DE442596C - Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat aus Alaun - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat aus AlaunInfo
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- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
- C01F7/00—Compounds of aluminium
- C01F7/68—Aluminium compounds containing sulfur
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Description
- Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat aus Alaun. Bekanntlich stellt das vielseitige Anwendungsgebiet, das das Aluminiumsulfat gefunden hat, die höchste Anforderung an Eisenfreiheit. Die Behandlung des Tons oder tonerdehaltiger Mineralien mit konzentrierter Schwefelsäure führt zu einem eisenreichen Aluminiumsulfat, dessen Enteisenung sehr umständlich und nur unter verhältnismäßig großem Kostenaufwand durchführbar ist. Infolgedessen verließ man zwecks Gewinnung aller besseren Sorten Aluminiumsulfat die Verarbeitung des Tones, zumal der alkalische Bauxitaufschluß die Möglichkeit bot, durch Lösen des auf diese Wege gewonnenen reinen Tonerdehvdrats in Schwefelsäure zu einem fast eisenfreien Suifat zu gelangen.
- Mittels vorliegenden Verfahrens gelingt es, auch über den Ton bzw. tonerdehaltige Mineralien zu eisenfreiem Aluminiumsulfat zu kommen.
- Die Alaune lassen sich bekanntlich leicht und sehr rein darstellen. So gelangt man beim Aufschließen von Ton mit Sulfaten, am besten Ammoniumsulfat, zum Alaun. Gemäß der vorliegenden Erfindung gelingt es, diesen durch Behandlung mit Schwefelsäure von bestimmter Konzentration völlig zu zerlegen und (las Aluminiumsulfat rein zu gewinnen. Die Zerlegung des Alauns beruht auf der verschiedenen Löslichkeit der Alaunkomponenten, in diesem Fall von Aluminiumsulfat und Ammoniumsulfat in 5o bis 6oprozentiger Schwefelsäure. Aluminiumsulfat ist in 6oprozentiger Schwefelsäure bei tieferer Temperatur nahezu unlöslich (bei 15 bis 2o' C in roo ccm o,2 bis o,5 g). Ammoniumsulfat löst sich hingegen hierin in für die Zersetzung größerer Alaunmengen völlig ausreichendem Maße. Versuche ergaben, daß sich die Verhältnisse am günstigsten bei Verwendung- von 55prozentiger Schwefelsäure gestalten lassen. Der Alaun wird als Kristall oder gepulvert langsam unter Erwärmen in der Säure gelöst und nach völliger Lösung unter Wasserkühlung das Aluminiumsulfat auskristallisieren gelassen. Dieses wird abgenutscht und enthält meistens noch Ammoniak in Form von Ammonittmsulfat bzw. wieder ausgeschiedenem Alaun bis zu wenigen Prozenten. Zur weiteren Zerlegung und zum Auswaschen der Ammoniumsalze wird das so erhaltene Produkt nach 2o bis 30 Minuten init 5o bis 55prozentiger Schwefelsäure digeriert. Diese einmalige Maßnahme reicht in den meisten Fällen aus, um den Ammoniakgehalt bis unter o, i Prozent herabzudrülcken. Danach wird wieder abgenutscht und das Sulfat zur Entfernung der überschüssigen Schwefelsäure wiederholt mit gesättigter Alumiiiiumsulfatlauge abgeleckt. Das jetzt erhaltene Produkt ist ein reines Aluminiumsulfat mit wenig überschüssiger Schwefelsäure. Durch LTmkristallisieren in Wasser läßt es sich vollständig rein erhalten. Die schwefelsauren Filtrate, die das gelöste Ämmoniumsulfat erhalten, lassen sich wieder zu einer neuen Aufschließung verwenden. Diese, wie auch die Decklaugen, kehren also-immer wieder in den Kreislauf des Prozesses zurück, der sich nahezu verlustfrei gestalten läßt. Statt Ammoniumsulfat ist auch Kaliumsul= fat, welches dementsprechend zum Kalialaun führt, verwendbar.
Claims (2)
- PATL.NTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur-Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat aus Alaun, dadurch gekennzeichnet, daß der durch Aufschließen von Ton oder von tonerdehaltigen Mineralien mittels Ammonium- oder Kaliumsulfats gewonnene Ammonium-bzw. Kalialaun durch 5o bis 6oprozentige Schwefelsäure zerlegt wird, wobei das Aluminiumsulfat sich ausscheidet.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das nach Anspruch i erhaltene Produkt durch längeres Digerieren mit 5o bis 55prozentiger Schwefelsäure weiter gereinigt und schließlich durch Abdecken mit gesättigter Aluminiumsulfatlauge von überschüssiger Schwefelsäure befreit wird.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEV18599D DE442596C (de) | 1923-09-13 | 1923-09-13 | Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat aus Alaun |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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DE442596C true DE442596C (de) | 1927-04-04 |
Family
ID=7577225
Family Applications (1)
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DEV18599D Expired DE442596C (de) | 1923-09-13 | 1923-09-13 | Verfahren zur Herstellung von eisenfreiem Aluminiumsulfat aus Alaun |
Country Status (1)
Country | Link |
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DE (1) | DE442596C (de) |
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1923
- 1923-09-13 DE DEV18599D patent/DE442596C/de not_active Expired
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