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DE385002C - Unterbrecher fuer magnetelektrische Zuendapparate von Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents

Unterbrecher fuer magnetelektrische Zuendapparate von Verbrennungskraftmaschinen

Info

Publication number
DE385002C
DE385002C DEB96617D DEB0096617D DE385002C DE 385002 C DE385002 C DE 385002C DE B96617 D DEB96617 D DE B96617D DE B0096617 D DEB0096617 D DE B0096617D DE 385002 C DE385002 C DE 385002C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
interrupter
ignition timing
ignition
interruption
lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB96617D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Publication date
Priority to DEB96617D priority Critical patent/DE385002C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE385002C publication Critical patent/DE385002C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

  • Unterbrecher für magnetelektrische Zündapparate von Verbrennungskraftmaschinen. Bei Hochspannungszündeinrichtungen benutzt man bekanntlich die Wirkung der Unterbrechung eines Primärstromkreises auf einen Sekundärstromkreis, uni die für die Erzeugung cles Zündfunkens erforderliche hohe Spannung hervorzubringen. Der "Leitpunkt, in dem die Zündung erfolgt, muß veränderlich gemacht werden, damit der Gang fies -Motors den verschiedenen Betriebszuständen, den ungleichartigen Betriebsstoffen usw. angepaßt werden kann und die größtmögliche Wirtschaftlichkeit erzielt wird. Das Bestreben beim Zündmaschinenbau geht dahin, diese Verstellbarkeit mögiichst groß zu machen. Für Zündeinrichtungen, bei denen der Primärstrom durch einen in einem -lagnetfelc1 sich drehenden Anker erzeugt wird, ist man insofern in dem Verstellungsbereich beschränkt, als das Schließen des Stromes in einer Zeit geschehen muß, in der der Erregerfluß im Anker einen genügend hohen Wert hat. Bisher sind #lie Hochspannungszündeinrichtungen so ausgebildet worden, daß bei einer Verstellung des Zündzeitpunktes, ri. h. also bei Verstellung des Öffnungspunktes cle5 Primärstromkreises, gleichzeitig auch ;leg Schließungspunkt dieses Stromes in gleicher Richtung- verstellt wird. Dies bedingt mithin, daß man bei Einstellung des Zündzeitpunktes auf denWiederschluß desPriniärstromes Rücksicht nehmen muß. Dieser Nachteil wird nach der Erfindung dadurch behoben, daß der Ahtand cles Schließungspunktes des Primärstromes von dem Öffnungspunkt veränderlich gemacht ist. Dies bezweckt, die Schließung 1es Primärstromes bei jeder Einstellung des Öffnungspunktes in günstiger Ankerstellung zti bewirken.
  • Die Ausführung der Erfindung geschieht in verschiedener Weise entsprechend den verschiedenen Bauarten der Hochspannungszüntleinriclitungen. Beispielsweise kann man zwei voneinander unabhängige Vorrichtungen anordnen, von denen die eine den Primärstromkreis öffnet, während die andere ihn wieder schließt. Die Vorrichtung zum Schließen des Stromkreises ist dabei unverstellbar, während die Einstellung der Vorrichtung zum Unterbrechen des Stromkreises veränderlich ist. Bei L@nterbrechervorrichtungen, die durch Nocken o. elgl. gesteuert werden, kann inan die Anordnung treffen, daß die wirksame Nockenfläche ! veränderlich gemacht wird, entweder durch Änderung der Länge eines Nockens oder durch zwei parallelliegende Nocken, die gegeneinander verstellt weiden, oder auch durch Verstellung des mit den Nocken zusammenwirkenden Teils.
  • Eine andere Ausführungsform der Erfin-(lting besteht darin, daß an den Primärstromkreis in einem bestinunten7eitpunkt eineKurzschlußvorrichtung vor Elen L`nterbrecherkontakten angelegt wird, die von der Vorrichtung zuinÜffnen desPrimärstromkreises unabhängig ist.
  • Auf der Zeichnung sind schematisch einige Ausführungsformen der Erfindung in ihren verschiedenen Stellungen wiedergegeben.
  • Bei der in Abb. i angedeuteten Ausführungsform besteht der Nocken, auf den der Unterbrecherliebel i, von (lern nur der wirksame Teil "(zeit ist, aufläuft, aus zwei Teilen 2 und 3, von denen der eine, 2, fest, der andere, 3, einstellbar ist. Der unverstellbare Teil des Nokkens bestimmt die Beendigung der Unterbrechungsdauer, während der verstellbare Teil zur Öffnung des Primärstromes dient. Die Anordnung ist derart gedacht, daß die beiden Nockenteile nebeneinanderliegen und das Schleifklötzchen r so breit ist, daß es über beide Teile 2 und 3 reicht.
  • Die in Abb. 2 angegebene Ausführung -neigt zwei nebeneinander angeordnete Unterbrechervorrichtungen, die in Parallelschaltung liegen. Für jede Unterbrechervorrichtung sind Nocken vorgesehen. Der eine Unterbrecher mit deni Steuerungsteil d. ist unverstellbar und dient im Zusammenwirken mit den Nocken 5 zum Schließen des Primärstromkreises, während die Nocken 6 des zweiten Unterbrechers 7 zur Einstellung des Zündzeitpunktes, d. h. zur Öffnung des Primärstromes verstellt werden können.
  • Ist die Zündeinrichtung auf Frühzündung (.=1 j eingestellt, so nehmen die verstellbaren Nocken 6 die gleiche mit gestrichelten Linien angegebene Stellung ein wie die unverstellbaren Nocken 5. Es werden <tann die beiden Unterbrecherliebel .I und 7 zu gleicher Zeit auf die Nocken auflaufen und die Öffnung des Stromes bewirken. Sein Schließen geschieht beint Ablauf der Hebel von den Nocken, was bei beiden ; Unterbrechern im gleichen "Leitpunkt (B) geschieht. Sobald die Zündeinrichtung auf Spätzündung (C) verstellt wird, verschiebt sich der Nocken 6 gegen den Nocken 5 (ausgezogene Stellung). Es wird nun beim Umlauf der Un- j terbrecherhebel in der Richtung der Pfeile zunächst der Hebel :I auf seinen Nocken 5 auflaufen: dies bleibtjedoch für den Primärstromkreis ohne Wirkung, da dieser noch über den anderen Unterbrecher geschlossen ist. Erst wenn der Hebel 7 seinerseits auf den Nocken 6 aufläuft und den Strom unterbricht, tritt die für die Bildung des Zündstromes erforderliche vollständige Unterbrechung des Primärstromes ein. Das Wiederschließen erfolgt jedoch, sobald der Unterbrecher .4 von seinem Nocken 5 wieder abläuft. Das Offenhal'ten des Unterbrechers 7 bleibt wirkungslos.
  • Abb. 3 und q. zeigen eine dritte Ausführungsform der Unterbrecher. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung für den Unterbrecherhebel i um den Betrag e exzentrisch zur Achse des Unterbrechers gelagert ist. Es wird dadurch erreicht, daß bei der Einstellung auf Frühzündung (Abb. 3) die Berührungsdauer .des Nockens und damit die Unterbrechung des Primärstromes dem Bogen a und bei der Einstellung auf Spätzündung (Abb. d.) nur dein Bogen b entspricht.
  • In den Abb. 5 bis 8 ist schematisch eine andere Ausführungsform der Erfindung in verschiedenen Stellungen wiedergegeben, bei der das Schließen des Stromes durch eine Kurzschlußvorrichtung der Unterbrecherkontakte stets im gleichen Zeitpunkt erfolgt. Diese Vorrichtung besteht aus einem an Masse angeschlossenen Kontakt 8, der über Segmente 9. die mit dem Unterbrechernocken umlaufen, mit dem Anschlußkontakt io des Primärstromkreises in Verbindung gebracht werden kann. Dieser Kontakt io wird bei der Einstellung des Zündzeitpunktes mit verstellt.
  • Abb. 5 zeigt die Stellung der einzelnen Teile zueinander zu Beginn der Unterbrechung bei Einstellung auf Frühzündung. Mit dem Unterbrechernocken i i laufen die Segmente 9 um. Der Unterbrecherhebel i wird gleichzeitig mit dem Kontakt io verstellt. Im Zeitpunkt der Unterbrechung am Unterbrecherhebel i steht das Segment 9 noch vor dem Kontakt io. Bei der Drehung in Richtung des Pfeiles gleitet der Kontakthebel i über den Nocken i i und gleichzeitig das Segment 9 über den Kontakt i o. ,'renn dieses jedoch den Kontakt 8 erreicht (Abb. 6), hat bereits der Unterbrecherhebel i infolge Ablaufs von dem Nocken i i den Stromkreis wieder geschlossen.
  • Ist die Einrichtung auf Spätzündung eingestellt (Abb. 7, 8), so stehen die beiden Kontakte 8 und io nebeneinander. Der Primärstrom wird geöffnet, wenn der Unterbrecherhebel i auf den Nocken ii aufläuft (Abb. 7). Nach kurzer weiterer Drehung trifft dag Seginent 9 auf beide Kontakte 8 und io, wodurch der Primärstrom unter Umgehung der Unterbrecherkontakte wieder geschlossen wird und geschlossen bleibt, bis in die Stellung, die in Ahb. 8 wiedergegeben ist, bei der der Unterbrecherhebel i nun seinerseits den Primärstrom wieder schließt.
  • Die Zahl der Segmente 9 sowie die Anordnung der Kontakte 8 und io hängen von der Bauart der Maschine ab. Man kann beispielsweise die Segmente an dem Verteilerrad anordnen, das dann zweckmäßig aus Isoliermaterial besteht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Unterbrecher für magnetelektrische Zündapparate von Verbrennungskraftmaschinen mit einstellbarer Unterbrechungsdauer, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungsänderung der die Öffnung und die Schließung des Primärstromes bewirkenden Glieder zueinander in Abhängigkeit von der'Zündzeitpunktverstellung geschieht, so claß sich die Unterbrechungsdauer mit der Zündzeitpunkteinstellung ändert.
  2. 2. Unterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Zündzeitpunkteinstellung die Verstellung des Schließungspunktes! derart von der Verstellung des Öffnungspunktes abweicht, daß sich die Unterbrechungsdauer verringert, wenn die Spätzündung größer wird.
  3. 3. Unterbrecher nach Anspruch i mit zwei voneinander unabhängigen Vorrichtungen, von denen die eine zum Öffnen und die andere zum Schließen des Primärstromes dient, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Schließen des Stromes unabhängig von der Zündzeitpunkteinstellung ist und nur die Vorrichtung zum Öffnen des Stromes bei der Zündzeitpunkteinstellung verstellt wird. ¢.
  4. Unterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verstellhebel für den Unterbrecherhebel exzentrisch gelagert ist, so daß bei seiner Verstellung für die Zündzeitpunkteinstellung gleichzeitig die Entfernung des Unterbrecherhebels von denk Mittelpunkt der Nockenseheibe und damit die Unterbrechungsdauer geändert wird.
  5. 5. Unterbrecher nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließen des Stromes durch ein mitumlaufendes Segment erfolgt, das die Verbindung zwischen einem feststehenden Massekontakt und einem bei der Zündzeitpunkteinstellung verstellbaren Kontakt herstellt und dadurch einen Nebenschluß zu den noch offenen Unterbrecherkontakten bildet.
DEB96617D Unterbrecher fuer magnetelektrische Zuendapparate von Verbrennungskraftmaschinen Expired DE385002C (de)

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DE385002C true DE385002C (de) 1923-11-12

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