DE444978C - Verfahren und Maschine zum mechanischen Ausbessern fehlerhafter Stellen bei der Herstellung gummiisolierter Kabeldraehte - Google Patents
Verfahren und Maschine zum mechanischen Ausbessern fehlerhafter Stellen bei der Herstellung gummiisolierter KabeldraehteInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/06—Insulating conductors or cables
- H01B13/14—Insulating conductors or cables by extrusion
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Wire Processing (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
I. JUNI 1927
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
(F611Q0 VIIIj2IC1J
Zur Herstellung isolierter Drähte für Kabel dienen u. a. Längsbedeckungsmaschinen, bei
denen der Draht, so wie er von den Ablauf trommeln kommt, meist in zwölf nebeneinanderliegenden
Adern durch ein Kaliberwalzenpaar läuft, das für den isolierten Draht passend ausgedrehte Profile hat. Die Umpressung
mit der Gummiisolierung erfolgt im Augenblick des Durchgangs der Drähte durch to die Walzenpaare. Für das Umpressen dienen
in Rollenform aufgewickelte Gummistreifen, von denen je einer über und unter dem zu
isolierenden Drahtstrang in das Kaliber des Walzenpaares mit einläuft. Beim Umpressen
der Drähte mit den Gummibändern erfolgt gleichzeitig ein vollständiges Trennen der einzelnen
Drahtadern voneinander. Tritt bei dieser Herstellung eine fehlerhafte Stelle auf,
dann muß die Maschine stillgesetzt und die schadhafte Stelle ausgebessert werden. Diese ao
Flickpause ist verhältnismäßig lang und verringert die Leistung der Maschine wesentlich.
Die Flickarbeit wird von Hand ausgeführt, ist nicht einwandfrei und erfordert bei zwölf
Drähten in einer Bahn drei Arbeiter, die jeden einzelnen Draht von Hand umwickeln müssen.
Nach der Erfindung wird die Flickarbeit ebenfalls mechanisch mit der Maschine selbst
durchgeführt. Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung der Drahtstrang bis vor eines
oder mehrere der Kaliberwalzenpaare zurückgeholt, die Gummistreifen werden vor der
fehlerhaften Stelle neu angesetzt, und bei erneutem Antrieb der Maschine wird der Drahtstrang
nochmals umpreßt. Dieser Arbeitsvorgang erfordert nur einen Bruchteil der bisher
für die Flickarbeit benötigten Zeit und ermöglicht, die Leistung der Maschine gegenüber
der bisherigen erheblich zu steigern. Um das Zurückholen des Drahtstranges zu erleichtern,
ist es vorteilhaft, die Drahttrommeln auf einem fahrbaren Gestell zu lagern, das
für das Zurückholen mit der Antriebsmaschine kuppelbar ist und beim erneuten Ingangsetzen
der Maschine umgeschaltet wird, bis es in seiner vorderen Stellung mittels eines Anschlages
seinen Antrieb selbsttätig wieder abschaltet. Die mit der Maschine ausgebesserten
Stellen fallen sehr sauber aus, so daß die mechanische Ausbesserung auch an dieser
Beziehung der von Hand bewirkten überlegen ist.
Die Zeichnung stellt eine Maschine zur Ausführung der Erfindung schematisch und
beispielsweise in Abb. ι und 2 in Seitenansicht mit den Endstellungen des Trommelwagens
dar. Abb. 3 ist eine teilweise Seitenansicht während der Ausführung der Flickarbeit und Abb. 4
eine Oberansicht.
Der Kabeldraht α wird in beliebig vielen Litzen, beispielsweise zwölffach, von Kabeltrommeine
abgeleitet und zwischen mehrere einander folgende Kaliberwalzenpaare c geleitet.
Vor und über bzw. unter jedem Kalibexwalzenpaar sind Gummibandrollen & gelagert,
von denen die Gummibänder b' zugleich mit dem Drahtstrang α die Kaliberwalzenpaare
passieren, so daß der Drahtstrang in bekannter Weise mit Gummi umpreßt wird und die
einzelnen Adern isoliert werden.
Nach der Erfindung sind die Kabeltrommeine auf einem Wagend gelagert, der mit
seinen Rädern/ auf Schieneng· in der Zugrichtung
des Drahtstranges α fahrbar ist. Der Antriebsmotor k überträgt seine Drehung mittels
eines Getriebes k' sowie einer Kupplung k" auf eine Gewindespindel h, die zwischen
den Schieneng" gelagert ist und durch eine am Wagen d sitzende Mutter / greift.
! Der Wagend trägt vorn einen Anschlaget
: in der Bahn einer Kupplungsstange I, die beim
Anstoß in der Zugrichtung des Drahtstranges α gemäß den gefiederten Pfeilen in Abb. 1
und 3 die Kupplung k" auslöst.
Bei normaler Arbeitsweise nimmt der ' Wagend seine vordere Stellung in Abb. 1
j ein. Die Drähte werden im Strang α von den Kaliberwalzenpaaren c von den Trommeln e
abgezogen und mit den von den Trommeln b ablaufenden Gummistreifen b' umpreßt. Tritt
eine schadhafte Stelle ein, wie beispielsweise mit χ bezeichnet, dann wird der Antrieb der
Walzenpaare c stillgesetzt und die Kupplung k" bei rückwärts laufendem Motor k eingeschaltet.
Enthält der Antrieb eine Umsteuerung, dann braucht der Motor k nur rückwärts zu laufen. Dadurch wird mittels
der Spindelh der Wagend mit dem Drahtstrang
a so weit zurückgezogen, beispielsweise um die Länge r in Richtung des glatten Pfeils
in Abb. 1, bis die Flickstelle vor das letzte Kaliberwalzenpaar c gelangt. Die Gummistreifen
b' werden abgeschnitten und vor der Flickstelle χ wieder angesetzt. Der Antrieb
der Walzen c wird eingeschaltet und gleichzeitig auch der Wagen 'd in umgekehrter
Richtung, also wieder vorwärts, mittels seiner Spindel h angetrieben. Die Flickstelle gelangt
dabei zwischen die letzten Kaliber walz en c, und die fehlerhafte Stelle wird dadurch
maschinell ausgebessert (Abb. 3). Sobald der Wagend seine vordere Stellung in Abb. 1 erreicht
hat, trifft sein Anschlag m gegen die Stange I und schaltet den Antrieb der Spindel
h ab. Die Walzen c ziehen dann wie vorher den Drahtstrang α nach.
Claims (2)
1. Verfahren zum mechanischen Ausbessern fehlerhafter Stellen bei der Herstellung
gummiisolierter Kabeldrähte, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtstrang (α) bis vor eines oder mehrere der
Kaliberwalzenpaare (c) zurückgeholt wird, und daß die Gummistreifen (b') vor der fehlerhaften
Stelle neu angesetzt und bei erneutem Antrieb des Drahtstranges nochmals umgepreßt werden.
2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahttrommeln (e) auf einem in Richtung des Drahtzuges fahrbaren Wagen (d) gelagert sind, dessen
Antrieb umsteuerbar und in der vorderen Stellung des Wagens von ihm selbsttätig abschaltbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEF61190D DE444978C (de) | 1926-04-13 | 1926-04-13 | Verfahren und Maschine zum mechanischen Ausbessern fehlerhafter Stellen bei der Herstellung gummiisolierter Kabeldraehte |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEF61190D DE444978C (de) | 1926-04-13 | 1926-04-13 | Verfahren und Maschine zum mechanischen Ausbessern fehlerhafter Stellen bei der Herstellung gummiisolierter Kabeldraehte |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE444978C true DE444978C (de) | 1927-06-01 |
Family
ID=7109234
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEF61190D Expired DE444978C (de) | 1926-04-13 | 1926-04-13 | Verfahren und Maschine zum mechanischen Ausbessern fehlerhafter Stellen bei der Herstellung gummiisolierter Kabeldraehte |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE444978C (de) |
-
1926
- 1926-04-13 DE DEF61190D patent/DE444978C/de not_active Expired
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