DE4302908C2 - Verfahren zur Ermittlung kritischer Fehler insbesondere für ein Kommunikationssystem und eine nach diesem Verfahren arbeitende Schaltungsanordnung - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung kritischer Fehler insbesondere für ein Kommunikationssystem und eine nach diesem Verfahren arbeitende SchaltungsanordnungInfo
- Publication number
- DE4302908C2 DE4302908C2 DE19934302908 DE4302908A DE4302908C2 DE 4302908 C2 DE4302908 C2 DE 4302908C2 DE 19934302908 DE19934302908 DE 19934302908 DE 4302908 A DE4302908 A DE 4302908A DE 4302908 C2 DE4302908 C2 DE 4302908C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- error
- time interval
- threshold
- threshold value
- events
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING; CALCULATING OR COUNTING
- G06F—ELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
- G06F11/00—Error detection; Error correction; Monitoring
- G06F11/07—Responding to the occurrence of a fault, e.g. fault tolerance
- G06F11/0703—Error or fault processing not based on redundancy, i.e. by taking additional measures to deal with the error or fault not making use of redundancy in operation, in hardware, or in data representation
- G06F11/0751—Error or fault detection not based on redundancy
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C25/00—Arrangements for preventing or correcting errors; Monitoring arrangements
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/08—Indicating faults in circuits or apparatus
-
- G—PHYSICS
- G06—COMPUTING; CALCULATING OR COUNTING
- G06F—ELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
- G06F11/00—Error detection; Error correction; Monitoring
- G06F11/07—Responding to the occurrence of a fault, e.g. fault tolerance
- G06F11/0703—Error or fault processing not based on redundancy, i.e. by taking additional measures to deal with the error or fault not making use of redundancy in operation, in hardware, or in data representation
- G06F11/0751—Error or fault detection not based on redundancy
- G06F11/0754—Error or fault detection not based on redundancy by exceeding limits
- G06F11/076—Error or fault detection not based on redundancy by exceeding limits by exceeding a count or rate limit, e.g. word- or bit count limit
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Theoretical Computer Science (AREA)
- Quality & Reliability (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Debugging And Monitoring (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1
bzw. eine Schaltungsanordnung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9.
Komplexe elektronische Systeme, insbesondere rechnergesteuerte Kommunikationssysteme
müssen normalerweise ständig betriebsbereit sein. Die systemzugehörige Sicherheitstechnik hat
die Aufgabe, diesen hohen Grad an Verfügbarkeit insbesondere auch im Störungsfall zu gewähr
leisten. Mit geeigneten Maßnahmen hat sie dafür zu sorgen, daß Fehler baugruppengenau lo
kalisiert und rasch behoben werden. Dadurch werden die Auswirkungen einer Störung auf ein
Minimum beschränkt. Ferner sollen Störungen an das Wartungspersonal gemeldet werden. Die
Funktionsweise der Sicherheitstechnik für das ISDN-Kommunikationssystem HICOM der Sie
mens AG ist z. B. aus H. Thomas und K. Wehrend, "Betriebs-Software des ISDN-Kommunikati
onssystems HICOM", veröffentlicht in "ISDN im Büro-HICOM", Siemens AG, Berlin und München
1985, ISBN 3-8009-3846-4, Seiten 95-106 bekannt.
Die sicherheitstechnischen Verfahren sind in drei Teilkomplexe gegliedert
- - Fehlererkennung,
- - Fehleranalyse und
- - Fehlerbehandlung.
Funktionswichtige Bereiche des Systems, die durch Software nicht erreicht werden können oder
bei denen es auf rasche Reaktionen ankommt, werden dabei oft durch Hardware-Überwa
chungsschaltungen gesichert. Weitere Bereiche werden vorzugsweise durch Prüfprogramme
gesichert, die als "nicht betriebsstörende" Hintergrundtests für die regelmäßige Prüfung der
Hardware-Funktionen des Systems sorgen. Diese Prüfprogramme werden durch Prüfaufträge
aktiviert, die periodisch von einer Routineprüfsteuerung oder gezielt durch eine Selbstdiagnose
einheit oder das Wartungspersonal erteilt werden. Die Prüfaufträge sind gemäß der Hardware-
Architektur des Systems hierarchisch gegliedert. So ist es möglich, mit jeweils nur einem Auftrag
einzelne Hardware-Elemente oder größere Bereiche prüfen zu lassen.
Durch die Fehleranalyse wird festgestellt, ob ein Fehler nur sporadisch oder konstant auftritt.
Ferner wird der Ort des auftretenden Fehlers und dessen Ursache bestimmt. Die Maßnahmen,
die durch die Fehleranalyse eingeleitet werden, sind vom Ergebnis der vorausgegangenen Feh
lerdiagnose abhängig. Sie reichen von der bloßen Störstatistikzählung über Sperr- und Um
schalteaufträge bis zu Recovery-Maßnahmen in ihren verschiedenen Stufen. Dadurch ist es
möglich auf jede Störung angemessen zu reagieren.
Es ist daher wesentlich, zwischen den verschiedenen Fehlerarten genau unterscheiden zu kön
nen. Durch einen Schwellwert, der jedem zu berücksichtigenden Fehlerereignis zugeordnet wird,
kann z. B. festgelegt werden, nach wieviel gleichartigen Fehlerereignissen besondere Maßnah
men zu ergreifen sind. D.h., vor dem Überschreiten des Schwellwerts wird der Fehler als unkri
tisch und nach dem Überschreiten des Schwellwerts wird der mehrfach aufgetretene Fehler als
kritisch eingestuft und entsprechende Maßnahmen werden ergriffen.
Für kritische Fehler können z. B. die nachfolgend genannten Recovery-Maßnahmen vorgesehen
sein, durch die das System, abgestuft von einem Neustart eines einzelnen Moduls bis zum Neu
start des gesamten Systems in einen definierten Zustand gebracht wird:
- - Soft-Restart,
- - Modul-Hard-Restart,
- - Modul-Reload,
- - System-Hard-Restart,
- - System Reload.
Aus der EP 0 254 115 B1 ist bekannt, Fehlerinformationen aufzunehmen, zu ordnen, zu verarbeiten
und weiterzuleiten. Aus der DE 32 35 882 A1 ist bekannt, alle zum Aufbau eines Verbindungsweges verwendeten Daten in einem Zwischenspeicher abzulegen und beim Auftreten eines
im Zusammenhang mit diesem Verbindungsaufbau auftretenden Fehlers zum Zweck der Fehleranalyse
wieder abzurufen. Aus der DE 35 06 945 A1 ist bekannt, Fehler zu identifizieren, die mit
einer Häufigkeit auftreten, die über einem festgelegten Schwellwert liegt.
Diese Fehlerunterscheidung ist jedoch oft ungenügend, da auftretende Fehler den Schwellwert
vielfach nicht überschreiten, sich jedoch während längerer Zeit knapp unterhalb des Schwellwertes
bewegen. Derartige Fehler sind oft kritischer als Fehler, die den Schwellwert nur einmal kurz
überschreiten und dann während langer Zeit nur noch sporadisch auftreten. Diese Fehler könnten
gemäß der DE 35 06 945 A1 lokalisiert werden, indem alle eintreffenden Fehlerinformationen
gesammelt, in einer Speichervorrichtung abgelegt und zu einer nachträglichen Auswertung bereitgehalten
werden. Diese Auswertung, die Auskunft über kritische Fehler geben könnte, kann jedoch
nur mit entsprechend großem materiellen und zeitlichen Aufwand durchgeführt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Schal
tungsanordnung anzugeben, durch die sich alle systemkritischen Fehler mit geringem Aufwand
ermitteln lassen.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil der Patentansprüche 1 bzw. 9 angegebenen
Maßnahmen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen
angegeben.
Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt die Ermittlung aller systemkritischen Fehler, für die be
sondere wartungstechnische Maßnahmen, z. B. eine der obengenannten Recovery-Maßnah
men, vorgesehen sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Darin ist
ein im normalen Betriebszustand befindliches System SUT gezeigt, das einerseits über eine Ver
bindungsleitung LK mit weiteren Systemen, z. B. Servern, Vermittlungszentralen, Anschlußgrup
pen, Rechnersystemen oder Endgeräten und andererseits über Daten- und Befehlsleitungen mit
sicherheitstechnischen Einheiten SORT, EV und CORR verbunden ist. Das System SUT, das ver
schiedene Module oder Resourcen R1, . . . , Rn aufweist, unterliegt dabei einer dauernden Prüfung.
In Kommunikationssystemen werden insbesondere Resourcen R überprüft, die den vermittlungs
technischen Betrieb blockieren können, falls diese beim Verbindungsauf- oder -abbau fälschli
cherweise nicht freigegeben werden bzw. grundlos belegt sind. Von den Resourcen R abgege
bene Fehlermeldungen werden der Einheit SORT zugeführt, in der die Fehlermeldungen nach
vorgegebenen Kriterien (z. B. Art und Ursprung des Fehlers) gegliedert und der Einheit EV zuge
führt werden. In der Einheit EV ist für jede der sortierten Fehlermeldungen A, B, C, D eine Stufe
STA vorgesehen, in der ein Ereigniszähler EC, ein Zeitgeber TR und ein Schwellwertspeicher TH
mit einer Auswerteschaltung BMS verbunden sind, die einen mit der Einheit EC sowie mehrere
mit der Einheit CORR verbundene Ausgänge aufweist. Die Einheit CORR ist ferner mit der Einheit
SUT und ebenso wie die Einheit SORT mit einem Drucker D verbunden.
Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung funktioniert wie folgt:
Für jede der Stufen STA wird entsprechend dem überwachten Fehler ein Schwellwert und ein
Zeitintervall festgelegt und in den Schwellwertspeicher TH bzw. den Zeitgeber TR eingespeichert.
Durch den Ereigniszähler EC wird dabei jeweils die Anzahl auftretender Fehlerereignisse gezählt.
Durch die Auswerteschaltung BMS wird dabei kontrolliert, ob der Inhalt des Ereigniszählers EC
den vorgegebenen Schwellwert überschreitet. Nach dem Überschreiten des Schwellwerts, sofort
oder erst nach Ablauf eines durch den Zeitgeber bestimmten Zeitintervalls, wird dies an die Ein
heit CORR gemeldet. Falls nach Ablauf eines Zeitintervalls der Schwellwert nicht überschritten
wird, wird durch die Auswerteschaltung BMS festgestellt, wie weit der Wert des Ereigniszählers
EC vom Schwellwert abweicht. Falls die Anzahl Ereignisse die Hälfte des Schwellwerts nicht
übersteigt, wird der Ereigniszähler EC zu Beginn des neuen Intervalls durch die Auswerteschal
tung BMS auf Null gesetzt. Falls die Anzahl Ereignisse die Hälfte des Schwellwerts jedoch über
steigt, wird der Inhalt des Ereigniszähler EC nicht auf Null gesetzt, sondern um die Differenz zwi
schen dem Schwellwert und der im abgelaufenen Intervall festgestellten Anzahl Ereignisse redu
ziert. Bei einem Schwellwert von zehn würde bei fünf oder weniger tatsächlich auftretenden Er
eignissen der Ereigniszähler EC immer auf Null zurückgesetzt. Bei sechs Ereignissen würde er
auf zwei (6-(10-6)), bei sieben Ereignissen auf vier (7-(10-7)), bei acht Ereignissen auf sechs
(8-(10-8)) und bei neun Ereignissen auf acht (9-(10-9)) zurückgesetzt. Durch dieses System
werden Fehlerzahlen, die sich während mehreren Intervallen nahe dem Schwellwert bewegen,
stärker gewichtet. Falls im obenangeführten Beispiel (Schwellwert = 10) in drei aufeinanderfol
genden Intervallen jeweils eine Fehlerzahl von sechs auftritt, wird innerhalb bzw. nach Ablauf des
dritten Intervalls das Auftreten eines kritischen Fehlers an die Einheit CORR gemeldet, obwohl
während jedes Intervalls tatsächlich nie mehr als neun Fehler aufgetreten sind. Bei Ablauf des
ersten Intervalls weist der Ereigniszähler EC nämlich einen Inhalt von sechs (0 + 6), zu Beginn
des zweiten Intervalls einen Inhalt von zwei (6-(10-6)), bei Ablauf des zweiten Intervalls einen
Inhalt von acht (2 + 6), zu Beginn des dritten Intervalls einen Inhalt von sechs (8-(10-8) und bei
Ablauf des dritten Intervalls einen Inhalt von zwölf (6 + 6) auf, wodurch der Schwellwert über
schritten wird.
Ferner kann festgelegt werden, daß die Anzahl der Ereignisse, die im abgelaufenen Zeitintervall
aufgetreten sind, weniger stark gewichtet werden soll. Zu diesem Zweck kann der Wert, mit dem
zu Beginn des nächsten Zeitintervalls mit der Zählung der Fehlerereignisse begonnen wird, ent
sprechend der Anzahl Fehlerereignisse gewählt werden, um die die Hälfte des Schwellwerts
während des abgelaufenen Zeitintervalls überschritten wurde. D.h., bei einem Schwellwert von
zehn würde bei fünf oder weniger tatsächlich auftretenden Ereignissen der Ereigniszähler EC
immer auf Null zurückgesetzt. Bei sechs Ereignissen würde er auf eins (6 - (10 : 2)), bei sieben
Ereignissen auf zwei (7-(10 : 2)), bei acht Ereignissen auf drei (8-(10 : 2)) und bei neun Ereig
nissen auf vier (9-(10 : 2)) zurückgesetzt. Falls im obenangeführten Beispiel (Schwellwert = 10)
in aufeinanderfolgenden Intervallen jeweils wieder eine Fehlerzahl von sechs auftritt, wird inner
halb bzw. nach Ablauf des fünften Intervalls das Auftreten eines kritischen Fehlers an die Einheit
CORR gemeldet, obwohl während jedes Intervalls tatsächlich nie mehr als neun Fehler aufgetre
ten sind. Bei Ablauf des ersten Intervalls weist der Ereigniszähler EC nämlich einen Inhalt von
sechs (0 + 6), zu Beginn des zweiten Intervalls einen Inhalt von eins (6-(10 : 2)), bei Ablauf des
zweiten Intervalls einen Inhalt von sieben (1 + 6), zu Beginn des dritten Intervalls einen Inhalt von
zwei (7-(10 : 2)), bei Ablauf des dritten Intervalls einen Inhalt von acht (2 + 6), zu Beginn des
vierten Intervalls einen Inhalt von drei (8-(10 : 5)), bei Ablauf des vierten Intervalls einen Inhalt von
neun (3 + 6), zu Beginn des fünften Intervalls einen Inhalt von vier (9-(10 : 2)) und bei Ablauf des
fünften Intervalls einen Inhalt von zehn (4 + 6) auf, wodurch der Schwellwert erreicht wird. Nach
dieser Methode werden Fehlerraten, die sich nahe beim Schwellwert bewegen, mit einer größe
ren Verzögerung als mit der erstgenannten Methode erfaßt (plus zwei Intervalle). Dabei geht die
zu überschreitende Schwelle (Differenz von Schwellwert und Anfangsstand des Ereigniszählers
EC) für relativ hohe Ereigniszahlen bei der ersten Methode nahe gegen null und bei der zweiten
Methode gegen 50% des Schwellwertes. Bei der ersten Methode wird bei einem Schwellwert von
100 und der Anzahl in einem Intervall aufgetretenen Ereignisse von 99 der Ereigniszähler EC zu
Beginn des neuen Intervalls auf 98 gesetzt. Durch zwei im neuen Intervall auftretende Ereignisse
würde der Schwellwert daher erreicht. Die minimal zu überschreitende Schwelle würde daher nur
2% des Schwellwerts betragen. Bei der zweiten Methode wird bei einem Schwellwert von 100 und
der Anzahl in einem Intervall aufgetretenen Ereignisse von 99 der Ereigniszähler EC zu Beginn
des neuen Intervalls auf 49 gesetzt. Die minimal zu überschreitende Schwelle würde daher 51%
des Schwellwerts betragen. Bei der zweiten Methode muß die Anzahl Ereignisse nicht nur kurz,
sondern während längerer Zeit über 50% des Schwellwertes liegen, bevor ein Fehler als kritisch
erkannt wird.
Durch beide Methoden sind kritische Fehler daher erfaßbar, auch wenn sie den ursprünglich
festgelegten Schwellwert tatsächlich nie überschreiten. Das Auftreten kritischer Fehler zeigt nor
malerweise an, daß ein Hard- oder Softwaremodul des Systems SUT derart unzuverlässig
funktioniert, daß einfache Fehlerkorrekturmaßnahmen, die beim jeweiligen Auftreten des Feh
lers durch eine Wartungseinheit automatisch ausgeführt werden, ungenügend sind. Bei Syste
men, die im Tandembetrieb arbeiten, wird durch die Einheit CORR, der die kritischen Fehler
gemeldet werden, vorgesehen, daß die fehlerhafte Einheit außer Betrieb gesetzt und durch eine
identische Einheit ersetzt wird. Falls nach dem Austausch eines Moduls die gleiche Fehlermel
dung weiter auftritt, wird vorzugsweise vorgesehen, daß zwischen den identischen Einheiten
nicht weiter umgeschaltet wird. Statt dessen wird eine weitere Einheit ausgetauscht, die als Fehler
quelle in Frage kommt. Die Reihenfolge, in der der Austausch von Einheiten vorgesehen wird,
wird dabei vorzugsweise unter Berücksichtigung weiterer Fehlermeldungen festgelegt. Das Auf
treten eines kritischen Fehlers kann aber auch bedeuten, daß ein Softwaremodul unzuverlässig
arbeitet und der Revision bedarf. Es ist daher wesentlich, daß dem Wartungspersonal alle
wesentlichen Daten zuführbar sind. Zu diesem Zweck sind die Einheiten SORT und CORR mit
einem Drucker D oder einer anderen Ausgabeeinheit verbunden. Beim Ausfall bzw. Austausch
einer Einheit wird dies unverzüglich angezeigt. Ferner wird vorzugsweise beim erstmaligen Auf
treten eines Fehlers und nach dem Überschreiten des Schwellwerts eine Meldung ausgedruckt.
Dadurch können beim Vergleich mehrerer Fehlermeldungen und unter Berücksichtigung von
zeitlich bedingten Zustandsänderungen des Systems SUT Fehlerursachen leichter lokalisiert
werden. Zur gezielten Fehlersuche kann die Signalisierung nur für bestimmte Fehlerklassen und
Geräteeinheiten eingeschaltet werden. Ferner ist es sinnvoll, wenn der Fehler jeweils auch beim
mehrmaligen Übertreten des Schwellwerts angezeigt wird.
Claims (10)
1. Verfahren zur Ermittlung kritischer Fehler in elektronischen Systemen, bei dem Fehlermeldungen
nach vorgegebenen Kriterien sortiert werden und jedem berücksichtigten Fehlerereignis ein
einem Zeitintervall zugehöriger Schwellwert zugeordnet wird, nach dessen Überschreiten ein
Fehler als kritisch eingestuft und gemeldet wird, dadurch gekennzeichnet, daß, falls die Anzahl
der innerhalb eines Zeitintervalls auftretenden Fehlerereignisse kleiner als der Schwellwert ist, der
Wert, mit dem zu Beginn des nächsten Zeitintervalls mit der Zählung der Fehlerereignisse begonnen
wird, unter Berücksichtigung der während des letzten Zeitintervalls ermittelten Anzahl
Fehlerereignisse festgelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß falls die Anzahl der innerhalb
eines Zeitintervalls auftretenden Fehlerereignisse kleiner als die Hälfte des Schwellwerts ist, die
Zählung der Fehlerereignisse bei Beginn des nächsten Zeitintervalls wieder bei Null beginnt und
daß, falls die Anzahl der innerhalb eines Zeitintervalls auftretenden Fehlerereignisse größer als
die Hälfte, jedoch gleichzeitig kleiner als der ganze Schwellwert ist, der Wert, mit dem die Zäh
lung bei Beginn des nächsten Zeitintervalls beginnt, derart gebildet wird, daß die Differenz zwi
schen dem Schwellwert und der Anzahl Fehlerereignisse von dieser beim abgelaufenen Zeitinter
vall ermittelten Anzahl Fehlerereignisse subtrahiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wert, mit dem zu Beginn des
nächsten Zeitintervalls mit der Zählung der Fehlerereignisse begonnen wird, entsprechend der
Anzahl Fehlerereignisse gewählt wird, um die die Hälfte des Schwellwerts während dem abgelau
fenen Zeitintervall überschritten wurde.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwellwert und
das entsprechende Zeitintervall für jedes berücksichtigte Fehlerereignis festgelegt werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
als kritisch eingestufte Fehler einer Stufe (CORR) gemeldet wird, durch die korrektive Maßnah
men ergriffen oder Fehlermeldungen an das Wartungspersonal abgegeben werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
erstmalige Auftreten und das Auftreten des Fehlerereignisses gemeldet werden, durch das der
Schwellwert überschritten wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Fehler jeweils beim erst- und mehrmaligen Überschreiten des Schwellwerts angezeigt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 angewendet in einem Kommunikationssystem.
9. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer Einheit
(SORT), der die Fehlermeldungen eines zu testenden Systems (SUT) zugeführt werden und die
die erhaltenen Fehlermeldungen geordnet an eine zumindest einen Zeitgeber (TR) und zumindest
einen Schwellwertspeicher (TH) aufweisende Einheit (EV) abgibt, in der für jeden überwachten
Fehler ein Ereigniszähler (EC) vorgesehen ist, der mit einem Eingang einer Auswerteschaltung
(BMS) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausgang der Auswerteschaltung
(BMS) mit einem Eingang des Ereigniszählers (EC) verbunden ist, über den der Ereigniszähler
(EC) nach Ablauf eines Zeitintervalls jeweils auf einen Wert zurücksetzbar ist, der in der
den Zeitintervallen festgestellten Fehlerereignissen ermittelt wurde.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang der
Einheit (EV) bzw. die entsprechenden Ausgänge der Auswerteschaltung (BMS) mit einer Einheit
(CORR) verbunden sind, die mit dem zu testenden System (SUT) und/oder mit Ausgabeeinheiten
(D) verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
CH260792A CH684512A5 (de) | 1992-08-21 | 1992-08-21 | Verfahren zur Ermittlung kritischer Fehler insbesondere für ein Kommunikationssystem und eine nach diesem Verfahren arbeitende Schaltungsanordnung. |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE4302908A1 DE4302908A1 (de) | 1994-03-03 |
DE4302908C2 true DE4302908C2 (de) | 1995-07-20 |
Family
ID=4237572
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19934302908 Expired - Fee Related DE4302908C2 (de) | 1992-08-21 | 1993-02-02 | Verfahren zur Ermittlung kritischer Fehler insbesondere für ein Kommunikationssystem und eine nach diesem Verfahren arbeitende Schaltungsanordnung |
Country Status (2)
Country | Link |
---|---|
CH (1) | CH684512A5 (de) |
DE (1) | DE4302908C2 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE19532929A1 (de) * | 1995-09-06 | 1997-04-17 | Siemens Ag | Verfahren zur Verringerung von Alarmmeldungen in Lastsituationen |
Families Citing this family (11)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE19503314C1 (de) * | 1995-02-02 | 1996-06-20 | Sekurit Saint Gobain Deutsch | Für die Klebemontage vorgerüstete Glasscheibe, insbesondere Autoglasscheibe |
DE19752403C2 (de) * | 1997-11-26 | 2002-06-13 | Siemens Ag | Kommunikationssystem |
DE59910605D1 (de) * | 1998-12-21 | 2004-10-28 | Siemens Ag | Verfahren zum erfassen von in wenigstens einer elektrischen einheit, insbesondere einer vermittlungstechnischen einrichtung, auftretenden fehlern |
US6338152B1 (en) | 1999-10-28 | 2002-01-08 | General Electric Company | Method and system for remotely managing communication of data used for predicting malfunctions in a plurality of machines |
MXPA02004194A (es) * | 1999-10-28 | 2002-10-17 | Gen Electric | Metodo y sistema para administrar remotamente la comunicacion de datos utilizados para pronosticar malos funcionamientos en una pluralidad de maquinas. |
US8490064B2 (en) | 2004-05-21 | 2013-07-16 | Oracle International Corporation | Hierarchical debug |
US7359831B2 (en) | 2004-05-21 | 2008-04-15 | Bea Systems, Inc. | Diagnostic context |
US7395458B2 (en) | 2004-05-21 | 2008-07-01 | Bea Systems, Inc. | Diagnostic instrumentation |
US7379849B2 (en) | 2004-05-21 | 2008-05-27 | Bea Systems, Inc. | Diagnostic image |
US7376534B2 (en) * | 2004-05-21 | 2008-05-20 | Bea Systems, Inc. | Watches and notifications |
US7895475B2 (en) | 2007-07-11 | 2011-02-22 | Oracle International Corporation | System and method for providing an instrumentation service using dye injection and filtering in a SIP application server environment |
Family Cites Families (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE3235882A1 (de) * | 1982-09-28 | 1984-03-29 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Verfahren zur pruefung des sprechwegekoppelnetzwerkes einer fernsprechvermittlungsanlage, insbesondere einer fernsprechnebenstellenanlage |
DE3506945A1 (de) * | 1985-02-27 | 1986-08-28 | Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München | Verfahren zum sammeln von ueberwachungsinformationen in uebertragungseinrichtungen und anordnung zur durchfuehrung des verfahrens |
EP0254115B1 (de) * | 1986-07-23 | 1991-07-24 | Siemens Aktiengesellschaft | Modular strukturiertes ISDN-Kommunikationssystem mit Bildung und Anzeige von Fehlertexten |
-
1992
- 1992-08-21 CH CH260792A patent/CH684512A5/de not_active IP Right Cessation
-
1993
- 1993-02-02 DE DE19934302908 patent/DE4302908C2/de not_active Expired - Fee Related
Cited By (2)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE19532929A1 (de) * | 1995-09-06 | 1997-04-17 | Siemens Ag | Verfahren zur Verringerung von Alarmmeldungen in Lastsituationen |
DE19532929C2 (de) * | 1995-09-06 | 1999-04-15 | Siemens Ag | Verfahren zur Verringerung von Alarmmeldungen in Lastsituationen |
Also Published As
Publication number | Publication date |
---|---|
CH684512A5 (de) | 1994-09-30 |
DE4302908A1 (de) | 1994-03-03 |
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
EP0318768B1 (de) | Logikanalysator | |
DE4302908C2 (de) | Verfahren zur Ermittlung kritischer Fehler insbesondere für ein Kommunikationssystem und eine nach diesem Verfahren arbeitende Schaltungsanordnung | |
DE4317729A1 (de) | Programmierbare Steuereinheit | |
DE3322509C2 (de) | ||
DE2262476C2 (de) | Schaltungsanordnung zur automatischen Vorweg-Fehlersuche in einer an einer zentralen Verarbeitungseinheit angeschlossenen peripheren Einrichtung | |
DE2418650C2 (de) | Einrichtung zur Prüfung und Überwachung von Stromversorgungseinrichtungen | |
DE19847986C2 (de) | Einzelprozessorsystem | |
EP0429972B1 (de) | Einrichtung und Verfahren zur Überwachung einer Navigationsanlage | |
EP0024045A1 (de) | Prüfeinrichtung zur Fehldiagnose in Mehrrechner-Systemen, insbesondere in Multimikrocomputer-Systemen | |
EP0151810A2 (de) | Verfahren und Schaltungsanordnung zum Prüfen eines Programms in Datenverarbeitungsanlagen | |
DE2728942B1 (de) | Verfahren zur automatischen Fehlerortsbestimmung in aus jeweils mindestens einer zentralen und mehreren dezentralen Einrichtungen bestehenden Fernmeldeanlagen,insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen | |
EP0425897B1 (de) | Verfahren zum Betrieb eines Steuerungssystems | |
DE2460289C3 (de) | Datenverarbeitendes System, insbesondere Fernsprechvermittlungssystem | |
DE1537821C3 (de) | Schaltungsanordnung zur Überwachung der Funktionsfähigkeit von zentralen Einrichtungen, insbesondere für Fernsprechvermittlungsanlagen | |
DE4004750C2 (de) | ||
DE2621356C3 (de) | Vorrichtung zur Erfassung von Betriebszuständen für Fertigungseinrichtungen | |
EP0271773B1 (de) | Verfahren und Anordnung zum Erkennen und Melden von fehlerhaften, Datenmultiplexer steuernden Steuersignalen in integrierten Schaltungsbausteinen | |
DE3538315A1 (de) | Pruefeinrichtung zur feststellung von kurzschluessen zwischen leitungen eines leitungsbuendels | |
EP0874295B1 (de) | Verfahren und System zur chronologischen Sortierung von Prozesssignalen einer technischen Anlage | |
DE2048473C3 (de) | Mit einem Hauptdatenrechner verbundener Fehlerdatenrechner geringerer Leistungsfähigkeit | |
DE2633986C3 (de) | Verfahren zum Prüfen von Leitungsvielfachen in zentral gesteuerten Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen | |
DE3732973A1 (de) | Schaltungsanordnung zur fehlerueberwachung zweier rechenergebnisse eines mikroprozessors | |
DE2002166A1 (de) | Einrichtung zur Pruefung des Programmablaufs in einer programmgesteuerten Datenverarbeitungsanlage | |
DE2616186A1 (de) | Verfahren zur pruefung des speicherteils einer steuereinrichtung fuer eine vermittlungsanlag, insbesondere fernsprechvermittlungsanlage | |
DE3708055A1 (de) | Sicherheitsschaltwerk mit mehreren dieselben daten verarbeitenden mikrocomputern |
Legal Events
Date | Code | Title | Description |
---|---|---|---|
OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
D2 | Grant after examination | ||
8364 | No opposition during term of opposition | ||
8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |