DE416077C - Einrichtung zur Verhinderung des Achsschubes von Dampfturbinen - Google Patents
Einrichtung zur Verhinderung des Achsschubes von DampfturbinenInfo
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Links
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D21/00—Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for
- F01D21/14—Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for responsive to other specific conditions
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 23. JUL11925
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- JVe 416077 -KLASSE 14 c GRUPPE 14
(A 42J04 IJI4C)
Die Kammlager von Dampfturbinen sind im allgemeinen so bemessen, daß sie den
gewöhnlichen Betriebsbedingungen von NuIlbis Überlast und auch dem Auspuffbetrieb
genügen. Gleichdruckturbinen benötigen dabei keine besonderen Achsschubausgleichvorrichtungen,
während Überdruckturbinen solche in der Form von Ausgleichkolben oder gegengeschalteten Beschauflungsabschnitten
ίο aufweisen. Das natürliche oder künstliche Achsschub-Gleichgewicht kann jedoch bei
beiden Turbinenarten durch verschiedene Umstände gestört werden. So z. B. kann eine .Verschmutzung
der Laufschaufeln eintreten, welche die Schaufelquerschnitte verengt und dadurch das Gleichgewicht stört. Eine solche
Verengung der Schaufeln kann auch durch das Streifen der Schaufeln anläßlich einer Beschädigung
entstehen. Am gefährlichsten sind jedoch wegen ihrer Häufigkeit und Heftigkeit
die Wasserschläge als Ursache solcher Achsschub-Gleichgewichtsstörungen.
Alle diese Enddruckstörungen beruhen darauf, daß deren vorgenannte Ursachen eine
falsche Druckverteilung in der Beschauflung bewirken. Solange keine solche Störung
vorhanden ist, ändern sich die Drücke in der Beschauflung proportional der Belastung; in
diesem Falle wird z. B. eine Überdruckbeschauflung nach Abb. ι der Zeichnung, deren
Abschnitte α und b gegengeschaltet und so bemessen sind, daß sich ihre Enddrücke bei
irgendeiner Belastung ausgleichen, stets im Enddruck-Gleichgewicht sein, wie immer die
Belastung sein möge. Tritt jedoch beispielsweise ein Wasserschlag auf, so wird sich ein
Wasserring c bilden, der wegen seiner größeren Masse sich unter dem gleichen Druckgefälle
viel langsamer durch die Turbine bewegt als der Dampf. (Das Geschwindigkeitsverhältnis kann z.B. 1 : 10 sein.) Infolgedessen
wird sich der Dampf vor dem Wasserring stauen, dahinter dagegen rasch abfließen.
Es kann deshalb vor dem Wasserring der volle Frischdampfdruck und hinter ihm das volle Vakuum entstehen, wodurch ein
Enddruck auftreten kann, der eine Beschädigung des Kammlagers und damit unter Umständen
eine vollständige Schaufelzerstörung verursacht.
Dies soll die Erfindung verhindern, welche darin besteht, daß die Dampfdrücke mindestens
zweier verschiedener Stellen der Beschauflung auf die Regel- oder Sicherheitsorgane
der Turbine im Sinne des Schließens derselben wirken, sobald sich diese Drücke anders als proportional oder angenähert proportional
verändern.
Dies kann z. B. in der Weise erreicht werden, daß man nach Abb. 2 die Drücke der Stellend
und e auf einen Differentialkolben einwirken läßt, dessen entsprechende Flächen / und g
den Drücken proportional sind. Dieser Kolben wird bei normalen Betriebsverhältnissen
stets im Gleichgewicht sein und soll in diesem Fall durch die Federn h und^ i in der Mittellage
gehalten werden. Der mittlere Raum k sei beispielsweise mit dem Regelungsölsystem
verbunden, während die Räume / und tn mit dem Ablauf η verbunden sind. Auf diese
Weise wird durch jede Bewegung aus der Mittellage sofort Öl aus dem Regelungssystem abgelassen und dieses damit auf
Schließen beeinflußt.
Statt vermittels Ölgestänge könnte natürlich die Bewegung des Kolbens auch durch
ein mechanisches Gestänge auf den Regler oder andere Regelungsorgane übertragen werden;
auch könnte dieser statt Regelungsorgane Sicherheitsvorrichtungen, z. B. die Schnellschlußvorrichtung, beeinflussen.
Bei doppelendigen Turbinen, deren Beschaufhmgen parallel arbeiten, können auch
zwei gleiche Drücke zu Regelungszwecken nach Abb. 3 verwendet werden, wobei dann
natürlich auch die Kolbenflächen dieselben sind.
Man kann nach Abb. 1 auch drei Drücke auf einen Kolben wirken lassen, so daß z. B.
die Verschmutzung irgendeines Schaufelteils durch die Beeinflussung der zwei zunächstliegenden
Druckstellen auf die Sicherheitsvorrichtung einwirkt.
Die bei der Einwirkung auf den Regler eintretende Schließbewegung der Ventile
vermindert die durchströmende Dampfmenge und damit sämtliche Dampfdrücke in der Turbine. Dadurch werden auch die Druckunterschiede,
welche den Enddruck bewirken, kleiner und im Grenzfall, bei völliger Schließung
des Ventils, Null.
Die Verminderung der Drücke und damit der Enddrücke auf Null erreicht man plötzlich
statt allmählich, wenn man statt der Regelorgane die Sicherheitsorgane (Schnellschlußventil)
der Turbine betätigt. Dies hat jedoch den Nachteil, daß die Turbine nach Behebung
der Störung von Hand wieder in Betrieb gesetzt werden muß, während bei Einwirkung
auf den Regler dieser die Turbine nach Maß- go gäbe der Behebung der Störung selbsttätig
wieder belastet.
Claims (3)
1. Einrichtung zur Verhinderung des Achsschubes bei Dampfturbinen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dampfdrücke mindestens zweier verschiedener Stellen der Turbinenbeschauflung bei nicht proportionalen
oder bei nicht angenähert proportionalen Druckänderungen mittelbar oder unmittelbar auf die Regelungs- oder
Sicherheitsorgane der Turbine einwirken.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen
Beschauflungsdampfdrücke auf einen Differentialkolben wirken, der seinerseits die
Regelungs- oder Sicherheitsorgane der Turbine beeinflußt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Differentialkolben
bei normalen Verhältnissen in der Turbine durch Federkräfte in Mittellage
gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEA42704D DE416077C (de) | 1924-07-22 | 1924-07-22 | Einrichtung zur Verhinderung des Achsschubes von Dampfturbinen |
Applications Claiming Priority (1)
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DEA42704D DE416077C (de) | 1924-07-22 | 1924-07-22 | Einrichtung zur Verhinderung des Achsschubes von Dampfturbinen |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE416077C true DE416077C (de) | 1925-07-23 |
Family
ID=6933239
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEA42704D Expired DE416077C (de) | 1924-07-22 | 1924-07-22 | Einrichtung zur Verhinderung des Achsschubes von Dampfturbinen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE416077C (de) |
-
1924
- 1924-07-22 DE DEA42704D patent/DE416077C/de not_active Expired
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