DE389514C - Selbsttaetige Wagen- und Leitungskupplung - Google Patents
Selbsttaetige Wagen- und LeitungskupplungInfo
- Publication number
- DE389514C DE389514C DEK78485D DEK0078485D DE389514C DE 389514 C DE389514 C DE 389514C DE K78485 D DEK78485 D DE K78485D DE K0078485 D DEK0078485 D DE K0078485D DE 389514 C DE389514 C DE 389514C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coupling
- wedge
- heads
- shaped
- automatic carriage
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61G—COUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
- B61G5/00—Couplings for special purposes not otherwise provided for
- B61G5/06—Couplings for special purposes not otherwise provided for for, or combined with, couplings or connectors for fluid conduits or electric cables
- B61G5/10—Couplings for special purposes not otherwise provided for for, or combined with, couplings or connectors for fluid conduits or electric cables for electric cables
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Current-Collector Devices For Electrically Propelled Vehicles (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AI 4. FEBRUAR 1924
AI 4. FEBRUAR 1924
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
(K 78485
Wenzel Kneitschel in Wien. Selbsttätige Wagen- und Leitungskupplung.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Österreich vom 25. Mai 1921 beansprucht.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Neuerung an selbsttätigen Wagen- und
Leitungskupplungen, bei welchen das Kuppeln der Wagen selbsttätig durch das Aneinanderfahren
vor sich geht, wobei gleichzeitig die hornförmig ausgebildeten Kupplungsköpfe
durch keilartige Riegelverschlüsse gegen das selbsttätige Lösen gesichert werden und dabei,
durch diese Keile ein Ausschlagen der Kuppelköpfe verhindert wird, da die Keile durch Fedem
auseinandergetrieben werden und ein ständiges Anliegen und Anpressen bewerk-
stelligen. Während die Kupplungsköpfe gekuppelt werden, wird gleichzeitig der Strom
für Brems-, Licht- und Heizzwecke gekuppelt. Beim Anfahren der Züge zum Kuppeln werden
zuerst die noch stromlosen Kontaktstücke von Staub oder anderen Verunreinigungen gereinigt,
indem die zusammengehörigen Kontaktstücke aufeinandergleiten. Das Lösen der Kupplung geschieht von Hand aus, indem ein
ίο Zugseil, welches mit den Verschlußkeilen in Verbindung steht und an der inneren Seite
der Brustwand aufgehängt ist, hochgezogen wird. Durch dieses Hochziehen der Keile
werden die Kupplungsköpfe frei, und die Wagen können auseinanderfahren. Durch diese Neuerung· wird der wesentliche Vorteil
erreicht, daß die Züge sehr rasch gekuppelt werden können, wodurch eine rasche Zugabfertigung
stattfindet. Auch ist es nicht nötig, beim Kuppeln zwischen die Wagen zu treten,
■Ja die Wagen- und Stromkupplung selbsttätig durchgeführt wird. Die aus den Kontaktträgern
herausragenden Kontaktstücke sind an der Spitze sowie am Ende des zusammengestellten
Zuges vollkommen stromlos, und es werden daher Unfälle durch Einquetschen oder durch Elektrisieren der Kuppelnden vermieden.
In der Zeichnung ist eine derartige Kupplung in Abb. 1 in einem: teilweisen Schnitt
nach A-A der Abb. 2 und in Seitenansicht gezeigt. Abb. 2 ist eine Draufsicht, Abb. 3 ist
ein Schnitt nach B-B der Abb. 1. Abb. 4 zeigt den hornförmigen Kupplungskopf, Abb. 5
den dazugehörigen Schnitt nach C-C der Abb. 4. Abb. 6 ist der Keil eines Kupplungsteiles in perspektivischer Ansicht. Ab'b. 7
bis 10 stellen die verschiedenen Stellungen der Kontaktstücke dar, rom Augenblick des
Anfahren* bis zum vollzogenen Kuppeln der , Wagen. Abb. r 1 ist eine Einzelheit der Ab- '
federung der Kuppelköpfe.
Unter der Plattform des Motor- und Beiwagens ist der Kupplungshebel 1 an dem !
Bolzen 2 drehbar gelagert und wird vermittels zweier Federn 3, 4 stets in der in
Abb. 2 gezeigten Mittellage gehalten. Als Stützlager für fliesen Kupplungshebel 1 ist
eine federnde Auflagerung 5 vorgesehen, welche den Hebel stets in der wagerechten
Lage hält. Das Ende des Hebels 1 ist zu einem hornförmigen Kupplungskopf ausgebildet,
und zwar derart, daß das Horn 6 des einen Kupplungskopfes in die Ausnehmung 7 des zweiten Kupplungskopfes treten kann. An
diese Ausnehmungen 7 schließt sich die Fangnase 8 an, welche an drei Seiten "Fangllächen
besitzt. Diese Fangflächen 9 haben den Zweck, beim Kuppeln auf unebenem Terrain
und in Kurven das Horn 6 zu fangen und dasselbe in die .Ausnehmung 7 zu leiten.
Die Kupphmgsköpfe sind durch die Federn 19 und 26 (s. Abb. 7, 10) gegenseitig abgefedert,
um ein sanfteres Ineinandergleiten der Kuppelköpfe zu ermöglichen. Sie heben
, gemeinsam mit den keilförmigen Verschlußriegeln 10, 10 den toten Gang zwischen den
Kuppelköpfen auf. LTm ein Herausgleiten dieser hornförmigen Ansätze 6 aus den Ausnehmungen
7 während des Betriebes unmöglich zu machen, sind die keilförmigen Riegelverschlüsse 10, 10 vorgesehen. Dieselben
bestehen aus einem Keil, welcher in Führungen 11 geführt und vermittels einer
Feder 12 oder aber durch das Eigengewicht stets nach abwärts gezogen wird. Die Keile
io, 10 sind derart gestellt, daß sie selbst bei
der höchsten Stellung oder durch ein selbsttätiges Hochspringen noch immer einander
übergreifen (s. Abb. 3 punktiert), so daß ein Herausspringen derselben niemals stattfinden
kann. An der oberen Kante dieses Keiles 12 ist ein Zugseil 14 befestigt, welches an der
inneren Seite der Brustwand oder an der Außenseite des Wagens endet, und durch
welches der Keil 10 hochgezogen werden kann. Gegen das Eindringen von Staub und Unreinigkeiten
zwischen den Keilen ist eine Schutzkappe 15 vorgesehen.
In dem Augenblick, wo das Kuppeln der Wagen erfolgt, erfolgt gleichzeitig das Kuppeln
des Brems-, Licht- und Heizstromes selbsttätig, ohne daß irgend jemand zwischen die Wagen treten muß. An jedem Kupplungskopf
ι ist je ein Träger 16 befestigt, ivelcher
die Kontaktvorrichtung für den Trieb- und Beiwagen trägt, welche gleich konstruiert sind,
nur besitzt die Kontaktvorrichtung des Triebwagens einen Kurzschließer für den Bremsstromkreis,
welcher nach dem Trennen von den Anhängewagen in Wirksamkeit tritt
fs. Abb. 7), und. zwar besteht dieser aus der metallischen Schiene 27, so daß der Strom
von 24 über die Schiene 27 zurück zu der Leitung 25 läuft und die äußeren Kontakte
17, 18 vollkommen stromlos bleiben.
In den Trägern 16 sind die Kontaktstücke 17 und 18 geführt und werden durch die Federn
19 stets im Sinne des Pfeiles 1 CAbb. 7). gedrückt. Das entgegengesetzte Ende des
Kontaktstückes 17 und 18 ist mit einem schwächeren Durchmesser versehen und endet
in dem Träger 22, welcher mit einem Loch 23 versehen ist. Anschließend an diesen Träger
sind die Kontaktstücke 24, 25, welche durch Federn 26 gegen den Träger 22 gedrückt
werden, angeordnet. Die Enden der Kontaktstücke 24, 25 sind mit den weiteren Leitungskabeln verbunden.
Die Kupplungsvorrichtung arbeitet in folgender Weise:
Beim Kuppeln der Wagen treffen die horn-
förmigen Köpfe 6 bei ebener Bahn auf die Nasen 8, bei unebenem Terrain oder in Kurven
auf die Fangfläclie 9 und gleiten längs diesen in die Ausnehmungen 7 des
gegenüberstehenden iKupplungskopfes 1. Die
gegeneinander wirkenden keilartigen Riegel haben sich in ihren Führungen verspreizt und
drücken die Köpfe 6 in die Ausnehmung 7
hinein. Es ist auf diese Weise kein toter Gang zwischen den einzelnen Teilen der
Kupplungsvorrichtungen vorhanden. Daher entfällt das unangenehme Schlagen und Klappern
der Kupplung. In dem Augenblick, wo die Wagen gekuppelt sind, ist auch schon der
Strom für den Anhängewagen geschlossen, und zwar, wie !bereits erwähnt, ohne irgendeinen
Handgriff, auf nachstehende Weise:
Beim Anfahren der Züge stehen die Kontakte in der in Abb. 7 gezeigten Stellung, und
zwar geht der Strom durch den Kontakt 24 über den ,Kurzschließer 27 und Kontakt 25
zu den Wagenmotoren, welche den Bremsstrom erzeugen, zurück. Die äußeren Kontaktstücke
17 und 18 sind vollkommen stromlos.
Durch das weitere Anfahren und Nähern der Kontaktstücke 17 und 18 werden dieselben
zuerst gereinigt, indem durch das Verstellen der Kontaktstücke und das Verschieben gegeneinander
eine Reinigung von Staub oder sonstigen Verunreinigungen vor sich geht (vgl. Abb. 8). Dieses Verschieben geschieht im
Augenblick des endgültigen Eingriffes des Kupplungsteiles 6 in die Ausnehmung 7 des
zweiten Teiles. Werden nun durch das weitere Aneinanderfaihren die Kontaktstücke entgegen
- der Federwirkung gedrückt, so gleitet das Ende 20 in dem Loch 23, und es wird ein
toter Gang bewirkt (Abb. 9). Der Strom fließt, wie bei. Abb-. 7 erläutert. Treten nun
die Kontaktstücke 17 und 18 noch weiter zusammen, so werden die Kontaktstücke 24 und
25 von dem Kurzschließer 27 abgehoben, und der Strom geht durch den Kontakt 24-17 über
die elektrischen Bremsen der Anhängewagen und zurück über 18-25 zu den Motoren
iAbb. 10).
Das Entkuppeln der Wagen und des Stromes geschieht in der Weise, daß durch Zug
an den Zugseilen 14 die Keile 10 hochgezogen werden. Dadurch werden die hornförmigen
Ansätze 6 in den Ausnehmungen 7 frei, und die Wagen können entkuppelt auseinanderfahren.
Licht- und Heizstrom sind dann unterbrochen.
Durch die Stromkontaktfederung wird ein sanfteres Ineinanderfahren der Kuppelköpfe
ermöglicht, da die sieb gegenüberstehenden Kontaktstücke als federnde Puffer wirken.
Diese heben gemeinsam mit den keilförmigen Verschlußriegeln den toten Gang zwischen den
Kuppelköpfen auf, welcher sich nach und nach durch Abnutzung ihrer Arbeitsflächen bildet
(Abb. ir).
Claims (4)
1. Selbsttätige Wagen- und Leitungskupplung mit hornförmigen Kupplungsköpfen und Verkeilung durch nach: abwärts
wirkende Keile, dadurch gekennzeichnet, daß die Keile auch in der Querrichtung
keilförmig verlaufen, so daß sie beim Abwärtsgleiten die hornförmigen Kupplungsköpfe in die Ausnehmung des zweiten
Kupplungsteiles pressen, wodurch der tote Gang zwischen den Kupplungsköpfen
selbsttätig aufgehoben wird.
2. Selbsttätige Wagenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die keilartigen Riegelverschlüsse sich bei der höchsten Stellung eines Keiles noch
derart überlappen, daß ein Herausspringen des Keiles verhindert wird.
3. Selbsttätige Wagen- und Leitungskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Aneinanderfahren der Wagen die vollkommen stromlosen Kontaktstücke die auf der Metallschiene
aufsitzenden Kontakte abheben, wodurch der Strom über die elektrischen Bremsen ■der Anhängewagen und zurück zu den Motoren
geführt wird.
4. Selbsttätige Wagen- und Leitungskupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktbolzen vor dem Kuppeln durch die seitliche Verschiebung der Kupplungsteile aneinander vorbei
bewegt werden und sich so gegenseitig selbsttätig reinigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
AT389514X | 1921-05-25 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE389514C true DE389514C (de) | 1924-02-04 |
Family
ID=3673299
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEK78485D Expired DE389514C (de) | 1921-05-25 | 1921-07-21 | Selbsttaetige Wagen- und Leitungskupplung |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE389514C (de) |
-
1921
- 1921-07-21 DE DEK78485D patent/DE389514C/de not_active Expired
Similar Documents
Publication | Publication Date | Title |
---|---|---|
DE389514C (de) | Selbsttaetige Wagen- und Leitungskupplung | |
DE2448889C2 (de) | Zugvorrichtung zur Zugkraftübertragung zwischen zwei kurzgekuppelten Schienenfahrzeugen | |
DE177289C (de) | ||
DE490825C (de) | Wagen fuer Eisenbahnen, Strassenbahnen, Schnellbahnen u. dgl., insbesondere fuer Gelenkwagenzuege | |
DE102017006734B4 (de) | Gliedermagnetschienenbremsvorrichtung eines Schienenfahrzeugs mit verlängerten Schenkeln | |
DE3933640C2 (de) | ||
DE432935C (de) | Einrichtung von Zahnradbahnen mit Keilschienen und -raedern | |
DE365792C (de) | Schraegaufzug fuer Gleisfahrzeuge | |
DE964577C (de) | Selbsttaetige Kupplungs- und Entkupplungsvorrichtung fuer Fahrzeuge von Spielzeug- oder Modelleisenbahnen | |
DE272988C (de) | ||
DE331597C (de) | ||
DE493944C (de) | Feststellvorrichtung fuer abhebbare Foerderwagen-Behaelter | |
DE403533C (de) | Eisenbahnwagen mit abnehm- und fahrbarem Wagenkasten | |
AT127430B (de) | Verbindungsorgan für Rangieranlagen mit Vorder- und Hinterseil zur Regelung des Ablaufens von Wagenzügen bei Ablaufbergen. | |
DE3615120C1 (en) | Coupling for toy vehicles and model vehicles, in particular model railway vehicles | |
DE719729C (de) | Durch Klemmung wirkende Feststellvorrichtung fuer lotrecht verschiebbare Fenster | |
DE396042C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Herabziehen entgleister Stromabnehmer elektrischer Bahnen | |
DE326161C (de) | Kupplungsvorrichtung fuer durch Kugelgelenkteile verbundene Vergnuegungsbahnwagen | |
DE2553581A1 (de) | Kupplung fuer modellfahrzeuge | |
DE631542C (de) | Vorrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von auf Schienen laufenden Spielfahrzeugen | |
DE152513C (de) | ||
DE471992C (de) | Schubwagenfoerderung | |
DE690395C (de) | Selbsttaetige Foerderwagenkupplung mit pfeilfoermigen Haken | |
DE235769C (de) | ||
DE435862C (de) | Rangierverfahren fuer Kohlen- oder Eisenbahnwagen auf Verladebahnhoefen |