DD294272A5 - Kalt spachtelbare masse auf bitumenbasis - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine kalt spachtelbare Masse auf Bitumenbasis. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist es, eine kalt spachtelbare Masse auf Bitumenbasis unter Verwendung von Cellulosefaser-Fuellstoffen, einem Polybutadien-Fluessigkautschuk, gegebenenfalls anorganischen Fuellstoffen und Loesungsmitteln herzustellen, die im Bautenschutz, insbesondere fuer die Auskleidung von Trink- und Brauchwasserrohrleitungen, fuer Fuszbodenbeschichtungen in Stallanlagen, fuer Reparaturen im Dachbereich sowie fuer Oberflaechenbehandlungen von Rohr- und Formstuecken, angewendet werden kann.{Bitumen; Anstrichstoffe; Kautschuk; makromolekulare Verbindungen}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine kalt spachtelbare Masse auf Bitumenbasis für den Bautenschutz, insbesondere für die Auskleidung von Trink- und Brauchwasserrohrleitungen, für die Fußbodenbeschichtung in Stallanlagen, für Reparaturen im Dachbereich sowie für Oberflächenbehandlungen von metallischen Rohr- und Formstücken.
Charakteristik des bekannton Standes der Technik
Kalt spachtelbare, bituminöse Massen werden vielfältig in verschiedenen Bereichen des Bauwesens eingesetzt. Sie können in Massen auf Emulsionsbasis und in Massen auf Lösungsmittelbasis unterschieden werden. Massen auf Emulsionsbasis werden bevorzugt dort eingesetzt, wo eine ausreichende Haftung zum Untergrund erst während des Trocknungsprozesses der Emulsion gefordert wird, also hauptsächlich bei Arbeiten im Dachbereich sowie bei Fußbodenbeschichtungen von Sanitärräumen und Stullen. Zusammensetzungen und Herstellungsverfahren für diese Spachtelmassen werden z.B. in den Patentschriften DD-PS 123200 und DD-PS 158554 beschrieben. Neben den Grundstoffen Bitumen, Wasser, Emulgatoren und eventuell Kautschuk-Latex werden als Füllstoffe Mineralmehle wie Schiefermehl, Kalksteinmehl und Kaolin oder organische Fasern, z. B. Tierhaare, verwendet.
Kalt spachtelbare Massen auf Lösungsmittelbasis werden bevorzugt bei der Auskleidung von Rohrleitungen, zur Ausspachtelung von Rissen, Fugen, Kehlen und Maueranschlüssen sowie zur Abdichtung von Rohrmuffen verwendet. Zusammensetzungen und Herstellungsverfahren für diese Spachtelmassen werden ebenfalls in der Fach- und Patentliteratur beschrieben:
Eine kalt spachtelbare Masse, insbesondere für Dachbeläge, beschreibt die DE-OS 3424293. In einem mehrstufigen Mischprozeß wird die Masse aus Abfallpech, Weichmachern, Mischpolymerisat sowie ketonischen, aromatischen Lösungsmitteln hergestellt. In der DD-PS 213232 wird ein Verfahren zur Herstellung von Flächendichtungen auf Untergründen aus Zementbeton und Stahl beschrieben, wobei die spachtelbare Masse ein Gemisch aus Verschnittbitumen, vernetztes Methylpolysiloxan und Füllstoffen, wie z.B. Quarzmehl, Quarzsand, Spatmehl oder Schiefermehl, ist.
Es ist allgemein bekannt, daß die Spachtelbarkeit von Bitumen- bzw. Bitumen-Polymer-Lösungsmittel-Gemischen weitgehend durch deren mengenmäßiges Verhältnis zueinander bestimmt wird. Für die Ausbildung thixotroper Eigenschaften, wie sie für Spachtelstoffe gewünscht sind, werden in die Bitumen- bzw. Bitumen-Polymerlösungen quellfähige Tone oder faserförmige Füllstoffe eingemischt. (Siehe H. Walther: „Bituminöse Stoffe im Bauwesen", S.67; Straßenbau, Chemie und Technik Verlagsgesellschaft m. b. H., Heidelberg, 1962) Als faserförmiger Füllstoff wurde in der Vergangenheit häufig Asbestmehl eingesetzt. Der Vorteil war, daß asbestfasrige Füllstoffe neben einer signifikanten Verbesserung der Spachtelbarkeit in einem großen Temperaturintervall zur Verbesserung der Wärme- und Kälteeigenschaften der lösungsmittelfreien Filme von Spachtelmassen beigetragen haben.
Seit Bekanntwerden des Gesundheitsrisikos beim Umgang mit asbesthaltigem Material wurden diese Füllstoffe durch Mineralfasern bzw. in Kombination mit Schiefermehl, Flugasche, Quarzmehl oder Kaolin substituiert. Die Folge war, daß das mit Asbestfasern vorgegebene Qualitätsniveau hinsichtlich der Spachtelbarkeit, des Absetzverhaltens der Füllstoffe sowie der Wärme- und Kälteeigenschaften der getrockneten Beschichtung nicht gehalten werden konnte.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine kalt spachtelbare Masse auf Bit jmenbasis herzustellen, die ohne Asbestfasern unter Verwendung von Cellulosefaser-Füllstoffcn eine gute Verarbeitbarkeit in einem weiten Temperaturbereich aufweist; auch nach längerer Lagerung homogen ist und deren lösungsmittelfreie, getrocknete Filme ejne gute Wärmebeständigkeit bei hohen Temperaturen sowie eine gute Flexibilität bei niedrigen Temperaturen hat.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Mischen von Bitumen, Polybutadien-Flüssigkautschuk, Cellulosefaser-Füllstoff, gegebenenfalls anorganischen Füllstoffzusätzon sowie Lösungsmittel eine spachtelbare Masse, die in vielen Bereichen des Bautenschutzes eingesetzt werden kann, herzustellen
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Mischung mit folgender Zusammensetzung gelöst:
a) 50 bis 60Gew.-% Destillationsbitumen mit einem Erweichungspunkt RuK von 4O0C bis 700C
b) 2 bis 8Gew.-% Cellulosefaser-Füllstoff mit einem a-Celluloseanteil von >90% und einer Faserlänge von 600μιτ\ bis 10ΟΟμιη
c) 0 bis 10Gew.-% gemahlener, halbaktiver, anorganischer Füllstoff, vorzugsweise Schiefermehl
d) 0,5 bis 5Gew.-% Polybutadien-Flüssigkautschuk mit einem Molekulargewicht von 2000-10000
e) 20 bis 45Gew.-% organische Lösungsmittel auf benzinischer Basis, vorzugsweise Siedegrenzbenzin mit einem Siedebereich von135oCbis200°C.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden:
Aus 65 Gewichtsteilen Destillationsbitumen in einem Erweichungspunkt RuK von" 580C, 30 Gewichtsteilen Siedegrenzbenzin mit einem Siedebereich von 135°C bis 200°C und 2 Gewichtsteilen Polybutadien-Flüssigkautschuk wird eine Bitumen-Polymer-Lösung hergestellt. Durch Einmischen von 5 Gewichtsteilen Cellulosefaser-Füllstoff mit einer mittleren Faserlänge von 840 pm bis zur homogenen Verteilung erfolgt die Fertigstellung der kalt spachtelbaren Masse.
Zum Vergleich wurden spachtelbare Massen aus dem gleichen Bitumen und Lösungsmittel, aber anderen Füllstoffen und ohne Flüssigkautschuk hergestellt.
65 Gewichtsteile Bitumen
5 Gewiuhsteile Hydratcellulose-Fasern mit einer mittleren Faserlänge von 400Mm 35 Gewichtsteile Siedegrenzbenzin
50 Gewichtsteile Bitumen 22,5 Gewichtsteile Schiefermehl 8 Gewichtsteile Mineralwolle 20 Gewichtsteile Siedegrenzbenzin Die Eigenschaften der verschiedenen Versuchsprodukte können anhand der nachfolgenden Tabelle verglichen werden:
Eigenschaftsmerkmal | 1 | Beispiel 2 | 3 |
SpachtelbarkeitX Erweichungspunkt RuK0C (getrockneter Film) | bis-150C 13O0C | O0C 670C | 0°C 850C |
Brechpunkt nach Fraaß (getrockneter Film) | -30°C | +2 | -50C |
Absenken einer4mm dicken Spachtelschicht bei 450C in der Senkrechten nach 2 Stunden | ohne | bis 2 mm | bis 5 mm |
Claims (3)
1. Kalt spachtelbare Masse auf Bitumenbasis für den Bautenschutz, insbesondere für die Auskleidung von Trink- und Brauchwasserrohrleitungen, für die Fußbodenbeschichtung in Stallanlagen, für Reparaturen im Dachbereich sowie für Oberflächenbehandlungen von Rohr- und Formstücken, gekennzeichnet dadurch, daß das Gemisch aus
a) 50 bis 70 Gew.-% Destillationsbitumen mit einem Erweichungspunkt RuK von 4O0C bis 7O0C
b) 2 bis 8Gew.-% Cellulosefaser-Füllstoff mit einem a-Celluiose-Anteil von 5: 90% und einer Faserlänge von 600um bisiOOOpm
c) Ό bis 10Gew.-% gemahlener, halbaktiver, anorganischer Füllstoff
d) 0,5 bis 5Gew.-% Polybutadien mit einem Molekulargewicht von 2000 bis 10000
e) 20 bis 45Gew.-% Lösungsmittel
besteht.
besteht.
2. Kalt spachtelbare Masse auf Bitumenbasis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als gemahlener, anorganischer Füllstoff Schiefermehl verwendet wird.
3. Kalt spachtelbare Masse auf Bitumenbasis nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Siedegrenzbenzin mit einem Siedebereich von 1350C bis 2000C verwendet wird.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD34041990A DD294272A5 (de) | 1990-05-07 | 1990-05-07 | Kalt spachtelbare masse auf bitumenbasis |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DD34041990A DD294272A5 (de) | 1990-05-07 | 1990-05-07 | Kalt spachtelbare masse auf bitumenbasis |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DD294272A5 true DD294272A5 (de) | 1991-09-26 |
Family
ID=5618316
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DD34041990A DD294272A5 (de) | 1990-05-07 | 1990-05-07 | Kalt spachtelbare masse auf bitumenbasis |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DD (1) | DD294272A5 (de) |
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE102013006021A1 (de) * | 2013-04-09 | 2014-10-09 | Bornit-Werk Aschenborn Gmbh | Kaltverarbeitbare Bitumenabdichtung zur Abdichtung des Randbereiches von Verkehrsflächen aus Asphalt und Beton |
-
1990
- 1990-05-07 DD DD34041990A patent/DD294272A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE102013006021A1 (de) * | 2013-04-09 | 2014-10-09 | Bornit-Werk Aschenborn Gmbh | Kaltverarbeitbare Bitumenabdichtung zur Abdichtung des Randbereiches von Verkehrsflächen aus Asphalt und Beton |
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