DE53306C - Entwässerungsvorrichtung für Hauswasserleitungen - Google Patents
Entwässerungsvorrichtung für HauswasserleitungenInfo
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- DE53306C DE53306C DE188953306D DE53306DA DE53306C DE 53306 C DE53306 C DE 53306C DE 188953306 D DE188953306 D DE 188953306D DE 53306D A DE53306D A DE 53306DA DE 53306 C DE53306 C DE 53306C
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- Germany
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- valve
- water
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E03—WATER SUPPLY; SEWERAGE
- E03B—INSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
- E03B7/00—Water main or service pipe systems
- E03B7/09—Component parts or accessories
- E03B7/10—Devices preventing bursting of pipes by freezing
- E03B7/12—Devices preventing bursting of pipes by freezing by preventing freezing
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Public Health (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Bidet-Like Cleaning Device And Other Flush Toilet Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung.
Der Wasserleitungsschützer soll vor allen Dingen die Wasserleitungsröhren gegen das
Einfrieren schützen; er thut dies dadurch, dafs er alles Wasser der Leitung in sich aufnimmt,
wenn alle Zapf hähne geschlossen sind; wird aber einer oder mehrere derselben geöffnet,
so giebt der Schützer zuerst das aus der Leitung aufgenommene Wasser wieder in die
Leitung und läfst das nachfolgende Wasser frei durch sich hindurchlaufen. Das Wasser
der Leitung ist deshalb immer in Bewegung, oder es ist im Schützer; dieser wird aber an
einem frostfreien Orte aufgestellt, weshalb er nicht einfrieren kann, ebensowenig die Leitung.
Aus diesem Grunde kann die steigende Leitung möglichst gerade in die Höhe geführt,
selbst wenn davon Stellen dem Froste ausgesetzt wären und die Abzweigungen nach den
Entnahmestellen etwas ansteigend ohne sogen. Säcke gelegt werden. Es ist darum möglich,
zu jeder Zeit Wasser aus der Leitung zu entnehmen.
Der Wasserleitungsschützer ist auch ein bedeutender Wassersparer, denn undichte Zapfhähne
können nicht fortwährend tropfen oder gar laufen, auch das Laufenlassen bei Frost
fällt fort, und im Sommer wird das Wasser in der Leitung nicht warm, man braucht deshalb
nicht viel ablaufen zu lassen, um kühles Trinkwasser zu haben.
Der Schützer wird an passendster Stelle hinter dem Haupthahn einer Hauswasserleitung
in dieselbe, bei 1 und B der Zeichnung , eingeschaltet. Der Betrieb ist mechanisch
mittelst Drahtzuges oder pneumatisch mittelst kleiner Luftbuffer und Luftrohrleitung
von jedem Zapfhahn nach dem Ventilchen 3 des Schützers, welches nur einen Hub von
ι Y2 mm bedarf, wodurch dieses Ventilchen
geöffnet wird. Eben dieses Ventil 3 setzt durch sein Oeffnen und Schliefsen die ganze
Einrichtung in Thätigkeit, weil es zu Ventil A gehört, welches einen wesentlichen Bestandtheil
des Schützers bildet, dadurch, dafs sein Kapselkegel mittelst Bremswasserpolsters gezwungen
ist, so langsam zu schliefsen, dafs jeder Stofs in der Vorleitung unmöglich ist. Das Hauptventil
des Schützers besteht aus dem innen cylindrischen Gehäuse A mit seitlichen Zuflufsstutzen
ι und concentrischen Ausflufsstutzen 8; diesen gegenüber liegt im Cylinderboden
das kleine Entlastungsventilchen 3, von dem aus ein Kanal 7 gebohrt ist, der in 8 mündet.
Concentrisch zum .Innern von A ist ein nach 8 offener, am anderen Ende mit festem Boden
versehener Rohrstutzen 2, durch 8 dicht verschraubt, eingesetzt, über welchen eine Kapsel 5
leicht, jedoch möglichst dicht verschiebbar ist, welche mit ihrem offenen Rande bei s das
Ventil A abschliefst. Am Kopf der Kapsel 5 ist ein etwas über deren äufseren Umfang vorstehender
Rand vorhanden, welcher im Cylinder von A auch leicht, aber, möglichst dicht verschiebbar
ist. Der Stutzen 2 hat seitliche, dem Durchgang entsprechende schlitzartige Durchgangsöffnungen
w, welche nicht ganz bis zur Kapseldichtung s reichen. Im Boden von 2 ist
eine Bohrung 4, welche auf der äufseren, dem Kapselboden zugekehrten Seite durch ein aufgeschraubtes
Leder- oder Gummiblättchen verdeckt wird.
Ventil A arbeitet nun folgendermafsen: Wird 3 von einem Zapfhahn aus geöffnet, so
drängt aus ι das Wasser auf den äufseren Rand der Kapsel, diese nach 3 und damit das
dazwischen befindliche Wasser durch 3 und 7 nach 8, bis die Oeffhungen η ganz frei sind,
durch welche das Wasser aus 1 nach 8 fliefsen kann. Während dieses Vorganges wird der
Raum m zwischen Stutzen- und Kapselboden gröfser und füllt sich aus 2 durch 4 mit
Wasser. Wird 3 von keinem Zapfhahn aus mehr aufgehalten, so kommt dasjenige Wasser
zur Wirkung, welches sich bei dem Kapselrand durchdrängt und schliefst zunächst 3,
sucht durch Füllung des Raumes zwischen 5 und 3 die Kapsel nach ihrem Sitz zu drängen,
was nur langsam geschehen kann, weil das zwischen 4 und 5 in in vorhandene Bremswasserpolster
nicht wieder bei 4, weil durch das Blättchen verlegt, entweichen kann, sondern genöthigt ist, sich zwischen den Wänden von
2 und 5 durchzudrängen, infolge dessen 5 nur allmälig das Ventil A abschliefsen kann.
Der Schützer besteht aus einem Cylinder H, der mit einem über ihm stehenden gröfseren
Cylinder J concentrisch und fest verbunden ist. In beiden Cylindern H und J bewegt
sich je ein Kolben D und E, welche durch eine hohle Kolbenstange R auch fest mit einander
verbunden sind. -R ist am gröfseren Kolben E mit einem Rückschlagskapselventil K
ausgestattet, welches Cylinder H von J abschliefst. Die Kapsel von K, hier mit einem
Entlastungsventil g versehen, bewegt sich über einen an beiden Enden offenen Rohrstutzen,
der in / mündet und kurz vor dieser Mündung mit seitlichen Durchflufsöffnungen versehen
ist. Die Kapsel schliefst auch hier mit ihrem offenen Rande das Ventil ab.
Wird nun 3, wie oben beschrieben, geöffnet und infolge dessen der Durchgang von 1 nach
8 frei, so strömt das Wasser in den kleineren Cylinder H, schliefst zunächst K, hebt beide
Kolben D und E und drückt damit das in J befindliche Wasser durch B in die Leitung.
D und E nehmen schliefslich die höchste Lage ein, wobei K dadurch geöffnet wird,
dafs g gegen einen Steg ο in B stöfst und dem nachfolgenden Wasser freien Durchgang
durch R, K, B in die Leitung gewährt.
Beim Schlufs aller Zapfhähne schliefst sich
3 und A, der Druck des Wassers aus der
Leitung kommt zur Wirkung und drückt beide Kolben E und D nieder, wobei gleichzeitig
das durch den Hub der Kolben unter D in H angesammelte Druckwasser durch das offene
Ventil K nach J gelangt. Befinden sich D und E beim Niedersinken, und es wird ein
Zapfhahn geöffnet, so schliefst sich sofort K, und D und E müssen wieder steigen. Damit
bei der Thätigkeit des Schützers die Luft in die Leitung frei ein- und austreten kann, sind an
allen Entnahmestellen Zapf hähne wie Ventil A, mit Schnabel versehen, angebracht, da dieses
Ventil selbsttätig entwässert und entlüftet und sich schliefst; es kann daher nie ein Ueberschwemmen
durch Leitungswasser vorkommen. Selbstverständlich mufs die Gröfse der Cylinder J und H nach dem betreffenden Leitungsinhalt,
dem Atmosphärendruck bei A sowohl als am höchsten Auslauf berechnet
werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Entwässerungsvorrichtung für Hauswasserleitungen, bei welcher die Entwässerung der Leitungsröhren nach Schlufs eines Zapfhahnes dadurch bewirkt wird, dafs durch gleichzeitigen Schlufs eines Entlastungsventilchens (3) ein Hauptventil (A) sich schliefst und infolge dessen das Leitungsröhrenwasser einen Kolben (E) in einem Cylinder (J) verdrängt uiid sich darin ansammelt, während das unter einem mit (E) fest verbundenen Kolben (D) noch weiter befindliche Wasser durch eine hohle Kolbenstange (R) und ein offenes Ventil (K), dessen Eröffnung durch Aufstofsen seines Entlastungsventilchens g beim vorherigen Aufsteigen der Kolben (E D) erfolgte, nach dem Sammelcylinder (J) gelangen kann.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Entwässerungsvorrichtung, bei welcher das Ventil (A) einen Stutzen (2) mit Schlitzen (n) und Ventil (4) besitzt, während auf dem Stutzen (2) ein mit Kolben (5) versehener Röhrenschieber — am Fufse von Stutzen (2) Ventil (A) abschliefsend — gleitet, so dafs letzterer bei Eröffnung des Ventils (3) sich öffnet und durch Ventil (4) mit Wasser sich füllt, welches zwischen Röhrenschieber und Stutzen (2) fortgedrückt werden mufs, wenn ersterer durch den Leitungsdruck sich schliefst.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE53306T | 1889-12-24 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE53306C true DE53306C (de) | 1890-09-11 |
Family
ID=327966
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE188953306D Expired DE53306C (de) | 1889-12-24 | 1889-12-24 | Entwässerungsvorrichtung für Hauswasserleitungen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE53306C (de) |
-
1889
- 1889-12-24 DE DE188953306D patent/DE53306C/de not_active Expired
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