische Energie umwandelt.
Oberhalb des Lichtprojektionssystems befindet sich die Tonvorrichtung 12, bestehend aus
einer Lichtquelle 13 und einer Linse 14, die das
Licht auf einen vor dem Tonstreifen des Films befindlichen Schlitz 17 konzentriert. Ein Linsensystem
15 wirft das durch den Tonstreifen des Films modulierte Licht auf eine zweite lichtelektrische
Zelle 16. Die weiteren Teile der Einrichtung werden als bekannt vorausgesetzt.
Die dem Bild- und dem Tonstreifen entsprechenden elektrischen Werte können in bekannter
Weise gleichzeitig und unabhängig voneinander fernübertragen werden.
Wenn der Film sich in der Richtung des Pfeiles um 24 Felder pro Sekunde und der Abtastlichtstrahl
sich entsprechend der Steuerung durch die Lochspiralen der Scheibe 2 um vier Filmfelder pro Sekunde aufwärts bewegt, dann
ist die resultierende Geschwindigkeit des Films gegenüber den Scheibenlöchern 20 Felder pro
Sekunde. Am Ende der fünften Spirale springt der Lichtstrahl von der zunächst dem Mittelpunkt
gelegenen Abtastöffnung auf die am weitesten nach außen liegende; die relative Geschwindigkeit
zwischen Film und Lichtstrahl bewirkt, daß hierdurch ein Feld des Films bei der Abtastung ausgelassen wird. Während das
durch die Scheibe geworfene Licht sich von oben nach unten bewegt, kehrt die Linse 9 die
Lichtbewegung auf dem Film um, so daß sich der Lichtstrahl auf diesem von unten nach oben
bewegt.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 2 wird das Licht von' 1 direkt auf den Film 4 durch
ein Linsensystem 3 geworfen und dadurch ein Bild des Films 4 mittels des Linsensystems 9
auf die Scheibe 2 geworfen, die ebenso wie die Blende 6 ähnlich wie bei der Ausführungsform
gemäß Abb. 1 ausgebildet ist. Die Tonvorrichtung ist gleichfalls ähnlich wie bei der ersten
Ausführungsform.
Mit den beschriebenen Einrichtungen wird also der Tonstreifen entsprechend der wirklichen
Filmgeschwindigkeit abgetastet und gesendet, während von dem Bildstreifen des Films nur
ein Teil, im vorliegenden Falle s/c, übertragen
wird.
Claims (3)
1. Verfahren zur Fernkinematographie, insbesondere zur Übertragung von Bildtonfilmen,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke der Verminderung der Breite des zu
übertragenden Frequenzbandes von dem Bildteil des Films eine geringere Anzahl Einzelbilder zur Fernsehübertragung abgetastet
wird, als in der zur Abtastung erforderlichen Zeit abrollen, während der Tonteil
mit der gleichen Geschwindigkeit, mit der der Bildtonfilm abrollt, in elektrische Impulse
zur Fernübertragung umgeformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ■gekennzeichnet, daß der Abtastlichtstrahl go
bei der zeilenweisen Abtastung der Bilder so geführt wird, daß er mit dem mit konstanter
Geschwindigkeit durch die Abtastvorrichtung bewegten Film ein Stück mitwandert und dann zwecks Auslassung eines
Bildes zurückspringt.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bildabtastung eine Nipkow-Scheibe mit mehreren Lochspiralen
benutzt wird in Verbindung mit einer bewegten Blende, die nacheinander die einzelnen
Spiralen zur Abtastung je eines Bildes freigibt, während bei dem Übergang von der
letzten auf die erste Spirale ein Bild über-Sprüngen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
US379384A US1810188A (en) | 1929-07-19 | 1929-07-19 | Television system |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE593418C true DE593418C (de) | 1934-02-26 |
Family
ID=23497016
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DE1930593418D Expired DE593418C (de) | 1929-07-19 | 1930-07-13 | Verfahren zur Fernkinematographie, insbesondere zur UEbertragung von Bildtonfilmen |
Country Status (5)
Country | Link |
---|---|
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DE (1) | DE593418C (de) |
FR (1) | FR701306A (de) |
GB (1) | GB357687A (de) |
NL (1) | NL31494C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE743667C (de) * | 1937-04-12 | 1943-12-30 | Fernseh Gmbh | Abtasteinrichtung fuer die Fernsehuebertragung |
DE756013C (de) * | 1936-04-09 | 1953-02-23 | Emi Ltd | Anordnung zur Fernsehuebertragung eines Films nach dem Zeilensprungverfahren |
Families Citing this family (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2667812A (en) * | 1950-06-09 | 1954-02-02 | William Miller Instr Inc | Timing light control for oscillographs and the like |
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1929
- 1929-07-19 US US379384A patent/US1810188A/en not_active Expired - Lifetime
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1930
- 1930-07-13 DE DE1930593418D patent/DE593418C/de not_active Expired
- 1930-07-18 FR FR701306D patent/FR701306A/fr not_active Expired
- 1930-07-21 GB GB22013/30A patent/GB357687A/en not_active Expired
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE756013C (de) * | 1936-04-09 | 1953-02-23 | Emi Ltd | Anordnung zur Fernsehuebertragung eines Films nach dem Zeilensprungverfahren |
DE743667C (de) * | 1937-04-12 | 1943-12-30 | Fernseh Gmbh | Abtasteinrichtung fuer die Fernsehuebertragung |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
NL31494C (de) | |
US1810188A (en) | 1931-06-16 |
GB357687A (en) | 1931-10-01 |
FR701306A (fr) | 1931-03-14 |
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