DE50391C - Kraftsammelnde Bremse - Google Patents
Kraftsammelnde BremseInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D43/00—Devices for using the energy of the movements of the vehicles
-
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- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02T—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
- Y02T30/00—Transportation of goods or passengers via railways, e.g. energy recovery or reducing air resistance
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
GAETANO GIUSSANI in TURIN.
Kraftsammelnde Bremse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. April 1889 ab.
Fig. 4 zeigt eine zweitheilige Muffe, deren Theile durch Bolzen fest mit einander verbunden
sind, und welche mittelst Druckschrauben an einer der Wagenachsen befestigt ist. In der Mitte befinden sich die Hülsen AA1,
Fig. 4, auf denen sich die symmetrisch gestellten Stücke B, Fig. 5, lose drehen, und
weiter aufserhalb die beiden grofsen Plantschen A2 A2, welche die zur Verbindung dienenden
Bolzen tragen und an der Berührungsfläche der beiden Muffhälften Ausschnitte α zum Passiren
der Schieberklinken C besitzen.
Aufserdem besitzt die Muffe Hülsen A3 As,
welche die zur Bewegung der Schieberklinken dienenden Theile tragen, und endlich die
kleinen Flantschen A^ A4*, die durch Bolzen
zum Zusammenhalten der beiden Muffhälften mit einander verbunden sind.
Dieser Muff hat den Zweck, auf die Kolbenstange H, Fig. 8, die lebendige Kraft des
Fahrzeuges im Moment des Anhaltens zu übertragen und später die Achse in Rotation
zu versetzen, indem die Kraft des Kolbens im Moment des Anfahrens verwerthet wird.
Zu dem Zwecke sind auf den Hälsen A1A1
lose und symmetrisch die beiden Scheiben B, Fig. 5, angeordnet, welche aus zwei durch
Bolzen verbundenen Theilen hergestellt sind, wobei die Bolzen die Flantschen beider Theile
zusammenhalten. Auf der Innenseite B1 jeder Scheibe B sind Einschnitte angebracht, welche
ein Getriebe mit geraden Zähnen bilden; die
entgegengesetzte Seite B2 bildet ein Sperrrad, dessen Zahne radial und auf der Planseite der
Scheibe liegen.
In diese Zähne, welche infolge der symmetrischen Stellung der beiden Scheiben B Gesperre
von entgegengesetzter Richtung bilden, greifen die Klinken C, Fig. 4, ein, welche man
durch einen später beschriebenen Mechanismus nach Belieben zurückziehen kann.
Der Kolben G, Fig. 9, dessen Kolbenstange aus zwei Zahnstangen mit seitlichen zapfenförmigen
Zähnen gebildet wird, wirkt direct und gleichzeitig auf die beiden mit geraden Zähnen versehenen Getriebe B1 der Scheiben B,
oder genauer gesagt, eine Zahnstange greift oben in das eine, die andere unten in das
zweite Getriebe ein.
Durch diese in Fig. 8 und 9 dargestellte Construction wird erreicht, dafs beim Austritt
des Kolbens G aus dem Cylinder F eine Vorwärtsdrehung des einen der Getriebe und zugleich
eine Rückwärtsdrehung des anderen erfolgt. Natürlicherweise findet bei der Rückbewegung
des Kolbens eine gleichzeitige Umkehrung dieser beiden Drehbewegungen statt.
Die Wirkungsweise der Bremse ist leicht verständlich. Im Augenblick des Anhaltens
werden die beiden Klinkenpaare C, Fig. 4, die in jihrem beweglichen Rahmen C1 elastisch
eingesetzt sind, mittelst einer kräftig wirkenden Feder nach vorwärts, und also gegen die
Sperrräder geschoben.
Das eine der Klinkenpaare wird vermöge der Richtung, in welcher es über das betreffende
Sperrrad gleitet, die Bewegung desselben und des zugehörigen Getriebes nicht beeinflussen, während das andere Klinkenpaar
die starre Verbindung des anderen Sperrrades
mit dem Muff A und folglich mit der Wagenachse bewirken wird. Die lebendige Kraft,
welche die Räder zu drehen sucht und demzufolge auch das auf der Achse fixirte Getriebe,
wird verwendet, um vermittels der in Thätigkeit gesetzten Zahnstange den Kolben aus dem
Cylinder herauszuziehen und in dem durchlaufenen Raum ein Vacuum zu erzeugen. Da
die für diese Arbeit nöthige Kraft sehr beträchtlich ist, wird der Wagen sehr bald angehalten
sein. Die Sicherheitssperrklinke JV, Fig. 8, 9 und io, welche in die obere Zahnstange
eingreift, hat während des Anhaltens der Zahnstange gestattet, aus dem Cylinder herauszutreten;
kaum hört jedoch diese Bewegung auf, so stützt sie sich kräftig gegen die Zapfen
und verhindert die Rückbewegung, welche der atmosphärische Druck bewirken-würde.
Derselben Bewegung wirken auch die Klinken der während des Anhaltens gebliebenen Scheibe B
entgegen. Unter diesen Verhältnissen kann sich die Achse in keiner Richtung mehr drehen,
denn die weitere Bewegung in der Richtung, welche sie während des Fahrens hatte, wird
theils aus Mangel an lebendiger Kraft, theils durch die Begrenzung des Kolbenhubes verhindert.
Im Moment des Anfahrens wird mittelst eines später beschriebenen Hebelsystems das Klinkenpaar, welches zum Anhalten diente,
eingelegt, so dafs der atmosphärische Druck den Kolben G in den Cylinder F hineinprefst.
Die mit JV und mit dem Sperrklinkenpaar, das von den Scheiben B entfernt worden, aufser
Eingriff gekommenen Zahnstangen bewegen sich in die in Fig. 8 gezeichnete Stellung zurück,
und während der Kolben sich in diese Stellung zurückbewegt, wird die Scheibe B,
welche in Eingriff mit den Klinken C geblieben ist, in dem der gewünschten Bewegung
entsprechenden Sinne gedreht und setzt dadurch den Wagen in Bewegung, so däfs ein
plötzlicher starker Ruck vermieden wird, während die andere Scheibe B, welche auf der
Achse frei drehbar ist, sich unter der Einwirkung der Zahnstange unbehindert in entgegengesetztem
Sinne drehen kann.
Es sollen nun die Hebel, Stangen und anderen Mechanismen beschrieben werden, welche
die erwähnten Klinken in Bewegung setzen, sowie auch deren Wirkungsweise erklärt werden.
Auf den Hälsen A3 A3 der Muffe A, Fig. 4,
befinden sich die aus zwei durch Bolzen verbundenen Theilen zusammengesetzten Hülsen D,
welche sich vermöge ihrer Anhängung durch Stangen D1 an am Cylinder F befestigte
Zapfen weder drehen noch sonst verschieben können. Jener Theil jeder Hülse D, auf
welchen sich die Verbindungsflantschen nicht erstrecken, reicht gegen die Mitte des Muffes A
hin (s. Fig. 6) und ist mit einem Schlitz d versehen, von welchem eine Hälfte senkrecht"
■auf die Achsenrichtung verläuft, während die andere Hälfte schräg gegen das Innenende der
Hülse D gerichtet ist.
Auf dieser Hülse ist ein 'Ring E, Fig. 7,
angebracht, welcher aus zwei durch Bolzen verbundenen Hälften besteht und einen Hebelarm
E1 trägt. Auf der ausgedrehten Innenfläche
des Ringes ist ein Stift befestigt, welcher in den Schlitz d eingreift und den Zweck hat,
eine seitliche Verschiebung des Ringes E zu veranlassen, sobald derselbe mittelst des
Armes E1 um einen entsprechenden Winkel gedreht wird. Auch Ring E besitzt eine cylindrische
Verlängerung nach der gleichen Seite wie Hülse D, und diese Verlängerung ist
mit einer Schwalbenschwanz - Ringnuth E2, Fig. 7, versehen, in welche die gleichgeformten,
am Untertheil des beweglichen Rahmens C1 für die Klinken C, Fig, 4, angebrachten Zähne
eingreifen.
Wie leicht begreiflich, kann man also auch, während Muff A, Fig. 4, in Drehung ist, durch
Verstellen der Hebel E1, Fig. 7, die Klinken C vorschieben oder zurückziehen.
Der Mechanismus zum Uebertragen der Bewegung auf die Klinken kann von jedem der
beiden Enden des Wagens aus in Bewegung gesetzt werden. Bei jedesmaligem Umkehren
der Bewegungsrichtung des Wagens mufs jedoch auf dem jeweilig hinteren Wagenende
die Klinke M, Fig. 12, der Platte L von Hand ausgelöst werden. Diese Hilfsklinke bewirkt,
dafs an jene Scheibe B, Fig. 5, welche vermöge der jeweiligen Fahrtrichtung beständig
frei drehbar zu bleiben hat, die Klinken beständig angedrückt bleiben, um auf diese
Weise der Behinderung der Drehung von Muff A vorzubeugen. Das Auslösen der
Klinken M kann vom Führer bei entsprechender Einrichtung auch mit dem Fufs
bewirkt werden.
Angenommen, der durch Fig. 1 2 schematisch dargestellte Waggon solle sich in der Richtung
gegen Fig. 8 bewegen, so hat sich der Führer vor Allem zu überzeugen, dafs die Klinke M
auf dem Ende des Waggons, neben weichen! sie in grofsem Mafsstabe dargestellt ist, ausgelöst sei; dann begiebt et sich auf die vordere
Bühne. Zum Anhalten des Fuhrwerkes zieht er den Griff g an sich, bis in die Stellung g\
und verstellt dadurch die Stangen b und d, welche nach den Ringen E, Fig. 7,' hinlaufen,
so dafs diese Hinge verdreht und die Scheiben B in Bewegung gesetzt werden, was die Wirkung
der Bremse zur Folge hat. Gleichzeitig wird durch die Zugstangen 1 und 2 mittelst der
Hebel 5, 6 und 7 die Sicherheitsklinke JV, Fig. 9, fallen gelassen, so dafs sie nach beendetem Bremsen die Zahnstange in ihrer Lage
festhält. Gleichzeitig greift auch die bei d auf Platte L angebrachte Klinke M in die Zähne
der Stange ein, so dafs die Klinken C, welche der bei der vorhandenen Drehungsrichtung der
Wagenachse lose bleibenden Scheibe jB entsprechen, vorgeschoben bleiben.
Zum Anfahren hat man nur den Griff g in die Stellung g2 vorzuschieben. Der Hebel α1 d,
welcher eine federnde Verbindung mit der Achse α besitzt, gestattet diese Drehung, aber
die Stange d bewegt sich nicht, da sie durch die Klinke M festgehalten ist. Durch Stange b
wird der zugehörige Ring E verdreht, so dafs das Klinkenpaar, welches das Herausziehen des
Kolbens G veranlafst hat, ausgelöst wird, und gleichzeitig heben auch die Stangen ι und 2
wieder die Klinke N. Nun wird Kolben G durch den Luftdruck zurückgeschoben und
versetzt den Muff A sowie die Wagenachse in Umdrehung und das Fuhrwerk kommt in Bewegung
, ohne dafs ein rückweises Anziehen der Pferde erforderlich wäre.
Die beschriebene kraftsammelnde Bremse kann natürlich auch beim Bergabfahren gebraucht
werden, so dafs die aufgespeicherte Arbeit beim folgenden Bergauffahren nutzbar
gemacht werden kann.
Statt zum Aufspeichern der Arbeit beim Bremsen einen Kolben verstellen zu lassen,
kann man auch eine Feder spannen lassen.
Claims (3)
1. An kraftsammelnden Bremsen für Fuhrwerke mit rotirenden Achsen, die frei
drehbaren Scheiben B, welche mit ihren inneren Verzahnungen auf einer Seite mit
den oberen, auf der anderen Seite mit den unteren Zähnen der Kraftspeicherstangen H
in Eingriff stehen, in Verbindung mit den von aufsen in die Scheiben B eingreifenden
Sperrklinken C.
2. In Verbindung mit der durch Anspruch 1. gekennzeichneten kraftsammelnden Bremse
die beiden mittelst Handgestänges drehbaren , mit einem Stift in die schrägen Schlitze der gegen Drehung und Verschiebung
gesicherten Hülsen D eingreifenden Ringe E zur Verschiebung der Sperrklinken C.
3. In Verbindung mit der durch Anspruch 1. gekennzeichneten kraftsammelnden Bremse
die mit der Hand aushebbaren Klinken M, Fig. 12, zum Zwecke, die Bremse auf eine
Fahrrichtung einzustellen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE50391C true DE50391C (de) |
Family
ID=325246
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT50391D Expired - Lifetime DE50391C (de) | Kraftsammelnde Bremse |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE50391C (de) |
-
0
- DE DENDAT50391D patent/DE50391C/de not_active Expired - Lifetime
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