DE4432520C1 - Elektronische Schutzschaltung gegen Überspannungen an Leistungsschaltelementen - Google Patents
Elektronische Schutzschaltung gegen Überspannungen an LeistungsschaltelementenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer elektronischen Schutzschaltung
gegen Überspannungen an Leistungsschaltelementen, die
vorzugsweise eine induktive Last, insbesondere einen
Gleichstrommotor, mit einer Spannungsquelle verbinden. Eine
gattungsgemäße Schutzschaltung ist aus der EP-A 444 484 bekannt,
die eine zwischen einer ersten Anschlußklemme und einer zweiten
Anschlußklemme der Spannungsquelle angeschlossene
Spannungsfühlschaltung enthält, die bei einer Überspannung
anspricht und das vorhandene Leistungsschaltelement ansteuert,
um den durch die Überspannung entstehenden Strom über die Last
zu leiten und die dabei entstehende Energie im wesentlichen dort
zu vernichten.
Die erfindungsgemäße elektronische Schutzschaltung mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 weist eine besonders
zweckmäßige Ausgestaltung der Spannungsfühlschaltung auf.
Die Spannungsfühlschaltung enthält zunächst die Reihenschaltung
eines Widerstands, einer Zenerdiode und eines weiteren
Widerstands zwischen einer Batterieanschlußklemme und einer
Masseanschlußklemme. Die Anode der Zenerdiode ist mit dem
masseseitigen Widerstand und der Steuerelektrode eines
Transistors verbunden, dessen Emitter mit Masse und dessen
Kollektor über eine Reihenschaltung zweier Widerstände mit der
Batterieanschlußklemme verbunden ist. Die Spannungsfühlschaltung
enthält einen weiteren Widerstand, der einerseits mit der
Verbindung von Kathode der Zenerdiode und dem batterieseitigen
Widerstand und andererseits mit dem Kollektor eines Transistors
verbunden ist, dessen Emitter an der Batterieanschlußklemme,
dessen Steuerelektrode am Verbindungspunkt der beiden in Reihe
geschaltenen Widerstände liegt und dessen Kollektor über einen
weiteren Widerstand mit der Masseanschlußklemme verbunden ist.
Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ergänzungen der im
Anspruch 1 angegebenen elektronischen Schutzschaltung gegen
Überspannungen an Leistungsschaltelementen möglich.
Die Schutzschaltung enthält vorteilhafter Weise weiterhin eine
Spannungsfühlschaltung für Freilauf, die eine Reihenschaltung
von einer Diode und einer Zenerdiode aufweist, wobei die
Kathoden beider Dioden miteinander, die Anode der Diode mit der
Lastanschlußklemme und die Anode der Zenerdiode mit der
Steuerelektrode des Leistungsschaltelements verbunden ist. Mit
dieser Schaltungsanordnung wird zusätzlich eine
Freilaufschaltung realisiert, die zum Betreiben von elektrischen
Lasten mit induktivem Lastanteil zum Unschädlichmachen von
induktiven Spannungsspitzen erforderlich ist.
Gemäß einer anderen zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist
ein Widerstand in der Spannungsfühlschaltung vorgesehen, der dem
von der Spannungsfühlschaltung an das Leistungsschaltelement
abgegebenen Signal oder dem von der Spannungsfühlschaltung für
Freilauf abgegebenen Signal Vorrang vor den Ansteuersignalen
einer Ansteuerlogik verschafft, die vorgesehen ist, das
Leistungsschaltelement im Normalbetrieb ein- oder auszuschalten.
In vorteilhafter Ausgestaltung ist gemäß einer weiteren
zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung zur Begrenzung der
Schaltfrequenz des Leistungsschaltelements beim Auftreten von
Überspannungen ein Kondensator vorgesehen, der zwischen die
Batterieanschlußklemme und den Kollektor des masseseitigen
Transistors geschaltet ist.
Eine vorteilhafte weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß als Leistungsschaltelement ein Leistungs-
Feldeffekttransistor oder eine Parallelschaltung von Leistungs-
Feldeffekttransistoren vorgesehen ist.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen und Ergänzungen der
erfindungsgemäßen elektronischen Schutzschaltung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung.
Die Erfindung ist anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen
elektronischen Schutzschaltung gegen Überspannungen,
Fig. 2 ein Blockschaltbild gemäß Fig. 1 mit einer möglichen
Ausführungsform für die Spannungsfühlschaltung für
Freilauf bzw. Verpolung, und
Fig. 3 ein Blockschaltbild gemäß Fig. 1 mit einer möglichen
Ausführungsform für die Spannungsfühlschaltung für
Load-Dump Spannungsimpulse sowie damit vereint die
Spannungsfühlschaltung für Freilauf bzw. Verpolung in
der Ausführung gemäß Fig. 2.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand des Blockschaltbilds gemäß
Fig. 1 zunächst in ihren prinzipiellen, grundlegenden Merkmalen
beschrieben. In Fig. 1 ist schematisch eine allgemein mit 10
bezeichnete Schaltung eines Steuergeräts mit einer
Leistungsendstufe dargestellt. Die Schaltung 10 weist eine erste
Spannungsquellenanschlußklemme bzw. Batterieanschlußklemme 12 und
eine zweite Spannungsquellenanschlußklemme bzw.
Masseanschlußklemme 14 auf. Weiterhin besitzt die Schaltung 10
eine erste Lastanschlußklemme 16 und eine zweite
Lastanschlußklemme 18. An die Spannungsquellenanschlußklemmen 12
und 14 ist eine Gleichstromspannungsquelle, beispielsweise eine
Batterie 20, angeschlossen, wobei der Minuspol der
Gleichstromspannungsquelle bzw. das Massepotential an die
Spannungsquellenanschlußklemme 14 der Schaltung 10 angeschlossen
ist. An die Lastanschlußklemmen 16 und 18 ist ein, eine induktive
Last besitzender Gleichstrommotor 22 angeschlossen. An die
Lastanschlußklemme 18 ist die Drainanschlußklemme D eines
Leistungs-FET 24 angeschlossen, dessen Sourceanschlußklemme S mit
der zweiten Spannungsquellenanschlußklemme 14 verbunden ist. Das
hier dargestellte Steuergerät 10 ist also eines mit einem
sogenannten Low-Side-Leistungsschalter, da dieser auf der
Minusseite des Motors angebracht ist. Es ist klar, daß das
Prinzip der Erfindung auch auf High-Side-Leistungsschalter
anwendbar ist.
Eine Spannungsfühlschaltung 101 ist über Anschlüsse 102 und 104
mit den Spannungsquellenanschlußklemmen 12 und 14 verbunden, und
weist zwei Anschlüsse 103 und 105 auf, die einerseits mit der
Drainanschlußklemme D und andererseits mit der Gateanschlußklemme
G des Leistungs-FET 24 verbunden sind. Die Spannungsfühlschaltung
101 weist weiterhin einen Anschluß 107 auf, der die
Ansteuerimpulse einer Ansteuerlogik 110, auf deren näheren
Schaltungsaufbau im Rahmen vorliegender Erfindung nicht weiter
eingegangen werden soll, über die Spannungsfühlschaltung auf die
Steuerelektrode, das Gate G, des Leistungs-FETs bringt. Zur
Versorgung ist die Ansteuerlogik 110 noch mit den
Spannungsquellenanschlußklemmen 12 und 14 verbunden.
Die Spannungsfühlschaltung 101 gemäß der Erfindung ist somit in
der Lage, sowohl die Spannung im Versorgungsnetz über die
Anschlüsse 102 und 104, insbesondere im Hinblick auf Load-Dump
Spannungsimpulse, als auch die Spannung an den Drain- und
Gateanschlußklemmen D und G des Leistungs-FET 24 über die
Anschlüsse 103 und 105, insbesondere im Hinblick auf die
Freilaufspannung und das Verpolen, zu überwachen. Daraus ist sie
auch in der Lage auf kritische Spannungsanstiege, die ganz
generell verschiedene Ursachen haben können, zu reagieren. Durch
die dabei erfolgende Einwirkung auf das Gate G des Leistungs-FETs
24 wird dieses selbst genutzt, um gefährliche und ggf.
zerstörerische Spannungsüberhöhungen an seiner Drain-Source
Strecke zwischen den Anschlußklemmen D und S zu vermeiden. Die
bei Spannungsüberhöhungen auftretenden Energien werden in der
Wicklung des Motors 22 vernichtet, ohne daß diese dabei Schaden
nimmt, da sie für solche Belastungen ja gerade ausgelegt ist.
In Fig. 2 ist ein Blockschaltbild gemäß der Fig. 1 gezeigt, das
eine mögliche Ausführungsform der Spannungsfühlschaltung für
Freilauf bzw. Verpolung 201 darstellt. Gleiche Teile wie in Fig.
1 sind dabei mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die
Spannungsfühlschaltung für Freilauf bzw. Verpolung 201 enthält
die Reihenschaltung einer Diode 203 und einer Zenerdiode 205,
deren Kathoden miteinander verbunden sind. Die Anode der Diode
203 bildet den Anschluß 103 und die Anode der Zenerdiode 205
bildet den Anschluß 105. Weiterhin ist die Anode der Zenerdiode
205 über einen Widerstand 207 mit dem Anschluß 107 verbunden,
über den die Ansteuerimpulse von der Ansteuerlogik 110 auf das
Gate G des Leistungs-FET 24 gelangen. Der Widerstand 207 räumt
der Wirkung der Reihenschaltung aus Diode 203 und Zenerdiode 205
Priorität gegenüber den Ansteuerimpulsen ein, wodurch der
Leistungs-FET wirksam vor Freilaufüberspannungen geschützt ist.
Im Betriebsfall liegt über der Batterie 20 an den
Spannungsquellenanschlußklemmen 12 und 14 eine Spannung an, die
bei durch die Ansteuerlogik 110 eingeschaltetem Leistungs-FET 24
an den Lastanschlußklemmen 16 und 18 eine Betriebsspannung
bereitstellt, so daß der Motor 22 eingeschaltet ist. Wird nunmehr
der Leistungs-FET 24 von der Ansteuerlogik 110 her abgeschaltet,
liegt an der Lastanschlußklemme 16 infolge der Motorinduktivität
des Motors 22 eine Spannung an, die sehr schnell ansteigt und den
Strom weiter fließen läßt. Sobald die Freilaufspannung einen
bestimmten Wert überschreitet, wird die Zenerdiode 205 leitend
und steuert das Gate G des Leistungs-FETs 24 an. Dieser wird
dadurch ebenfalls leitend und nimmt den Freilaufstrom auf. In
besonders vorteilhafter Weise dient somit der die Leistung
schaltende Transistor, bzw. die sowieso vorhandene
Leistungsendstufe, dazu, auch den Freilaufstrom zu übernehmen.
Die damit verbundene Energie wird in der Last, der Wicklung des
Motors 22, abgebaut, die dafür ja geeignet ist.
Die Schaltschwelle für den Einsatz der Freilaufschaltung wird
durch die Sperrspannung der Zenerdiode 205 und die
Schwellspannung des Leistungs-FET bestimmt. Diese
Spannungsfühlschaltung 201 wird so dimensioniert, daß zu keinem
Zeitpunkt die zulässige Sperrspannung des
Leistungsschalttransistors überschritten wird.
Der Vorteil dieser Schaltung liegt auch darin, daß kein
besonderer, zusätzlicher Verpolschutz notwendig ist. Dies liegt
daran, daß in Reihe mit der Parasitärdiode des Leistungs-FET 24
die elektrische Last liegt, die den Verpolstrom begrenzt. Dadurch
tritt kein zerstörender Querstrom auf. Die Schaltung ist somit
von sich aus verpolfest.
In Fig. 3 ist in einem Blockschaltbild gemäß Fig. 1 eine mögliche
Ausführungsform für eine Spannungsfühlschaltung 301 für Load-Dump
Spannungsimpulse sowie damit vereint die Spannungsfühlschaltung
201 für Freilauf bzw. Verpolung in der Ausführung gemäß Fig. 2
dargestellt. Gleiche Teile sind in dieser Figur mit den gleichen
Bezugszeichen wie in den Fig. 1 und 2 bezeichnet. Soweit nicht
erforderlich, werden die bereits erwähnten Teile nicht erneut
beschrieben.
Die Spannungsfühlschaltung 301 für Load-Dump Impulse ist mit
Anschlüssen 302 und 304 zwischen die erste und zweite
Spannungsquellenanschlußklemme 12 und 14 geschaltet. Sie enthält
eine Reihenschaltung eines Widerstandes 303, einer Zenerdiode 305
und eines weiteren Widerstandes 306, die zwischen die erste und
zweite Spannungsquellenanschlußklemme 12 und 14 geschaltet ist.
Dabei ist die Anode der Zenerdiode 303 mit dem masseseitigen
Widerstand 306 und der Steuerelektrode eines Transistors 308
verbunden. Der Emitter dieses Transistors 308 ist mit dem
Massepotential 14 und sein Kollektor über eine Reihenschaltung
zweier Widerstände 311 und 313 mit der positiven ersten
Spannungsquellenanschlußklemme 12 verbunden. Die
Spannungsfühlschaltung 301 enthält weiterhin einen Widerstand
315, der einerseits mit der Verbindung von Kathode der Zenerdiode
305 und dem batterieseitigen Widerstand 303 und andererseits mit
dem Kollektor eines weiteren Transistors 317 verbunden ist. Der
Emitter dieses Transistors 317 ist mit der positiven ersten
Spannungsquellenanschlußklemme 12 verbunden und seine
Steuerelektrode liegt am Verbindungspunkt der beiden Widerstände
311 und 313. Der Kollektor des Transistors 317 ist über einen
Widerstand 319 mit Massepotential 14 verbunden und bildet
gleichzeitig den Eingang 107 zur Spannungsfühlschaltung 201 für
Freilauf bzw. Verpolung.
Die Wirkungsweise der Spannungsfühlschaltung 301 ist folgende:
Über den Widerstand 303, die Zenerdiode 305, den Widerstand 306 und den Transistor 308 wird die Versorgungsspannung an der Batterieanschlußklemme 12 eingelesen. Überschreitet diese Spannung einen kritischen Wert, dann wird die Zenerdiode 305 und der Transistor niederohmig und leitend. Über den Transistor 317 wird der Leistungs-FET 24 angesteuert und ebenfalls leitend, so daß er vor zu hoher Sperrspannung geschützt ist. Wenn nach Ablauf des Load-Dump Spannungsimpulses die Spannung an der Batterieanschlußklemme 12 wieder unter einen unkritischen Wert absinkt, werden die Zenerdiode 305 und der Transistor 308 wieder hochohmig und sperren. Damit ist die Schutzschaltung selbst wieder passiv und die Steuerschaltung 10 arbeitet wieder im Normalbetrieb. Die Schaltpunkte für die Werte der kritischen und der unkritischen Spannung werden durch die Dimensionierung der Widerstände 303, 306, 315 und die Zenerdiode 305 bestimmt.
Über den Widerstand 303, die Zenerdiode 305, den Widerstand 306 und den Transistor 308 wird die Versorgungsspannung an der Batterieanschlußklemme 12 eingelesen. Überschreitet diese Spannung einen kritischen Wert, dann wird die Zenerdiode 305 und der Transistor niederohmig und leitend. Über den Transistor 317 wird der Leistungs-FET 24 angesteuert und ebenfalls leitend, so daß er vor zu hoher Sperrspannung geschützt ist. Wenn nach Ablauf des Load-Dump Spannungsimpulses die Spannung an der Batterieanschlußklemme 12 wieder unter einen unkritischen Wert absinkt, werden die Zenerdiode 305 und der Transistor 308 wieder hochohmig und sperren. Damit ist die Schutzschaltung selbst wieder passiv und die Steuerschaltung 10 arbeitet wieder im Normalbetrieb. Die Schaltpunkte für die Werte der kritischen und der unkritischen Spannung werden durch die Dimensionierung der Widerstände 303, 306, 315 und die Zenerdiode 305 bestimmt.
In einem Sonderfall, wenn die elektrische Last sehr niederohmig
ist im Vergleich zum Quellwiderstand des Load-Dump Impulses, dann
wird die Spannung an der Batterieanschlußklemme 12 reduziert.
Somit werden auch die anderen in der Schaltung vorkommenden
Halbeiterelemente vor Überspannung geschützt. Es tritt damit
allerdings ein anderes Problem auf: durch die Niederohmigkeit der
elektrischen Last wird die Spannung an der Batterieanschlußklemme
12 so weit reduziert, daß die Spannung unter den genannten
unkritischen Wert sinkt. Dadurch wird die Load-Dump Erkennung
passiv und der Leistungs-FET 24 wird abgeschaltet. Dadurch
springt die Spannung an der Batterieanschlußklemme 12 wieder auf
die Load-Dump Spannung an und dies setzt sich dann im
Wechselspiel so weiter fort.
Dieses dadurch verursachte schnelle Ein- und Ausschalten des
Leistungstransistor kann ihn wegen der Schaltverluste zerstören.
Daher ist zur Begrenzung der Schaltfrequenz des Leistungs-FET 24
während des Auftretens von Load-Dump Spannungsimpulsen ein
Kondensator 321 vorgesehen. Dieser Kondensator 321 ist zwischen
die Batterieanschlußklemme 12 und den Kollektor des masseseitigen
Transistors 308 geschaltet. Er bewirkt, daß bei erkanntem Load-
Dump Impuls die Transistoren 317 und damit auch der
Leistungstransistor 24 für eine bestimmte Mindestzeit
eingeschaltet werden bzw. bleiben. Dies begrenzt die
Schaltfrequenz und bewahrt den Leistungstransistor vor Zerstörung
durch zu hohe Schaltverluste.
Die in Fig. 3 dargestellte Steuerschaltung 10 enthält desweiteren
eine Ansteuerlogik 310, welche über einen Anschluß 307, den
Widerstand 311 und den Transistor 317 die Motoransteuerimpulse
auf den Eingang 107 der Spannungsfühlschaltung 201 und von dort
über den Widerstand 207 auf das Gate G des Leistungs-FET 24 gibt.
Zwischen den Anschlüssen 103 und 105 erfolgt die Spannungsfühlung
für Freilauf bzw. Verpolung mittels der Reihenschaltung, von Diode
203 und Zenerdiode 205 über die Drain-Gate-Strecke des Leistungs-
FETs 24. Damit wirkt auch diese Spannungsfühlung, unter der
Prioritätssetzung durch den Widerstand 207, auf das Gate G
desselben Leistungs-FETs 24 ein.
Der besondere Vorteil vorliegender Erfindung liegt demnach klar
erkennbar darin, daß die Spannungsfühlschaltungen, die auf
verschiedene Ursachen von Spannungsüberhöhungen reagieren, auf
ein- und dasselbe Leistungsschaltelement einwirken, nämlich
dasjenige, welches sowieso zum Einschalten des Motorstroms
vorhanden ist. Kein zusätzliches Leistungselement ist für
Schutzzwecke nötig.
Claims (5)
1. Elektronische Schutzschaltung gegen Überspannungen (Load-
Dump) an Leistungsschaltelementen, die vorzugsweise eine
induktive Last, wie beispielsweise einen Gleichstrommotor, mit
einer Spannungsquelle verbinden, mit einer
Spannungsfühlschaltung, die zwischen einer Batterieanschlußklemme
und einer Masseanschlußklemme der Spannungsquelle angeschlossen
ist und die bei einer Überspannung anspricht und das vorhandene
Leistungsschaltelement ansteuert, um den durch die Überspannung
entstehenden Strom über die Last zu leiten, um die dabei
entstehende Energie im wesentlichen dort zu vernichten, dadurch
gekennzeichnet, daß die Spannungsfühlschaltung (301) die
Reihenschaltung eines Widerstands (303), einer Zenerdiode (305)
und eines weiteren Widerstands (306) zwischen der
Batterieanschlußklemme (12) und der Masseanschlußklemme (14)
enthält, wobei die Anode der Zenerdiode (305) mit dem
masseseitigen Widerstand (306) und der Steuerelektrode eines
Transistors (308) verbunden ist, dessen Emitter mit Masse (14)
und dessen Kollektor über eine Reihenschaltung zweier
Widerstände (311, 313) mit der Batterieanschlußklemme (12)
verbunden ist, sowie einen weiteren Widerstand (315), der
einerseits mit der Verbindung von Kathode der Zenerdiode (305)
und dem batterieseitigen Widerstand (303) und andererseits mit
dem Kollektor eines Transistors (317) verbunden ist, dessen Emitter an der
Batterieanschlußklemme (12), dessen Steuerelektrode am
Verbindungspunkt der beiden in Reihe gestalteten Widerstände (311, 313) liegt und
dessen Kollektor über einen weiteren Widerstand (319) mit der
Masseanschlußklemme (14) verbunden ist.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schutzschaltung weiterhin eine Spannungsfühlschaltung für Freilauf (203, 205) enthält, bestehend aus einer Reihenschaltung von
einer Diode (203) und einer Zenerdiode (205), wobei die Kathoden
beider Dioden (203, 205) miteinander, die Anode der Diode (203)
mit einer Lastanschlußklemme (18) und die Anode der Zenerdiode (205)
mit einer Steuerelektrode (G) des Leistungsschaltelements
(24) verbunden ist.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Widerstand (207) vorgesehen ist,
der dem von
der Spannungsfühlschaltung (301) an das Leistungsschaltelement
(24) abgegebenen Signal oder dein von der Spannungsfühlschaltung
für Freilauf (203, 205) abgegebenen Signal Vorrang vor den
Ansteuersignalen einer Ansteuerlogik (110, 310) verschafft.
4. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Begrenzung der Schaltfrequenz des Leistungsschaltelements
(24) beim Auftreten von Überspannungen ein Kondensator (321)
vorgesehen ist, der zwischen die Batterieanschlußklemme (12) und
dem Kollektor des masseseitigen Transistors (308) geschaltet
ist.
5. Schutzschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Leistungsschaltelement (24) ein
Leistungs-FET oder eine
Parallelschaltung von Leistungs-FETs vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
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DE19944432520 DE4432520C1 (de) | 1994-09-13 | 1994-09-13 | Elektronische Schutzschaltung gegen Überspannungen an Leistungsschaltelementen |
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DE19944432520 DE4432520C1 (de) | 1994-09-13 | 1994-09-13 | Elektronische Schutzschaltung gegen Überspannungen an Leistungsschaltelementen |
Publications (1)
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Family
ID=6528064
Family Applications (1)
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