DE4037013A1 - Bitumenmischung, insbesondere fuer kalt zu verarbeitende dachbelaege - Google Patents
Bitumenmischung, insbesondere fuer kalt zu verarbeitende dachbelaegeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bitumenmischung, insbesondere für
kalt zu verarbeitende Dachbeläge.
Die Verwendung von Bitumen und dessen Mischungen mit Elasto
meren für Dachbeläge ist bekannt und z. B. in der US-PS 41 96 115
beschrieben. In dieser Druckschrift sind Mischungen von
Bitumen und verschiedenen Copolymeren mit wünschenswerten
Mindesttemperatureigenschaften für Dachanwendungen beschrie
ben. Der Vorteil der Kaltverarbeitbarkeit zur Vermeidung der
Verarbeitung heißen Materials an einem Arbeitsplatz wie einem
Dach ist ebenso bekannt und z. B. in der US-PS 46 09 696
beschrieben. Nach dieser Druckschrift ist es bekannt, Bitumen
eine Kautschukemulsion zuzugeben, die verschiedene Lösungs
mittel enthält. Diese Emulsion soll die Viskosität des Bitu
mens verringern, so daß dieses unter Umgebungsbedingungen
spritzbar ist. In der US-PS 44 30 465 ist die Verwendung von
Cyclohexanon als zusätzliches Anti-Trennmittel in Bitumen
mischungen beschrieben, die zusätzlich Kohlenwasserstoffharze
aus Erdöl und hochverzweigte organische Amine enthalten.
Die Modifizierung kalter Bitumenmischungen ist durch ver
schiedene Verfahren durchgeführt worden. So wurden Bitumen
sorten mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften
vermischt, um die Eigenschaften wie Dehnung, Wiederverwert
barkeit und Wetterbeständigkeit zu verbessern. Zur Verstär
kung und Verbesserung des Fließwiderstandes wurden organische
und anorganische Füllstoffe zugesetzt. Es wurden sogar
Elastomere über ihre Lösung in aromatische und aliphatische
Kohlenwasserstofflösungen oder deren Verbindungen verwendet.
Gegenwärtig verwendete Lösungen mit Elastomerzusätzen haben
aber verschiedene Nachteile. Viele dieser Lösungen beein
trächtigen Gesundheit und Umwelt. Wegen der erforderlichen
Lösungsfähigkeit für Elastomere sind diese Lösungen leicht
entflammbar. Obwohl mit den Lösungen erfolgreich Elastomere
in Kaltmischungen eingeführt werden, haben ihre Verdunstungs
raten und ihre Verträglichkeit nicht generell echte Modifi
zierungen des ausgehärteten Bitumenfilms hinsichtlich Deh
nung, Wiederverwendbarkeit u. dgl. ermöglicht. Mischungen
verschiedener Elastomere in Heißbitumen haben in der Ver
gangenheit Schwierigkeiten ergeben. Die hohe Viskosität der
Lösungsstoffe erschwert die Anwendung der Mischung. Die
meisten Elastomere sind hitzeempfindlich, was eine sorgfäl
tige Kesselbeobachtung und Temperaturkontrolle erfordert. Der
hierdurch bedingte niedrige Temperaturanwendungsbereich er
möglicht es nicht, daß modifizierte Bitumen auf ausreichend
hohe Temperaturen zur Kompensation der kalten Geräte und
Umgebungstemperaturen zu bringen. Die Verwendung temperatur
beständiger Elastomere ist oft sehr teuer. Heißes Bitumen ist
ferner in hohen Geschäftsgebäuden nur schwer zu verarbeiten.
Die Verträglichkeit von Elastomeren in Bitumen ist proble
matisch, da die meisten Elastomere nur in ausgewählten Bitu
mensorten stabil sind. Die Anwendung offener Gasflammen bei
modifizierten Bitumenfilmen ist wegen der Versicherungsbe
dingungen und der Feuersicherheit in bestimmten Bezirken oft
verboten. In bekanntem Kaltbitumen verursacht die Wahl unge
eigneter Lösungsmittel entweder Unverträglichkeit bereits in
dem Behälter oder die Mischung, die nur eine kleine Menge von
Elastomeren zur Erzielung einer Verträglichkeit aufweist, ist
so, daß der ausgehärtete Film keine wirklich verbesserten
Eigenschaften hat.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Bitumenmischung
für Dachbeläge der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß sie preiswert herzustellen und einfach zu verarbeiten ist
und nach dem Aushärten die für einen Dachbelag erforderlichen
physikalischen und chemischen Eigenschaften aufweist.
Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung der Aufgabe durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Aus
gestaltungen der Erfindung werden in den abhängigen An
sprüchen beschrieben.
Es wurde herausgefunden, daß insbesondere für die Kaltverar
beitung ausgebildete Zusammensetzungen für Dachbeläge, die
Bitumen, einen copolymeren Elastomer und ein Lösungsmittel
für das Bitumen und den Elastomer enthalten, stark verbessert
werden durch die zusätzliche Verwendung von Cyclohexanon als
zusätzliches Lösungsmittel. Die sich hierdurch ergebende
Mischung hat gesteigerte Leistungseigenschaften hinsichtlich
Elastizität, Spannkraft, Handhabbarkeit, Haltbarkeit, Ver
wendbarkeit, Feuerwiderstand und Klebfähigkeit, woraus sich
ein hochwirksamer, lang haftender Dachbelag ergibt. Inerte
Füllstoffe und Fasern können zugeführt werden, was oft wün
schenswert ist.
Die Einführung von Cyclohexanon als zusätzliches Lösungs
mittel ermöglicht überraschenderweise eine wirksame und nahe
zu ideale Wechselwirkung zwischen Bitumen und Elastomeren im
ausgehärteten und nicht ausgehärteten Zustand des Klebers. Im
ungehärteten oder flüssigen Zustand solvatisiert Cyclohexanon
wirksam den Elastomer und das Bitumen und minimiert Phasen
trennungen, die auf Unverträglichkeiten zwischen den Lösungs
mitteln, Bitumen und Elastomeren beruhen. In dem aushärtenden
oder ausgehärteten Zustand steuert Cyclohexanon die Entwick
lung der Matrix des Elastomers durch den Bitumenklebstoff. Es
unterstützt die chemische und mechanische Bindung zwischen
dem Klebstoff und dem dünnen Film und Klebstoff und Träger
material aufgrund seiner Lösungsfähigkeit und Verdunstungs
rate. Die Verbindung dieser Eigenschaften ergibt die bereits
erwähnten Leistungsverbesserungen ohne daß die nachteiligen
Umwelt- und Gesundheitsschädigungen eintreffen, die mit an
deren Elastomer-Lösungsmitteln verbunden sind.
Cyclohexanon solvatisiert erfolgreich die elastischen Copoly
mere so, daß jedes eher in einer fein verteilten Lösung ver
bleibt als ein unverträgliches Gel oder eine Phasentrennung
bildet. Diese Auflösung ermöglicht eine gleichmäßige Ver
teilung der Elastomere in dem Bitumensystem. Bei Verdampfung
des zusätzlichen Lösungsmittels ergibt sich ein modifizierter
Bitumenfilm, Zement oder Klebstoff von gewünschter Dicke mit
maximalen und gleichmäßigen Eigenschaften, die eine ver
größerte Klebkraft, Elastizität, Wiederverwendbarkeit,
Kohäsionsfestigkeit u. dgl. zeigen. Der elastische Copolymer
gibt das zusätzliche Lösungsmittel mit Cyclohexanon eher ab
als das zusätzliche Lösungsmittel in einer gelartigen Struk
tur verbleibt. Zusätzlich unterstützt die starke Lösungskraft
von Cyclohexanon die Verbindung zwischen dem modifizierten
Bitumenfilm und dem modifizierten Zement oder der modifi
zierten Beschichtung.
Die Möglichkeit, den Elastomer in eine kalt aufzutragende
Schicht und/oder einen Zement eindringen lassen zu können,
beseitigt die meisten der oben genannten Probleme bei be
kannten Bitumenmischungen. Die Verwendung des zusätzlichen
Lösungsmittels Cyclohexanon erlaubt es, verschiedene Elasto
mere in solchen Mengen in Bitumen einzubringen, daß
elastische modifizierte Eigenschaften erzielt werden. Es
treten keine Verträglichkeits- oder Trennprobleme auf. Die
kalt aufzutragende Schicht oder der Zement können bei nied
rigen Temperaturen sicher benutzt und aufgetragen werden. Die
modifizierte kalt aufzutragende Beschichtung erlaubt es,
modifiziertes Bitumen auch in den Bezirken einzusetzen, wo
der Einsatz von Gasbrennern verboten ist und die Gebäudehöhe
die Anwendung flüssigen heißen Bitumens oder bekannten modi
fizierten Bitumens verbietet.
Das nach dieser Erfindung verwendete Bitumen kann irgendeine
der bekannten bituminösen Substanzen sein, die von verschie
denen Rohmaterialien stammen wie z. B. Erdöl, Schieferöl,
Kohleteer u. dgl. Bitumen ist eine dicke Viskosemischung von
Komponenten wie z. B. paraffinhaltigen, cycloaliphatischen
oder aromatischen Kohlenwasserstoffen und geringen Mengen von
heterozyklischen Verbindungen, die Schwefel, Stickstoff oder
Sauerstoff enthalten. Obgleich Bitumen aus natürlichen
Quellen gewonnen werden kann, wird es primär als Rückstand
der Erdöldestillation abgezogen, z. B. als Sumpfprodukt bei
der Vakuum-Destillation eines Topprückstandes. Obgleich diese
Erfindung nicht darauf beschränkt ist, wird ein Bitumen be
vorzugt, das ein Eindringvermögen nach ASTM D5 bei 55°F von
30 dmm bis 300 dmm und vorzugsweise von 50 dmm bis 200 dmm
hat und so allgemein mit den in ASTM D 312, D 946 und/oder D
449 festgelegten Spezifikationen übereinstimmt.
Das Bitumen wird in einem Gewichtsanteil von 20% bis 90%
bezogen auf die Gesamtmischung verwendet, vorzugsweise in
einem Bereich von 35% bis 55%.
Als copolymeres Elastomer kann eine große Anzahl dieser Ma
terialien verwendet werden, die bekannt sind. Der Gewichts
anteil des Elastomers beträgt 1% bis 30%, vorzugsweise 3% bis
10%, jeweils bezogen auf die Gesamtmischung. Typische Bei
spiele für diese Elastomere sind SBS (Styrol-Butadien-
Styrol), EPR′s, EPDM′s, Butylverbindungen, SIS, SEBS und/oder
Mischungen von diesen.
Die Wahl synthetischer Elastomere anstatt oder neben natür
lichem Kautschuk und SBR′s (Styrol-Butadien-Copolymere) er
möglicht entscheidend verbesserte Leistungseigenschaften des
getrockneten Films bei Verdunstung des zusätzlichen Lösungs
mittels, größere Spannkraft, Elastizitäten, Klebkraft und
Kohäsionskraft und eine niedrigere Einfriertemperatur.
Die dritte Komponente ist das Lösungsmittel. Jedes aus der
Anzahl bekannter aromatischer oder aliphatischer organischer
Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel gewählte Lösungsmittel oder
eine Kombination von diesen ist imstande, Bitumen und min
destens einen Teil des Elastomers z. B. möglicherweise eine
Komponente des Copolymers zu solvatieren. Das Lösungsmittel
soll mit Cyclohexanon mischbar und verträglich sein. Typische
Lösungsmittel enthalten ohne hierauf beschränkt zu sein
Leichtbenzin, Kerosen, Heizöl, Erdöl, VM Naphtha, usw. Die
Lösungsmittel sollen nicht entflammbar, nicht mit Radio
isotopen versetzt, nicht photochemisch aktiv und nicht um
weltgefährdend sein.
Das Lösungsmittel wird in einer Menge verwendet, daß der
Gewichtsanteil zwischen 0% bis 30% bezogen auf die Gesamt
mischung beträgt. Bevorzugt ist der Bereich von 10% bis 25%
Gewichtsanteil an der Gesamtmischung.
Zum Eindicken und/oder zur Verstärkung können bekannte Kleb
stoffe, inerte organische und/oder anorganische Füllstoffe
zugegeben werden. Sie werden in einer Menge verwendet, die 0%
bis 30% Gewichtsanteil an der Gesamtmischung beträgt. Bevor
zugt ist der Bereich von 2% bis 10% Gewichtsanteil an der
Gesamtmischung. Typische inerte Füllstoffe sind Ton, Kalzium
carbonat, Talk u. dgl.
Fasern können ebenfalls vorteilhaft in einer Menge ent
sprechend eines Gewichtsanteils von 0% bis 20% bezogen auf
die Gesamtmischung zugeführt werden, vorzugsweise beträgt der
Gewichtsanteil 2% bis 10%. Es können bekannte organische oder
anorganische Fasern wie Asbestfasern, Kunststoffasern, Zell
stoffasern u. dgl. verwendet werden.
Geringe Mengen inerter Verdünnungen oder Streckmittel können
der Mischung ebenfalls beigesetzt werden, ohne daß dies die
erfindungsgemäße Mischung und deren gesamte Leistungseigen
schaften nachteilig berührt. Die Lösungsmittelmischung kann
andere geringe Mengen von Lösungsmitteln wie chlorierte oder
aromatische od. dgl. Lösungsmittel enthalten und eine
tertiäre oder größere Lösungsmittelmischung bilden, die die
selben oder verbesserte Eigenschaften ergibt. Andere Lösungs
mittel können aus Kostengründen beigesetzt werden, um die
Aushärtungszeit zu verändern oder den Feuerwiderstand des
ausgehärteten Films zu verbessern.
Die Viskositäten der mit Klebstoff versehenen Beschichtungs
mischungen sollten bei 77° F zwischen 25 bis 400 Stormer-
Sekunden je 100 Umdrehungen unter 450 Gramm Arbeitslast be
tragen, wie es nach ASTM D 4479-85 zu testen ist. Zement
sollte bei 770 F eine Konsistenz im Bereich von 150 bis 400
dmm haben, wie es nach ASTM D 5-86 ausgewertet werden kann,
wobei eine Standard-Fettkonusnadel mit einer totalen Arbeits
last von 150 Gramm für eine Zeitdauer von 5 Sekunden einge
setzt wird.
Ein deutlicher Vorteil ist es, daß diese zusätzliche Lösungs
mittelmischung in üblichen Mischeinrichtungen hergestellt
werden kann. Es ist also nicht notwendig, erhöhte Tempera
turen, Schermischer, pulverisierte Elastomere oder kosten
aufwendige oder verbesserte Mischeinrichtungen vorzusehen.
Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung der erfindungsge
mäßen Mischung besteht aus folgenden Schritten:
- 1. Das zusätzliche Lösungsmittel und Elastomere werden in einen Mischer geeigneter Größe für die gesamte Mischung eingebracht und gemischt oder umgewälzt, bis die Elasto mere aufgelöst sind.
- 2. Es wird Verschnittbitumen zugefügt, das in Leichtbenzin, Heizöl od. dgl. gelöst ist. Das Verschnittbitumen wird gut eingemischt oder umgewälzt.
- 3. Der Mischung werden Verstärkungsfasern und/oder Füllstoffe oder Streckmittel zugefügt.
- 4. Soweit erforderlich werden andere gewünschte Komponenten der Mischung zugefügt.
Variationen des bevorzugten Verfahrens sind möglich und kön
nen in folgendem bestehen:
- - Mischen des Elastomers und Cyclohexanons als Zuschlag oder Zusatz und Zuführen der vorbereiteten Mischung von Bitumen, Lösungsmittel und anderen Bestandteilen.
- - Nutzung von Bitumen, das vollständig in Cyclohexanon gelöst ist und Zugabe der Elastomere direkt in diese Verschnitt bitumenmischung.
- - Feinstverteilung des Elastomers in verträgliches heißes Bitumen mit nachfolgender Auflösung der Dispersion in Cy clohexanon oder einer Zusatzlösungsmittel-Mischung, die Cyclohexanon enthält. Die zurückgebliebenen Bestandteile werden dazugegeben. Geringe verbessernde Bestandteile können in jeder Stufe zugegeben werden, vorzugsweise in der ersten.
Abhängig von den gewählten Elastomeren und dem gewählten
Bitumen wird die sich ergebende Mischung folgende Eigen
schaften zeigen:
- a) Dehnung übersteigt 100%,
- b) Rückstellvermögen nach einer aufrechterhaltenden Deh nung für eine Stunde ist größer als 95%,
- c) Verbesserung der Kalttemperaturflexibilität (niedrige Einfriertemperaturen),
- d) Verbesserung der Klebkraft,
- e) Vergrößerung des Anwendungsbereichs,
- f) Verbesserung der Hochtemperatureigenschaften bei einer Dachhöchsttemperatur von 120 bis 180°F bezüglich Kleb kraft, Spannkraft u. dgl.
Das Verfahren der Anwendung des Bitumens auf einem Dach ist
bekannt und wird hier nicht näher erläutert.
Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von
Ausführungsbeispielen beschrieben, die das Verständnis für
die Erfindung erleichtern.
Ein modifizierter Bitumenkleber wurde gemischt mit einem
SBS-Elastomer, Cyclohexanon, AC-20 Bitumen, Leichtbenzin,
asbestfreien Fasern entsprechend der physikalischen Beding
ungen gemäß ASTM D 4479-85. Die asbestfreie Bitumendachbe
schichtung erbrachte bei einer empfohlenen Verbrauchsmenge
von 3/4 Galone je 100 ft2 eine Überdeckungsstärke, die gleich
oder größer als bei bekannten kalt zu verarbeitenden Klebern,
heißem Flüssigbitumen oder heiß angewandten geschweißten
Bändern war.
Ein modifizierter Bitumen-Leuchtzement wurde mit einem SBS-
Elastomer, Cyclohexanon, AC-20-Bitumen, Leichtbenzin, asbest
freien Fasern und einem inerten Füllstoff gemischt, wobei die
physikalischen Vorschriften gem. ASTM D 4589-86, asbestfreier
Dachbitumenzement, eingehalten wurden. Der ausgehärtete Ze
ment wies eine bessere Klebkraft und Flexibilität auf, ins
besondere wenn verschiedene Materialien zugeführt wurden. Der
Widerstand gegen Rißbildung bei kalten Temperaturen war
stark verbessert.
Eine modifizierte Bitumen-Betonfugendichtungsmasse und/oder
Mastix wurde gemischt mit einem SBS-Elastomer, Cyclohexanon,
AC-20-Bitumen, Leichtbenzin, asbestfreien Fasern und chemisch
grenzflächenaktiven Stoffen, wobei das Endprodukt eine bes
sere Klebkraft auf feuchten Betonoberflächen wie Dehnungs
fugen in Betonstraßen, Makadamdecken, Parkplätzen u. dgl.
aufwies. Das Endprodukt wies eine überlegene Kalttemperatur
flexibilität ohne Verlust an Klebkraft auf.
Ein Füllstoff aus modifiziertem Bitumen für aufgestellte
Schalen wurde gemischt. Der Füllstoff enthielt SBS-Elasto
mer, eine Zusatzlösungsmittelmischung auf Cyclohexanon und
Leichtbenzin, AC-20-Bitumen, asbestfreie Fasern und chemische
grenzflächenaktive Stoffe. Das so hergestellte Produkt wies
eine überlegene Klebkraft zur Schale und den in dieser ent
haltenen Einbauten auf und war beständig gegen Aushärtung,
thermische Rißbildung, Lösen der Verbindung usw., was zu
undichten Stellen in der Schale führen könnte.
Ein modifizierter Bitumenklebstoff wurde gemischt aus SBS-
Elastomer, Cyclohexanon, AC-20-Bitumen, Leichtbenzin und
asbestfreien Fasern entsprechend der physikalischen Anfor
derungen gemäß ASTM D 4479-85, asbestfreie Bitumendachbe
schichtungen. Bei Auftragsraten von 3/4 bis 2 Gallonen je 100
ft2 wurde ein kalt verarbeitetes Dachfilmsystem mit einer
oder mehr Schichten von anorganischen Verstärkungsgeweben wie
Glasfasermatten, Polyestergeweben und/oder Glasfasern/Poly
esterfasern mit gewebten oder nicht gewebten Maschen, auch in
Kombination miteinander, ausgebildet. Dieses Dachfilmsystem
wies eindeutig verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Wider
standsfähigkeit, Zugfestigkeit, Kalttemperatur, Biegsamkeit
im Vergleich zu analogen Systemen auf, bei denen heißer flüs
siger Asphalt oder bekannte modifizierte oder nicht modifi
zierte kalt zu verarbeitende Kleber verwendet werden.
Die folgenden Beispiele von Mischungen sind typisch für die
Zubereitung der modifizierten Kaltbitumenmischung bei der
Cyclohexanon als Zusatzlösungsmittel angewendet wird. Die
Mengen der Bestandteile sind angegeben in Gewichtsanteilen
bezogen auf 100 Gewichtsanteile von Bitumen.
Beispiel A | |
Bitumen | |
100 | |
Lösungsmittel | 40-45 |
Cyclohexanon | 20-25 |
Elastomer | 5-10 |
Klebstoffzusatz für nasse Oberflächen | 0- 2 |
organische Fasern | 0- 4 |
anorganischer Füllstoff | 10-15 |
Beispiel B | |
Bitumen | |
100 | |
Lösungsmittel | 40-45 |
Cyclohexanon | 40-45 |
Elastomer | 20-25 |
Klebstoffzusatz für nasse Oberflächen | 0- 2 |
organische Fasern | 15-20 |
anorganischer Füllstoff | 35-40 |
Beispiel C | |
Bitumen | |
100 | |
Lösungsmittel | 40-45 |
Cyclohexanon | 10-15 |
Elastomer | 5-10 |
anorganischer Füllstoff | 15-20 |
Die mit den modifizierten Kaltmischungen verbundene Haft
festigkeit ist mindestens vergleichbar zu der Haftfestigkeit
üblicher heiß flüssig oder durch Einsatz von Gasbrennern
aufgetragener Systeme ohne die hiermit verbundene Feuer
gefahr.
Diese Beispiele zeigen eine verbesserte Haftfestigkeit, wäh
rend unerwünschte Eigenschaften konventioneller Materialien
vermindert sind.
Diese Übersicht zeigt die verbesserten Eigenschaften, die
sich bei einer Zusammensetzung gemäß der Erfindung im Ver
gleich zu bekannten Mischungen ergeben.
Auch dieses Beispiel zeigt die verbesserten Eigenschaften,
die sich bei einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung im Ver
gleich zu bekannten Mischungen ergeben.
Bemerkenswert ist, daß die überlegenen Ergebnisse dieser
Beispiele erlangt wurden mit der gleichzeitig gewünschten
stark reduzierten Toxizität und Entflammbarkeit. In allen
Fällen waren die Mengen der Bestandteile innerhalb der vorge
schriebenen Bereiche.
Die Vorteile dieser Erfindung sind somit für den Fachmann
augenscheinlich. Die Zusammensetzung gem. der Erfindung wei
sen eine verstärkte Klebkraft und Leistung auf, die zumindest
den Werten bekannter modifizierter Bitumendachfilme ent
spricht, diese aber in vielen Fällen übertrifft. Die Nach
teile der bekannten Anwendungstechnik werden vermieden. Die
Lösungsmittelsysteme sind umweltsicher und angenehm in der
Verarbeitung. Die gesteigerten Eigenschaften werden erreicht
bei gleichzeitig verringerten Anforderungen an den Anwender
des Bitumendachbelags, wobei die Mischungen öffentlich recht
liche Vorschriften genau erfüllen.
Die erfindungsgemäßen Mischungen können außer für Dachbeläge
und Dacharbeiten auch in anderen Bereichen eingesetzt werden,
wie z. B. generell im Bauwesen und im Straßenbau. Auch hier
lassen sich die verbesserten Eigenschaften der erfindungs
gemäßen Mischungen ausnutzen.
Die Mischungen nach der Erfindung können auch mit Wasser
emulgiert werden, was weitere Anmeldungsmöglichkeiten ermög
licht.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen spezi
fischen Beispiele beschränkt. Diese zeigen lediglich beson
dere Ausführungsformen, wobei Modifizierungen möglich sind,
ohne daß der erfinderische Gedanke verlassen wird.
Claims (4)
1. Bitumenmischung, insbesondere für kalt zu verarbeitende
Dachbeläge, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung fol
gende Bestandteile aufweist.
- a) Bitumen
- b) ein synthetisches Copolymer-Elastomer
- c) ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
- d) Cyclohexanon
- e) einen inerten Füllstoff
- f) Faser.
2. Bitumenmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewichtsanteile der Komponenten der Mischung be
zogen auf die Gesamtmischung wie folgt sind:
a) Bitumen
20-90
b) ein synthetisches Copolymer-Elastomer 1-30
c) ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel 0-30
d) Cyclohexanon 4-35
e) einen inerten Füllstoff 0-30
f) Faser 0-20
3. Bitumenmischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gewichtsanteile der Komponenten bezogen auf die
Gesamtmischung wie folgt sind:
a) Bitumen
35-35
b) ein synthetisches Copolymer-Elastomer 3-10
c) ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel 10-25
d) Cyclohexanon 5-15
e) einen inerten Füllstoff 2-10
f) Faser 2-10
4. Bitumenmischung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß als Elastomer SBS (Styrol-Butadien-Styrol) und als
Lösungsmittel Leichtbenzin verwendet wird.
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Legal Events
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8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |