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Leistenkühlofen für Glasplatten Die Erfindung bezieht sich auf Kühlöfen
für Glasplatten, bei welchen die Förderung der Platten ausschließlich durch sogenannte
Fahrleisten erfolgt, die in zwei je eine Förderfläche bildenden Gruppen von quer
zur Förderrichtung miteinander abwechselnden Leisten vereinigt sind. Die Gruppen
können in Abwechslung miteinander gehoben und gesenkt werden, und jeweils eine Gruppe
kann in gehobener Lage sich vorwärts bewegen und die Glasplatten fördern, während
sich die andere gleichzeitig in gesenkter Lage in die Ausgangsstellung zurückbewegt.
Die Querträger der Fahrleisten sind in Paaren von je einem Träger für die eine und
einem Träger für die andere Fahrleistengruppe angeordnet, und die zu demselben Paare
gehörigen Träger können abwechselnd miteinander gehoben bzw. gesenkt werden.
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Gegenstand der Erfindung ist die besondere Ausbildung der Aufhängung
der Fahrleistenquerträger. Erfindungsgemäß sind die zu einem Paare gehörigen Querträger
an entgegengesetzten Enden von doppelarmigen Schwinghebeln aufgehängt, die nach
Beendigung einer Hin- bzw. Herbewegung der Leistengruppen gemeinsam wechselweise
in entgegengesetzten Richtungen ausgeschwungen «-erden und dabei die eine Leistengruppe
lieben und die andere senken.
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Durch diese Art der Aufhängung der Fahrleisten gestaltet sich der
Antrieb für das Heben und Senken der Leisten äußerst einfach. Außerdem braucht die
an den Schwinghebeln anzusetzende Kraft nur entsprechend dem Gewicht der mit den
Leisten zu liebenden Glasplatten gewählt zu werden, während die Gewichte der Leisten
und ihrer Tragkonstruktionen selbst gänzlich unberücksichtigt bleiben können, da
diese Gewichte sich an den Schwinghebeln ausgleichen.
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In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführung eines Leistenkühlofens
gemäß der Erfindung in Abb. i in einem Längsschnitt und in Abb. a in einem Querschnitt
dargestellt.
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Die Förderrichtung für die Glasplatten besteht aus einer Gruppe von
Fahrleisten a und einer Gruppe von Fahrleisten b, die mit den ersteren abwechseln.
Die Leisten a ruhen auf den Stützrollen von Querträgern c, die Leisten b auf Stützrollen
von Querträgern d. Je ein Träger c und d sind, wie aus Abb. i ersichtlich, in gewissen
Abständen zu Paaren hintereinander angeordnet. Jedem Paar von Trägern c, d sind
einander gegenüberliegende doppelarmige Schwinghebel f zugeordnet. Diese sind auf
Wellen g befestigt, welche in Stützen g' auf den Seitenwänden des Ofens gelagert
sind. An den einen Enden der Hebel f sind die Träger c durch Stangen c' und an den
anderen Enden die Träger d durch Stangen d' aufgehängt. An den Drehpunkten
der
Hebel f greifen Hebelarme 1a an, die auf jeder Seite des Ofens durch gemeinsame
Zugstangen i miteinander verbunden sind. Befinden sich die Hebelarme h in der in
Abb. r gezeigten rechten Endlage, dann sind die Fahrleisten a gehoben und die Fahrleisten
b gesenkt. Befinden sie sich in ihrer linken Endlage, dann sind die Leisten b gehoben
und die Leisten a gesenkt. In Abb. a ist die zweite Leistengruppe b und ihre
Tragkonstruktion der Übersichtlichkeit halber gestrichelt dargestellt.
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Die Arbeitsweise der Fördervorrichtung ist wie folgt: In der in den
Abbildungen gezeigten Lage der einzelnen Teile sind die Leisten a in angehobener
Lage in Höhe der Unterlage, von welcher die Glastafel auf die Förderleisten abgeschoben
wird, also z. B. des Ofengesäßes, und werden, nachdem eine Glasplatte vollständig
auf die Leisten a übergeschoben ist, in Richtung x vorwärts bewegt, wobei sie die
übergeschobenen und die schon vorher auf ihnen liegenden Glasplatten mitnehmen.
Die Leisten b sind gesenkt und werden in Richtung y in ihre Ausgangslage zurückbewegt.
jedesmal wenn die Leisten d und b das Ende ihrer Vor- bzw. Rückbewegung erreichen,
wird ihr Antrieb stillgesetzt. Alsdann werden die Zugstangen i nach links (Abb.
z) gezogen, bis die Leisten b die Stelle der Leisten a einnehmen, während letztere
sich in die Lage, die bisher die Leisten b einnehmen, senken. Bei diesem Senken
der Leisten a und Heben der Leisten b übernehmen die letzteren etwa in der Mitte
des Hubes die Glasplatten von den ersteren. Nach Beendigung der Hub- und Senkbewegung
tritt die Schubvorrichtung für die Leisten wieder in Tätig keit. und zwar werden
jetzt die Leisten b in Richtung x bewegt und fördern dabei die Glasplatten weiter,
während die gesenkten Leisten d in Richtung y in ihre Ausgangslage zurückgehen.
jedesmal wenn durch die Vorwärtsbewegung der gehobenen Leisten eine Glastafel an
das Ende der Leistenförderstrecke gelangt, wird eine Glasplatte von den Leisten
auf eine in gleicher Höhe damit angeordnete Lagerfläche (Schneidtisch, Rollengang)
abgeschoben. Hierauf tritt wieder die Hubvorrichtung in Tätigkeit, welche diesmal
wieder die Leisten a hebt und die Leisten b senkt.
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Die durch die Vorrichtung bewirkte Förderung der Platten ist nahezu
kontinuierlich, da sie bloß durch die nur wenige Sekunden beanspruchten Heb- und
Senkbewegungen der Leisten unterbrochen wird.