DE489438C - Verfahren zum Haerten von Eiweiss enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen z. B. Casein, Blut und aehnlichem mehr - Google Patents
Verfahren zum Haerten von Eiweiss enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen z. B. Casein, Blut und aehnlichem mehrInfo
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- DE489438C DE489438C DEST40683D DEST040683D DE489438C DE 489438 C DE489438 C DE 489438C DE ST40683 D DEST40683 D DE ST40683D DE ST040683 D DEST040683 D DE ST040683D DE 489438 C DE489438 C DE 489438C
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- C08K5/04—Oxygen-containing compounds
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Description
- Verfahren zum Härten von Eiweiß enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen z. B. Casein, Blut und ähnlichem mehr Der Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Kunsthornmasse von homogener Beschaffenheit unter Verringerung der Herstellungskosten durch Wärme- und Bedienungsersparnisse ünd den Fortfall verschiedener Bäder. Besonders zu betonen dabei ist, daß, durch die bedeutend schnellere Erhärtung der Masse großer Zeitgewinn erreicht wird.
- Wie bekannt, wird Kunsthorn und andere eiweißhaltige Formaldehyderzeugnisse dadurch erhalten, daß die hergestellten Erzeugnisse, z. B. Platten, Stangen u. dgl., in einem Formalinbad längere Zeit li@egenbleiben, um ihre Härtung herbeizuführen. Die zu härtenden Gegenstände können durch Pressen, Spritzen, Tropfen usw. erhalten werden. Besonders große Schwierigkeit bereitet die Härtung, die in einem Formalinbad, wie schon erwähnt, geschieht. Die Härtungsdauer hierbei ist sehr verschieden und hängt ganz von der Dicke der zu härtenden Gzgenständie ab. Die Dauer des Härtungsprozesses liegt infolgedessen in weiten Grenzen, und zwar zwischen etwa 8 Tagen und 6 Monaten. Der Vorgang beim Härten .einer derartigen Masse ist eine Nachinnenhärtung, d. h. ein allmähliches Erstarren der Masse von dem Außenmantel nach dem Kern. Gleichzeitig mit. dem Härtungsvorgang treten für die Weiterverarbeitung der Kunstmasse unliebsame Begleiterscheinungen auf, so z. B. die Sprödigkeit und Brüchigkeit. Diese Eigenschaften verursachen selbstredend bei der Weiterverarbeitung vielen Abfall und erschweren die Bearbeitung in erhöhtem 'Maße. Durch die lange Baddauer ist eine Behinderung der Industrie zu verzeichnen infolge der langen. Lieferzeiten. Aus diesem Grunde hat man schon öfters versucht, durch andere Härtungsverfahren die Hiirtungszeiten abzukürzen, jedoch ist ein Erfolg bis heute nicht zu verzeichnen gewesen.
- Das neue Verfahren geht von der Erkenntnis aus, daß durch Zusatz von hydrierten, aromatischen Alkoholen (hydrierte Phenole) oder Ketonen in reinem oder auch nur technisch reinem Zustande in Lösung oder in Gemeinschaft mit Formaldehyd zu dem Rohgute vor dem Mischen oder Bearbeiten die Härtung der Rohmasse ungleichmäßig größer beschleunigt, als es bisher der Fall war. Die hydrierten aromatischen Alkohole, Phenole oder Ketone können in Mischungen oder auch in Homologen mit ihren Mischungen beigegeben werden. Derartige Verbindungen sind He.ahydrophenol-Cyclohexanol, Cyclohexanon, o-, m-, p-Hexahydrocresol, Hexahydro; brenzkatechin, -resorzin, =hydrochinon, -pyrogallol, ferner können zum gleichen Zweck auch hydrierte Napht'hole in Mischungen bzw. Homologen, wie z. B. Dekahydroalphanaphthol und Betanaphthol, in gleicher Weise verwendet werden. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht nun darin, daß in den soeben erwähnten Zusatzmitteln vor dem Mischen Formaldehyd gelöst bzw. angereichert wird, um die meist leichtflüssige und Farmaldehyd, nicht plötzlich abgebende Lösung der Preßmasse zuzusetzen. Dieses ZusetIzen kann durch Mischen, Zerstäuben mit oder ohne Wärmezufuhr geschehen. - Das erhaltene Erzeugnis ist eine weiche, bildsam4 Masse, die beim Liegen an der Luft oder im Vakuum, je nach den Temperaturen, in einem viel kürzeren Zeitraum, in i bis zo Tagen, vollstiäindig gleichmäßig durchhärtet. Die Dauex der Durchhärtung ist jedoch auch von der Stärke des Stoffes abhängig, läßt sich jedoch durch Wärmezufuhr verkürzen. Die so .erhaltenen Erzeugnisse sind weder spröde, noch zeigen sie muschelige oder blätterige Brüche. Sie sind ,äußerst bearbeitungsfähig, elastisch und vollkommen geruchlos, so daß, sie dem höchsten Anforderungen genügen. In den nachstehenden Beispielen werden zwei Verfahren beschrieben, die zur allgemeinen Kenntlichmachung des Verfahrens herangezogen werden können. Beispiel I Es werden 5oo Teile Handelscasain finit i oo Teilen Wasser und 5 Teilen Formaldehydlösung in Verbindung mit oben beschriebenen hydrierten aromatischen Phenolen, z. B. in Hexahydrophenol, gemischt und diese Mischung in bekannter Weise gepreßt; gewalzt oder gespritzt. Eine derartig bergestellte Platte erhärtet biei,einer Stärke von 4.mm in etwa i1/2 Tagen und ist dann so widerstandsfähig und verwendungsbereit, daß sie zu allen Verwendungsmöglichkeiten herangezogen werden kann. Formaldehyd kann ganz genau dosiert, außerdem Farben, Streck-und Weichhaltungsmittel zugegeben werden, ohne daß sich die Wirkung der Härtung verändert oder verliert. Die Härtung erfolgt vollkommen homogen. Beispiel z Soo Teile Casein werden mit 7o Teilen Wasser und 8 Teilen in Diekahydroalphanaphthol gelöstem Formaldehyd gemischt und im übrigen genau so verfahren.
- Aber ,auch unter Einhaltung der gebräuchlichen H;ärtungswege im Formalinbad, jedoch unter Zusstzung der erwähnten Körper, wird eine Verkürzung der Härtedauer gegenüber den bisherigen Zeiten erreicht, indem hierblei die Zusätze als Beschdeuniger wirken.
Claims (1)
- PATENT ANSPitLJCM: Verfahren zum Härten von Eiweiß enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen, z. B. Casein, Blut und ähnlichem mehr, dadurch gekennzeichnet, daß der Formaldehyd in hydroaromatischen Alkoholen oder Ketonen oder D@ekahydronaphtholen gelöst und diese Lösung dem Gemisch zugesetzt wird, und zwar .gleichgültig in welchem Zustande des Gemisches.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEST40683D DE489438C (de) | 1926-03-04 | 1926-03-04 | Verfahren zum Haerten von Eiweiss enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen z. B. Casein, Blut und aehnlichem mehr |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEST40683D DE489438C (de) | 1926-03-04 | 1926-03-04 | Verfahren zum Haerten von Eiweiss enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen z. B. Casein, Blut und aehnlichem mehr |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE489438C true DE489438C (de) | 1930-01-17 |
Family
ID=7463771
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEST40683D Expired DE489438C (de) | 1926-03-04 | 1926-03-04 | Verfahren zum Haerten von Eiweiss enthaltenden Substanzen, Proteiden oder Proteinen z. B. Casein, Blut und aehnlichem mehr |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE489438C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE881444C (de) * | 1941-05-28 | 1953-06-29 | Agfa Ag Fuer Photofabrikation | Verfahren zum Haerten von Eiweissstoffen, wie Leim, Gelatine und photo-graphischen Gelatineemulsionen, oder daraus hergestellten Schichten |
DE1018616B (de) * | 1955-03-31 | 1957-10-31 | Int Galalithgesellschaft Ag | Verfahren zum Haerten von Eiweissstoffen |
-
1926
- 1926-03-04 DE DEST40683D patent/DE489438C/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE881444C (de) * | 1941-05-28 | 1953-06-29 | Agfa Ag Fuer Photofabrikation | Verfahren zum Haerten von Eiweissstoffen, wie Leim, Gelatine und photo-graphischen Gelatineemulsionen, oder daraus hergestellten Schichten |
DE1018616B (de) * | 1955-03-31 | 1957-10-31 | Int Galalithgesellschaft Ag | Verfahren zum Haerten von Eiweissstoffen |
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