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DE520384C - Verfahren zur Herstellung von Celluloseaethern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Celluloseaethern

Info

Publication number
DE520384C
DE520384C DE1930520384D DE520384DD DE520384C DE 520384 C DE520384 C DE 520384C DE 1930520384 D DE1930520384 D DE 1930520384D DE 520384D D DE520384D D DE 520384DD DE 520384 C DE520384 C DE 520384C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
cellulose
production
cellulose ethers
carbonate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930520384D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Alfons Ascherl
Dr Wolfgang Gruber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wacker Chemie AG
Original Assignee
Wacker Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie AG filed Critical Wacker Chemie AG
Application granted granted Critical
Publication of DE520384C publication Critical patent/DE520384C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00Preparation of cellulose ethers
    • C08B11/02Alkyl or cycloalkyl ethers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Celluloseäthern Die Herstellung von Celluloseäthern mit niedrig siedenden Alkylierungsmitteln, wie Halogenalkylen, bedingt die Verwendung von Druckgefäßen. Während es beim Verestern der Cellulose oder beim Veräthern mit Alkylsulfaten üblich ist, den Verlauf und den Endpunkt der Reaktion durch laufende Probenahmen zu kontrollieren, ist dies beim Arbeiten unter Druck nicht ohne weiteres möglich. Andererseits ist es aber gerade beim Alkylieren mit Estern anorganischer Säuren besonders wichtig, die Reaktion rechtzeitig zu unterbrechen, da infolge Reaktion des Überschusses an Alkylierungsmitteln mit dem Alkali nach Verbrauch desselben freie Mineralsäure auftritt. Diese Säuren wirken in der Hitze unter Druck stark abbauend auf das Cellulosemolekül, so daß deren Bildung unbedingt zu verhindern ist. Bisher wurde dies dadurch erreicht, daß entweder mit einem großen Überschuß an Alkali gearbeitet wurde (z. B. bei den deutschen Patenten 499 129 und 48878o , bei dem englischen Patent 200 827, dem amerikanischen Patent 1 694 127 u. a.), was einen erheblichen Verbrauch an Alkylierungsmittel bedeutet, oder besondere Vorsicht auf Temperatur- und Druckregelung verwendet werden mußte (englisches Patent 305 9:16).
  • :urliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, das es ermöglicht, den Endpunkt der Reaktion auf einfachste Weise festzustellen und zugleich das Auftreten freier Säure zu verhindern. Dies wird dadurch erreicht, daß die All:ylierung in Gegenwart kohlensaurer Salze vorgenommen wird. Der Zusatz dieser Salze erfüllt einen doppelten Zweck: i. Nach beendeter Alkylierung der Natroncellulose und Umsetzung des freien Alkalis wird durch überschüssiges Alkylierungsmittel Kohlensäure in Freiheit gesetzt, durch die der Endpunkt der Reaktion an leicht zu entnehmenden Gasproben sofort festgestellt werden kann.
  • 2. Es wurde ferner die überraschende Beobachtung gemacht, daß Halogenalkyl mit kohlensauren Salzen bedeutend langsamer reagiert als mit freien Alkalien, so daß freie Säure, auch wenn das Ende der Reaktion nicht scharf erfaßt wird, bei Anwesenheit dieser Salze sicher nicht auftritt.
  • Die Vorteile des neuen Verfahrens sind mannigfacher Art. Der beträchtliche Mehrverbrauch an Alkali und damit an Alkylierungsmittel, wie er nach den obenerwähnten Patentschriften nötig ist, kommt in Wegfall. Besondere Vorsichtsmaßregeln in der Einhaltung von Druck und Temperatur sind nicht nötig. Die durch geringe Abweichung von einer festgelegten Reaktionstemperatur bedingte kürzere oder längere Reaktionsdauer, deren Endpunkt meist empirisch durch Versuche festgestellt ist, bildet stets einen 'Unsicherheitsfaktor, der zu ungleichen Produkten Anlaß gibt. Er ist durch die präzise, analytische Erfassung des Endproduktes der Reaktion ausgeschieden. Ein Abbau des Celluloseäthers durch auftretende freie Säure beim Überschreiten der Reaktionszeit ist bei Anwesenheit kohlensaurer Salze nicht möglich. Die fertigen Reaktionsprodukte sind neutral und können rascher und leichter ausgewaschen werden als solche, die noch Alkalien enthalten.
  • Die kohlensauren Salze, wie Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Calciumcarbonat, Bariumcarbonat u. a., können in festem Zustande zugefügt werden, wobei schon kleine Mengen genügen. Soweit die Löslichkeit es zuläßt, können sie auch der Tauchlauge zugefügt oder durch Behandeln der Alkalicellulose mit bestimmten Mengen Kohlensäure erst hergestellt werden. Die Entnahme der Gasproben aus dem Reaktionsgefäß (Druckbehälter) ist ohne Arbeitsunterbrechung jederzeit auch kontinuierlich möglich. Die Kohlensäure wird nach bekannten Verfahren nachgewiesen, am einfachsten mit Barvtwasser.
  • Es ist zwar bekannt, die Alkylier ung der Cellulose in Gegenwart von Salzen durchzuführen, doch werden dabei wasserlösliche 2 Neutralsalze in größeren Mengen verwendet unter Verfolgung ganz anderer Zwecke. So sollen diese Zusätze entweder die Reaktionszeit verkürzen (Patent .1o8 3:12). Einsparung von Alkali ermöglichen (Patent .135 3.16) oder die Reaktionsmasse locker halten (Patent -194 9i7). Beispiel Zu ioo bis Zoo Teilen einer nach bckannten Verfahren hergestellten Natroncellulose wird t Teii Natriumcarbonat gemischt und mit einem Oberschuß von Chloräthyl # bei ioo bis i4o° äthyliert. Nach etwa i Stunde werden in kurzen Zeitabschnitten Gasproben in Barytwasser geleitet. Sobald sich in der Vorlage größere Mengen von Bariumcarbonat abscheiden, wird das Chloräthyl abdestilliert. Ein halb- bis einstündiges Erhitzen über den Endpunkt der Reaktion hinaus schadet dem Produkt nichts. Es bleibt neutral und wird nach dem Zerkleinern gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute an Äthylcellulose beträgt i2o % des Gewichts der angewendeten Cellulose.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Celluloseäthern, dadurch gekennzeichnet, daß die Ätherifizierung in Gegenwart geringer, etwa i ob der Alkalicellulose betragender Mengen kohlensaurer Salze durchgeführt und die Reaktion unterbrochen wird, sobald freie Kohlensäure entwickelt wird.
DE1930520384D 1930-02-16 1930-02-16 Verfahren zur Herstellung von Celluloseaethern Expired DE520384C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE520384T 1930-02-16

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DE520384C true DE520384C (de) 1931-03-11

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DE1930520384D Expired DE520384C (de) 1930-02-16 1930-02-16 Verfahren zur Herstellung von Celluloseaethern

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