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DE4037013A1 - Bitumenmischung, insbesondere fuer kalt zu verarbeitende dachbelaege - Google Patents

Bitumenmischung, insbesondere fuer kalt zu verarbeitende dachbelaege

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Publication number
DE4037013A1
DE4037013A1 DE4037013A DE4037013A DE4037013A1 DE 4037013 A1 DE4037013 A1 DE 4037013A1 DE 4037013 A DE4037013 A DE 4037013A DE 4037013 A DE4037013 A DE 4037013A DE 4037013 A1 DE4037013 A1 DE 4037013A1
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DE
Germany
Prior art keywords
bitumen
mixture
cyclohexanone
elastomer
solvent
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE4037013A
Other languages
English (en)
Inventor
Brian J Anthony
Kenneth F Grzybowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gardner Asphalt Corp
Original Assignee
Gardner Asphalt Corp
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Publication date
Application filed by Gardner Asphalt Corp filed Critical Gardner Asphalt Corp
Publication of DE4037013A1 publication Critical patent/DE4037013A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Bitumenmischung, insbesondere für kalt zu verarbeitende Dachbeläge.
Die Verwendung von Bitumen und dessen Mischungen mit Elasto­ meren für Dachbeläge ist bekannt und z. B. in der US-PS 41 96 115 beschrieben. In dieser Druckschrift sind Mischungen von Bitumen und verschiedenen Copolymeren mit wünschenswerten Mindesttemperatureigenschaften für Dachanwendungen beschrie­ ben. Der Vorteil der Kaltverarbeitbarkeit zur Vermeidung der Verarbeitung heißen Materials an einem Arbeitsplatz wie einem Dach ist ebenso bekannt und z. B. in der US-PS 46 09 696 beschrieben. Nach dieser Druckschrift ist es bekannt, Bitumen eine Kautschukemulsion zuzugeben, die verschiedene Lösungs­ mittel enthält. Diese Emulsion soll die Viskosität des Bitu­ mens verringern, so daß dieses unter Umgebungsbedingungen spritzbar ist. In der US-PS 44 30 465 ist die Verwendung von Cyclohexanon als zusätzliches Anti-Trennmittel in Bitumen­ mischungen beschrieben, die zusätzlich Kohlenwasserstoffharze aus Erdöl und hochverzweigte organische Amine enthalten.
Die Modifizierung kalter Bitumenmischungen ist durch ver­ schiedene Verfahren durchgeführt worden. So wurden Bitumen­ sorten mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften vermischt, um die Eigenschaften wie Dehnung, Wiederverwert­ barkeit und Wetterbeständigkeit zu verbessern. Zur Verstär­ kung und Verbesserung des Fließwiderstandes wurden organische und anorganische Füllstoffe zugesetzt. Es wurden sogar Elastomere über ihre Lösung in aromatische und aliphatische Kohlenwasserstofflösungen oder deren Verbindungen verwendet. Gegenwärtig verwendete Lösungen mit Elastomerzusätzen haben aber verschiedene Nachteile. Viele dieser Lösungen beein­ trächtigen Gesundheit und Umwelt. Wegen der erforderlichen Lösungsfähigkeit für Elastomere sind diese Lösungen leicht entflammbar. Obwohl mit den Lösungen erfolgreich Elastomere in Kaltmischungen eingeführt werden, haben ihre Verdunstungs­ raten und ihre Verträglichkeit nicht generell echte Modifi­ zierungen des ausgehärteten Bitumenfilms hinsichtlich Deh­ nung, Wiederverwendbarkeit u. dgl. ermöglicht. Mischungen verschiedener Elastomere in Heißbitumen haben in der Ver­ gangenheit Schwierigkeiten ergeben. Die hohe Viskosität der Lösungsstoffe erschwert die Anwendung der Mischung. Die meisten Elastomere sind hitzeempfindlich, was eine sorgfäl­ tige Kesselbeobachtung und Temperaturkontrolle erfordert. Der hierdurch bedingte niedrige Temperaturanwendungsbereich er­ möglicht es nicht, daß modifizierte Bitumen auf ausreichend hohe Temperaturen zur Kompensation der kalten Geräte und Umgebungstemperaturen zu bringen. Die Verwendung temperatur­ beständiger Elastomere ist oft sehr teuer. Heißes Bitumen ist ferner in hohen Geschäftsgebäuden nur schwer zu verarbeiten. Die Verträglichkeit von Elastomeren in Bitumen ist proble­ matisch, da die meisten Elastomere nur in ausgewählten Bitu­ mensorten stabil sind. Die Anwendung offener Gasflammen bei modifizierten Bitumenfilmen ist wegen der Versicherungsbe­ dingungen und der Feuersicherheit in bestimmten Bezirken oft verboten. In bekanntem Kaltbitumen verursacht die Wahl unge­ eigneter Lösungsmittel entweder Unverträglichkeit bereits in dem Behälter oder die Mischung, die nur eine kleine Menge von Elastomeren zur Erzielung einer Verträglichkeit aufweist, ist so, daß der ausgehärtete Film keine wirklich verbesserten Eigenschaften hat.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Bitumenmischung für Dachbeläge der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß sie preiswert herzustellen und einfach zu verarbeiten ist und nach dem Aushärten die für einen Dachbelag erforderlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften aufweist.
Erfindungsgemäß erfolgt die Lösung der Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Aus­ gestaltungen der Erfindung werden in den abhängigen An­ sprüchen beschrieben.
Es wurde herausgefunden, daß insbesondere für die Kaltverar­ beitung ausgebildete Zusammensetzungen für Dachbeläge, die Bitumen, einen copolymeren Elastomer und ein Lösungsmittel für das Bitumen und den Elastomer enthalten, stark verbessert werden durch die zusätzliche Verwendung von Cyclohexanon als zusätzliches Lösungsmittel. Die sich hierdurch ergebende Mischung hat gesteigerte Leistungseigenschaften hinsichtlich Elastizität, Spannkraft, Handhabbarkeit, Haltbarkeit, Ver­ wendbarkeit, Feuerwiderstand und Klebfähigkeit, woraus sich ein hochwirksamer, lang haftender Dachbelag ergibt. Inerte Füllstoffe und Fasern können zugeführt werden, was oft wün­ schenswert ist.
Die Einführung von Cyclohexanon als zusätzliches Lösungs­ mittel ermöglicht überraschenderweise eine wirksame und nahe­ zu ideale Wechselwirkung zwischen Bitumen und Elastomeren im ausgehärteten und nicht ausgehärteten Zustand des Klebers. Im ungehärteten oder flüssigen Zustand solvatisiert Cyclohexanon wirksam den Elastomer und das Bitumen und minimiert Phasen­ trennungen, die auf Unverträglichkeiten zwischen den Lösungs­ mitteln, Bitumen und Elastomeren beruhen. In dem aushärtenden oder ausgehärteten Zustand steuert Cyclohexanon die Entwick­ lung der Matrix des Elastomers durch den Bitumenklebstoff. Es unterstützt die chemische und mechanische Bindung zwischen dem Klebstoff und dem dünnen Film und Klebstoff und Träger­ material aufgrund seiner Lösungsfähigkeit und Verdunstungs­ rate. Die Verbindung dieser Eigenschaften ergibt die bereits erwähnten Leistungsverbesserungen ohne daß die nachteiligen Umwelt- und Gesundheitsschädigungen eintreffen, die mit an­ deren Elastomer-Lösungsmitteln verbunden sind.
Cyclohexanon solvatisiert erfolgreich die elastischen Copoly­ mere so, daß jedes eher in einer fein verteilten Lösung ver­ bleibt als ein unverträgliches Gel oder eine Phasentrennung bildet. Diese Auflösung ermöglicht eine gleichmäßige Ver­ teilung der Elastomere in dem Bitumensystem. Bei Verdampfung des zusätzlichen Lösungsmittels ergibt sich ein modifizierter Bitumenfilm, Zement oder Klebstoff von gewünschter Dicke mit maximalen und gleichmäßigen Eigenschaften, die eine ver­ größerte Klebkraft, Elastizität, Wiederverwendbarkeit, Kohäsionsfestigkeit u. dgl. zeigen. Der elastische Copolymer gibt das zusätzliche Lösungsmittel mit Cyclohexanon eher ab als das zusätzliche Lösungsmittel in einer gelartigen Struk­ tur verbleibt. Zusätzlich unterstützt die starke Lösungskraft von Cyclohexanon die Verbindung zwischen dem modifizierten Bitumenfilm und dem modifizierten Zement oder der modifi­ zierten Beschichtung.
Die Möglichkeit, den Elastomer in eine kalt aufzutragende Schicht und/oder einen Zement eindringen lassen zu können, beseitigt die meisten der oben genannten Probleme bei be­ kannten Bitumenmischungen. Die Verwendung des zusätzlichen Lösungsmittels Cyclohexanon erlaubt es, verschiedene Elasto­ mere in solchen Mengen in Bitumen einzubringen, daß elastische modifizierte Eigenschaften erzielt werden. Es treten keine Verträglichkeits- oder Trennprobleme auf. Die kalt aufzutragende Schicht oder der Zement können bei nied­ rigen Temperaturen sicher benutzt und aufgetragen werden. Die modifizierte kalt aufzutragende Beschichtung erlaubt es, modifiziertes Bitumen auch in den Bezirken einzusetzen, wo der Einsatz von Gasbrennern verboten ist und die Gebäudehöhe die Anwendung flüssigen heißen Bitumens oder bekannten modi­ fizierten Bitumens verbietet.
Das nach dieser Erfindung verwendete Bitumen kann irgendeine der bekannten bituminösen Substanzen sein, die von verschie­ denen Rohmaterialien stammen wie z. B. Erdöl, Schieferöl, Kohleteer u. dgl. Bitumen ist eine dicke Viskosemischung von Komponenten wie z. B. paraffinhaltigen, cycloaliphatischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffen und geringen Mengen von heterozyklischen Verbindungen, die Schwefel, Stickstoff oder Sauerstoff enthalten. Obgleich Bitumen aus natürlichen Quellen gewonnen werden kann, wird es primär als Rückstand der Erdöldestillation abgezogen, z. B. als Sumpfprodukt bei der Vakuum-Destillation eines Topprückstandes. Obgleich diese Erfindung nicht darauf beschränkt ist, wird ein Bitumen be­ vorzugt, das ein Eindringvermögen nach ASTM D5 bei 55°F von 30 dmm bis 300 dmm und vorzugsweise von 50 dmm bis 200 dmm hat und so allgemein mit den in ASTM D 312, D 946 und/oder D 449 festgelegten Spezifikationen übereinstimmt.
Das Bitumen wird in einem Gewichtsanteil von 20% bis 90% bezogen auf die Gesamtmischung verwendet, vorzugsweise in einem Bereich von 35% bis 55%.
Als copolymeres Elastomer kann eine große Anzahl dieser Ma­ terialien verwendet werden, die bekannt sind. Der Gewichts­ anteil des Elastomers beträgt 1% bis 30%, vorzugsweise 3% bis 10%, jeweils bezogen auf die Gesamtmischung. Typische Bei­ spiele für diese Elastomere sind SBS (Styrol-Butadien- Styrol), EPR′s, EPDM′s, Butylverbindungen, SIS, SEBS und/oder Mischungen von diesen.
Die Wahl synthetischer Elastomere anstatt oder neben natür­ lichem Kautschuk und SBR′s (Styrol-Butadien-Copolymere) er­ möglicht entscheidend verbesserte Leistungseigenschaften des getrockneten Films bei Verdunstung des zusätzlichen Lösungs­ mittels, größere Spannkraft, Elastizitäten, Klebkraft und Kohäsionskraft und eine niedrigere Einfriertemperatur.
Die dritte Komponente ist das Lösungsmittel. Jedes aus der Anzahl bekannter aromatischer oder aliphatischer organischer Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel gewählte Lösungsmittel oder eine Kombination von diesen ist imstande, Bitumen und min­ destens einen Teil des Elastomers z. B. möglicherweise eine Komponente des Copolymers zu solvatieren. Das Lösungsmittel soll mit Cyclohexanon mischbar und verträglich sein. Typische Lösungsmittel enthalten ohne hierauf beschränkt zu sein Leichtbenzin, Kerosen, Heizöl, Erdöl, VM Naphtha, usw. Die Lösungsmittel sollen nicht entflammbar, nicht mit Radio­ isotopen versetzt, nicht photochemisch aktiv und nicht um­ weltgefährdend sein.
Das Lösungsmittel wird in einer Menge verwendet, daß der Gewichtsanteil zwischen 0% bis 30% bezogen auf die Gesamt­ mischung beträgt. Bevorzugt ist der Bereich von 10% bis 25% Gewichtsanteil an der Gesamtmischung.
Zum Eindicken und/oder zur Verstärkung können bekannte Kleb­ stoffe, inerte organische und/oder anorganische Füllstoffe zugegeben werden. Sie werden in einer Menge verwendet, die 0% bis 30% Gewichtsanteil an der Gesamtmischung beträgt. Bevor­ zugt ist der Bereich von 2% bis 10% Gewichtsanteil an der Gesamtmischung. Typische inerte Füllstoffe sind Ton, Kalzium­ carbonat, Talk u. dgl.
Fasern können ebenfalls vorteilhaft in einer Menge ent­ sprechend eines Gewichtsanteils von 0% bis 20% bezogen auf die Gesamtmischung zugeführt werden, vorzugsweise beträgt der Gewichtsanteil 2% bis 10%. Es können bekannte organische oder anorganische Fasern wie Asbestfasern, Kunststoffasern, Zell­ stoffasern u. dgl. verwendet werden.
Geringe Mengen inerter Verdünnungen oder Streckmittel können der Mischung ebenfalls beigesetzt werden, ohne daß dies die erfindungsgemäße Mischung und deren gesamte Leistungseigen­ schaften nachteilig berührt. Die Lösungsmittelmischung kann andere geringe Mengen von Lösungsmitteln wie chlorierte oder aromatische od. dgl. Lösungsmittel enthalten und eine tertiäre oder größere Lösungsmittelmischung bilden, die die­ selben oder verbesserte Eigenschaften ergibt. Andere Lösungs­ mittel können aus Kostengründen beigesetzt werden, um die Aushärtungszeit zu verändern oder den Feuerwiderstand des ausgehärteten Films zu verbessern.
Die Viskositäten der mit Klebstoff versehenen Beschichtungs­ mischungen sollten bei 77° F zwischen 25 bis 400 Stormer- Sekunden je 100 Umdrehungen unter 450 Gramm Arbeitslast be­ tragen, wie es nach ASTM D 4479-85 zu testen ist. Zement sollte bei 770 F eine Konsistenz im Bereich von 150 bis 400 dmm haben, wie es nach ASTM D 5-86 ausgewertet werden kann, wobei eine Standard-Fettkonusnadel mit einer totalen Arbeits­ last von 150 Gramm für eine Zeitdauer von 5 Sekunden einge­ setzt wird.
Ein deutlicher Vorteil ist es, daß diese zusätzliche Lösungs­ mittelmischung in üblichen Mischeinrichtungen hergestellt werden kann. Es ist also nicht notwendig, erhöhte Tempera­ turen, Schermischer, pulverisierte Elastomere oder kosten­ aufwendige oder verbesserte Mischeinrichtungen vorzusehen.
Das bevorzugte Verfahren zur Herstellung der erfindungsge­ mäßen Mischung besteht aus folgenden Schritten:
  • 1. Das zusätzliche Lösungsmittel und Elastomere werden in einen Mischer geeigneter Größe für die gesamte Mischung eingebracht und gemischt oder umgewälzt, bis die Elasto­ mere aufgelöst sind.
  • 2. Es wird Verschnittbitumen zugefügt, das in Leichtbenzin, Heizöl od. dgl. gelöst ist. Das Verschnittbitumen wird gut eingemischt oder umgewälzt.
  • 3. Der Mischung werden Verstärkungsfasern und/oder Füllstoffe oder Streckmittel zugefügt.
  • 4. Soweit erforderlich werden andere gewünschte Komponenten der Mischung zugefügt.
Variationen des bevorzugten Verfahrens sind möglich und kön­ nen in folgendem bestehen:
  • - Mischen des Elastomers und Cyclohexanons als Zuschlag oder Zusatz und Zuführen der vorbereiteten Mischung von Bitumen, Lösungsmittel und anderen Bestandteilen.
  • - Nutzung von Bitumen, das vollständig in Cyclohexanon gelöst ist und Zugabe der Elastomere direkt in diese Verschnitt­ bitumenmischung.
  • - Feinstverteilung des Elastomers in verträgliches heißes Bitumen mit nachfolgender Auflösung der Dispersion in Cy­ clohexanon oder einer Zusatzlösungsmittel-Mischung, die Cyclohexanon enthält. Die zurückgebliebenen Bestandteile werden dazugegeben. Geringe verbessernde Bestandteile können in jeder Stufe zugegeben werden, vorzugsweise in der ersten.
Abhängig von den gewählten Elastomeren und dem gewählten Bitumen wird die sich ergebende Mischung folgende Eigen­ schaften zeigen:
  • a) Dehnung übersteigt 100%,
  • b) Rückstellvermögen nach einer aufrechterhaltenden Deh­ nung für eine Stunde ist größer als 95%,
  • c) Verbesserung der Kalttemperaturflexibilität (niedrige Einfriertemperaturen),
  • d) Verbesserung der Klebkraft,
  • e) Vergrößerung des Anwendungsbereichs,
  • f) Verbesserung der Hochtemperatureigenschaften bei einer Dachhöchsttemperatur von 120 bis 180°F bezüglich Kleb­ kraft, Spannkraft u. dgl.
Das Verfahren der Anwendung des Bitumens auf einem Dach ist bekannt und wird hier nicht näher erläutert.
Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die das Verständnis für die Erfindung erleichtern.
Beispiel 1
Ein modifizierter Bitumenkleber wurde gemischt mit einem SBS-Elastomer, Cyclohexanon, AC-20 Bitumen, Leichtbenzin, asbestfreien Fasern entsprechend der physikalischen Beding­ ungen gemäß ASTM D 4479-85. Die asbestfreie Bitumendachbe­ schichtung erbrachte bei einer empfohlenen Verbrauchsmenge von 3/4 Galone je 100 ft2 eine Überdeckungsstärke, die gleich oder größer als bei bekannten kalt zu verarbeitenden Klebern, heißem Flüssigbitumen oder heiß angewandten geschweißten Bändern war.
Beispiel 2
Ein modifizierter Bitumen-Leuchtzement wurde mit einem SBS- Elastomer, Cyclohexanon, AC-20-Bitumen, Leichtbenzin, asbest­ freien Fasern und einem inerten Füllstoff gemischt, wobei die physikalischen Vorschriften gem. ASTM D 4589-86, asbestfreier Dachbitumenzement, eingehalten wurden. Der ausgehärtete Ze­ ment wies eine bessere Klebkraft und Flexibilität auf, ins­ besondere wenn verschiedene Materialien zugeführt wurden. Der Widerstand gegen Rißbildung bei kalten Temperaturen war stark verbessert.
Beispiel 3
Eine modifizierte Bitumen-Betonfugendichtungsmasse und/oder Mastix wurde gemischt mit einem SBS-Elastomer, Cyclohexanon, AC-20-Bitumen, Leichtbenzin, asbestfreien Fasern und chemisch grenzflächenaktiven Stoffen, wobei das Endprodukt eine bes­ sere Klebkraft auf feuchten Betonoberflächen wie Dehnungs­ fugen in Betonstraßen, Makadamdecken, Parkplätzen u. dgl. aufwies. Das Endprodukt wies eine überlegene Kalttemperatur­ flexibilität ohne Verlust an Klebkraft auf.
Beispiel 4
Ein Füllstoff aus modifiziertem Bitumen für aufgestellte Schalen wurde gemischt. Der Füllstoff enthielt SBS-Elasto­ mer, eine Zusatzlösungsmittelmischung auf Cyclohexanon und Leichtbenzin, AC-20-Bitumen, asbestfreie Fasern und chemische grenzflächenaktive Stoffe. Das so hergestellte Produkt wies eine überlegene Klebkraft zur Schale und den in dieser ent­ haltenen Einbauten auf und war beständig gegen Aushärtung, thermische Rißbildung, Lösen der Verbindung usw., was zu undichten Stellen in der Schale führen könnte.
Beispiel 5
Ein modifizierter Bitumenklebstoff wurde gemischt aus SBS- Elastomer, Cyclohexanon, AC-20-Bitumen, Leichtbenzin und asbestfreien Fasern entsprechend der physikalischen Anfor­ derungen gemäß ASTM D 4479-85, asbestfreie Bitumendachbe­ schichtungen. Bei Auftragsraten von 3/4 bis 2 Gallonen je 100 ft2 wurde ein kalt verarbeitetes Dachfilmsystem mit einer oder mehr Schichten von anorganischen Verstärkungsgeweben wie Glasfasermatten, Polyestergeweben und/oder Glasfasern/Poly­ esterfasern mit gewebten oder nicht gewebten Maschen, auch in Kombination miteinander, ausgebildet. Dieses Dachfilmsystem wies eindeutig verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Wider­ standsfähigkeit, Zugfestigkeit, Kalttemperatur, Biegsamkeit im Vergleich zu analogen Systemen auf, bei denen heißer flüs­ siger Asphalt oder bekannte modifizierte oder nicht modifi­ zierte kalt zu verarbeitende Kleber verwendet werden.
Beispiel 6
Die folgenden Beispiele von Mischungen sind typisch für die Zubereitung der modifizierten Kaltbitumenmischung bei der Cyclohexanon als Zusatzlösungsmittel angewendet wird. Die Mengen der Bestandteile sind angegeben in Gewichtsanteilen bezogen auf 100 Gewichtsanteile von Bitumen.
Beispiel A
Bitumen
100
Lösungsmittel 40-45
Cyclohexanon 20-25
Elastomer 5-10
Klebstoffzusatz für nasse Oberflächen 0- 2
organische Fasern 0- 4
anorganischer Füllstoff 10-15
Beispiel B
Bitumen
100
Lösungsmittel 40-45
Cyclohexanon 40-45
Elastomer 20-25
Klebstoffzusatz für nasse Oberflächen 0- 2
organische Fasern 15-20
anorganischer Füllstoff 35-40
Beispiel C
Bitumen
100
Lösungsmittel 40-45
Cyclohexanon 10-15
Elastomer 5-10
anorganischer Füllstoff 15-20
Beispiel 7
Die mit den modifizierten Kaltmischungen verbundene Haft­ festigkeit ist mindestens vergleichbar zu der Haftfestigkeit üblicher heiß flüssig oder durch Einsatz von Gasbrennern aufgetragener Systeme ohne die hiermit verbundene Feuer­ gefahr.
Überlappungsscherfestigkeit und volle Aushärtung: SBS-Systeme (1bs/2 als Menge)
Überlappungsscherfestigkeit und volle Aushärtung: APP-Systeme (1bs/2 als Menge)
Diese Beispiele zeigen eine verbesserte Haftfestigkeit, wäh­ rend unerwünschte Eigenschaften konventioneller Materialien vermindert sind.
Beispiel 8
Prozentuale Bruchdehnung beim Bruch bei 77 Grad Fahrenheit
Diese Übersicht zeigt die verbesserten Eigenschaften, die sich bei einer Zusammensetzung gemäß der Erfindung im Ver­ gleich zu bekannten Mischungen ergeben.
Beispiel 9
Prozentuales Rückstellvermögen bei Bruch und 90% maximaler Dehnung
Auch dieses Beispiel zeigt die verbesserten Eigenschaften, die sich bei einer erfindungsgemäßen Zusammensetzung im Ver­ gleich zu bekannten Mischungen ergeben.
Bemerkenswert ist, daß die überlegenen Ergebnisse dieser Beispiele erlangt wurden mit der gleichzeitig gewünschten stark reduzierten Toxizität und Entflammbarkeit. In allen Fällen waren die Mengen der Bestandteile innerhalb der vorge­ schriebenen Bereiche.
Die Vorteile dieser Erfindung sind somit für den Fachmann augenscheinlich. Die Zusammensetzung gem. der Erfindung wei­ sen eine verstärkte Klebkraft und Leistung auf, die zumindest den Werten bekannter modifizierter Bitumendachfilme ent­ spricht, diese aber in vielen Fällen übertrifft. Die Nach­ teile der bekannten Anwendungstechnik werden vermieden. Die Lösungsmittelsysteme sind umweltsicher und angenehm in der Verarbeitung. Die gesteigerten Eigenschaften werden erreicht bei gleichzeitig verringerten Anforderungen an den Anwender des Bitumendachbelags, wobei die Mischungen öffentlich recht­ liche Vorschriften genau erfüllen.
Die erfindungsgemäßen Mischungen können außer für Dachbeläge und Dacharbeiten auch in anderen Bereichen eingesetzt werden, wie z. B. generell im Bauwesen und im Straßenbau. Auch hier lassen sich die verbesserten Eigenschaften der erfindungs­ gemäßen Mischungen ausnutzen.
Die Mischungen nach der Erfindung können auch mit Wasser emulgiert werden, was weitere Anmeldungsmöglichkeiten ermög­ licht.
Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen spezi­ fischen Beispiele beschränkt. Diese zeigen lediglich beson­ dere Ausführungsformen, wobei Modifizierungen möglich sind, ohne daß der erfinderische Gedanke verlassen wird.

Claims (4)

1. Bitumenmischung, insbesondere für kalt zu verarbeitende Dachbeläge, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung fol­ gende Bestandteile aufweist.
  • a) Bitumen
  • b) ein synthetisches Copolymer-Elastomer
  • c) ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel
  • d) Cyclohexanon
  • e) einen inerten Füllstoff
  • f) Faser.
2. Bitumenmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtsanteile der Komponenten der Mischung be­ zogen auf die Gesamtmischung wie folgt sind: a) Bitumen 20-90 b) ein synthetisches Copolymer-Elastomer 1-30 c) ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel 0-30 d) Cyclohexanon 4-35 e) einen inerten Füllstoff 0-30 f) Faser 0-20
3. Bitumenmischung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtsanteile der Komponenten bezogen auf die Gesamtmischung wie folgt sind: a) Bitumen 35-35 b) ein synthetisches Copolymer-Elastomer 3-10 c) ein organisches Kohlenwasserstoff-Lösungsmittel 10-25 d) Cyclohexanon 5-15 e) einen inerten Füllstoff 2-10 f) Faser 2-10
4. Bitumenmischung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Elastomer SBS (Styrol-Butadien-Styrol) und als Lösungsmittel Leichtbenzin verwendet wird.
DE4037013A 1989-11-20 1990-11-20 Bitumenmischung, insbesondere fuer kalt zu verarbeitende dachbelaege Withdrawn DE4037013A1 (de)

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