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Detektor. Gegenstand der Erfindung ist ein Detektor, dessen wellenempfindlicher
Teil die Gestalt eines drehbar gelagerten Umdrehungskörpers besitzt. Bei den bisher
ini Handel befindlichen einfachen Detektoren ist es nötig, die wellenempfindlichen
Stellen eines Kristalls durch Abtasten desselben mittels einer Spitze in umständlicher
Weise zu suchen. Ist eine neue hinreichend wellenempfindliche Stelle gefunden worden,
so bedarf es aber bisweilen nur einer geringen Erschütterung, um die Detektorspitze
von der gefundenen Stelle abgleiten zu lassen, worauf eine Neueinstellung erfolgen
muß. Bei dieser häufigen 'Neueinstellung leidet aber die Oberfläche des wellenempfindlichen
Kristalls recht bald unter der Einwirkung des Gegenkontaktes. Später bekannt werdende
Walzendetektoren, bei denen die Kristallstücke auf einer Metallwalze befestigt sind,
brachten insofern auch keinen wesentlichen Fortschritt, als bei ihnen als Gegenkontakt
ebenfalls eine Spitze benutzt wird, die sehr schnell zur Beschädigung der Kristalle
führt und unter der Einwirkung von Erschütterungen von der wellenempfindlichen Stelle
des Kristalls leicht abgleitet. Weiter ist eine Anordnung bekannt geworden, bei
der eine aus wellenempfindlichem Material bestehende Elektrode eines Detektors durch
Drehen einer sie unter Druck berührenden Metallelektrode eine Bewegung ausführt,
um durch die gegenseitige Verdrehung beider Elektroden möglichst verschiedene Punkte
zur Berührung zu bringen. Bei diesem bekannten Detektor sind ständig mindestens
drei wirksame Teile notwendig, nämlich zwei Gegenkontakte und ein wellenempfindlicher
Körper oder zwei wellenempfindliche Körper und ein Gegenkontakt. Der mittlere Körper
bildete dabei stets die Brücke zwischen den beiden anderen. Um einen Stromdurchgang
durch die drei zusammengehörigen Körper zu erhalten, müssen demnach stets wenigstens
zwei hochwellenempfindliche Punkte an der Brücke zwischen den drei Körpern vorhanden
sein. Immer je zwei besonders wellenempfindliche Punkte gerade an die Berührungsstelle
der Körper zu bringen, ist aber sehr schwierig und umständlich, so daß die Bedienung
eines solchen Detektors nicht leicht und einfach ist. Außerdem ist derselbe in seinem
Aufbau verwickelt und daher teuer.
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Bei dem vorliegenden Detektor, bei dem, wie bei einem gewöhnlichen
Detektor, nur zwei Körper miteinander in Berührung stehen, sind die Nachteile der
vorstehend errwähnten bekannten Detektoreinrichtungen dadurch vermieden, daß auch
der Gegenkontakt, dessen Oberfläche glatt oder mit Vorsprüngen versehen sein kann,
die Gestalt eines drehbar gelagerten Umdrehungskörpers aufweist und mit dem wellenempfindlichen
Körper in gleicher Ebene liegt, so daß beide Körper einander an ihrer Peripherie
berühren. Von diesen in Gestalt von Umdrehungskörpern ausgebildeten Gegenkontakten
können bei demselben Detektor gegebenenfalls mehrere aus verschiedenem Material
Anwendung finden, die mit dem wellenempfindlichen Körper einzeln oder gleichzeitig
in Berührung gebracht werden, zu welchem Zwecke eine - entsprechend ausgebildete
Schaltvorrichtung
angeordnet sein kann. Um verschiedene Zonen des
wellenempfindlichen Körpers mit dem Gegenkontakt oder den Gegenkontakten zur Berührung
bringen zu können, werden die Achsen der verschiedenen Umdrehungskörper bzw. diese
selbst zweckmäßig gegeneinander einstellbar eingerichtet, beispielsweise in der
Art, daß die Achsen.der Gegenkontakte in der Längsrichtung verschiebbar angeordnet
werden. Soll bei einem Detektor dieser Art eine neue wellenempfindliche Stelle gesucht
werden, so ist es nur nötig, die beiden Elektroden um ein kurzes Stück aufeinander
zum Abwälzen zu bringen. Bei dieser Wälzbewegung wird eine nef.le wellenempfindliche
Stelle mit Leichtigkeit gefunden. Infolge der rollenden Bewegung beider Teile während
der Neueinstellung kann ein Zerkratzen der wirksamen Oberfläche nicht eintreten,
und nach erfolgter Einstellung ist der Detektor gegen Erschütterungen sehr unempfindlich.
Er stellt daher den bekannten Detektoren gegenüber einen erheblichen technischen
Fortschritt dar. Aber es ist auch ein wirtschaftlicher Fortschritt insofern vorhanden,
als der Detektor in seinem Aufbau außerordentlich einfach und daher billig herstellbar
ist. Ein weiterer Vorteil des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß, wie erwähnt,
mit der wellenempfindlichen Elektrode Gegenelektroden aus verschiedenen Materialien,
z. B. ein Scheibchen aus Kohle und ein Scheibchen aus verzinktem Eisenblech, je
nach dem zu erreichenden Sonderzwecke einzeln oder gleichzeitig kombiniert werden
können.
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Die wellenempfindliche Elektrode besteht hier beispielsweise aus einer
Walze, die .durchgehend oder nur an ihrer Oberfläche aus wellenempfindlichem Material
von mikrokristallinischem Gefüge besteht, so daß sie an jedem Punkte wellenempfindlich
ist und demnach nur eine sehr geringe Wälzbewegung der Elektroden nötig wird, um
eine neue wellenempfindliche Stelle zu finden.
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Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung eine Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes.
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Abb. z zeigt den geöffneten Detektor in Vorderansicht, und Abb.2 ist
ein senkrechter Längsschnitt durch Abb. i, wobei jedoch die Kontakte in Ansicht
gezeigt sind.
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In der Zeichnung ist a ein walzenförmiger Körper, der auf einer Achse
b im Gehäuse c drehbar gelagert ist. Die Achse b trägt an der Außenseite des Gehäuses
einen Einstellknopf d, um die Walze a drehen zu können. Der Umfang
e des Körpers a ist mit einer wellenempfindlichen Schicht von mikrokristallinischem
Gefüge bedeckt. Die Gegenelektroden f und g sind scheibenförmig und können beispielsweise
auch die Gestalt eines Zahnrades besitzen. Sie sind gegebenenfalls ausrückbar auf
einer Spindel 7a gelagert und ruhen auf dem walzenförmigen Körper a auf, so daß
sie bei dessen Drehung zwangsweise mitgedreht werden und somit stets neue Punkte
der Umfänge der Körper a und f
bzw. g miteinander zur Berührung gebracht werden
können.
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Selbstverständlich können die Gegenkontakte f und g jeder für sich
auf einer besonderen Drehachse gelagert werden.
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Um die wellenempfindliche Schicht der Walze a möglichst weitgehend
ausnutzen zu können, werden die Drehachsen b der Kontaktwalze und der Gegenkontakte
zweckmäßig in ihrer Längsrichtung parallel verschiebbar angeordnet.
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Das Gehäuse c ist mit Steckkontakten i versehen, die in entsprechende
Buchsen des Empfangsapparates eingesteckt werden können und in nicht gezeichneter
Weise mit dem wellenempfindlichen Körper a- und den Gegenkontakten f und g in leitender
Verbindung stehen.