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DE481082C - Selbsttaetige Eisenbahn-Schrankenbewegungsvorrichtung - Google Patents

Selbsttaetige Eisenbahn-Schrankenbewegungsvorrichtung

Info

Publication number
DE481082C
DE481082C DEL69090D DEL0069090D DE481082C DE 481082 C DE481082 C DE 481082C DE L69090 D DEL69090 D DE L69090D DE L0069090 D DEL0069090 D DE L0069090D DE 481082 C DE481082 C DE 481082C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
barriers
motor
rails
lever
terminal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL69090D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ARTHUR LINKER DR ING
Original Assignee
ARTHUR LINKER DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ARTHUR LINKER DR ING filed Critical ARTHUR LINKER DR ING
Priority to DEL69090D priority Critical patent/DE481082C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE481082C publication Critical patent/DE481082C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L29/00Safety means for rail/road crossing traffic
    • B61L29/08Operation of gates; Combined operation of gates and signals
    • B61L29/18Operation by approaching rail vehicle or train
    • B61L29/22Operation by approaching rail vehicle or train electrically
    • B61L29/222Operation by approaching rail vehicle or train electrically using conductor circuits with separate contacts or conductors
    • B61L29/224Operation by approaching rail vehicle or train electrically using conductor circuits with separate contacts or conductors using rail contacts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bewegung der Schranken an einem Eisenbahnübergang, die selbsttätig durch den fahrenden Eisenbahnzug bewirkt wird, indem durch eine längs der Mittelachse der Lokomotive angeordnete Anschlagschiene ein zur Schließung und Öffnung elektrischer Stromkreise geeignet ausgestatteter Schalthebel in einem in der Schienenmitte befestigten Schaltkasten bewegt wird.
Es gibt zwar schon derartige Vorrichtungen, deren Schalthebel in der Nähe der Schienen stehen und von den Rädern umgelegt werden. Das zeigt aber den Nachteil, daß besondere Elektromagnete oder magnetische Klemmvorrichtungen notwendig sind, um den Hebel in der umgelegten Lage festzuhalten, und daß ganz besonders bei großen Geschwindigkeiten durch die schlagartig wirkende Umlegung leicht ein Bruch hervorgerufen werden kann.
Weiter hat man unter Überbrückung isolierter Schienenstücke durch die Lokomotive einen Elektromagnetkreis geschlossen, der dann einen doppelpoligen Motorumschalter für die Steuerung des Schrankenmotors einschaltet.
Ferner sind Anordnungen benutzt worden, die zwischen den Schienen Schaltkästen mit Kontakthebeln enthalten und außerdem noch zwei- oder dreipolige Umschalter verwenden.
Alle diese Vorrichtungen lassen aber Hilfsmittel vermissen, die auch bei großen Zuggeschwindigkeiten eine genügend lange Stromschlußdauer ohne Gefahr für den Schaltapparat gewährleisten.
Demgegenüber vermeidet der Erfindungsgegenstand alle diese Nachteile durch einige Verbesserungen der bekannten Schaltungen und bietet darüber hinaus noch die bisher bei keiner Anordnung zu findende Vorrichtung, welche es gestattet, zu jeder beliebigen Zeit eine schon eingeleitete Bewegung des Motors zum Heben der Schranken rückgängig zu machen, wodurch Unglücksfälle vermieden werden.
Beiliegende Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Die Vorrichtung enthält die in der Mitte zwischen den Schienen in passendem Abstande vor und hinter dem Eisenbahnübergang angeordneten Schaltkästen A und B, und einen in der Nähe der Schranken aufgestellten Schaltschrank mit den elektromagnetischen Schaltern c, f, i, 17, 18, 19, Anlasser p, Stromquelle d (falls nicht in der Nähe ein Starkstromnetzanschluß vorhanden ist) und Schrankenbewegungsmotor 3, 4, 7, 8. Die Hebel α ragen um ein gewisses Maß über die Schienenoberkante hinaus.
Der Zusammenbau der einzelnen Teile und die Wirkungsweise der Vorrichtung läßt sich am einfachsten durch die Reihenfolge der Arbeitsvorgänge erklären:
Beim Überfahren des Schaltkastens A durch die Lokomotive eines z. B. von rechts ankommenden Zuges wird durch einen unter der Lokomotive befestigten Anschlag der Hebel des Schaltkastens A nach vorwärts gedrückt, wobei der auf ihm isoliert befestigte Metallkontakt a die beiden Metallschienen b, c leitend über-
brückt. Dadurch wird der Schaltkreis der Stromquelle d geschlossen, der folgenden Verlauf zeigt: Von der Klemme ι durchfließt der Strom die beiden Spulen e und f der beiden elektromagnetischen Schalter oder Schütze, die zum Senken der Schranken dienen. An den Schranken selbst oder mit ihnen zwangsläufig verbunden ist ein mit ihnen drehbarer Hebel ζ mit den isolierten Kontakten u und υ angeordnet. Bei ίο offenen Schranken liegt der Hebel ζ in der Stellung I, so daß jetzt der Strom von der Spule f weiter über die von u überbrückten Schienen g, h zu der Spule i eines elektromagnetischen Selbstschalters und dann über b, a, c des Schaltkastens A, Punkt 5,6 nach Klemme 2 der Stromquelle d zurückfließt. Da nun inzwischen der Hebel mit dem Kontaktstück α durch die mit Federn und Luftdämpfung versehenen Zugorgane y langsam in seine senkrechte Ruhelage zurückgedreht wird, wäre der Stromkreis über b, c geöffnet, wenn nicht inzwischen die Spule * des Selbstschalters die Kontaktschiene k gehoben, die Kontakte I, m dadurch überbrückt und somit den Stromkreis geschlossen gehalten hätte.
Durch die Spulen e und f werden außerdem die Kontaktschienen η und 0 gehoben und dadurch der Stromkreis des Schrankenbewegungsmotors (Klemme 3, 4 für den Anker und 7, 8 für die Magnetwicklung) geschlossen, dessen Strom folgenden Verlauf in der Richtung der eingezeichneten Pfeile hat:
Von Klemme 1 der Stromquelle d über den mit elektromagnetischen Schützen bekannter Bauart ausgestatteten Anlaßwiderstand p, Kontakte q, n, r, Klemme 3 des Ankers, Klemme 4, Kontakte s, 0, t, Klemme 7 der Magnetwicklung, Klemme 8, Punkt 6 und zur Klemme 2 der Stromquelle d zurück. Der Motor bewegt no sich nun etwa in.der für das Senken der Schranken ausgezogen gezeichneten PfeUrichtung.
Kurz bevor die Schranken in die geschlossene wagerechte Stellung gelangt sind, öffnet der in die Lage II gedrehte Hebel z, da die Schiene h von dem Kontaktstück u nicht mehr berührt wird, den Schaltkreis der elektromagnetischen Schütze mit den Spulen e, f, i, so daß die Kontaktschienen n, 0, k herunterfallen und dadurch auch der Motor stromlos und stillgesetzt wird. Hierdurch wird selbsttätig vermieden, daß der Motor durch irgendeinen Zufall noch bei geschlossenen Schranken über die Endlage hinaus weiterlaufen und Beschädigungen verursachen könnte.
Sobald nun die Lokomotive auf der anderen Seite des Wegübergangs an den Schaltkasten B gelangt ist, legt sie hier den Hebel mit dem Kontaktstück α wieder nach vorwärts um. Da aber dieser Schaltkasten zu A spiegelbildlich angeordnet ist, werden jetzt die beiden Metallschienen w, χ leitend überbrückt und der Schaltkreis mit den unterhalb B eingezeichneten elektromagnetischen Schaltern 17,18, 19 geschlossen, die zum Heben der Schranken dienen. Es fließt jetzt von der Klemme 1 der Stromquelle d ein Strom über die von dem Kontaktstück ν des Schrankenhebels ζ überbrückten Schienen 9, 10 zu den Schienen 11, 13 und Kontaktstück 12 im Schaltkasten A, dann-im Schaltkastens über die Kontakte 14, 15, 16 und von hier zu den Spulen 17,18, 19 der elektromagnetischen Schalter, dann nach w, a, x, Punkt 5, 6 und zurück zu Klemme 2 der Stromquelle d.
Inzwischen ist aber der Hebel mit 'dem Kontaktstück a. im Schaltkasten B durch die Zugorgane y in die senkrechte Ruhelage gedreht und damit die Verbindung über w, χ geöffnet. Da aber Spule 19 die Kontaktschiene 20 gehoben hat, bleibt der Schaltkreis über die Kontakte 21 und 22 weiter geschlossen.
Ferner sind von den Spulen 17 und 18 die Kontaktschienen 23 und 24 bis zur Berührung mit den darüber befindlichen Kontakten 25, 26 und 27, 28 gehoben und dadurch der Antriebsmotor an die Stromquelle d angeschlossen. Der Motorstrom fließt jetzt von der Klemme 1 über den Anlaßwiderstand fi, Kontakte 25, 23, 26 zur Klemme 4 des Motorankers, durchfließt diesen aber in umgekehrter Richtung wie vorher beim Senken, tritt aus Klemme 3 heraus, über die Kontakte 27, 24, 28 in Klemme 7 der Magnetwicklung ein und von .Klemme 8 über Punkt 6 zur Klemme 2 der Stromquelle d zurück.
Der. Motor bewegt sich jetzt in der Richtung der für das Heben der Schranken gestrichelt eingezeichneten Pfeilrichtung, bis der Hebel ζ wieder in die äußerste Stellung I bei gehobener Schranke gelangt und dabei Kontakt ν die Schiene 9 nicht mehr berührt. Dadurch wird der Schaltkreis geöffnet, die Spulen 17, 18, 19 lassen die Kontaktschienen fallen, und der Motor bleibt stehen. Das Feld des Motors könnte auch in bekannter Weise im Nebenschluß zum Ankerkreis angeschlossen werden.
Kommt nun ein Zug aus der umgekehrten Richtung, also von links heran; so spielt sich der oben geschilderte Vorgang in gleicher Weise ab, so daß diese Vorrichtung ohne weiteres für eingleisige Strecken in beiden Zugrichtungen verwendbar ist. '
Überqueren mehrere Gleise den durch Schranken zu schützenden Wegübergang, dann hat man für jedes weitere Gleis nur weitere Schaltkasten A und B einzubauen und in der angegebenen Weise mit dem einzigen Schaltschrank zu verbinden.
Es könnte nun der Fall eintreten, daß ein Eisenbahnzug nach der Überfahrt über den Überweg gerade den Hebel mit Kontakt α zum Heben der Schranken bewegt hat, während ein anderer Zug soeben sich dem Übergang nähert. Würde dieser jetzt den Hebel α in dem Schalt-
kasten seines Gleises zum Senken der Schranken umlegen, so könnte durch Kurzschluß,des Ankers eine Betriebsstörung im Motor eintreten. Um das zu vermeiden und die etwa begonnene Aufwärtsbewegung der Schranken zum Stillstand zu bringen, besitzen die Hebel α weitere Ansätze mit den Hilfskontakten 12 in Λ und 15 in B, die über den Schienen 11, 13 bzw. 14, 16 schleifen, solange eine Hebelbewegung im Sinne des Hebens der Schranken erfolgt. . Bei der entgegengesetzten Drehung des Hebels zum Senken der Schranken wird aber der Schaltkreis zum Heben an den Kontakten 12 bzw. 15 geöffnet, wodurch der Motor sofort stillgesetzt und darauf erst in der Richtung zum Senken eingeschaltet wird.
Um ferner herannahenden Fahrzeugen oder Fußgängern die Annäherung des Zuges und das alsbald erfolgende Schließen der Schranken anzuzeigen, werden beim Einschalten des Schrankenmotors in der Richtung zum Senken der Schranken durch einen weiteren im Schaltkreis liegenden elektromagnetisch betätigten Schalter oder ein Relais oder durch die Ken-
a5 taktschienen η oder 0 oder k der elektromagnetischen Schalter e, f oder i Stromkreise eingeschaltet, durch die in gewissen Entfernungen beiderseits vor dem Eisenbahnübergang aufgestellte akustische und optische Zeichengeber (Hupen, Sirenen, Lampen, Transparentschilder) zum Ansprechen gebracht werden.
Die hier beschriebene Vorrichtung kann schließlich auch dann Verwendung finden, wenn es sich darum handelt, von einem beliebigen Ort (Bahnhofsgebäude, Wärterhaus) die Schranken in Bewegung zu setzen. Man braucht dann nur an dem Betätigungsort einen Schaltkasten (^4) aufzustellen und diesen in der angegebenen Weise mit dem Schaltschrank durch elektrische Leitungen zu verbinden.
Neben dem technischen Fortschritt zeigt der Erfindungsgegenstand auch noch den wirtschaftlichen Vorteil, daß die Vorrichtung aus einfachen Elementen zusammengebaut und deswegen in der Herstellung billig ist. Diese Einfachheit bietet weiter auch die Gewähr großer Betriebssicherheit und Störungsfreiheit.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Selbsttätige ' Eisenbahn-Schrankenbewegungsvorrichtung mit zwei in der Mitte zwischen den Schienen angeordneten Schaltkasten -zur elektromagnetischen Steuerung des Schrankenantriebsmotors, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen unter der Lokomotive in der Mittelachse angebrachten Anschlag in den Schaltkästen ein zweckmäßig zweiseitig abgefederter und gedämpfter Hebel umgelegt wird, der außer den auf Stromschlußschienen bewegten Hauptkontakten für das Heben und Senken der Schranken dazu noch am anderen Arm Hilfskontakte trägt, um zu jeder beliebigen Zeit, betätigt durch jeden dem Übergange sich nähernden Zug, eine schon eingeleitete Bewegung des Motors zum Heben der Schranken rückgängig zu machen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL69090D 1927-07-06 1927-07-06 Selbsttaetige Eisenbahn-Schrankenbewegungsvorrichtung Expired DE481082C (de)

Priority Applications (1)

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