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DE576003C - Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen

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Publication number
DE576003C
DE576003C DEI35368D DEI0035368D DE576003C DE 576003 C DE576003 C DE 576003C DE I35368 D DEI35368 D DE I35368D DE I0035368 D DEI0035368 D DE I0035368D DE 576003 C DE576003 C DE 576003C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
hydrocarbons
gas
oxidizing
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI35368D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI35368D priority Critical patent/DE576003C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE576003C publication Critical patent/DE576003C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen
    • C10C3/02Working-up pitch, asphalt, bitumen by chemical means reaction
    • C10C3/04Working-up pitch, asphalt, bitumen by chemical means reaction by blowing or oxidising, e.g. air, ozone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen Bei der Oxydation von Kohlenwasserstoffen mittels sauerstoffhaltiger Gase, insbesondere bei der Überführung von Paraffin u. dgl. in Fettsäuren, ist es von besonderer Wichtigkeit, die Bildung der sogenannten Oxysäuren, d. h. hochoxydierten bzw. kondensierten petrolätherunlöslichen Produkte, zu vermeiden, da diese bei der Weiterverarbeitung der gebildeten Fettsäuren stören.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu diesem Zwecke- bei der Oxydation von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Erdöl, Paraffin, Erdwachs, Teeren, sowie deren Hydrierungsprodukten, in flüssigem Zustande mittels sauerstoffhaltiger Gase vorteilhaft in der Weise verfährt, daß man während der Oxydation die Reaktionstemperatur, den Gasdruck, die Gasgeschwindigkeit oder die Konzentration des Oxydationsmittels oder mehrere dieser Bedingungen oder alle mit fortschreitender Bildung der Oxydationsprodukte soweit erniedrigt, daß die Bildung von unerwünschten, meist dunkelfärbenden Oxydationsprodukten, wie Oxyfettsäuren u. dgl., möglichst verhindert wird.
  • Die Regelung der Reaktionstemperatur hat sich nicht nur für die Geschwindigkeit der Oxydation der Kohlenwasserstoffe, sondern auch für das Maß des oxydativen Abbaues der letzteren als sehr wesentlich erwiesen. Wenn ein größerer Teil der Kohlenwasserstoffe in Carbonsäuren übergeführt ist, so kann durch Erniedrigung der Temperatur die Oxydationswirkung des Gases soweit gehemmt werden, daß eine Veränderung der Carbonsäuren nicht erfolgt, sondern die weitere Oxydation sich praktisch nur auf die Kohlenwasserstoffe erstreckt. Je mehr Kohlenwasserstoffe sich in Carbonsäuren umwandeln, um so mehr wird vorteilhaft die Temperatur erniedrigt, so daß gegen Ende der Oxydation, wo neben geringen Mengen von Kohlenwasserstoffen hauptsächlich Carbonsäuren im Oxydationsgut vorhanden sind, die Reaktionstemperatur am niedrigsten ist. Die absolute Höhe der Oxydationstemperatur ist insbesondere von der Zusammensetzung des zur Oxydation verwendeten oxydierend wirkenden Gases, der zu oxydierenden Kohlenwasserstoffe sowie der Wirksamkeit der verwendeten Katalysatoren abhängig.
  • Die oxydierende Wirkung der Gase auf die Kohlenwasserstoffe läßt sich auch durch Veränderung der Oxydationsstufe des Oxydationsmittels weitgehend beeinflussen. Man kann z. B. die oxydierende Wirkung von Stickoxydgasen auf Kohlenwasserstoffe dadurch stark mildern, daß man dem Oxydationsgas, welches Stickoxyde hauptsächlich in Form von Stickstoffdioxyd enthält, größere Mengen Stickstoffmonoxyd zufügt. Der Gehalt an Stickstoffmonoxyd kann im Oxydationsgas innerhalb weiter Grenzen schwanken, doch hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, zu Anfang der Oxydation die oxydierende Wirkung des Gases durch nicht zu große Mengen Stickstoffmonoxyd nur wenig zu vermindern und mit fortschreitender Bildung von Carbonsäuren durch Zugabe von größeren Mengen Monoxyd den oxydierenden Angriff des Gases mehr und mehr zu mildern. Auf diese Weise gelingt es z. B. bei der Oxydation von Paraffin,-die schon gebildeten Fettsäuren vor weiterem oxydativen Abbau zu schützen und so eine praktisch vollständige Oxydation von Paraffin zu Fettsäuren zu erreichen, ohne daß Oxysäuren dabei auftreten.
  • Verwendet man zur Oxydation der Kohlenwasserstoffe unverdünnte Stickoxydgase, so läßt sich der gewünschte Gehalt an Stickstoffmonoxyd beispielsweise dadurch einstellen, daß man zur Erzeugung des Oxydationsgases von flüssigem Stickstofftetroxyd ausgeht, dem etwas Stickstofftrioxyd beigemischt ist. Alsdann regeneriert man zweckmäßig die durch den Oxydationsvorgang zu N 0 reduzierten Abgase nur teilweise wieder zu N 02, so daß im umlaufenden Oxydationsgas immer ein gewisser NO-Gehalt erhalten bleibt.
  • Man kann aber auch die Strömungsgeschwindigkeit des Oxydationsgases so einstellen, daß das bei der Oxydation entstehende Stickstoffmonoxyd stets in gewünschtem Grade im Oxydationsraum erhalten bleibt; zweckmäßig läßt man zu diesem Zweck das Stickoxydgas mehrere hintereinandergeschaltete Oxydationsgefäße durchströmen, von denen das erste mit dem am schwersten oxydierbaren, wenig angegriffenen Kohlenwasserstoff beschickt wird, während in den folgenden Gefäßen die schon teilweise oxydierten, empfindlicheren Produkte den infolge ihres höheren Stickstoffmonoxydgehaltes milder wirkenden Oxydationsgasen ausgesetzt werden.
  • Von besonderem Vorteil ist es, wenn man mit der veränderten Zusammensetzung des Oxydationsgases gleichzeitig auch die Oxydationstemperatur so regelt, daß zu Anfang der Reaktion z. B. im ersten Reaktionsgefäß durch stärker erhöhte Temperatur die Oxydation möglichst beschleunigt wird, während gegen Ende der Reaktion, also z. B. in den späteren Reaktionsgefäßen, durch Einhalten tieferer Temperaturen und milderer Oxydationsbedingungen die schon gebildeten Fettsäuren vor weiterem Angriff geschützt werden.
  • Es ist in der Literatur ein Verfahren zur Herstellung von Fettsäuren durch Oxydation u. dgl. beschrieben, bei dem die zu oxydierenden Kohlenwasserstoffe in tropfbar flüssigem und bewegtem Zustande bei Temperaturen zwischen ihrem Schmelz- und Siedepunkt mit sauerstoffhaltigen Gasen behandelt und die für die Oxydation benötigte Zeit, Temperatur, Sauerstoffmenge und Druckhöhe dem zu oxydierenden Kohlenwasserstoff angepaßt werden sollen, dessen Eigenschaften naturgemäß sehr verschieden sein können. Dagegen sollen bei vorliegendem Verfahren die Bedingungen, die sich natürlich zunächst ebenfalls nach der Art der Kohlenwasserstoffe richten, außerdem im Verlauf der Oxydation geändert, und zwar wegen der empfindlichen Natur der sich mit fortschreitender Oxydation bildenden . Oxydationsprodukte im Laufe der Behandlung gemildert werden. Erst hierdurch kann bei völliger Umwandlung des gesamten Oxydationsgutes in einem Arbeitsgang die Bildung der unerwünschten sauerstoffhaltigen Verbindungen vermieden werden.
  • Das vorliegende Verfahren bietet den Vorteil, daß im ersten Teil der Oxydation mit verhältnismäßig hoher Oxydationsgeschwindigkeit gearbeitet werden kann, ohne daß die sonst bei kräftiger Oxydation eintretenden Nachteile, die sich hauptsächlich gegen Ende der Reaktion einstellen, sich hier bemerkbar machen. Beispiel i ioo kg Rohparaffin mit einem Schmelzpunkt von 54° werden zunächst bei go° mit Stickoxydgasen, denen Stickstoffmonoxyd beigemischt ist, oxydiert. Die Strömungsgeschwindigkeit der Stickoxydgase wird zu Anfang der Oxydation groß gehalten, so daß die aus dem Reaktionsgefäß entweichenden Gase infolge hohen Stickstoffdioxydgehaltes noch dunkelbraun gefärbt sind. Nachdem etwa 5o0/, des Paraffins in Fettsäuren umgewandelt sind, wird die Temperatur auf etwa 70' erniedrigt und die Strömungsgeschwindigkeit des Oxydationsgases so weit verringert, daß in den Abgasen das Verhältnis von Stickstoffdioxyd zu Stickstoffmonoxyd etwa i : i ist. Nachdem etwa 8o°/0 des Paraffins in Fettsäuren übergeführt worden sind, wird die Temperatur auf etwa 50' herabgesetzt und die Strömungsgeschwindigkeit noch weiter erniedrigt, bis die Abgase fast nur aus Stickstoffmonoxyd bestehen und farblos erscheinen. Auf diese Weise werden 1,5 kg eines Oxydationsproduktes gewonnen, , welches eine Säurezahl von 245, eine Verseifungszahl von 28o aufweist und nur noch 80/, Unverseifbares enthält; der Gehalt an petrolätherunlöslichen, sogenannten Oxysäuren bewegt sich unterhalb 3%, während er ohne Erniedrigung der Temperatur bzw. des Sauerstoffgehaltes im Oxydationsgas etwa 3o0/, beträgt. Beispiel 2 Amerikanisches, entbenziniertes Heizöl, dessen spez. Gewicht 0,922 bei 2o' beträgt und das zwischen 28o und 36o' siedet, wird mit Schwefelsäure oder flüssigem S02 raffiniert und dann der Oxydation mit einem Luft-Stickoxyd-Gemisch, wie es bei der Ammoniakverbrennung anfällt, unterworfen. Die Strömungsgeschwindigkeit des Oxydationsgases wird im Anfang der Reaktion auf 3o cbm Gas je Stunde und ioo kg Öl und die Temperatur auf etwa go ° gehalten; nachdem etwa 40% der Kohlenwasserstoffe umgewandelt sind, wird die Strömungsgeschwindigkeit des Gases stufenweise bis auf =o cbm Gas je Stunde ermäßigt und gleichzeitig die Temperatur allmählich bis auf 6o' gesenkt. Man erhält nach 14stündigem Blasen ein Fettsäuregemisch mit einer Säurezahl 28o, einer Verseifungszahl 340 und 80/0 Oxysäuren. Ohne Erniedrigung von Temperatur und Gasgeschwindigkeit weist das Oxydationsprodukt eine viel höhere Esterzahl sowie einen höheren Gehalt an Oxysäuren auf.
  • Beispiel 3 Durch geschmolzenes Hartparaffin wird bei 16o' ein Luftstrom von z cbm je Stunde und kg Paraffin geblasen, bis das Oxydationsprodukt etwa eine Säurezahl qo und eine Verseifungszahl x20 aufweist. Dann wird die Temperatur stufenweise bis auf 130' gesenkt und das Produkt weiteroxydiert, bis 6o0/0 des Paraffins umgewandelt und die Säure- und Verseifungszahl auf 9o bzw. 2q.0 angestiegen sind. Durch diese allmähliche Temperatursenkung wird im fertigen Reaktionsprodukt der Gehalt an Oxysäuren von sonst 35°/o auf etwa 2o0/0 ermäßigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Oxydation von nichtaromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Erdöl, Paraffin, Erdwachs, Teeren, sowie deren Hydrierungsprodukten, in flüssigemZustande mittels oxydierend wirkender Gase, dadurch gekennzeichnet, daß man während der Oxydation die Reaktionstemperatur, den Gasdruck, die Gasgeschwindigkeit oder die Konzentration des Oxydationsmittels oder mehrere dieser Bedingungen oder alle mit fortschreitender Bildung der Oxydationsprodukte so weit erniedrigt, daß die Bildung von unerwünschten, meist dunkelfärbenden Oxydationsprodukten, wie Oxyfettsäuren u. dgl., möglichst verhindert wird.
DEI35368D 1928-08-30 1928-08-30 Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen Expired DE576003C (de)

Priority Applications (1)

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DEI35368D DE576003C (de) 1928-08-30 1928-08-30 Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen

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DEI35368D DE576003C (de) 1928-08-30 1928-08-30 Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen

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DE576003C true DE576003C (de) 1933-05-06

Family

ID=7188966

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DEI35368D Expired DE576003C (de) 1928-08-30 1928-08-30 Verfahren zur Oxydation von Kohlenwasserstoffen

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DE (1) DE576003C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764889C (de) * 1940-12-10 1954-03-15 Ruhrchemie Ag Verfahren zur Oxydation von synthetischen Paraffinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764889C (de) * 1940-12-10 1954-03-15 Ruhrchemie Ag Verfahren zur Oxydation von synthetischen Paraffinen

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