DE4317045A1 - Verfahren zur Entwässerung angereicherter Öl-in-Wasser-Emulsion unter Verwendung von Polyester-Verbindungen - Google Patents
Verfahren zur Entwässerung angereicherter Öl-in-Wasser-Emulsion unter Verwendung von Polyester-VerbindungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entwässerung von tech
nischem Abfallöl, bei dem es sich um eine Öl-in-Wasser-Emulsion
handelt, die zu mindestens 15 Gew.-% aus Öl besteht. Solche Emul
sionen fallen bei der Aufarbeitung verbrauchter technischer Öl-
in-Wasser-Emulsionen an, beispielsweise durch Aufrahmung in einer
mechanischen Abscheidevorrichtung oder durch Anreicherung mittels
Membranfiltrationsprozessen.
Verbrauchte und zu entsorgende Öl-in-Wasser-Emulsionen fallen in
der metallverarbeitenden Industrie in großen Mengen an. Eine Quelle
hierfür sind Kühlschmierstoffemulsionen, die bei spanabhebender
Metallbearbeitung eingesetzt werden und die einen Ölgehalt von etwa
2-5% aufweisen. Auch wenn solche Emulsionen längere Zeit - bis
zu mehreren Monaten - verwendet werden können, sind sie dennoch
schließlich verbraucht und müssen entsorgt werden. Eine weitere
Quelle von Abfallemulsionen sind beispielsweise technische Entfet
tungs- und Reinigungsbäder, die während ihrer Betriebszeit durch
eingetragenes Öl einen Ölgehalt von etwa 1-5% aufbauen und die
kontinuierlich entölt und/oder am Ende ihrer Gebrauchsfähigkeit
diskontinuierlich entsorgt werden müssen. Abfallemulsionen der ge
nannten Art stellen Öl-in-Wasser-Emulsionen dar. Die Aufarbeitung
und Entsorgung kann damit beginnen, daß man eine Aufkonzentrierung
in eine wasserreiche und in eine ölreiche Phase durchführt.
Eine solche Phasentrennung erfolgt beispielsweise in mechanischen
Abscheidevorrichtungen von Abwasseranlagen durch Einwirkung der
Schwerkraft selbsttätig, wobei ein "Altöl" in Form einer ölreichen
Öl-in-Wasser-Emulsion mit einem Ölgehalt von über 15 Gew.-% auf
rahmt. Eine weitere Möglichkeit einer Primärtrennung besteht darin,
daß man die Emulsion einer Membranfiltration, beispielsweise einer
Mikro- oder Ultrafiltration unterwirft und sie in ein ölreiches
Retentat mit einem Ölgehalt über 15 Gew.-% sowie in ein praktisch
ölfreies Permeat aufspaltet. Häufig beginnt die Aufarbeitung von
Abfallemulsionen auch damit, daß man die Emulsion einer Primär
spaltung mit chemischen Emulsionsspaltern unterwirft. Für eine
chemische Emulsionsspaltung kommen entweder starke Säuren, anorga
nische Salze und/oder organische Emulsionsspalter in Betracht. Die
bei einer chemischen Primärspaltung abgeschiedene Ölphase liegt in
der Regel als eine Wasser-in-Öl-Emulsion vor. Die weitergehende
Entwässerung von Wasser-in-Öl-Emulsionen ist nicht Gegenstand die
ser Erfindung.
In Fällen einer physikalischen Vorspaltung durch Gravitation oder
Membranfiltration liegt eine ölreiche Öl-in-Wasser-Emulsion vor.
Wenn man diese Emulsion aufarbeiten, deponieren oder verbrennen
möchte, erweist sich der Restwassergehalt als hinderlich oder zu
mindest als kostentreibend. Daher ist es im allgemeinen vorteil
haft, diese Emulsion durch eine Sekundärspaltung weitergehend von
Wasser zu befreien. Emulsionsspalter (= Demulgatoren) sind im Stand
der Technik in großer Zahl bekannt. Ullmann′s Encyclopedia of
Industrial Chemistry, 5. Auflage, Band 9, führt auf SS. 311/312
dazu aus: "Die Anzahl der emulsionsspaltenden Substanzen
gleicht annähernd der Anzahl der Emulgatoren. . . . Zusatz einer
kationischen Verbindung zu einer mit einem anionischen Emulgator
stabilisierten Emulsion bewirkt üblicherweise rasche Spaltung."
Die DE-A-32 14 145, die spezielle Polyalkyloxyamine als
Demulgatoren beschreibt, lehrt: "Die Demulgatoren nach dem Stand
der Technik bestehen größtenteils aus Gemischen aus ionischen und
nichtionischen oberflächenaktiven Mitteln, die nach Zusatz zu ei
ner Emulsion deren hydrophiles-lipophiles Gleichgewicht (HLB) ver
ändern, und die richtige Einstellung dieses Parameters führt ge
wöhnlich zu einer Demulgierung. "
Da Emulsionen in der Regel auf sehr unterschiedliche Weise stabi
lisiert sind, sind die am besten geeigneten Emulsionsspalter je
weils aus einer großen Zahl möglicher Mittel auszuwählen. Bei der
vorliegenden Erfindung geht es speziell um die weitere Entwässerung
ölreicher (Ölgehalt < 15%) Öl-in-Wasser-Emulsionen, die durch mit
physikalischen Mitteln bewirkte Vorkonzentrierung verdünnterer
technischer Abfallemulsionen der eingangs beispielhaft genannten
Art erhalten wurden.
US-A-4 029 708 nennt Reagenzien, die zur Spaltung von sowohl Öl-
in-Wasser- als auch Wasser-in-Öl-Emulsionen geeignet sind. Hierbei
handelt es sich um Polymere, die durch Reaktion eines substitu
ierten Amins mit einem bifunktionalen Reaktanden gebildet werden.
Die substituierten Amine sind Alkoxylierungsprodukte organischer
Di- oder Triamine oder Umsetzungsprodukte dieser Amine mit
Epichlorhydrin oder mit Alkyl- oder Arylchloriden. Die
bifunktionalen Reaktanden umfassen Glykol-Addukte von
Epichlorhydrin, Epichlorhydrin selbst, Ethylendichlorid,
Dichlorbuten, Diepoxide, Maleinsäureanhydrid, Maleinsäure,
Acrylsäure und Alkylchlorid.
Gemäß dem Vorschlag der DE-A-40 40 022 entwässert man technische
Wasser-in-Öl-Emulsionen, bei denen es sich um die Ölphase einer
primär gespaltenen Öl-in-Wasser-Emulsion handelt, dadurch, daß man
Polymere und/oder Oligomere aus Ethylenoxid und/oder 1,2-Propylen
oxid, oxalkylierte Phenolharze, mit Diisocyanaten, Dicarbonsäuren,
Formaldehyd und/oder Diglycidylether vernetzte Block- oder Misch
polymere von Ethylen- und 1,2-Propylenoxid, Polyetherurethane
und/oder Alkylbenzolsulfonsäuresalze als Spalter einsetzt. Diese
Lehre ist auf die Spaltung von Wasser-in-Öl-Emulsionen beschränkt.
Es werden keine Hinweise darauf gegeben, daß die genannten
Sekundärspalter auch für die Entwässerung von ölreichen Öl-in-
Wasser-Emulsionen mit Ölgehalten von mehr als 15 Gew.-% anwendbar
sind, wie sie beispielsweise in Form von "Altölen" oder als
Retentate von Membranfiltrationsprozessen anfallen können.
Da Emulsionen in der Regel durch sehr unterschiedliche Stabilisa
torsysteme stabilisiert sind und sich insbesondere die Aufgabe ei
ner weiteren Entwässerung von mit physikalischen Mitteln aufkon
zentrierten technischen Öl-in-Wasser-Emulsionen stellt, besteht ein
Bedarf an breiter einsetzbaren Entwässerungsmitteln, die sich für
Öl-in-Wasser-Emulsionen mit Ölgehalten von mehr als 15 Gew.-% eig
nen. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, solche Entwäs
serungsmittel zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein
Verfahren zur Entwässerung von technischen Abfallölen, die Öl-in-Wasser-Emulsionen mit einem Ölgehalt von größer als 15 Gew.-% darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder mehrere Polyether-Verbindungen aus der Gruppe
Polymere aus Ethylenoxid und/oder 1,2-Propylenoxid, erhältlich durch Ethoxylierung und/oder Propoxylierung von Alkoholen oder Aminen mit jeweils bis zu 10 Kohlenstoffatomen im Molekül
in der Emulsion verteilt und eine Phasentrennung herbeiführt.
Verfahren zur Entwässerung von technischen Abfallölen, die Öl-in-Wasser-Emulsionen mit einem Ölgehalt von größer als 15 Gew.-% darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder mehrere Polyether-Verbindungen aus der Gruppe
Polymere aus Ethylenoxid und/oder 1,2-Propylenoxid, erhältlich durch Ethoxylierung und/oder Propoxylierung von Alkoholen oder Aminen mit jeweils bis zu 10 Kohlenstoffatomen im Molekül
in der Emulsion verteilt und eine Phasentrennung herbeiführt.
Die genannten Produktgruppen sind als solche bekannt, beispiels
weise aus DE-A-40 40 022.
Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Polymere von Ethylen-
und/oder 1,2-Propylenoxid kann man beispielsweise durch
Polyalkoxylierung niederer Alkohole, wie Methanol, Ethanol, Propa
nolen, Butanolen, Pentanolen oder Hexanolen mit Ethylen- und/oder
1,2-Propylenoxid erhalten. Als Alkohole kommen hierbei auch Di- und
Polyole in Frage, z. B. Propandiole, Butandiole, Neopentylglykol,
andere Pentandiole, Adipol, Hexandiole, Cyclohexandiole, 1,4-
Dihydroxymethylcyclohexan, Perhydrobisphenol A, Glycerin,
Trimethylolethan, Trimethylolpropan, andere Hexantriole und
Pentaerythrit. Auch niedere Amine, z. B. Ethylendiamin und
Diethylentriamin können mit Ethylenoxid und/oder 1,2-Propylenoxid
polyoxyalkyliert werden, um für die vorliegende Erfindung geeignete
Polymere zu erhalten. Es können sowohl Blockpolymere als auch Po
lymere mit statischer Verteilung verschiedener Oxyalkylgruppen,
sogenannte Mischpolymere, oder auch Mischformen dieser beiden Mög
lichkeiten erfindungsgemäß verwendet werden.
In bevorzugten Ausführungsformen umfaßt die Erfindung
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten ent haltend im Mittel 20 bis 100 mol Ethylenoxid oder Propylenoxid oder 10 bis 40 mol Ethylenoxid und 20 bis 50 mol Propylenoxid,
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten mit zuerst 10 bis 40 mol Ethylenoxid und anschließend mit 20 bis 50 mol Propylenoxid, wobei vorzugsweise die Zahl der Propylen oxidgruppen die Zahl der Ethylenoxidgruppen übersteigt,
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten von Alkoholen und/oder Aminen mit einem bis 5 Kohlenstoffatomen und mit einer bis vier Amino- oder Hydroxylgruppen, wobei jedes Kohlenstoffatom höchstens eine Hydroxyl- oder Aminogruppe trägt,
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten von Alkoholen mit einem bis 4 Kohlenstoffatomen und mit einer oder zwei Hydroxylgruppen, vorzugsweise Alkoxylierungsprodukten von Propylenglykol.
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten ent haltend im Mittel 20 bis 100 mol Ethylenoxid oder Propylenoxid oder 10 bis 40 mol Ethylenoxid und 20 bis 50 mol Propylenoxid,
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten mit zuerst 10 bis 40 mol Ethylenoxid und anschließend mit 20 bis 50 mol Propylenoxid, wobei vorzugsweise die Zahl der Propylen oxidgruppen die Zahl der Ethylenoxidgruppen übersteigt,
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten von Alkoholen und/oder Aminen mit einem bis 5 Kohlenstoffatomen und mit einer bis vier Amino- oder Hydroxylgruppen, wobei jedes Kohlenstoffatom höchstens eine Hydroxyl- oder Aminogruppe trägt,
Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyether- Verbindungen ausgewählt sind aus Alkoxylierungsprodukten von Alkoholen mit einem bis 4 Kohlenstoffatomen und mit einer oder zwei Hydroxylgruppen, vorzugsweise Alkoxylierungsprodukten von Propylenglykol.
Dabei können die Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte
mit normaler oder mit sogenannter "eingeengter" Homologenverteilung
vorliegen.
Die für eine gegebene Entwässerungsaufgabe am besten geeigneten
Entwässerungsmittel oder deren Kombinationen sowie ihre optimalen
Konzentrationen müssen jeweils probenspezifisch bestimmt werden.
Sie richten sich nach dem Wassergehalt der Proben, nach dem Ver
teilungsgrad der Emulsion, sowie der Art und der Menge der anwe
senden Stabilisatoren. Im allgemeinen sind Mengen zwischen 5 ppm
und 60 000 ppm, bezogen auf die Gesamtmenge der zu entwässernden
Flüssigkeit, wirksam. Vorzugsweise arbeitet man im Konzentrations
bereich zwischen 100 ppm und 30 000 ppm. Der Dosierungsendpunkt für
die Entwässerungsmittel läßt sich in günstigen Fällen an einer Än
derung des optischen Aussehens der zu entwässernden Emulsion er
kennen. Einen Hinweis auf die Erreichung des Dosierendpunktes kann
auch die Leistungsaufnahme des Rührwerks liefern, die bei der op
timalen Dosierung ein Minimum aufweist. Im allgemeinen Fall ist es
jedoch vorzuziehen, den Endpunkt der Dosierung durch Viskositäts
messungen zu ermitteln. Die Viskosität der zu entwässernden Emul
sion weist bei der optimalen Dosierung des Entwässerungsmittels ein
Minimum auf. Dabei ist es gleichgültig, nach welchem der bekannten
Verfahren die Viskositätsermittlung erfolgt. Aus Gründen der ein
fachen Handhabung setzt man vorzugsweise die Viskositätsbestimmung
nach Brookfield ein.
Die Temperatur der zu entwässernden Emulsion wird man einerseits
aus Energiespargründen möglichst nahe bei Raumtemperatur wählen,
andererseits ist man auf eine hinreichend geringe Viskosität ange
wiesen. Im allgemeinen wird man die Entwässerung bei Temperaturen
zwischen 15 und 95°C, vorzugsweise zwischen 20 und 80°C, durch
führen.
Zur Durchführung des Verfahrens werden die Entwässerungsmittel nach
dem Fachmann hinreichend bekannten Methoden, beispielsweise durch
Einrühren, gleichmäßig in der Emulsion verteilt. Die Trennung der
Emulsion in eine wasserreiche Phase und in eine entwässerte Ölphase
kann unter natürlicher Schwerkrafteinwirkung in geeigneten Sedi
mentationsbehältern erfolgen. Die Effizienz der Phasentrennung kann
durch Verwendung einer kontinuierlich oder chargenweise arbeitenden
Zentrifuge gesteigert werden. Sollte die zu entwässernde Emulsion
noch sedimentierbare Feststoffanteile enthalten, ist es empfeh
lenswert, diese vor der Durchführung der Entwässerung abzutrennen,
beispielsweise durch Sedimentation, Filtration oder durch Zentri
fugieren.
Die Entwässerungswirkung der erfindungsgemäßen Produkte und von
Vergleichssubstanzen wurde an Mischemulsionen aus verbrauchten
Kühlschmierstoffemulsionen und verbrauchten Reinigungs- und Ent
fettungsbädern der Automobilindustrie überprüft. Die genaue Zusam
mensetzung dieser aus der Fertigungspraxis stammenden Mischemulsi
onen war nicht bekannt. Erfindungswesentlich ist, daß sie nach der
Primärtrennung einen Ölgehalt < 15 Gew.-% aufwiesen. Dabei erfolgte
die Primärtrennung der Emulsionen durch Ultrafiltration durch
Polyvinylidendifluorid-Membranen (Retentate I und II). "Altöle" I
und II wurden durch mechanische Trennung der Mischemulsionen in
Ölabscheidern erhalten.
Die Altöle bzw. Retentate wurden mit den Entwässerungsmitteln oder
Vergleichssubstanzen gemäß Tabelle 1 versetzt. Hierzu wurden die
Proben mit einem Gitterrührer gerührt, die Entwässerungsprodukte
zugegeben und nach Produktzugabe 5 Minuten weitergerührt. Die
Endpunktsbestimmung der Produktzugabe erfolgte entweder über die
Stromaufnahme des Rührwerks, eine Viskositätsmessung, oder nach der
optischen Veränderung der Proben. Nach dem Einrühren der Entwässe
rungsmittel wurden die Proben entweder für 24 Stunden stehengelas
sen oder mit einer Laborzentrifuge für eine Dauer von 5 Minuten bei
einer Umdrehungszahl von 4000 Umdrehungen pro Minute zentrifugiert.
Der Volumenanteil der sich hierdurch abscheidenden Ölphase wurde
ermittelt. Er ist in Tabelle 1 enthalten. Die Ölphase war in der
Regel unterlagert von einer Mischphase und/oder einer Wasserphase,
die im praktischen Falle gegebenenfalls einer weiteren Aufarbeitung
zuzuführen sind, beispielsweise durch Rückführung in die Ölab
scheidung oder in die Membranfiltration. Vor dem Entwäs
serungsschritt wurde der Wassergehalt der Proben ermittelt. Ebenso
wurde der Wassergehalt der nach der Entwässerung erhaltenen Ölphase
ermittelt. Die Bestimmung der Wassergehalte erfolgte dadurch, daß
ein 10-g-Muster der Proben durch Einwirkung von Mikrowellen bis zur
Gewichtskonstanz eingedampft wurde.
Zum Vergleich wurden alle Proben ohne eine Zugabe von Entwässe
rungsmitteln entsprechend Tabelle 1 physikalisch behandelt, d. h.
bei den angegebenen Temperaturen stehen gelassen oder zentrifu
giert. In keinem Fall war eine Abscheidung einer ölreichen Ober
phase von mehr als 5% zu erkennen.
Claims (8)
1. Verfahren zur Entwässerung von technischen Abfallölen, die
Öl-in-Wasser-Emulsionen mit einem Ölgehalt von größer als 15
Gew.-% darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine oder
mehrere Polyether-Verbindungen aus der Gruppe
Polymere aus Ethylenoxid und/oder 1,2-Propylenoxid, erhält lich durch Ethoxylierung und/oder Propoxylierung von Alko holen oder Aminen mit jeweils bis zu 10 Kohlenstoffatomen im Molekül
in der Emulsion verteilt und eine Phasentrennung herbeiführt.
Polymere aus Ethylenoxid und/oder 1,2-Propylenoxid, erhält lich durch Ethoxylierung und/oder Propoxylierung von Alko holen oder Aminen mit jeweils bis zu 10 Kohlenstoffatomen im Molekül
in der Emulsion verteilt und eine Phasentrennung herbeiführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Polyether-Verbindungen ausgewählt sind aus
Alkoxylierungsprodukten enthaltend im Mittel 20 bis 100 mol
Ethylenoxid oder Propylenoxid oder 10 bis 40 mol Ethylenoxid
und 20 bis 50 mol Propylenoxid.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Polyether-Verbindungen ausgewählt sind aus
Alkoxylierungsprodukten mit zuerst 10 bis 40 mol Ethylenoxid
und anschließend mit 20 bis 50 mol Propylenoxid, wobei vor
zugsweise die Zahl der Propylenoxidgruppen die Zahl der
Ethylenoxidgruppen übersteigt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Polyether-Verbindungen ausgewählt
sind aus Alkoxylierungsprodukten von Alkoholen und/oder Aminen
mit einem bis 5 Kohlenstoffatomen und mit einer bis vier Amino-
oder Hydroxylgruppen, wobei jedes Kohlenstoffatom höchstens
eine Hydroxyl- oder Aminogruppe trägt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Polyether-Verbindungen ausgewählt sind aus
Alkoxylierungsprodukten von Alkoholen mit einem bis 4 Kohlen
stoffatomen und mit einer oder zwei Hydroxylgruppen, vorzugs
weise Alkoxylierungsprodukten von Propylenglykol.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß es sich bei den technischen Abfall
ölen um Retentate aus einer Mikro- oder Ultrafiltration han
delt.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß es sich bei den technischen Abfall
ölen um Altöle handelt, die durch Aufrahmung in einer mecha
nischen Abscheidevorrichtung erhalten wurden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß man nach Vermischen des Entwässe
rungsmittels mit der Emulsion eine Phasentrennung durch Zen
trifugieren durchführt.
Priority Applications (5)
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EP94916961A EP0699099A1 (de) | 1993-05-21 | 1994-05-13 | Verfahren zur entwässerung angereicherter öl-in-wasser-emulsionen unter verwendung von polyether-verbindungen |
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DE19934317045 DE4317045A1 (de) | 1993-05-21 | 1993-05-21 | Verfahren zur Entwässerung angereicherter Öl-in-Wasser-Emulsion unter Verwendung von Polyester-Verbindungen |
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DE4317045A1 true DE4317045A1 (de) | 1994-11-24 |
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CZ (1) | CZ304895A3 (de) |
DE (1) | DE4317045A1 (de) |
PL (1) | PL311700A1 (de) |
WO (1) | WO1994027702A1 (de) |
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