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Reklame-Schaustellvorrichtung, insbesondere für Flüssigkeiten. Gegenstand
der Erfindung ist eine Reklame-Schaustellvorrichtung, welche aus winklig zueinander
angeordneten Schauscheiben besteht, die gegebenenfalls belichtet sind, über welche
eine Flüssigkeit, ein Öl, pulverförmiger Körper u. dgl. fließt, so daß die physikalischen
Eigenschaften der Flüssigkeit, des 51s, Pulvers o. dgl. in Erscheinung treten.
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Weiter hat die Erfindung die Vereinigung mehrerer solcher einzelnen
durchsichtigen und erleuchteten Scheiben zum Gegenstand, über die verschiedene Flüssigkeiten
getrennt voneinander fließen, so daß die Farbunterschiede der einzelnen Flüssigkeiten
voneinander deutlich sichtbar werden.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
doch ist die Erfindung auf eine solche Ausführungsform nicht beschränkt.
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Abb. i ist eine Vorderansicht der Schauvorrichtung.
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Abb. 2 ist ein Schnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i, und Abb. 3 ist
eine Aufsicht auf einen Teil der in Abb. i dargestellten Vorrichtung.
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Die Ränder der durchsichtigen Scheibe i, die am besten aus opalisierendem
Glas besteht, werden von einem Rahmen 2 eingefaßt. Die Scheibe i steht auf einer
ihrer beiden kürzeren Kanten q. in schräger Stellung zu der horizontal gelagerten
Platte 3, die als Unterlage dient. Statt nur aus einer Scheibe kann die Schaustellvorrichtung
aus einer Mehrzahl solcher Scheiben 15, 16, 17 und 18 bestehen, die nebeneinander
oder sonst in :einer passenden Weise aufgestellt sind. Die Vorrichtung und -Arbeitsweise
soll jedoch nur an einer Scheibe beschrieben werden, da diese bei allen Scheiben
dieselbe ist.
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Das untere Ende q. der Scheibe i endet in einer entsprechend großen
Öffnung 6 in einem Sammelbehälter 5. Ein Rohr oder eine Rinne 7 ist über der Oberfläche
der Scheibe i und zwischen ihrer oberen und unteren Kante angeordnet: Die Rinne
7 befindet sich in einigem Abstand von der Oberfläche der Scheibe i, so daß die
gesamte Flüssigkeit o. dgl., welche durch die Öffnung 8 in der Rinne ausfließt,
in Form eines zusammenhängenden Bandes auf die Oberfläche der Scheibe i niederströmt.
Um zu verhindern, daß diese Wasserbänder sich vor dem Auftreffen auf die Scheiben
i, 15, 16, 17 und 18 verengen, werden durchsichtige Platten 27, beispielsweise
aus Gelluloid, zwischen den Rinnen 7 und den entsprechenden Platten i, 15, 16, 17
und 18 angeordnet,. so da.ß die Wasserbänder an den Vorderseiten. dieser Celluloidplatten.27
herabrieseln. Infolgedessen werden die Wasserbänder während ihres Weges von den
Zuflußrinnen bis zu den schräg gestellten Scheiben gezwungen sein, ihre volle Breite
stets beizubehalten. Die Platten 27 sind durchsichtig und nicht sichtbar, wenn $ie
Flüssigkeit darüber hinwegfiießt. Die Rinne 7 ist an beiden Seiten mit. Zuflußleitungen
9 und i o verbunden, welche ihrerseits mit der Ausflußöfinung i i an der Pumpe 12
in Verbindung
stehen. Die Eintrittsöffnung 13 in die Pumpe 12 -
ist durch ein ,Rohr 14 mit dem Sammelbehälter 5 in Verbindung gebracht. Die Pumpe
ist in einem Gehäuse i9 unter der Grundplatte 3 angeordnet. Die Schaustellvorrichtung
ist in erster Linie für Flüssigkeiten bestimmt. Sie kann aber auch nach entsprechenden
Änderungen für andere Stoffe verwandt werden.
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Jede der durchsichtigen Scheiben 1, 15, 16, 17 und 18 ist mit einer
solchen Rinne 7, einem Sammelbehälter q. und den zugehörigen Rohrleitungen versehen.
Bei jeder Scheibe je-
doch sind diese Rohrleitungen mit gesonderten Pumpen
12, 20, 21, 22 und 23 in Verbindung gebracht. Eine gesonderte Betriebsvorrichtung
für jede Scheibe ist deshalb notwendig, damit sich nicht etwa verschiedene Flüssigkeiten
miteinander mischen können. Sämtliche Pumpen 12, 20, 21, 22 und 23 erhalten ihren
Antrieb von einer gemeinsamen Welle 24 aus, die durch einen Elektromotor 25 in Umdrehung
versetzt wird, so daß sämtliche Pumpen gleichmäßig arbeiten und die Flüssigkeiten
gleichmäßig über die Scheiben fortlaufen.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wenn der Motor 25
Lind damit die Pumpen zu arbEiten beginnen, wird die Flüssigkeit aus jedem einzelnen
der Sammelbehälter heraus- und zu den entsprechenden Rinnen heraufgepumpt. Die aus
'diesen ausfließende Flüssigkeit strömt als zusammenhängendes Flüssigkeitsband zunächst
senkrecht bis zum Auftreffen auf die durchsichtige Scheibe und dann schräg über
diese herab, bis sie in den betreffenden Sammelbehälter zurückgelangt, von wo der
Kreislauf aufs neue beginnt. Das Flüssigkeitsband zwischen der Rinne und der Scheibe
sowie die Flüssigkeitsschicht auf der Scheibe selbst bildet für das Auge infolge
der Reinheit, Klarheit und Durchsichtigkeit des sich bewegenden Flüssigkeitsstromes
einen überraschenden Anblick. Besonders geeignet ist die beschriebene Vorrichtung
zur Schaustellung von Ölen verschiedener Art, um die Unterschiede in der Viskosität,
Farbe u. dgl. zu zeigen. In diesem Falle läßt man über die einzelnen Scheiben verschiedene
Ölarten laufen, um die Farbenunterschiede zwischen den verschiedenen Arten recht
deutlich zu machen. Die Farbe der über die Scheiben laufenden Flüssigkeiten wird
schließlich noch mehr hervorgehoben, wenn man die Scheiben mittels elektrischer
Birnen 26 o. dgl. von der Unterseite her beleuchtet, wobei insbesondere opalisierendes
Glas eine gleichmäßige Beleuchtung der ganzen Scheibenfläche ermöglicht.