DE367042C - Vorrichtung zum gemeinsamen Schmieren von Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken usw. an Lokomotiven oder aehnlichen Maschinen von einer Stelle aus - Google Patents
Vorrichtung zum gemeinsamen Schmieren von Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken usw. an Lokomotiven oder aehnlichen Maschinen von einer Stelle ausInfo
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- DE367042C DE367042C DEM71050D DEM0071050D DE367042C DE 367042 C DE367042 C DE 367042C DE M71050 D DEM71050 D DE M71050D DE M0071050 D DEM0071050 D DE M0071050D DE 367042 C DE367042 C DE 367042C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F17/00—Lubrication specially adapted for axle-boxes of rail vehicles
- B61F17/02—Lubrication specially adapted for axle-boxes of rail vehicles with oil
- B61F17/26—Lubrication specially adapted for axle-boxes of rail vehicles with oil by external feeding means, e.g. pneumatic devices
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Zusammenfassung der an Lokomotiven
u. dgl. vorhandenen Schmierstellen an Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken
usw. unter Ein- und Ausrückung der Schmierung von einer Stelle aus. Es ist an sich bekannt, Schmierstellen derart zusammenzufassen,
daß ihre Funktion von einer Stelle aus eingestellt wird, bzw. die Zusammenfassung
zu sogenannten Batterieschmierungen wird in der Technik verschiedentlich angewandt,
indessen ist weniger eine solche Zusammenfassung 'Gegenstand der Erfindung als
die Erkenntnis, daß diese Zusammenfassung bei Lokomotiven und beweglichen Dampfmaschinen
ähnlicher Gattung einen bestimmten Wirkungsgrad erhält, der einem lang empfundenen
Mißstand abzuhelfen geeignet ist.
Es tritt nämlich bei Lokomotiven, und zwar besonders Lokomotiven vor Güterzügen, ein außerordentlich starker Verbrauch an Schmiermitteln auf, weil das Schmiermittel in unablässiger Folge zu den Schmierstellen tritt, ob die Lokomotive fährt oder an irgendeiner Station hält. Da die Züge oft gezwungen sind, längere Zeit vor den Streckensignalen oder auf einer Station zu stehen, so gelangt, wenn der Lokomotivführer oder sonstige Wärter der Maschine die Schmierung nicht von Hand ■ aussetzt, das Schmiermittel während dieser Zeit unaufhörlich zur Schmierstelle, um von hier ungenutzt zu verflüchtigen.
Es tritt nämlich bei Lokomotiven, und zwar besonders Lokomotiven vor Güterzügen, ein außerordentlich starker Verbrauch an Schmiermitteln auf, weil das Schmiermittel in unablässiger Folge zu den Schmierstellen tritt, ob die Lokomotive fährt oder an irgendeiner Station hält. Da die Züge oft gezwungen sind, längere Zeit vor den Streckensignalen oder auf einer Station zu stehen, so gelangt, wenn der Lokomotivführer oder sonstige Wärter der Maschine die Schmierung nicht von Hand ■ aussetzt, das Schmiermittel während dieser Zeit unaufhörlich zur Schmierstelle, um von hier ungenutzt zu verflüchtigen.
Nach der Erfindung wird dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß von einem beweglichen
Ölbehälter aus auf die verschiedenen Schmierstellen gewirkt wird, wobei der Ölbehälter
vom Führerstand der Maschine aus mittels Hebel oder Seilübertragung gesteuert wird,
und zwar derart, daß beim Halten der Maschine der ölzulauf vom Behälter zu den einzelnen
Schmierstellen getrennt, beim Anfahren wieder angestellt wird. Diese Ein- bzw. Abstellbewegung
kann sowohl als besonders auszuführende Bewegung als auch als zwanghäufig mit der Brems- oder ähnlichen Betätigung
verbundene Vorrichtung ausgebildet werden. Der Ölbehälter ist dabei zweckmäßig schwenkbar gelagert, und zwar derart
und unter solcher Formgebung, daß der Spiegel der Schmierflüssigkeit mit der An- oder
Abstellbewegung verändert wird, d. h. daß die Schmierflüssigkeit je nach der Stellung des
Behälters zu den Schmierstellen treten kann oder nicht. Zweckmäßig wird dabei der Austritt
des Schmiermittels in der Weise bewerkstelligt, daß in dem Behälter eine Anzahl Röhrchen vorgesehen werden, die einesteils
in Schmierölfänger ragen und das Schmieröl durch in den Behälter ragende Dochte in die
ίο Fänger leiten. Während von den Fängern das Schmiermittel zu den einzelnen SchmiersteUen
in bekannter Weise mittels Röhren geleitet wird, kann in dem Behälter durch entsprechende
Einrichtungen Vorsorge getroffen werden, daß die Dochtröhrchen nicht unmittelbar
von dem flutenden Schmiermittel getroffen werden, wie auch an der Einfüllöffnung Fangtrichter
u. dgl. vorgesehen werden können.
Die Verwendung der Dochtschmierung in der bezeichneten Form hat neben der Einfachheit
noch den Vorzug, daß mit der Abstellung bzw. Ausschwenkung des Ölbehälters noch das
im Docht befindliche öl abtropft, wodurch eine für kleinere Rangierbewegungen o. dgl. völlig
genügende Schmierung erzielt wird. In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung
dargestellt.
Abb. ι und 2 zeigen die Grundanordnung nach der Erfindung in Stirn- und Seitenansicht
in schematischer Darstellung. Abb. 3 zeigt in Längsschnitt, Abb. 4 im Grundriß Ölbehälter und ölfänger, wobei strichpunktiert
die ausgeschaltete Lage des Ölbehälters veranschaulicht ist.
Auf der Plattform α der Lokomotive b wird nach der Erfindung der ölbehälter c angeordnet,
und zwar zweckmäßig, entsprechend der doppelten oder mehrfachen Anordnung der Antriebszylinder und der zugehörigen Einrichtungen,
zu beiden Seiten. Die Behälter c schwingen zweckmäßig um eine gemeinsame Achse d. Der Behälter c wird von solcher
Form gewählt, daß das Schmieröl in ausgeschwungener Behälterstellung genügend Raum
findet, anders aber auch aus der Schmierstellung gerät. Am Behälter c oder an einem an
diesem befestigten Lappen, Hebel o. dgl. e greift das Gestänge / an, das zum Führerstand
g führt, von wo aus es entweder mittels besonderen Handhebels h oder durch Verbindung
mit dem Bremsgestänge oder einer anderen Einrichtung der Lokomotive zwangläufig betätigt wird. An dem dem Drehzapfen
d des Behälters c abgekehrten Ende sind die Auslaufröhrchen i angeordnet, in
denen Dochte k o. dgl. vorgesehen sind, die im Behälter c zum Boden reichen und in die
Schmierflüssigkeit tauchen, um durch ihre bekannte Kapillarwirkung Öl in die unter den
Röhrchen i angeordneten Fänger I abzugeben. Fänger I erhalten zweckmäßig Trichterform,
um die nach dem Ausschwenken des Behälters noch abtropfende geringe Ölmenge bequem
auffangen zu können, und führen das an sie abgegebene Öl mittels Röhren m zu den
SchmiersteUen ab.
Um in den Behälter gelangenden Schmutz abzufangen und ein bequemes Reinigen zu ermöglichen,
kann im Behälter c noch eine Abteilung durch Einschaltung eines Siebes η geschaffen
werden; auch kann die Einfüllöffnung ο durch Fluttrichter p das durch die
Schwenkbewegung in Bewegung versetzte Schmieröl abfangen.
Entgegen der Darstellung kann dem Behälter c auch noch eine andere Form gegeben
werden, etwa Trommelform, wodurch in genügendem Maße Vorsorge getroffen ist, daß das
flutende Schmiermittel beim Verschwenken von den Schmierröhren i abweicht und im Behälter
Raum findet. Die Breite des Behälters richtet sich nach der Anzahl der zusammengefaßten
SchmiersteUen.
"~ Wenn auch aus der Zeichnung die Wirkungsweise
ohne weiteres ersichtlich ist, so sei doch darauf hingewiesen, daß es vor allem darauf ankommt, daß für jeden Stillstand der
Maschine entweder zwangläufig mit der Stillsetzbewegung oder durch besondere Betätigung
der Ölbehälter ausgeschwenkt und damit der Ölzulauf zu den SchmiersteUen gehemmt
wird; damit tropft dann nur noch so viel Öl in die Fänger I, als die Dochte k noch enthalten.
Diese an sich geringe Menge und die noch in den Röhren m befindliche genügt aber
völlig, um ein Festpacken oder Fressen der bewegten Teile während des Stillstandes oder ■
bei kleineren Bewegungen der Maschine zu verhindern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum gemeinsamen Schmieren von Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken usw. an Lokomotiven oder ähnlichen Maschinen von einer Stelle aus, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer -Schmierstoffibehälter (c) für die zusammengefaßten SchmiersteUen (/, m) schwenkbar gelagert ist und durch ein zum Führerstand (g) geleitetes Steuergestänge (f, h) zwangläufig mit der Bremse oder besonders bewegt werden kann, so daß den SchmiersteUen nur während der Zeit ihres tatsächlichen Bedarfes fortlaufend Schmierstoff zugeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM71050D DE367042C (de) | 1920-10-15 | 1920-10-15 | Vorrichtung zum gemeinsamen Schmieren von Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken usw. an Lokomotiven oder aehnlichen Maschinen von einer Stelle aus |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DEM71050D DE367042C (de) | 1920-10-15 | 1920-10-15 | Vorrichtung zum gemeinsamen Schmieren von Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken usw. an Lokomotiven oder aehnlichen Maschinen von einer Stelle aus |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE367042C true DE367042C (de) | 1923-01-16 |
Family
ID=7313764
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DEM71050D Expired DE367042C (de) | 1920-10-15 | 1920-10-15 | Vorrichtung zum gemeinsamen Schmieren von Kolbenstangen, Kolbenschieberstangen, Gleitbacken usw. an Lokomotiven oder aehnlichen Maschinen von einer Stelle aus |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE367042C (de) |
-
1920
- 1920-10-15 DE DEM71050D patent/DE367042C/de not_active Expired
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