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DE437611C - Verfahren zur Funkentelegraphie auf Hochspannungsleitungen oder -kabeln - Google Patents

Verfahren zur Funkentelegraphie auf Hochspannungsleitungen oder -kabeln

Info

Publication number
DE437611C
DE437611C DET29506D DET0029506D DE437611C DE 437611 C DE437611 C DE 437611C DE T29506 D DET29506 D DE T29506D DE T0029506 D DET0029506 D DE T0029506D DE 437611 C DE437611 C DE 437611C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spark
voltage
procedure
traveling waves
operating frequency
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET29506D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Taetz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET29506D priority Critical patent/DE437611C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE437611C publication Critical patent/DE437611C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/54Systems for transmission via power distribution lines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Verfahren zur Funkentelegraphie auf Hochspannungsleitungen oder -kabeln. Es ist bekannt, daß sich bei Erdschlüssen ,@ an Hochspannungsleitungen von der Stör rungsstelle aus Wanderwellen nach beiden Richtungen hin ausbreiten.
  • In Hochspannungsanlagen kann man häufig die Beobachtung machen, daß an einzelnen defekten Gliedern einer Isolatorenlette Funkenübergänge stattfinden. Diese Funkenübergänge stellen geringfügige Erdschlüsse der Hochspannungsleitung über die Kapazität der übrigen Kettenglieder dar, die im Rhythmus der Betriebsfrequenz angeschaltet werden. Auf der Freileitung entstehen Wanderwellenzüge, die sich in einem Zeitabschnitt entsprechend einer halben Periode der Betriebsfrequenz folgen. Diese Wanderwellen kann man in Empfängern, die mit den bekannten Mitteln an die Freileitung gekoppelt werden, abhören.
  • Der Erfindungsgegenstand beruht auf der Erkenntnis, daß man die Betriebsspannung zur künstlichen Erregung derartiger Wanderwellen ausnutzen kann, daß man also mittels der Betriebsspannung Signaleinrichtungen auf diese Art betreiben kann.
  • Der Erfindung entsprechend würde man an der Stelle, von der die Signale ausgesandt werden sollen, eine Funkenstrecke über hohe Scheinwiderstände an die Leitung anschalten. Als Scheinwiderstände werden am zweckmäßigsten -Hochspannungskondensatoren benutzt. Statt der Kondensatoren kann man natürlich auch andere Scheinwiderstände benutzen, die sich gegenüber der Betriebsfrequenz und der durch die Funkenstrecke erregten Hochfrequenz genügend verschieden verhalten. Die Hochspannungskondensatoren können im Falle der Freileitungen durch Luftdrähte ersetzt werden, die in geringem Abstand parallel zur Freileitung gespannt werden. Die Kapazität dieses Drahtes gegenüber der Hochspannungsfreileitung wäre alsdann der erforderliche Scheinwiderstand. Durch An-und Abschaltung der Funkenstrecke in irgendeinem Rhythmus, z. B. im Takt von Morsezeichen, können Signale über die Hochspannungsleitung, getragen durch die erregten Wanderwellen, nach dem anderen Leitungsende befördert werden. Der Empfänger kann ebenfalls über hohe Scheinwiderstände an die Freileitung angeschaltet werden. Die Spannungsstöße beim Auftreffen der Wanderwellen können auf einen aperiodischen Kreis induziert werden, in dem ein Telephon eingeschaltet ist, mit dem die Signale also abgehört werden können. Statt des Hörempfangs kann man natürlich auch durch Anwendung bekannter Mittel zu Schreibempfang oder zur Auslösung irgendwelcher anderen Signale übergehen. Einen sehr einfachen Anruf kann man dadurch herstellen, daß man auf der Empfängerseite eine Funkenstrecke wählt, wobei die Funkenstrecke durch eine Drossel überbrückt wird. Diese Drossel hat die Aufgabe, an der Funkenstrecke das Potential der Betriebsspannung nicht zu hoch steigen zu lassen, damit sie im Ruhezustand nicht ansprechen kann. Treffen die Wanderwellen auf, so entsteht an der Drossel eine derartige Hochspannung, daß die Funkenstrecke zu arbeiten beginnt. Ihr Leitendwerden kann in an sich bekannter Weise zu Anrufzwecken und darüber hinaus zu Signalzwecken benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: -i. Verfahren zur Funkentelegraphie auf Hochspannungsleitungen oder -kabeln, dadurch gekennzeichnet, daß künstlich erregte Wanderwellen als Träger der Signale benutzt werden. a. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch an- und abstellbare Funkenstrecken, die zur künstlichen Erregung der Wanderwellen über für die Betriebsfrequenz hohe Scheinwiderstände an die Leitung angeschlossen sind. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Scheinwiderstände Hochspannungskondensatoren benutzt sind. q.. Anordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Scheinwiderstand die Kapazität eines auf dem Gestänge der Hochspannungsfreileitungen in einer gewissen Länge verlegten Luftleiters gegenüber der Freileitung dient. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Empfänger über für die Betriebsfrequenz hohe Scheinwiderstände an die Freileitung angeschlossen ist. C. Anordnung nach. Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als" Empfänger aperiodische Stromkreise dienen, auf die die Wanderwellen induzieren. 7. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Empfang von einem für die Betriebsfrequenz kleinen Scheinwiderstand überbrückte Funkenstrecken benutzt sind.
DET29506D 1924-11-09 1924-11-09 Verfahren zur Funkentelegraphie auf Hochspannungsleitungen oder -kabeln Expired DE437611C (de)

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DE437611C true DE437611C (de) 1926-11-24

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