DE3822496A1 - Vorrichtung zum fangen einer gerissenen bedruckstoffbahn - Google Patents
Vorrichtung zum fangen einer gerissenen bedruckstoffbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fangen einer
gerissenen Bedruckstoffbahn mit einer hinter einem Druck
werk einer Rollenrotationsdruckmaschine, vorzugsweise hin
ter dem letzten Druckwerk, angeordneten Klemmeinrich
tung, deren eine Seite durch eine stationär gelagerte,
mit der Arbeitsgeschwindigkeit der Rollenrotationsdruck
maschine antreibbare Walze gebildet wird und deren ande
re Seite wenigstens einen auf einem mittels einer durch
einen Bahnreißschalter aktivierbaren Antriebseinrichtung
bewegbaren Träger aufgenommenen, zur Anlage an der sta
tionären Walze bringbaren Rotor enthält, der vorzugsweise
bei Kontakt mit der Bedruckstoffbahn von dieser angetrie
ben wird.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE-PS 32 15 473
bekannt. Bei dieser bekannten Anordnung ist auf dem be
wegbaren Träger lediglich eine Klemmwalze vorgesehen,
die durch die Bewegung des Trägers von einer zugeordneten
Zwangsantriebseinrichtung getrennt und in etwa lotrechter
Richtung zur Bahn an die stationäre, permanent angetriebene
Walze angestellt wird. Hierbei wird die Bahn daher ledig
lich geklemmt, ohne dabei eine nennenswerte Straffung zu
erfahren. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß die infol
ge eines Risses spannungslose Bahn aufgrund der Adhäsions
wirkung der Druckfarbe an einem Farbübertragungszylinder,
im Falle eines Offsetdruckwerks an einem Gummizylinder,
haften bleibt und von diesem solange mitgenommen wird, bis
die Klemmeinrichtung greift. Diese Auslenkung der Papier
bahn wird bei der bekannten Anordnung nicht rückgängig ge
macht, was zu einem sogenannten Flattern der Bahn und daher
in ungünstigen Fällen zu einem nochmaligen Reißen der Bahn
führen kann, was dann zwangsläufig zu einem sogenannten
Wickler führen muß. Die bekannte Anordnung erweist sich
demnach als nicht sicher und zuverlässig genug.
Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegen
den Erfindung, die geschilderten Nachteile zu vermeiden
und eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art mit einfachen
und kostengünstigen Mitteln so zu verbessern, daß die Si
cherheit und Zuverlässigkeit erhöht werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch wenigstens
eine auf dem Träger aufgenommene Bahnauslenkeinrichtung,
die vor dem Auflaufen des Rotors auf die stationäre Walze
zum Eingriff mit der Bahn kommt und diese schleifenförmig
um die stationäre Walze herumlenkt.
Diese Maßnahmen stellen sicher, daß der Bahnweg vor dem
Greifen der Klemmeinrichtung eine Verlängerung erfährt.
Da dies mit hoher Geschwindigkeit vor sich geht, wird
die Bahn hierdurch gestrafft, wobei eine im Bereich eines
Druckwerkzylinders bis zum Ansprechen der Fangvorrichtung
bereits stattgefundene Auslenkung der Bahn wieder rück
gängig gemacht wird, d. h. die Reaktionszeit der Fangvor
richtung wird in vorteilhafter Weise aufgeholt. Hierdurch
ist gewährleistet, daß die Bahn im Bereich zwischen der
Fangvorrichtung und dem jeweils vorgeordneten Druckwerk
nicht flattern kann, was die Gefahr eines weiteren Reißens
reduziert. Hinzu kommt, daß die Bahn hier auf einem ver
gleichsweise großen Umschlingungsbereich in Kontakt mit
der angetriebenen, stationären Walze gebracht wird, was
auch bei antriebslosem Rotor einen zuverlässigen Bahntrans
port gewährleistet.
Gemäß einer besonders zu bevorzugenden Fortbildung der
übergeordneten Maßnahmen kann die auf dem Träger aufge
nommene Auslenkeinrichtung wenigstens ein vom Rotor sepa
rates, diesem benachbartes Element aufweisen, das an der
stationären, angetriebenen Walze vorbeibewegbar ist. Hier
durch wird sichergestellt, daß der Rotor als der ange
triebenen, stationären Walze zugeordneter Gegenhalter
praktisch erst dann zum Eingriff mit der Bahn kommt, wenn
diese durch die Auslenkeinrichtung bereits satt an der
angetriebenen, stationären Walze zur Anlage gebracht
wurde. Zur Bildung des Rotors wird daher in vorteilhaf
ter Weise kein über die ganze Bahnbreite durchgehendes,
schweres Element benötigt. Vielmehr können zur Bildung
des Rotors einige wenige, vorzugsweise gleichmäßig über
die Bahnbreite verteilte Rollen vorgesehen sein. Derar
tige Elemente besitzen in vorteilhafter Weise keine nennens
werte Masse und benötigen daher keinerlei Vorbeschleuni
gung mittels einer Zwangsantriebseinrichtung, was die Bau
weise nicht unbeträchtlich vereinfacht. Außerdem gewähr
leisten die genannten Maßnahmen auch eine sehr günstige
Bewegungsgeometrie mit vergleichsweise kurzen Wegen der
Auslenkeinrichtung und des Rotors, was die Bauweise weiter
vereinfacht und die Reaktionszeit der erfindungsgemäßen
Fangvorrichtung stark verkürzen kann.
Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen,
daß der Träger als zweiarmiger Schwenkhebel ausgebildet
ist, der im Bereich beider Arme jeweils eine Auslenkein
richtung aufweist, von denen eine die Bahn übergreift und
die andere die Bahn untergreift. Diese Maßnahmen ergeben
eine besonders starke Verlängerung des Bahnwegs und damit
eine besonders gute Straffung der Bahn.
In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann
zur Bildung der Auslenkeinrichtung bzw. -einrichtungen,
die nur kurzzeitig mit der Bahn in Eingriff kommen, ein
fach jeweils eine über die Breite der Bahn durchgehende,
auf dem Träger feststehende Stange vorgesehen sein, was
eine besonders einfache Bauweise ergibt.
Zweckmäßig kann der Träger in der Wartestellung durch
einen eine Auslenkstange teilweise umgreifenden Riegel
gesichert sein, der an seinem eingriffseitigen Ende vor
teilhaft wenigstens eine Eingriffsrolle aufweisen kann.
Diese rollt bei der Auslösung des Riegels auf der zugeord
neten Auslenkstange ab, was die Reaktionszeit der erfin
dungsgemäßen Fangvorrichtung reduziert. Gleichzeitig wird
hierdurch sichergestellt, daß das dem Riegel zugeordnete
Auslöseorgan nur einen geringen Hub benötigt.
Eine weitere Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen
kann darin bestehen, daß der vorzugsweise als Ultraschall
schalter ausgebildete Papierreißschalter, mittels dessen
das dem Riegel zugeordnete Auslöseorgan betätigbar ist, im
Bereich des Ausgangs des der Fangvorrichtung vorgeordneten
Druckwerk angeordnet ist. Durch diese Anordnung des Papier
reißschalters ist sichergestellt, daß dieser auf eine Aus
lenkung der Bahn durch einen Druckwerkzylinder reagiert.
Eine Aktivierung der Fangvorrichtung erfolgt daher nur
dann, wenn der Bruch der Papierbahn tatsächlich zu einer
Auslenkung der Bahn im Bereich eines Druckwerkszylinders
und damit zu einer akuten Wicklergefahr führt. Die Ver
wendung eines Ultraschallschalters ermöglicht dabei in
vorteilhafter Weise einen großen Abstand des Schalters
von der Bahn, so daß keine nennenswerte Verschmutzungsge
fahr besteht.
In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann
der Träger mittels einer vorzugsweise als Zylinder-Kolben
aggregat ausgebildeten Spanneinrichtung, die eine an einer
Auslenkstange zur Anlage bringbare Druckbacke aufweist, in
seine Warteposition bringbar sein. Die am Träger nicht
angelenkte Spanneinrichtung kann in vorteilhafter Weise
nach Beendigung des Spannvorgangs in ihre Ausgangsposition
zurückkehren, wodurch sichergestellt ist, daß die Bewe
gung des Trägers bei Aktivierung der Fangvorrichtung hier
durch nicht behindert bzw. gebremst wird.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige
Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen ergeben sich
aus den restlichen Unteransprüchen.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfin
dungsgemäßen Bahnfangvorrichtung in der War
teposition,
Fig. 2 die Anordnung gemäß Fig. 1 in der Klemm
stellung und
Fig. 3 eine Vorderansicht des Rotors der erfindungs
gemäßen Bahnfangvorrichtung, teilweise im
Schnitt.
Die den Fig. 1 und 2 zugrundeliegende, als Ganzes mit
1 bezeichnete Bahnfangvorrichtung ist zwischen dem letzten
Druckwerk 2 einer Rollenrotationsdruckmaschine und einem
diesem letzten Druckwerk 2 nachgeordneten Trockner 3 an
geordnet, der erfahrungsgemäß einen kritischen Bereich
hinsichtlich Bahnriß darstellt. Im Trockner 3 wird die
in den Druckwerken bedruckte Bahn 4 durch Düsen 5 mit
Trocknungsluft beaufschlagt.
Im Falle eines Bahnrisses im Trockner 3 fällt die Span
nung der Bahn 4 im Bereich hinter dem letzten Druckwerk 2
ab. Die Folge davon ist, daß die Bahn 4 aufgrund der Ad
häsionswirkung der Farbe von einem der auf sie Farbe über
tragenden Druckwerkszylinder mitgenommen wird, wie in Fig. 1
durch gestrichelte Linien angedeutet ist. Die da
bei sich ergebende Auslenkung der Bahn 4 gegenüber der
normalen Transportebene ist demnach ein Zeichen für einen
Bahnriß und wird durch einen am Ausgang des Druckwerks 2
angeordneten Bahnreißschalter 6 erfaßt. Dieser ist als
Ultraschallschalter ausgebildet, der in vergleichsweise
großem Abstand zur Bahn 4 angeordnet sein kann und daher
keiner nennenswerten Verschmutzungsgefahr unterliegt.
Durch die mittels des Bahnreißschalters 6 aktivierbare
Bahnfangvorrichtung 1 werden die in Fig. 1 mit gestri
chelten Linien angedeutete Bahnauslenkung rückgängig ge
macht und die Bahn 4 wieder gestrafft, so daß ein soge
nannter Wickler, zu dem es kommt, wenn die von einem
Druckwerkzylinder mitgenommene Bahn 4 in den Spalt zwi
schen dem genannten Druckwerkzylinder und einem hiermit
zusammenwirkenden Zylinder gelangt, zuverlässig verhindert
wird und ein Flattern der Bahn 4 im Bereich zwischen dem
Druckwerk 2 und der Fangvorrichtung 7 unterbleibt.
Die Fangvorrichtung 1 besteht aus einem durch zwei mit
einander verbundene Seitenteile gebildeten Gestell 7,
auf dem eine stationäre Walze 8 drehbar gelagert ist, die
mit der Arbeitsgeschwindigkeit der vorgeordneten Druck
maschine antreibbar ist, wie durch einen Antriebsketten
zug 9 angedeutet ist. Die Bahn 4 geht bei Normalbetrieb
berührungslos über die angetriebene Walze 8 hinweg. Neben
der Walze 8 ist ein um eine walzenparallele Achse 10
schwenkbar auf dem Gestell 7 gelagerter Schwenkrahmen 1
vorgesehen, der als durch zwei miteinander verbundene
Seitenteile gebildeter Träger für eine Bahnauslenkein
richtung und eine der Walze 8 zugeordnete Andrückeinrich
tung fungiert und an dessen Einrichtungen die Bahn 4 im
Normalbetrieb ebenfalls berührungslos vorbeiläuft.
Die auf dem Schwenkrahmen 11 aufgenommene Andrückeinrich
tung besteht aus einem antriebslosen Rotor 12, der mit
solchem Abstand zur Schwenkachse 10 angeordnet ist, daß
er beim Verschwenken des Schwenkrahmens 11 an die statio
näre Walze 8 anläuft, wobei die Bahn 4, wie aus Fig. 2
anschaulich erkennbar ist, geklemmt und vorwärts transpor
tiert wird. Der Rotor 12 ist im dargestellten Ausführungs
beispiel antriebslos und besteht, wie am besten aus Fig.
3 erkennbar ist, aus einer über die ganze Breite des Schwenk
rahmens 11 durchgehenden, mit ihren Enden auf den Seiten
teilen 13 des Schwenkrahmens 11 aufgenommenen Achse 14
und mehreren, gleichmäßig über die Länge der Achse 14 ver
teilten Rollen 15, die frei drehbar auf der Achse 14 ge
lagert sind. Die schmalen, voneinander distanzierten Rol
len 15 bestehen aus Lagerbüchsen bildenden Leichtmetall
büchsen 16 und auf diesen aufgenommenen Gummiringen 17.
Diese schmalen Rollen 15 haben demnach keine nennenswerte
Masse und können beim Auflaufen des durch sie gebildeten
Rotors 12 auf die Bahn 4 bzw. die Walze 8 aus dem Stand
beschleunigt werden, ohne die Bahn 4 zu beschädigen bzw.
zu Störungen zu führen. Im dargestellten Ausführungsbei
spiel befinden sich die die eine Seite einer Bahnklemmein
richtung bildende Walze 8 unterhalb und der den Gegenhalter
bildende Rotor 12 oberhalb der Bahn 4.
Die neben dem Rotor 12 auf dem Schwenkrahmen 11 vorhande
ne Bahnauslenkeinrichtung besteht aus wenigstens einem,
dem Rotor 12 in Anstellrichtung vorgelagerten, über die
ganze Breite des Schwenkrahmens 17 durchgehenden Auslenk
organ, hier einfach in Form einer mit ihren Enden auf den
Seitenteilen 13 des Schwenkrahmens 11 aufgenommenen, kreis
förmigen Querschnitt aufweisenden Stange 18. Diese kommt
beim Anschwenken des Rotors 12 an die Walze 8 vor dem Ro
tor 12 zum Eingriff mit der Bahn 4. Der Abstand des walzen
seitigen Außenumfangs der Stange 18 von der Schwenkachse 10
des Schwenkrahmens 11 ist kleiner als der Abstand des Außen
umfangs der Walze 8 von der Schwenkachse 10. Die Stange 18
läuft daher bei einer Betätigung des Schwenkrahmens 11
nicht auf die Walze 8 auf, sondern an dieser vorbei, wo
durch die Bahn 4 vor dem Auflaufen des Rotors 12 auf die
Walze 8 gegenüber ihrem in Fig. 1 durch eine durchgehende
Linie angedeuteten Normalverlauf nach unten ausgelenkt
und schleifenförmig um die Walze 8 herumgeführt wird, wie
am besten aus Fig. 2 erkennbar ist. Im dargestellten Aus
führungsbeispiel wird die genannte Auslenkeinrichtung durch
zwei bezüglich der Schwenkachse 10 des Schwenkrahmens 11
einander gegenüberliegende Auslenkorgane in Form der Stan
gen 18 und 19 gebildet, von denen die dem Rotor 12 benach
barte Stange 18 die Bahn 4, wie der Rotor 12, übergreift
und die Stange 19 die Bahn 4 untergreift. In der aus Fig.
2 ersichtlichen Endstellung ergibt sich somit ein etwa
S-förmiger Bahnverlauf und damit eine starke Verlängerung
der von der Bahn 4 zurückzulegenden Strecke gegenüber der
geraden Normalstrecke. Der Achsabstand der rückwärtigen
Stange 19 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel etwas
geringer als der Achsabstand der dem Rotor 12 benachbar
ten Stange 18.
In der der Fig. 1 zugrundeliegenden Warteposition der
Fangvorrichtung 1, in welcher die Bahn 4 die Fangvorrich
tung 1 berührungslos durchläuft, ist der Schwenkrahmen 11
durch einen Riegel 20 entgegen der Kraft einer am Schwenk
rahmen 1 angreifenden, gespannten Antriebsfedereinrich
tung 21 verriegelt. Die Antriebsfedereinrichtung 31 ent
hält ein Tellerfederpaket oder mehrere, symmetrisch zur
Mittellängsebene angeordnete Tellerfederpakete mit jeweils
einer die Federteller aufnehmenden Stange 22, die axial
verschiebbar durch eine Querbohrung einer schwenkbar im
Gestell gelagerten, die Federpakete abstützenden Traverse
23 hindurchgreift und an ihrem oberen Ende eine an der
rotorfernen Auslenkstange 19 anliegende Druckbacke 24 auf
weist. Der Riegel 20 ist als zweiarmiger Schwenkhebel aus
gebildet, dessen oberer Arm die die Bahn 4 untergreifende
Stange 19 in der der Fig. 1 zugrundeliegenden Warteposi
tion der Fangvorrichtung 1 hakenförmig übergreift und an
seinem freien Ende eine an der Stange 19 anliegende Rolle
25 trägt, die bei einer Auslösung des Riegels 20 auf der
Stange 19 abrollt, was die Entriegelung beschleunigt. Am
anderen, hier unteren Arm des den Riegel 20 bildenden, zwei
armigen Schwenkhebels greift eine Auslöseeinrichtung 26
in Form eines Zylinder-Kolbenaggregats an, das mittels des
Bahnreißschalters 6 aktivierbar ist.
Bei normalem, störungsfreiem Betrieb befindet sich die
Fangvorrichtung 1 in der der Fig. 1 zugrundeliegenden
Warteposition, in der die Antriebsfedereinrichtung 21
gespannt ist. Im Falle eines Bahnrisses, der zu einer in
Fig. 1 mit gestrichelten Linien angedeuteten Auslenkung
der Bahn 4 führt, wird mittels des Bahnreißschalters 6
die Auslöseeinrichtung 26 aktiviert, die infolgedessen
anzieht, womit der Riegel 20 so weit verschwenkt wird, daß
die an der Stange 19 anliegende Rolle 25 über den Totpunkt
hinweggehoben wird und beim anschließenden, durch die An
triebsfedereinrichtung 21 bewirkten Schwenkvorgang des
Schwenkrahmens 11 als Abweiser für den Riegel 20 fungiert.
Der entriegelte Schwenkrahmen 11 wird durch die Antriebs
federeinrichtung 21 schlagartig in die der Fig. 2 zugrun
deliegende Fangstellung verschwenkt. Dabei kommt die Bahn
4 zunächst in Kontakt mit der die dem Rotor 12 vorgelager
te Auslenkeinrichtung bildenden Stange 18, die an der
stationären Walze 8 vorbeiläuft und die Bahn mit einem
großen Umschlingungsbereich an die Walze 8 anlegt. Gleich
zeitig mit der Stange 18 oder hier mit leichter Verzöge
rung kommt auch die die vom Rotor 12 abgewandte, auf der
der Stange 18 gegenüberliegenden Seite der Bahn vorgese
hene Auslenkeinrichtung bildende Stange 19 zum Eingriff
mit der Bahn 4, so daß sich eine S-förmige Bahnschleife
ergibt, wie aus Fig. 2 anschaulich erkennbar ist. Hier
durch ergibt sich eine Verlängerung der von der Bahn 4
zurückzulegenden Strecke und damit eine Straffung der Bahn
4, womit die infolge fehlenden Bahntransports an einem
Druckwerkszylinder hochsteigende Bahn 4 gestrafft und vom
Druckwerkszylinder abgezogen wird. Das in den Trockner 3
hineinreichende, vordere Ende der gerissenen Bahn wird
infolge fehlender Bahnspannung durch die von den Düsen 5
abgegebenen Strahlen schleifenförmig ausgelenkt und dem
entsprechend bei der Aktivierung der Fangvorrichtung 1
entgegen dem von der Auslenkeinrichtung in Form der Stan
gen 18, 19 ausgeübten Zug festgehalten, so daß die Bahn
4 nicht aus dem Trockner 3 zurückgezogen, sondern von dem
sie mitnehmenden Druckwerkszylinder abgezogen wird. Auch
die in Laufrichtung der Bahn 4 gerichteten Massenträg
heitskräfte wirken einem rückwärts gerichteten Heraus
ziehen der Bahn 4 aus dem Trockner 3 entgegen. Nach er
folgter Auslenkung der Bahn durch die Stangen 18, 19
läuft der Rotor 12 auf die stationäre Walze 8 auf, wo
durch die Bahn 4 geklemmt und zuverlässig transportiert
wird.
Im Falle eines Bahnrisses wird die Druckmaschine sofort
abgebremst. Nach erfolgter Stillsetzung wird die Bahn 4
ab der Bruchstelle neu eingezogen. Gleichzeitig wird die
Fangvorrichtung 1 wieder in die der Fig. 1 zugrundelie
gende Warteposition gebracht. Hierzu wird der Schwenkrah
men 11 unter Spannen der Antriebsfedereinrichtung 21 von
der der Fig. 2 zugrundeliegenden Fangstellung in der Fig. 1
zugrundeliegende Warteposition zurückgeschwenkt.
Hierzu ist im dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Spanneinrichtung in Form eines am Gestell 7 angelenkten
Zylinder-Kolbenaggregats 27 vorgesehen, dessen Kolben
stange mit einer Druckbacke 28 versehen ist, die zur An
lage an einer gegenüberliegenden Stange, hier an der Stan
ge 18, des Schwenkrahmens 11 bringbar ist. Nach Errei
chen der der Warteposition entsprechenden Schwenkstellung
des Schwenkrahmens 11 wird der Riegel 20 eingelegt. Danach
wird das die Spanneinrichtung bildende Zylinder-Kolben
aggregat in seine Ausgangsposition zurückgefahren, wie
Fig. 1 anschaulich zeigt. Der die Rolle 25 tragende
Haken des Riegels 20 übergreift die zugeordnete Stange 19
so weit, daß die vom vorgespannten Schwenkrahmen 11
auf den Riegel 20 ausgeübte Kraft in Verriegelungsrich
tung wirkt, womit die Auslöseeinrichtung 26 entlastet
wird.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Fangen einer gerissenen Bedruckstoff
bahn mit einer hinter einem Druckwerk einer Rollen
rotationsdruckmaschine, vorzugsweise hinter dem letz
ten Druckwerk (2), angeordneten Klemmeinrichtung, de
ren eine Seite durch eine stationär gelagerte, mit
der Arbeitsgeschwindigkeit der Druckmaschine antreib
bare Walze (8) gebildet wird und deren andere Seite
wenigstens einen auf einem mittels einer durch einen
Bahnreißschalter (6) aktivierbaren Antriebseinrich
tung bewegbaren Träger aufgenommenen, zur Anlage an
der stationären Walze bringbaren Rotor (12) enthält,
der vorzugsweise bei Kontakt mit der Bedruckstoffbahn
(4) von dieser angetrieben wird, gekennzeichnet durch
wenigstens eine auf dem Träger angeordnete Bahnaus
lenkeinrichtung (18), die vor dem Auflaufen des Ro
tors (12) auf die stationäre Walze (8) zum Eingriff
mit der Bedruckstoffbahn (4) kommt und diese schlei
fenförmig um die stationäre Walze (8) herumlenkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auslenkeinrichtung wenigstens ein vom Rotor
(12) separates, diesem in Bewegungsrichtung des Trä
gers vorgelagertes Umlenkorgan (18) aufweist, das an
der stationären Walze (8) vorbeibewegbar ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger als einen
zweiarmigen Schwenkhebel bildender Schwenkrahmen (11)
ausgebildte ist, der im Bereich beider Schwenkarme
jeweils ein Umlenkorgan (18, 19) aufweist, von denen
das eine die Bedruckstoffbahn (4) übergreift und das
andere untergreift.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (12) und das
diesem benachbarte Umlenkorgan (18) die Bedruckstoff
bahn (4) übergreifen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes auf dem Träger auf
genommene Umlenkorgan (18 bzw. 19) der Auslenkeinrich
tung als über die Breite des Schwenkrahmens (11)
durchgehendes Element ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest ein Umlenkorgan, vorzugsweise beide Um
lenkorgane der Auslenkeinrichtung, als auf dem Schwenk
rahmen (11) feststehend angeordnete Stange (18 bzw.
19) ausgebildet ist bzw. sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der an die stationäre Wal
ze (8) anstellbare Rotor (12) mehrere, auf einer durch
gehenden Achse (14) drehbar gelagerte Rollen (15) auf
weist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die voneinander beabstandeten, vorzugsweise gleich
mäßig über die Länge der Achse (14) verteilten Rol
len (15) jeweils einen auf einer Leichtmetallbüchse
(16) aufgenommenen Gummiring (17) aufweisen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorzugsweise als
Schwenkrahmen (11) ausgebildete Träger in der Warte
position, in der die Bedruckstoffbahn die Fangvor
richtung (1) berührungslos passiert, durch einen ein
Umlenkorgan (19) der Auslenkeinrichtung teilweise um
greifenden, durch eine vorzugsweise als Zylinder-Kol
benaggregat ausgebildete Auslöseinrichtung (26) betä
tigbaren Riegel (20) entgegen der von einer vorzugs
weise als Tellerfederpaket ausgebildeten Antriebsfe
dereinrichtung (21) ausgeübten Kraft sicherbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorzugsweise als zweiarmiger Schwenkhebel
ausgebildete Riegel (20) eingriffsseitig hakenförmig
gebogen ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
9, 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (20) im
Bereich seines die zugeordnete, trägerseitige Stange
(19) übergreifenden Endes mit einer Rolle (25) ver
sehen ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Papierreißschalter
(6), mittels dessen die Auslöseeinrichtung (26) akti
vierbar ist, als Ultraschallschalter ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Papierreißschalter
(6) im Bereich des Ausgangs des der Fangvorrichtung
(1) vorgeordneten Druckwerks (2) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (11) mittels
einer vorzugsweise als Zylinder-Kolbenaggregat ausge
bildeten Spanneinrichtung (27), die eine an einer
trägerseitigen Stange (18) zur Anlage bringbare Druck
backe (28) aufweist, unter Spannen einer Antriebs
federeinrichtung (21) in die Warteposition bringbar
ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Also Published As
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