-
Gelenkverbindung zwischen Puppenkopf und Puppenrumpf Bei Puppen, bei
denen der Kopf mit einem Kugel- und Pfannengelenk an den Rumpf angeschlossen ist
und ein vom Kopf getragenes, in den hohlen Rumpf geführtes Pendelgewirkt das Kugelgelenk
selbsttätig bewegt, bestellt die Erfindung darin, daß die Peiideistange sich mit
einer Verbreiterung, welche die in die Wand des am Rumpfe befindlichen Kugelgelenkteils
eingeschnittene öffnung überbrückt, gegen die Innenfläcbe der am Rumpfe befindlichen
Pfanne öder Kugel abstützt.
-
Auf diese Weise dient die P-ndelstange, ohne daß sie in einem besonderen
Gelenk gelagert wird, dazu, das zwischen Kopf- und Rumpf eingeschaltete Kugelgel°nk
in allen Schwenklagen zusammenzuhalten, denn die Stangenverbreiterung macht die
Bewegung des Kopfes mit und gleitet beim Pend°l:n desselben an der Innenfläche der
am Rumpfe befindlichen Pfanne oder Kugel je nach ihrer Einstellung mit leichtem
Spiel oder geringem Spalt entlang. Dabei läßt sich diese Anordnung, gleichgültig,
ob sich die Gelenkkugel am Kopfe oder am Rumpf befindet, anwenden und ermöglicht
überdies, die an sich bisher schon bekannte druckknopfartige Verankerung des Gelenkverbindungsorganesauch
beim Pendelstab anzuwenden.
-
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in den Abb. i bis 6 dargestellt,
und zwar zeigen die Abb. i bis 4. eine Ausführungsform, bei der die Kugel am Kopfe
und die Pfanne am Rumpfe sitzt, während die Abb. 5 und 6 eine Ausführungsform betreffen,
bei d,er die Kugel am Rumpf und die Pfanne am Kopfe sitzt.
-
Bei der ersten Ausführungsform ist an der den Hals darstellenden kugligen
Abrundung i des Kopfes die Gewirlitspendelstange z in der Kugelwand ortsfest verankert.
Das Pendelgewicht 3 ist nach unten verjüngt, so daß seine obere Fläche ¢ ein wenig
größer ist als die Breite der in den Pfannenboden 5 eingeschnittenen Öffnung 6,
und der Abstand der Gewichtsoberfläche q von der Kopfkugel i ist so bemessen, daß,
nachdem das Gewicht 3 druckknopfartig durch die Pfannenöffnung 6 . hindurchgepreßt
und im hohlen Rumpf untergebracht ist, die Gewichtsoberfläche ¢ mit leichtem Spiel
oder geringem Spalt an der konvexen Fläche des Pfannenbodens entlang gleitet. Auf
diese Weise ist die Pendelstange auf das Mindestmaß verkürzt, so daß ein Verbiegen
derselben nahezu ausgeschlossen und der Anschlag des Pendels auf das Höchstmaß,
gebracht ist. Der Einschnitt 6 in den Pfannenboden ist gemäß Abb.3 so bewirkt, daß
in der Mitte ein das Gewicht durchlassendes Rundloch eingeschnitten und von der
Brust nach dem Rücken schlitzartig erweitert ist, so daß, wie in Abb. q. dargestellt,
das Pendelgewicht 3 bis an die Rücken-oder Brustwand des hohlen Rumpfes herangelangen
kann, aber auch ein Ausschlagen des Pendels nach den Schulterseiten hin möglich
ist. Für das druckknopfartige Hindurchpressen des Gewichtes 3 durch die Pfanne@nöffnung
6 gibt bei Cellu'oidpuppen der Celluloidpfannenboden
von selbst
die nötige Federung ab. Bei Verwendung aiideren Rohstoffs kann man die Pfannenöffnung
natürlich .auch mit Schnappfedern umgeben oder sonstige bei Druckknopfverschlüssen
an sich bekannte Einschnappvorrichtungen am Pfannenboden oder dem Gewicht vorsehen.
Selbstverständlich kann man die in den Abb. i bis 4. dargestellte Anordnung auch
bei solchen Puppen verwenden, deren Kopf, anstatt mit einem den ' Hals darstellenden
kugligen Ansatze versehen zu sein, mit ein.-2r kugligen unteren Abrundung halslos
geformt und in einer dazu passenden, in den Rumpf oder Hals eingearbeiteten Pfanne
gelagert ist.
-
Bei der zweiten Ausführungsform gemäß Abb. 5 ist in den halslosen
Kopf die Pfanne 7 eingeformt und in deren Mitte die Gewichtspendelstange 8 ortsfest
verankert. Die den Hals darstellende Gelenkkugel 9 ist hohl an den Rumpf .angeformt,
und 'm die Kugelwand ist eine runde Öffnung io eingeschnitten, durch welche das
Pendelgewicht i i hindurchgeführt werden kann. An der Pendelstange 8 ist ein aus
zwei Federn 12 und zwei Halbringen 13 bestehender Kegel mit seiner Spitze 14 so
befestigt, daß die runde Basis 13 des Kegels mit leichtem Spiel oder geringem Spalt
an der konkaven Fläche der Halskugel 9 entlang gleitet, wobei die Kegelbasis einen
solchen Durchmesser hat, daß sie, wenn der Kegel druckknopfartig durch die Öffnung
io hindurchgepreßt ist, diese gerade noch überbrückt. In Abb.6 ist eine Draufsicht
auf den die Verbreiterung des Pendelstabes bildenden Kegel herausgezeichnet. Da
die Kugelöffnung io so groß ist, daß das runde Pendelgewicht hindurchgeht, bietet
dieselb:° einen solchen Bewegungsraum für die Pendelstange 8, daß die Kopfpfanne
7 nacht allen Seiten hin bequem um die Halskugel 9 herumgleiten kann.
-
Bei beiden Ausführungsformen ist das Gewicht so schwer gewählt, daß
es die Reibung zwischen Kugel und Pfanne wie das Schwergewicht des Kopfes überwindet.
Ist der am Rumpf befindliche Kugelgelenkteil 5 oder 9 genau kuglig gewölbt und stimmt
dessen Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt des am Kopf befindlichen Kugelgelenkteils
überein, so kann die am Pendelstab festgemachte Verbreiterung, nämlich die Ge,.vichtsoberfläche
4. oder die Kegelbasis 13, die Innenfläche der am Rumpf befindlichen Pfanne oder
Kugel leicht berühren. Weicht aber die Wölbung der Rumpfpfanne oder Rumpfkugel von
derjenigen der Kopfpfanne ab, so daß z. B. die Kugel nur auf dem Pfannenrand aufsitzt,
oder besitzt die Pfanne und Kugel eine von der Brust nach dem Rücken oval verlaufende
Form, wie es bei solchen bereits im Handel befindlichen Puppen, bei denen auf ein
Drehen des Kopfes verzichtet wird, der Fall ist, so wird zwischen der konvexen Fläche
5 und der Gewichtsoberfläche 4 oder der konkaven Fläche 9 und der Kegelbasis 13
ein geringer Spalt gelassen, so daß die Schwenkungen nicht durch Anschlagen der
Gewichtsoberfläche 4 an die Pfannenfläche 5 oder der Kegelbasis 13 an die Halskugelinnenfl,ä.che
9 gehemmt werden.