DE460323C - Zuendung mit Phosphorcalcium und anderen Phosphiden - Google Patents
Zuendung mit Phosphorcalcium und anderen PhosphidenInfo
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- DE460323C DE460323C DEH108925D DEH0108925D DE460323C DE 460323 C DE460323 C DE 460323C DE H108925 D DEH108925 D DE H108925D DE H0108925 D DEH0108925 D DE H0108925D DE 460323 C DE460323 C DE 460323C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B45/00—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product
- C06B45/18—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product comprising a coated component
- C06B45/30—Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product comprising a coated component the component base containing an inorganic explosive or an inorganic thermic component
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B39/00—Compositions containing free phosphorus or a binary compound of phosphorus, except with oxygen
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C3/00—Fuzes actuated by exposure to a liquid, e.g. seawater
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Description
- Zündung mit Phosphorcalcium und anderen Phosphiden. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Phosphorcalcium, das beim Eintauchen in Wasser zunächst kein oder nur wenig,- sondern .erst nach Ablauf einer gewissen Zeit Gas entwickelt, so daß das Maximum der Flammen- und Rauchent,#v icklung gegenüber handelsüblichem Phosphorcalcium verspätet eintritt. Erreicht wird diese verspätete Zündung durch Umgeben der Phosphorcalciumstücke mit geeigneten Hüllen.
- Es ist eine Anzahl Verfahren bekannt, die das Einbetten und Imprägnieren von Calciumcarbid zum Gegenstand haben. Die Mehrzahl dieser Verfahren arbeitet mit wasserunlöslichen oder für Wasser undurchdringlichen Hüllen, wie Paraffin, Petroleum, Leinöl und anderen trocknenden und nicht trocknenden ölen, ferner Gemischen mit Fettkörpern oder Blechhülsen usw.
- In allen diesen Fällen wird nicht ein zeitlich verzögertes Einsetzen - der Acetylenentwicklung .beim Zutritt von Wasser, sondern lediglich ein Schutz gegen unerwünschte Einwirkung von Wasserdampf und ein Schutz gegen weiteren Angriff des Wassers auf das Carbid nach der Unterbrechung der Acetylenentwicklung erstrebt. Dementsprechend werden zweckmäßig die verwendeten Hüllen vor dem Gebrauch, d. h. vor dem Angriff durch Wasser, entfernt, z. B. abgekratzt oder durch Zerkleinern der in Formen 'gepreßten Massen unwirksam gemacht oder durch chemische Einwirkung, z. B. Verseifung des Öles mittels Alkalilauge, vernichtet. Wesentlich ist ferner, daß nach allen diesen Verfahren stets nur ein Teil der Carbidfüllung der Wassereinwirkung zugänglich gemacht wird, so daß nach Entfernen- des '\@Tassers der Rest der Füllung unzersetzt und in einem gegen die zersetzende Wirkung des Wasserdampfes geschützten Zustande hinterbleibt.
- Als weiterer besonderer Vorteil dieser bekannten Verfahren wird eine rasch einsetzende, möglichst gleichmäßig verlaufende Gasentwicklung betont und erstrebt. Wo diese infolge der Wasserunlöslichkeit der Imprägnierungsmittel (z. B. Leinöl und Petroleum) beim Eintauchen in Wasser nicht sofort einsetzt, wird sogar eine sofortige Acetylenentwicklung durch besondere Maßnahmen, z. B. Zerkleinern oder Körper, oder Zugabe nicht imprägnierter Carbidstücke, herbeigeführt.
- Im Gegensatz hierzu wird durch das Umhüllen von - P.hosphorcalcium nach der vorliegenden Erfindung eine völlig abweichende, nicht vorauszusehende Wirkung von überraschender Eigenart erzielt.
- Phosphorcalcium wird in ausgedehntem Maßstab beim Torpedoiibungsschießen zum Anzeigen des Strandortes des Torpedos nach dem Schuß verwendet, indem das eindringende Wasser selbstentzündlichen Phosphorwasserstoff entwickelt.
- Die Gasentwicklung des bisher verwendeten P.hosphorcalciums erfolgt derart, daß kurze Zeit nach dem Eindringen des Wassers ein Maximum .der Flammen- und Rauchentwicklung auftritt.
- Dieses Maximum tritt bei Iden zur Zeit im-Handel ,erhältlichen Produkten durchweg vor Ablauf der ersten fünf Minuten ein. Für Kurzschüsse genügte ein solches Phosphorcalciüm.den praktischen Anforderungen vollauf. Nachdem jedoch :die Reichweite des Torpedos um ein Mehrfaches gesteigert worden ist, (Weitschüsse), wunde das handelsübliche Pho!sphorcalciumunzulänglich; Versuche, eine maximale Flammen- und Rauchentwicklung nach. etwa ro Minuten oder noch später zu erreichen, wurden teils auf chemischem Wege, z. B. durch Auswahl besonderer Kalksorten, teils .auf :mechanischem Wege unternommen, die jedoch nicht zum Erfolge führten.
- Erst .das vorliegende Verfahren erreicht eine verspätete Zündurig un.d- vor allem ein Hinausschieben des Maximums iderFlammenun@d Rauchentwicklung und ,hat ferner den Vorteil, den Eintritt des Reaktionsmaximums nahezu beliebig regeln zu können.
- Die Ausführung ,des Verfahrens sei durch folgendes Beispiel erläutert: 2 kg P.hosphorcalcium in Stücken werden in einem Drehofen mit o,4. kg Kaliumbichromat kurze Zeit auf etwa 6oo° erhitzt, worauf für Abkühlung der Trommel unter fortgesetzter rotierender Bewegung des Ofens gesorgt wind.
- Man erhält ein Phosphorcalcium mit einem olivgrünen, fest haftenden Überzug, das beim Abbrennen,das Maximum der Flammen- und Rauchentwicklung nach etwa 12 Minuten zeigt. Nimmt man statt 400 g nur 300 :g Kaliumbichromat, so liegt Idas Maximum bei etwa 8 bis 9 Minuten.
- Darüber hinaus hat man :es durch Auswahl v erchiedener Umhüllungssubstanzen nach Löslichkeit und Schmelzpunkt in der Hand, das Maximum der Flammen- und Rauchbildung im voraus -in einem für die Praxis genügenden Maße festzulegen. Zur Umhüllung eignen sich wasserlösliche Verbindungen beliebiger chemischer Konstitution, .sofern sie im geschmolzenen Zustand Phoisphide nicht zersetzen. Insbesondere haben sich Gläser bildende Salze, wie Alkalisilikate, Beriaxglaa, Pyrophosphate, Kalium'bi-. chromat, Koohsalz, bewährt. Es können aber auch an sich wasserunlösliche Hüllen verwendet werden, soweit sie so porös sind, daß sie ,den Wasserdurchtritt gestatten. In diesem Fable kommen unter anderen Celluloseester 'an Frage, die in wasserfreien Lösungsmitteln gelöst, in ibeuiebiger Weise, zweckmäßig in rotierenden Trommeln, .aufgebracht werden, worauf das Lösungsmittel schnell abgetrocknet wird. .
Claims (3)
- PATE NYANSPRÜCHE z. Verfahren zur Verzögerung der Zündung von P.hasphorcalcium und anderen Phosphiden, dadurch gekennzeichnet, daß ,das Phosphid mit einer wasserlöslichen b@zw. wasserdurchlässigen Hülle umgeben wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung durch Behandeln der Phosphidstücke mit Schmelzflüssen beliebiger Stoffe, wie Kailiumlbiehromat, geschmo@zenern Borax, Kochsulz, Alkalisilikaten, mit Hilfe geeigne'ter Vorrichtungen, wie rotierender Trommeln oder Drehöfen, erfolgt.
- 3. Verfahren nach Anspruch r und z, dadurch gekennoaichnet, .daß die Umhüllung :durch Behandeln der Phosphidetücke mit wasserfreien Lösungen von filmbil-,denden Substanzen, wie Gellulose, Esterlösungen, erfolgt. q.. Verfahren nach Anspruch z, 2 und 3, .dadurch gekennzeichnet, tdaß durch die Anwendung mehr oder weniger leichtlöslicher oderdurchlässiger Hüllen die Phosphorwassexstoffentwicklung hinausgezögert wird.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEH108925D DE460323C (de) | 1926-02-11 | 1926-02-11 | Zuendung mit Phosphorcalcium und anderen Phosphiden |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEH108925D DE460323C (de) | 1926-02-11 | 1926-02-11 | Zuendung mit Phosphorcalcium und anderen Phosphiden |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE460323C true DE460323C (de) | 1928-05-24 |
Family
ID=7170685
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEH108925D Expired DE460323C (de) | 1926-02-11 | 1926-02-11 | Zuendung mit Phosphorcalcium und anderen Phosphiden |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE460323C (de) |
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2451864A (en) * | 1945-05-15 | 1948-10-19 | Daniel P O'brien | Explosives |
DE1122762B (de) * | 1960-03-31 | 1962-01-25 | Deutsche Ges Schaedlingsbek | Feuchtigkeitsgeschuetztes Metallphosphid zur Schaedlingsbekaempfung und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1926
- 1926-02-11 DE DEH108925D patent/DE460323C/de not_active Expired
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2451864A (en) * | 1945-05-15 | 1948-10-19 | Daniel P O'brien | Explosives |
DE1122762B (de) * | 1960-03-31 | 1962-01-25 | Deutsche Ges Schaedlingsbek | Feuchtigkeitsgeschuetztes Metallphosphid zur Schaedlingsbekaempfung und Verfahren zu seiner Herstellung |
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