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DE3650726T2 - Herstellung von Kupferlegierungen mit mittelhoher Leitfähigkeit und hoher Festigkeit - Google Patents

Herstellung von Kupferlegierungen mit mittelhoher Leitfähigkeit und hoher Festigkeit

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Publication number
DE3650726T2
DE3650726T2 DE3650726T DE3650726T DE3650726T2 DE 3650726 T2 DE3650726 T2 DE 3650726T2 DE 3650726 T DE3650726 T DE 3650726T DE 3650726 T DE3650726 T DE 3650726T DE 3650726 T2 DE3650726 T2 DE 3650726T2
Authority
DE
Germany
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alloy
alloys
annealing
temperature
copper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE3650726T
Other languages
English (en)
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DE3650726D1 (de
Inventor
John F. Breedis
Ronald N. Caron
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Olin Corp
Original Assignee
Olin Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Family has litigation
First worldwide family litigation filed litigation Critical https://patents.darts-ip.com/?family=24922769&utm_source=google_patent&utm_medium=platform_link&utm_campaign=public_patent_search&patent=DE3650726(T2) "Global patent litigation dataset” by Darts-ip is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License.
Application filed by Olin Corp filed Critical Olin Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE3650726D1 publication Critical patent/DE3650726D1/de
Publication of DE3650726T2 publication Critical patent/DE3650726T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C9/00Alloys based on copper
    • C22C9/06Alloys based on copper with nickel or cobalt as the next major constituent
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01LSEMICONDUCTOR DEVICES NOT COVERED BY CLASS H10
    • H01L23/00Details of semiconductor or other solid state devices
    • H01L23/48Arrangements for conducting electric current to or from the solid state body in operation, e.g. leads, terminal arrangements ; Selection of materials therefor
    • H01L23/488Arrangements for conducting electric current to or from the solid state body in operation, e.g. leads, terminal arrangements ; Selection of materials therefor consisting of soldered or bonded constructions
    • H01L23/495Lead-frames or other flat leads
    • H01L23/49579Lead-frames or other flat leads characterised by the materials of the lead frames or layers thereon
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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Description

  • Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Legierungen auf Kupferbasis, die insbesondere in der Elektronikindustrie als Materialien für Leiterrahmen oder Verbinder Anwendung finden. Die Elektronikindustrie verlangt zunehmend nach Legierungen höherer Festigkeit mit guter Formbarkeit, guter elektrischer und thermischer Leitfähigkeit für Leiterrahmen. Anwendungen für Verbinder würden gleichermaßen von solchen Legierungen profitieren, wenn sie mit gutem Entspannungswiderstand bereitgestellt werden können. Die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Legierungen liefern eine Kombination von hoher Festigkeit und mäßigen bis hohen Leitfähigkeitseigenschaften, die im Vergleich zu im Handel verfügbaren Legierungen verbessert sind.
  • Ein Vergleich verschiedener Kupferlegierungen, die in der Elektronikindustrie Anwendung finden, ist dargelegt in einer Broschüre mit dem Titel "High Strength, High Conductivity Copper Alloys For IC Lead Frame", herausgebracht von Sumitomo Metal Mining Copper & Brass Sales Co., Ltd. Aus der folgenden Beschreibung wird deutlich werden, daß die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Legierungen im Vergleich zu vielen im Handel verfügbaren Legierungen eine beträchtlich verbesserte Kombination von Festigkeit und Leitfähigkeit liefern.
  • Es ist in hohem Maße erwünscht, für die vorgenannten Anwendungen eine Kupferlegierung bereitzustellen, die eine Zugfestigkeit von etwa 100 ksi oder höher hat, während sie für ein Leiterrahmen-Material eine elektrische Leitfähigkeit von etwa 40% IACS beibehält. Unter den in der Broschüre dargelegten Materialien erreichen nur 42 Legierungen ein derartiges Festigkeitsziel, jedoch die Leitfähigkeit der Legierungen ist extrem niedrig. Unter den Legierungen mit mäßiger Leitfähigkeit kommt die Legierung C19500 den gewünschten Eigenschaften am nächsten, sie verpaßt jedoch das Festigkeitsziel.
  • Bestimmte Beryllium-Kupfer-Legierungen, wie die Legierung C17400, liefern eine gute Leitfähigkeit und Festigkeit unter einer Einbuße an Biegeeigenschaften und unter Kostenbelastung.
  • Für Verbinder-Anwendungen ist der Entspannungswiderstand oder Spannungsrelaxationswiderstand zusätzlich zur Festigkeit und Leitfähigkeit eine wichtige Eigenschaft. Die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Legierungen liefern im Vergleich zu einer typischen im Handel erhältlichen Legierung, wie der Legierung C51000, die eine Phosphor-Bronze ist, verbesserte Kombinationen von Biegeeigenschaften, Leitfähigkeit und Entspannungswiderstand.
  • Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ergibt Legierungen, die ausscheidungshärtbare Nickel-Silizium-Bronzen sind, denen Magnesium zugesetzt ist, um die einzigartig verbesserte Kombination von Eigenschaften zu liefern. In Patenten und in der Literatur wurden zahlreiche Legierungen und/oder Verfahren beschrieben, welche die Ausscheidungshärtungs-Eigenschaften nutzen, die der Zusatz von Nickel und Silizium liefert, beispielsweise diejenigen, die dargelegt sind in dem US-Patent Nr. 1 658 186 von Corson, Nr. 1 778 668 von Fuller und Nr. 2 185 958 von Strang et al. Verschiedene Zusätze anderer Elemente zu Nickel-Silizium-Bronzen sind beschrieben in den US-Patenten Nr. 2 137 282 von Hensel et al., Nr. 3 072 508 von Klement et al., Nr. 4 191 601 von Edens et al., Nr. 4 260 435 von Edens et al., Nr. 4 466 939 von Kim et al. und in der japanischen offengelegten Patentanmeldung Nr. 213 847/83 von Miyafuji et al. Penn Precision Products, Inc. stellt eine Nickel-Silizium-Bronze unter der Handelsmarke DICKALLOY her. Wie in ihrem Produktprospekt dargelegt ist, enthält jene Legierung Kupfer-Nickel-Silizium mit Zusätzen von Aluminium und Chrom.
  • Der Patentinhaber der vorliegenden Erfindung ist auch der Inhaber von Patenten, die Kupferbasis-Legierungen mit Magnesium-Zusätzen, welche den Entspannungswiderstand verbessern, betreffen. Zu jenen Patenten gehören die US-Patente Nr. 4 233 068 und Nr. 4 233 069 von Smith et al., die Messing-Legierungen betreffen, und das US-Patent Nr. 4 434 016 von Saleh et al., das Kupfer-Nickel-Aluminium-Legierungen betrifft. Die US-Patentanmeldung mit der Seriennummer 645 957 von Knorr et al. offenbart Kupferbasis-Legierungen für Leiterrahmen- oder Verbinder- Anwendungen, die Eisen, Magnesium, Phosphor und, gewünschtenfalls, Zinn enthalten.
  • Nickel-Silizium-Bronzen mit Zusätzen von Magnesium sind in den US- Patenten Nr. 2 851 353 von Roach et al. und Nr. 4 366 117 von Tsuji offenbart. Die Legierungen, mit denen sich diese Patente befassen, fallen in einer oder in mehrfacher Hinsicht außerhalb der Bereiche der Legierungen, die mit dem Verfahren der Erfindung erhalten werden.
  • Das US-Patent Nr. 2 157 934 von Hensel und Larsen beschreibt eine Kupferbasis-Legierung, die alterungshärtbar ist und 0,1 bis 3% Magnesium, 0,1 bis 5% eines Materials aus der Gruppe Nickel, Kobalt oder Eisen, 0,1 bis 3% Silizium und Rest Kupfer enthält. Die Legierung wird behandelt, indem man sie auf eine Temperatur oberhalb 700ºC erhitzt, gefolgt von Abschrecken und dann Altern unterhalb von 700ºC. Wenn gewünscht, kann das Material zwischen dem Abschrecken und dem Altern kaltverformt werden, um seine Härte zu erhöhen.
  • Die Auswirkungen kleiner Legierungszusätze von Aluminium, Magnesium, Mangan und Chrom auf das Alterungsverhalten einer Cu- Ni-Si-Legierung, die 1,8% Nickel und 0,8% Silizium, Rest Kupfer, enthielt, wurden in der Veröffentlichung "Effects Of Small Alloying Additions On the Ageing Behaviour Of A Copper-Nickel-Silicon Alloy" von Tewari et al., die in Transactions of the Indian Institute of Metals, Dezember 1964, Seiten 211 bis 216, erschien, beschrieben. Die untersuchten Magnesium-Gehalte variierten von 0,2% bis 1%. Kupfer- Nickel-Silizium-Magnesium-Legierungen, im besonderen, die 1, % Nickel, 0,8% Silizium, mit 0,3% Magnesium oder Chrom enthalten, sind in der Veröffentlichung "Studies on Age Hardening Cu-Ni-Si-Mg and Cu-Ni-Si-Cr Alloys" von Bhargava et al., erschienen in Z. Metallkde., Band 63 (1972) H. 3, Seiten 155 bis 157, beschrieben. Diese, Veröffentlichung beschreibt das Alterungshärtungs-Verhalten einer solchen Legierung. Es sollte beachtet werden, daß der Nickelgehalt der in diesen Veröffentlichungen untersuchten Legierungen außerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung liegt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer Legierung auf Kupferbasis mit einer verbesserten Kombination von Festigkeit und Leitfähigkeit, wobei die Legierung besteht aus (a) 0,05 bis 5,0 Gewichts% Nickel, (b) wobei ein Teil des Nickelgehalts gewünschtenfalls durch Chrom, Cobalt, Eisen, Titan, Zirconium, Hafnium, Niob, Tantal, Mischmetall oder Gemische davon in einer Menge von 1 Gewichts % der Legierung oder weniger, aber wirksam zur Bildung eines Silicids, ersetzt ist; (c) 0,01 bis 2,0 Gewichts % Silicium; (d) gewünschtenfalls Lithium, Calcium, Mangan, Mischmetall oder Gemischen davon in einer Menge von 0,25 Gewichts% der Legierung oder weniger, aber wirksam zum Deoxidieren oder Entschwefeln; (e) bis zu 1 Gewichts % Magnesium; (f) Rest Kupfer abgesehen von Verunreinigungen; und wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
  • (a) Gießen der Legierung zu einer gewünschten Gestalt;
  • (b) Lösungsglühen der Legierung bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC für eine Zeitdauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, gefolgt von Abschrecken;
  • (c) Kaltverformen der Legierung um mindestens 30%;
  • (d) Glühen bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC für eine Zeitdauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, gefolgt von Abschrecken;
  • (e) Kaltverformen um mindestens 10%, und
  • (f) Überaltern durch Glühen bei einer Temperatur von 500 bis 700ºC für eine Zeitdauer von 1/2 bis 8 Stunden.
  • Bevorzugte Ausführungsformen des Verfahrens der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 11 beansprucht.
  • Die Schrift GB-A-522 482 lehrt eine Kupferlegierung, die besteht aus 0,1 bis 5%, bevorzugt 2,25%, Nickel, 0,1 bis 3%, bevorzugt 0,5%, Silizium, 0,1 bis 3%, bevorzugt 0,5%, Magnesium, Rest Kupfer. Eine derartige bekannte Legierung zeigt eine gute Kombination von Leitfähigkeit und Härte.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Legierungen auf Kupferbasis bereitgestellt, wobei die Legierungen eine mäßige bis hohe Leitfähigkeit mit außergewöhnlich guten Festigkeitseigenschaften haben. Die Legierungen können auf verschiedene Arten behandelt werden, um für die jeweilige Anwendung die beste Kombination von Festigkeit, Biegungsformbarkeit und Leitfähigkeit zu liefern. Für Leiterrahmen-Anwendungen werden die Legierungen im allgemeinen behandelt, daß sie die beste Kombination von Festigkeit und Leitfähigkeit sowie gute Biegeeigenschaften liefern; für Verbinder-Anwendungen hingegen sind Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungsrelaxation von allergrößter Bedeutung. Für einige Verbinder-Anwendungen sind eine verringerte Festigkeit bei verbesserter Leitfähigkeit und Biegequalität erforderlich.
  • Die Ansprüche dieses Patents sind nicht auf die Zusammensetzung der hierin offenbarten Legierungen an sich gerichtet. Diese Legierungen sind jedoch geeignet dafür, nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt zu werden.
  • Diese verbesserten Eigenschaften werden mit einer Legierung auf Kupferbasis erreicht, die bevorzugt 2 bis 4,8 Gew.-% Nickel, 0,2 bis 1,4 Gew.-% Silizium, 0,05 bis 0,45 Gew.-% Magnesium enthält. Besonders bevorzugt enthält die Legierung 2,4 bis 4,0 Gew.-% Nickel, 0,3 bis 1,1 Gew.-% Silizium und 0,05 bis 0,3 Gew.-% Magnesium. Ganz besonders bevorzugt beträgt das Magnesium 0,1 bis 0,2 Gew.-%. Für Leiterrahmen-Anwendungen befinden sich die Legierungen bevorzugt im überalterten Zustand. Für Verbinder-Anwendungen befinden sich die Legierungen bevorzugt im stabilisierten Zustand.
  • Verschiedene andere Elemente können in Verunreinigungs-Mengen vorhanden sein, welche die Eigenschaften der Legierungen nicht ungünstig beeinflussen.
  • Die Behandlung der Legierungen bestimmt zum Teil ihre Kombination von Festigkeit, Leitfähigkeit, Biegungsformbarkeit und Spannungsrelaxations-Eigenschaften und ihre Eignung zur Anwendung als ein Leiterrahmen- oder Verbinder-Material.
  • Im allgemeinen werden die Legierungen unter Verwendung von Direkthartguß gegossen. Danach werden die Legierungen bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC, und bevorzugt von 850 bis 900ºC, warm verformt.
  • Gewünschtenfalls können die Legierungen nach der vorgenannten Behandlung bei einer Temperatur von 550 bis 700ºC homogenisierungsgeglüht werden. Wenn bei dem Verfahren ein Homogenisierungsglühen verwendet wird, sollte die Legierung vor irgendwelchen Alterungsbehandlungen durch Glühen bei einer Temperatur oberhalb 750ºC wieder gelöst werden, gefolgt von Abschrecken. Das Homogenisierungsglühen kann nach dem Warmverformen oder nach einem anfänglichen Kaltverformen durchgeführt werden, wie gewünscht.
  • Bei einer ersten Verfahrens-Alternative (nicht Gegenstand der Erfindung) wird die Legierung dann einer oder mehreren Folgen von Kaltverformen und Altern unterzogen. In der ersten derartigen Folge oder Sequenz sollte das Kaltverformen mindestens 30% Verringerung der Dicke umfassen, und bevorzugt mindestens 50%. Für Verbinder- Anwendungen, die die höchsten Festigkeitseigenschaften, bei einer gewissen Einbuße an Biegungsformbarkeit, erfordern, werden die Legierungen dann bei einer Temperatur von 350 bis 500ºC, und bevorzugt von 425 bis 480ºC, gealtert. Wenn eine zweite Sequenz von Kaltverformen und Altern erforderlich ist, sollte das Kaltverformen mindestens 10% Verringerung der Dicke, und bevorzugt mindestens 30 % Verringerung der Dicke, umfassen, und dem sollte eine Alterungsbehandlung bei einer Temperatur folgen, die geringer ist als die Alterungstemperatur bei der ersten Behandlung, die im allgemeinen im Bereich von 350 bis 490ºC liegt. Die Legierung wird dann abschließend um 10 bis 90%, und bevorzugt um 30 bis 60%, Dickenverringerung kaltverformt. Für Verbinder-Anwendungen wird die Legierung danach gewünschtenfalls durch Glühen bei einer Temperatur von 200 bis 345ºC, und bevorzugt von 225 bis 330ºC, stabilisiert.
  • Bei einer zweiten Verfahrens-Alternative, die Gegenstand der Erfindung ist, für Leiterrahmen-Anwendungen umfaßt die Behandlung nach dem Warmverformen oder dem Homogenisierungsglühen das Kaltverformen der Legierung um mindestens 30%, und bevorzugt mindestens 50%, Dickenverringerung, gefolgt von Glühen bei einer Temperatur von 750 bis 900ºC, und bevorzugt von 800 bis 850ºC, und Abschrecken gefolgt von Kaltverformen um mindestens 10%, und bevorzugt mindestens 30 %, gefolgt von Überaltern bei einer Temperatur von 500 bis 700ºC, und bevorzugt von 510 bis 575ºC, gefolgt von Kaltverformen um 10 bis 90 %, und bevorzugt um 30 bis 60%, Dickenverringerung. Obwohl dieses Verfahren für Leiterrahmen-Anwendungen bestimmt ist, kann die Legierung, sollte sie zur Verwendung bei Verbinder-Anwendungen gewünscht werden, gewünschtenfalls wie bei der vorangehenden ersten Verfahrens-Alternative stabilisiert werden. Man geht davon aus, daß die zweite Verfahrens-Alternative in breitem Umfang auf Kupferlegierungen, die 0,05 bis 5,0 Gew.-% Nickel, 0,01 bis 2 Gew.-% Silizium, bis zu 1 Gew.-% Magnesium enthalten, anwendbar ist. Verunreinigungen, die die Eigenschaften der Legierung nicht auf wesentliche Weise ungünstig beeinflußen, können anwesend sein.
  • Schließlich kann nach einer dritten Verfahrens-Alternative (nicht Gegenstand der Erfindung) die Legierung mittels eines Verfahrens behandelt werden, das sie für die Verwendung als ein Leiterrahmen- oder, alternativ, als ein Verbinder-Material geeignet macht, wobei das Material eine relativ hohe Festigkeit, mäßige Leitfähigkeit und etwas schlechtere Biegeeigenschaften als bei der zweiten Verfahrens- Alternative, aber wesentlich bessere Biegeeigenschaften als bei der ersten Verfahrens-Alternative hat. Dieses Verfahren ist dasselbe wie die zweite Verfahrens-Alternative, wobei ein Glühen ohne Überalterung durch ein Überalterungs-Glühen ersetzt wird. Gemäß diesem Verfahren wird das Glühen vor der Schlußverformung bei einer Temperatur von 350 bis weniger als 500ºC, und bevorzugt von 425 bis 480ºC, durchgeführt. Die Schlußkaltverformung wäre dieselbe wie bei den vorhergehenden Verfahren, und für Verbinder-Anwendungen ist ein fakultatives Stabilisierungsglühen, wie vorher beschrieben, bevorzugt.
  • Demgemäß ist die hierin beschriebene Legierung eine Vielzwecklegierung auf Kupferbasis mit einer einzigartigen Kombination von Festigkeit, Leitfähigkeit, Biegungsformbarkeit und, gewünschtenfalls, Entspannungswiderstand, was die Legierung zur Verwendung als ein Verbinder- oder Leiterrahmen-Material geeignet macht.
  • Es wurde gefunden, daß die hierin beschriebenen Legierungen mit einem entscheidenden Magnesiumzusatz durch geeignetes Anpassen ihrer Behandlung oder Herstellung leicht für jede dieser Anwendungen zugeschnitten werden können.
  • Es wurde überraschend gefunden, daß die hierin beschriebenen Legierungen im überalterten Zustand wesentliche Verbesserungen der Biegungsformbarkeit schaffen, während sie relativ hohe Festigkeits- und gute Leitfähigkeits-Eigenschaften beibehalten.
  • Es wurde auch überraschend gefunden, daß der Entspannungswiderstand der Legierung durch die Verwendung eines Stabilisierungsglühens merklich beeinflußt wird.
  • Es wurde überraschend gefunden, daß die Warmverformbarkeit der Legierung durch sorgfältiges Kontrollieren des Magnesiumgehalts verbessert werden kann. Wenn hohe Magnesiumgehalte verwendet werden, entwickeln die Legierungen eine Anfälligkeit zum rissig werden, die von der Warmverformungstemperatur abhängt. Diese Anfälligkeit, rissig zu werden, wird jedoch durch Halten des Magnesiums innerhalb der offenbarten Grenzen vermieden, unabhängig von der Warmverformungstemperatur.
  • Dementsprechend ist es ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung einer Vielzwecklegierung auf Kupferbasis für Elektronikanwendungen wie Leiterrahmen oder Verbinder und die Behandlung dafür bereitzustellen.
  • Es ist ein weiterer Vorteil der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung derartiger Legierungen mit einer verbesserten Kombination von Festigkeit, Leitfähigkeit, Biegungsformbarkeit und gewünschtenfalls Spannungsrelaxationswiderstand bereitzustellen.
  • Es ist noch ein weiterer Vorteil dieser Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung derartiger Legierungen, die leicht warmverformbar sind und die während der Warmverformung keine temperaturveränderliche Empfänglichkeit für Reißen entwickeln, bereitzustellen.
  • Diese und andere Vorteile werden aus der folgenden Beschreibung und den folgenden Zeichnungen deutlicher werden.
  • Fig. 1 ist eine grafische Darstellung, die die Beziehung zwischen Magnesiumgehalt und der temperaturveränderlichen Empfänglichkeit der Legierung für Rißbildung während der Warmverformung zeigt; und
  • Fig. 2 ist eine grafische Darstellung, die die Beziehung zwischen Alterungstemperatur und Härte, Biegungsformbarkeit und elektrischer Leitfähigkeit der Legierung bei verschiedenen Alterungszeiten zeigt.
  • Die Vielzwecklegierung auf Kupferbasis, die hierin beschrieben wird, kann, abhängig von ihrer Behandlung, von der Elektronikindustrie effektiv als ein Leiterrahmen- oder Verbinder-Material verwendet werden. Die Legierung ist insofern einzigartig, als sie eine Gesamtkombination von Eigenschaften verschafft, die denjenigen, welche bei gegenwärtig allgemein im Handel verfügbaren Legierungen zur Verfügung stehen, überlegen sind. In der Vergangenheit würde es die Verwendung kostspieliger Legierungen vom Beryllium-Kupfer-Typ erfordert haben, ähnliche Eigenschaften zu erzielen.
  • Die Legierungen liefern sehr hohe Festigkeiten bei mäßiger Leitfähigkeit. Beispielsweise sind sie in der Lage, mit Legierung 42 (Alloy 42) vergleichbare Festigkeiten, bei wesentlich besserer Leitfähigkeit, zu erreichen. Sie sind auch in der Lage, Leitfähigkeiten zu erreichen, die vergleichbar sind mit im Handel verfügbaren Legierungen mäßiger Leitfähigkeit, bei einer wesentlichen Verbesserung der Zugfestigkeit.
  • Durch geeignetes Abstimmen der Behandlung können die Legierungen für Verbinder-Anwendungen passend gemacht werden. Für Anwendungen wie als Flachfederverbinder beispielsweise, können die Legierungen behandelt werden, daß sie eine Zugfestigkeit über 89,6 kN/cm² (130 ksi) liefern, während sie eine Leitfähigkeit über 35% IACS behalten. Für Verbinder- oder Leiterrahmen-Anwendungen, die eine hohe Festigkeit und eine gute Biegungsformbarkeit erfordern, können die Legierungen behandelt werden, daß sie eine Zugfestigkeit über 79,2 kN/cm² (115 ksi) mit einer elektrischen Leitfähigkeit von näherungsweise 40% IACS oder mehr liefern. Schließlich können die Legierungen für Leiterrahmen- und andere Anwendungen, die eine noch bessere Biegungsformbarkeit erfordern, dergestalt behandelt werden, daß sie eine Zugfestigkeit über 68,9 kN/cm² (100 ksi) und eine elektrische Leitfähigkeit über 45% IACS liefern.
  • Es ist also offensichtlich, daß gemäß dieser Erfindung eine Legierung, die in gegebene Zusammensetzungsbereiche fällt, zur Erfüllung einer Reihe mechanischer Eigenschaften einzigartig behandelt werden kann, daß sie auf eine Anzahl unterschiedlicher Anwendungen zugeschnitten werden kann. Die Zugfestigkeit der Legierung kann bei einer gewissen Verschlechterung der Biegeeigenschaft und der elektrischen Leitfähigkeitseigenschaft betont werden. Alternativ können die Biegeeigenschaften betont werden, während eine gute Leitfähigkeit bei einem gewissen Verlust an Zugfestigkeit geliefert wird.
  • Für Verbinder oder andere Anwendungen können die Legierungen so behandelt werden, daß sie hervorragende Spannungsrelaxationswiderstands-Eigenschaften liefern.
  • Die Vielzwecklegierungen auf Kupferbasis, die für das Verfahren dieser Erfindung geeignet sind, weisen Legierungen in den folgenden kritischen Zusammensetzungsbereichen auf. Nämlich Legierungen auf Kupferbasis, die 2 bis 4,8 Gew.-% Nickel, 0,2 bis 1,4 Gew.-% Silizium, 0,05 bis 0,45 Gew.-% Magnesium und Rest Kupfer, abgesehen von Verunreinigungen, enthalten.
  • Bevorzugt besteht die Legierung auf Kupferbasis aus 2,4 bis 4,0 Gew.- % Nickel, 0,3 bis 1,1 Gew.-% Silizium, 0,05 bis 0,3 Gew.-% Magnesium und Rest Kupfer, abgesehen von Verunreinigungen. Besonders bevorzugt beträgt Magnesium 0,1 bis 0,2 Gew.-%.
  • Bevorzugt liegt das Verhältnis von Nickel zu Silizium in der Legierung im Bereich von 3,5 : 1 bis 4,5 : 1, und besonders bevorzugt liegt das Verhältnis von Nickel zu Silizium im Bereich von 3,8 : 1 bis 4,3 : 1.
  • Für Leiterrahmen-Anwendungen sind die Legierungen bevorzugt in einem überalterten Zustand. Für Verbinder-Anwendungen sind die Legierungen bevorzugt in einem stabilisiertem Zustand.
  • In den Legierungen können Verunreinigungen, die ihre Eigenschaften nicht wesentlich ungünstig beeinflussen, vorhanden sein.
  • Silizid bildende Elemente wie Chrom, Kobalt, Eisen, Titan, Zirconium, Hafnium, Niob, Tantal, Mischmetall (Lanthaniden) und Gemische davon können in einer zur Bildung eines Silizids wirksamen Menge bis zu 1 Gew.-% anwesend sein. Wenn solche Elemente anwesend sind, sollten sie einen vergleichbaren Anteil des Nickelgehalts ersetzen. Bevorzugt sollte Chrom auf eine Menge, die 0,1 Gew.-% nicht überschreitet, beschränkt sein.
  • Die für das Verfahren dieser Erfindung geeigneten Legierungen können auch ein oder mehrere deoxidierende oder entschwefelnde Elemente, die ausgewählt sind aus Lithium, Calcium, Mangan, Mischmetall und Gemischen davon, in einer zum Deoxidieren oder Entschwefeln wirksamen Menge bis zu 0,25 Gew.-% enthalten.
  • Die Untergrenzen für Nickel und Silizium in der für das Verfahren dieser Erfindung geeigneten Legierung sind zum Erzielen der gewünschten Festigkeit der Legierung erforderlich. Wenn mehr Nickel oder Silizium als die angegebenen Mengen vorhanden ist, wird es schwierig, sie in der Legierung zu lösen. Der Bereich von Magnesium ist entscheidend für die Warmverformbarkeit der Legierung und für ihre Kaltwalzbarkeit.
  • Was Fig. 1 betrifft, ist eine grafische Darstellung gezeigt, die den Magnesiumgehalt der Legierung in Beziehung bringt zur Warmverformungs- oder Warmwalz-Temperatur. Der Bereich unterhalb und links von der gestrichelten Linie AB ist für Warmverformungszwecke akzeptabel. Der Bereich oberhalb und rechts der Linie AB ist wegen des Reißens der Ingots während der Warmverformung nicht akzeptabel. Aus einer Betrachtung der Fig. 1 ist offenkundig, daß es für die für das Verfahren dieser Erfindung geeigneten Legierungen eine Warmverformungstemperatur- Empfindlichkeit gibt, wenn der Magnesiumgehalkt 0,45 Gew.-% überschreitet. Innerhalb der Grenzen dieser Erfindung, unterhalb 0,45 Gew.-% Magnesium, ist die Legierung unempimdlich gegen die Warmverformungstemperatur und über einen breiten Bereich von Warmverformungstemperaturen leicht warmverformbar.
  • Diese Empfänglichkeit für Rißbildung bei erhöhten Warmverformungstemperaturen wurde von Hensel und Larson in dem US-Patent Nr. 2 157 934 in keiner Weise vorhergesehen. Der in dem Patent von Hensel und Larsen dargelegte Magnesiumbereich geht hinauf bis zu 3 Gew.-%. Eine Betrachtung der Fig. 1 veranschaulicht deutlich, daß nur ein kleiner Teil dieses Bereichs verwendet werden kann, um die Legierung unter dem Gesichtspunkt des Brüchigwerdens oder der Rißbildung unempfindlich gegen die Warmverformungstemperatur zu machen und sie daher leicht warmverformbar zu machen.
  • Die Untergrenze von Magnesium ist wichtig zu Erzielung der gewünschten mechanischen Eigenschaften der für das Verfahren dieser Erfindung geeigneten Legierungen, insbesondere zur Erzielung des verbesserten Spannungsrelaxationswiderstands dieser Legierungen. Es wird auch angenommen, daß Magnesium die Reinigbarkeit der Legierungen verbessert.
  • Der Magnesiumgehalt sollte auch innerhalb der hierin beschriebenen Grenzen kontrolliert werden, um das Auftreten von Kantenrißbildung während der Kaltverformung zu verringern. Die Auswirkung des Magnesiumgehalts auf die Kantenrißbildung während der Kaltverformung von nach verschiedenen Verfahren behandelten Legierungen und für eine Reihe von Magnesiumgehalten ist in Tabelle I dargelegt. TABELLE I AUSMASS (INCH) DER RISSBILDUNG AN KANTEN WÄHREND DES KALTVERFORMENS VON Cu-3,6 Ni-0,9Si-Mg LEGIERUNGEN ALS FUNKTION DES MAGNESIUM-GEHALTS
  • CR = Kaltverformen (Cold Roll)
  • HR = Warmverformung (Hot Roll)
  • WQ = Abschrecken mit Wasser (Water Quench)
  • * Kaltverformt ausgehend von 14 mm
  • ** Kantentrimmen ausgeführt durch Scheren bei 2,5 mm; d. h. "/" trennt Verhalten vor und nach dem Scheren
  • Aus einer Betrachtung der Tabelle I ist offensichtlich, daß das Halten des Magnesiumgehalts in dem angegebenen Bereich und insbesondere innerhalb der bevorzugten Grenzen eine deutlich verbesserte Verringerung der Rißbildung an den Kanten während der Kaltverformung, insbesondere nach Kantentrimmen, liefert.
  • In Tabelle I geben die vor der Schrägstrich-Markierung unter jedem Magnesiumgehalt gezeigten Ergebnisse das Ausmaß der Rissigkeit bei einer speziellen Streifendicke an, wobei die Ausgangsdicke 14 mm (0,55") ist. Die nach der Schrägstrich-Markierung gezeigten Ergebnisse sind das Ausmaß irgendwelcher Rissigkeit beim Endmaß, wie es in der Behandlungs-Spalte angegeben ist.
  • Die Legierungen werden unterschiedlich behandelt, abhängig von den mechanischen Eigenschaften, die erwünscht sind, welche wiederum von der Endanwendung, für welche die Legierungen verwendet werden, bestimmt werden. Verbinder-Legierungen erfordern normalerweise eine hohe Festigkeit für Elastizitätseigenschaften und einen guten Spannungsrelaxationswiderstand, während sie eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit, thermische Leitfähigkeit und Formbarkeit beibehalten. Für jene Verbinder-Anwendungen, die ebenfalls hervorragende Formbarkeitseigenschaften erfordern, kann die Behandlung mit mäßiger Auswirkung auf die Festigkeitseigenschaften angepaßt werden. Schließlich kann die Behandlung für Leiterrahmen- Anwendungen, wo hohe Biegungsformbarkeit und elektrische Leitfähigkeit erforderlich sind, mit einer gewissen Einbuße der Festigkeitseigenschaften weiter angepaßt werden. Die Spannungsrelaxations-Eigenschaften der Legierung, die für Anwendungen vom Verbinder-Typ wichtig sind, werden durch die Behandlung der Legierung sehr stark beeinflußt, und insbesondere wurde überraschend gefunden, daß die Verwendung eines Stabilisierungsglühens die Spannungsrelaxations-Eigenschaften dieser Legierungen sehr günstig beeinflußt.
  • Die Legierungen können in irgendeiner gewünschten Weise durch konventionelle Mittel, wie beispielsweise direkten Hartguß, gegossen werden. Die Gußtemperatur beträgt bevorzugt mindestens 1.100 bis 1.250ºC. Wenn die Legierung als ein Block oder Ingot gegossen wird, was der bevorzugte Weg ist, wird sie dann bei einer Temperatur von 850 bis 980ºC eine halbe bis vier Stunden lang homogenisiert oder durchwärmt, gefolgt von Warmverformen wie Warmwalzen in einer Mehrzahl von Durchgängen auf ein gewünschtes Maß, im allgemeinen weniger als 19 mm (3/4") und, bevorzugt, 13 mm (1/2") oder weniger. Nach dem Warmverformen werden die Legierungen bevorzugt schnell gekühlt, wie mittels Abschrecken mit Wasser. Bevorzugt ist das Warmverformen geeignet, die legierenden Elemente zu lösen.
  • Direkter oder unmittelbarer Hartguß gefolgt von Warmverformen ist zwar ein bevorzugtes Verfahren dieser Erfindung, aber es ist möglich, die Legierung in Form eines Bandes mit einer Dicke von 25 mm (1") oder weniger zu gießen. Wenn die Legierungen in Bandform gegossen werden, ist es offensichtlich nicht notwendig, sie warm zu verformen. Das Warmverformungsverfahren, insbesondere wenn es von einem Abschrecken durch Wasser gefolgt wird, sollte geeignet sein, die legierenden Elemente zu lösen und dadurch die Notwendigkeit eines Lösungsglühens beseitigen. Wenn es gewünscht wird, und insbesondere wenn die Legierung bandgegossen wird, können die Legierungen jedoch fakultativ für eine Dauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, und bevorzugt von 1 Minute bis 4 Stunden bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC lösungsgeglüht werden, gefolgt von schnellem Abkühlen, was bevorzugt ein Abschrecken mit Wasser ist.
  • Nach dem Warmverformen oder Streifengießen werden die Legierungen bevorzugt zur Entfernung von Oxiden und Schuppen oder Belägen vor der weiteren Behandlung abgeschliffen.
  • Wenn gewünscht, können die Legierungen fakultativ für eine Dauer von 1 bis 8 Stunden bei einer Temperatur von 550 bis 700ºC homogenisierungsgeglüht werden. Das Homogenisierungsglühen kann nach dem Warmverformen oder nach einem anfänglichen Kaltverformen wie Kaltwalzen bis zu 80% Dickenverringerung, und bevorzugt 50 bis 70% Verringerung, durchgeführt werden. Wenn die Legierung homogenisierungsgeglüht wird, ist es notwendig, danach ein Lösungsglühen des Bands vorzunehmen. Daher werden die Legierungen bevorzugt als Teil der Homogenisierungsglühbehandlung bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC für eine Dauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, und bevorzugt von 1 Minute bis 4 Stunden, lösungsgeglüht. Direkt nach dem Glühen werden die Legierungen rasch abgekühlt, bevorzugt durch Abschrecken mit Wasser. Das bevorzugte Verfahren zum Lösungsglühen ist Bandglühen wegen der Einfachheit des Abschreckens mit Wasser.
  • Nach dem Warmverformen oder dem Homogenisierungsglühen, je nachdem, wird die Legierung einer oder mehreren Folgen von Kaltverformung und Alterung unterzogen. Kaltverformung wird bevorzugt durch Kaltwalzen ausgeführt. Die erste Folge des Kaltwalzens umfaßt bevorzugt eine mindestens 30%ige Dickenverringerung, und besonders bevorzugt eine mindestens 50 %ige Verringerung.
  • VERFAHRENSALTERNATIVE 1 (nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung) Behandlung für hohe Festigkeit
  • Nach der ersten Kaltverformung-Sequenz wird die Legierung bei einer Temperatur von 350 bis 500ºC und, bevorzugt, von 425 bis 480ºC, gealtert. Wenn weitere Sequenzen von Kaltverformung und Alterung gewünscht werden, sollte das Kaltverformen mindestens eine 10%ige Dickenverringerung, und bevorzugt mindestens eine 30%ige Dickenverringerung, aufweisen, und dem sollte ein Alterungsglühen bei einer niedrigeren Temperatur als bei dem vorhergehenden Alterungsglühen folgen, wobei die Glühtemperatur in dem Bereich von 350 bis 490ºC sein sollte.
  • Die Alterungsglühbehandlungen sollten eine Dauer von 1/2 bis 8 Stunden auf Temperatur, und bevorzugt eine Dauer von 2 bis 4 Stunden, haben.
  • Nach den jeweiligen Sequenzen von Kaltverformung und Alterung wird die Legierung schließlich kaltverformt, indem sie gewalzt wird, um für eine Verformung von 10 bis 90% Dickenverringerung, und bevorzugt 30 bis 60% Dickenverringerung, zu sorgen.
  • Die Spannungsrelaxationswiderstands-Eigenschaften der Legierungen dieser Erfindung werden durch die Verwendung eines fakultativen Stabilisierungsglühens bei einer Temperatur von 200 bis 345ºC, und bevorzugt von 225 bis 330ºC, für eine Dauer von 1/2 bis 8 Stunden, und bevorzugt von 1 bis 2 Stunden, merklich verbessert.
  • VERFAHRENSALTERNATIVE 2 BEHANDLUNG FÜR BESTE BIEGUNGSFORMBARKEIT
  • Nach dem Warmverformen oder der Homogenisierungsglühbehandlung werden die Legierungen einer ersten Kaltverformungs-Sequenz, bevorzugt durch Kaltwalzen um mindestens 30%, und bevorzugt mindestens 50%, Dickenverringerung, unterzogen. Die Legierungen werden dann erneut gelöst durch Glühen bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC, und bevorzugt von 800 bis 850ºC, für eine Dauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, und bevorzugt von 1 Minute bis 1 Stunde, gefolgt von schnellem Abkühlen, bevorzugt durch Abschrecken mit Wasser. Dieses Glühen wird bevorzugt als ein Bandglühen ausgeführt.
  • Gewünschtenfalls kann diese erste Sequenz von Kaltverformen und Glühen als eine zweite Sequenz wiederholt werden, um ein gewünschtes Endmaß zu erreichen.
  • Danach werden die Legierungen kaltverformt durch Walzen um mindestens 10% und bevorzugt mindestens 30%, Dickenverringerung, gefolgt von Überaltern. Die Legierungen werden dann einer Überalterungsbehandlung unterzogen, die bevorzugt ein Glühen der Legierung bei einer Temperatur von 500 bis 700ºC, und bevorzugt von 510 bis 575ºC, für eine Dauer von 1/2 Stunde bis 8 Stunden, und bevorzugt für eine Dauer von 1 Stunde bis 4 Stunden, aufweist. Danach werden die Legierungen im allgemeinen abschließend durch Kaltwalzen um 10 bis 90%, und bevorzugt um 30 bis 60%, Dickenverringerung kaltverformt.
  • Diese Verfahrensalternative ist zwar besonders geeignet, Legierungen für Leiterrahmen-Anwendungen bereitzustellen, aber sie kann für Verbinder- Legierungen verwendet werden, in welchem Fall bevorzugt die vorstehend beschriebene fakultative Stabilisierungsbehandlung ausgeführt wird.
  • Es wird davon ausgegangen, daß diese zweite Verfahrensalternative in breitem Umfang auf Kupferlegierungen, die aus 0,05 bis 5,0 Gew.-% Nickel, 0,01 bis 2,0 Gew.-% Silizium, bis zu 1 Gew.-% Magnesium und Rest Kupfer, bestehen. Verunreinigungen, welche die Eigenschaften der Legierung nicht wesentlich ungünstig beeinflussen, können anwesend sein. Das Verfahren wird bevorzugt auf Legierungen angewendet, die dazu geeignet sind, gemäß dieser Erfindung behandelt zu werden.
  • VERFAHRENS-ALTERNATIVE 3 (nicht Gegenstand der Erfindung) Behandlung für Festigkeits- und Biegeeigenschaften Zwischen-Alternativen 1 und 2
  • Dieses Verfahren liefert Kupferlegierungen zur Verwendung alternativ als Leiterrahmen- oder Verbinder-Materialien mit relativ hoher Festigkeit, mäßiger Leitfähigkeit und etwas schlechteren Biegeeigenschaften als Alternative 2. Das Verfahren ist im wesentlichen das gleiche wie das unter Bezugnahme auf Alternative 2 beschriebene mit der Ausnahme, daß ein Alterungsglühen durch das Überalterungsglühen ersetzt wird. Gemäß diesem Verfahren wird das abschließende Alterungsglühen vor dem abschließenden Verformen bei einer Temperatur von 350 bis weniger als 500ºC, und bevorzugt von 425 bis 480ºC, für eine Dauer von 1/2 bis 8 Stunden, und bevorzugt von 1 bis 4 Stunden, durchgeführt. Die Legierung wird dann abschließend um 10 bis 90%, und bevorzugt um 30 bis 60%, kaltverformt. Wenn die Legierung für Verbinder-Anwendungen gedacht ist, wird sie bevorzugt gemäß dem vorgenannten Stabilisierungsverfahren, das unter Verfahrens-Alternative 1 dargelegt ist, stabilisierungsgeglüht.
  • Das fakultative Stabilisierungsglühen gemäß dieser Erfindung kann, je nach Wunsch, nach der abschließenden Verformung oder nach der Herstellung des fertigen Teils, durchgeführt werden. Wegen der Bequemlichkeit der Herstellung wird es am einfachsten nach der abschließenden Verformung durchgeführt. Man glaubt jedoch, daß die besten Spannungsrelaxations-Ergebnisse erhalten werden, wenn die Stabilisierungsbehandlung nach der endgültigen Formgebung durchgeführt wird, da die Formung der Legierung, nachdem sie stabilisierungsgeglüht wurde, die Spannungsrelaxations-Eigenschaften zu einem gewissen Grad verringern kann.
  • Es wird auf Fig. 2 Bezug genommen, in der eine grafische Darstellung gezeigt ist, welche die Beziehung zwischen Alterungstemperatur und Härte, Biegungsformbarkeit und elektrischer Leitfähigkeit der Legierungen, die zur Behandlung gemäß dem Verfahren dieser Erfindung geeignet sind, bei verschiedenen Alterungszeiten veranschaulicht.
  • In Fig. 2 stellt die durchgehende Kurve C die Härte einer 2 Stunden lang bei den jeweiligen Alterungstemperaturen gealterten Cu-4,0% Ni- 0,98% Si-0,18% Mg-Legierung dar. Die durchgehende Kurve D zeigt die elektrische Leitfähigkeit jener Legierungen über den Bereich von Alterungstemperaturen. Die gestrichelte Kurve E zeigt den Einfluß des vierstündigen Alterns solcher Legierungen auf die Härte, und die gestrichelte Kurve F zeigt den Einfluß des vierstündigen Alterns der Legierungen auf die elektrische Leitfähigkeit. Die Kurven G und H zeigen jeweils für die 4 Stunden lang gealterten Legierungen die Biegeeigenschaften bei Biegung in günstiger Weise und in ungünstiger Weise. Die Ergebnisse, die in Fig. 2 dargestellt sind, sind für die Legierungen im gealterten Zustand.
  • Aus einer Betrachtung von Fig. 2 ist offensichtlich, daß eine Alterungstemperatur von 450ºC eine Spitzen-Alterungsantwort oder - reaktion liefert; wohingegen Temperaturen, die 480ºC überschreiten, und bevorzugt 500ºC überschreiten, einen überalterten Zustand liefern. Es ist signifikant und überraschend, daß es möglich ist, die Legierung zu überaltern, während ein relativ hohes Festigkeitsniveau beibehalten wird. Aus einer Betrachtung der Fig. 2 ist auch offensichtlich, daß die Biegeeigenschaften und die elektrische Leitfähigkeit durch Überaltern im Vergleich zur Alterung im Hinblick auf eine Spitzen-Härtungsreaktion merklich verbessert werden.
  • Eine Betrachtung der Fig. 2 zeigt, daß die Verfahrens-Alternative 1 ein im wesentlichen spitzengealtertes Produkt ergibt; wohingegen die Verfahrens-Alternative 2 ein überaltertes Produkt ergibt. Die Verfahrensalternative 3 liegt irgendwo zwischen jenen beiden.
  • In Fig. 2 sind die Biegeeigenschaften angegeben als minimaler Biegungsradius geteilt durch die Dicke des Bandes. Der Biegungsformbarkeits-Test mißt den Minimalradius, den ein Band ohne zu reißen um 90º gebogen werden kann. Die Biegeeigenschaften bei Biegung in günstiger Weise oder in Längsrichtung werden mit der Biegungsachse senkrecht zur Wälzrichtung gemessen. Die Biegeeigenschaften bei Biegung in ungünstiger Weise oder Querrichtung werden mit der Biegungsachse parallel zur Walzrichtung gemessen. Der minimale Biegungsradius (Minimum bend radius (MBR)) ist der kleinste Formradius, um den das Band um 90º gebogen werden kann ohne zu reißen oder zu brechen, und "t" ist die Dicke des Bandes.
  • In Fig. 2 ist die Kurve G für Biegungen in günstiger Weise oder in Längsrichtung; die Kurve H dagegen ist für Biegungen in ungünstiger Weise oder in Querrichtung.
  • Während die Diskussion bisher im Hinblick auf die elektrische Leitfähigkeit stattgefunden hat, sollte es offenkundig sein, daß die elektrischen Anwendungen, für die die hierin beschriebenen Legierungen gedacht sind, auch einer guten thermischen Leitfähigkeit bedürfen, die mit der elektrischen Leitfähigkeit der Legierung physikalisch in Beziehung steht.
  • Die Legierung kann fakultativ nach Wunsch, etwa nach dem Glühen, mittels konventioneller Ätzlösungen gereinigt werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird aus einer Betrachtung der folgenden veranschaulichenden Beispiele leichter verständlich werden.
  • BEISPIEL I
  • Eine Legierung mit einer Zusammensetzung von 3,03% Nickel, 0,71% Silizium, 0,17% Magnesium und Rest Kupfer wurde ausgehend von einer Schmelztemperatur von etwa 1.100ºC durch direkten Hartguß eines Ingots mit 15 cm (6") · 76 cm (30") Querschnitt hergestellt. Aus dem Ingot geschnittene Proben von 5 cm (2") · 5 cm (2") · 10 cm (4") wurden 2 Stunden lang bei 875ºC durchwärmt und in sechs Schritten auf eine Dicke von 14 mm (0,55") warmverformt. Dann wurden die Legierungen auf ein Maß von 11 mm (0,45") geschliffen. Danach wurden die Ingots auf 2,5 mm (0,10") kaltverformt und durch zweistündiges Glühen bei 475ºC gealtert. Danach wurden die Legierungen auf 1,3 mm (0,050") kaltverformt und wiederum 2 Stunden lang bei 400ºC gealtert. Dann wurden die Legierungen auf 0,8 mm (0,030") kaltverformt und 1 Stunde bei 300ºC stabilisierungsgeglüht. Die mechanischen Eigenschaften der Legierungen wurden nach dem abschließenden Kaltverformen und nach dem Stabilisierungsglühen gemessen. Die Eigenschaften, die gemessen wurden, sind in Tabelle II dargelegt. TABELLE II EIGENSCHAFTEN VON Cu-3,03Ni-0,71Si-0,17 Mg BEI EINEM MASS VON 0,8 mm
  • * Anfangsspannung bei 80% der Dehngrenze. Werte von 1.000h extrapoliert auf 100.000h. Getestet bei 105ºC.
  • YS = Dehngrenze (yield strength)
  • UTS = Zugfestigkeit (Ultimate tensile strength)
  • MBR = Minimaler Biegungsradius (Minimum bend radius)
  • GW = Günstige Weise (good way)
  • BW = Ungünstige Weise (bad way)
  • Aus der Betrachtung der Tabelle II ist es offensichtlich, daß, wenn die hierin beschriebenen Legierungen gemäß der Verfahrens-Alternative 1 (nicht Gegenstand der Erfindung) behandelt werden, sehr hohe Zugfestigkeiten bei mäßiger elektrischer Leitfähigkeit erhalten werden. Es gibt jedoch eine merkliche Einbuße bei den Biegungsformbarkeit- Eigenschaften. Die Spannungsrelaxations-Eigenschaften der Legierungen werden durch das Stabilisierungsglühen merklich verbessert, wie es durch den Vergleich von 88, 8% nach Stabilisierung verbleibender Spannung gegenüber 64,1% für eine unstabilisierte Legierung verbleibender Spannung gezeigt wird. Die hervorragenden Festigkeits- und Leitfähigkeits-Eigenschaften dieser Legierung, verbunden mit dem beträchtlichen Spannungsrelaxationswiderstand im stabilisierten Zustand, machen sie hochgradig brauchbar bei Verbinder-Anwendungen wie Vorrichtungen vom Flachfeder-Typ. Dementsprechend ist die Verfahrens-Alternative 1 klar dazu geeignet, Legierungen mit sehr hoher Festigkeit bei mäßiger Leitfähigkeit mit hervorragendem Spannungsrelaxationswiderstand im stabilisierten Zustand bereitzustellen.
  • BEISPIEL II
  • Eine Reihe von Legierungen mit den in Tabelle III dargelegten Zusammensetzungen wurde hergestellt. Die Legierungen wurden behandelt, wie es in Tabelle III angegeben ist. TABELLE III SPANNUNGSRELAXATIONS-WERTE BEI 105ºC ALS FUNKTION DES MAGNESIUM-GEHALTS
  • CR = Kaltverformen (cold rolled)
  • YS = Dehngrenze (yield strength)
  • Die in Tabelle III dargelegten Legierungen haben veränderliche Magnesium-Gehalte. Der Spannungsrelaxationswiderstand der Legierungen wurde nach abschließendem Kaltverformen und nach weiterem Stabilisierungsglühen gemessen. Die in Tabelle III angegebenen Werte stellen klar die vorteilhafte Wirkung von Magnesium auf den Spannungsrelaxationswiderstand dieser Legierungen über einen breiten Bereich des Magnesiumgehalts fest. Die Werte stellen außerdem die klar signifikante Verbesserung des Spannungsrelaxationswiderstands fest, die durch Stabilsierungsglühen der Legierungen erhalten wird. Daher ist es gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, für Verbinder- oder andere Anwendungen, wo Spannungsrelaxationswiderstand erwünscht ist, die Legierungen im stabilisierten Zustand zu verwenden.
  • BEISPIEL III
  • Proben aus Beispiel I wurden nach dem Warmverformen den folgenden Behandlungs-Sequenzen unterzogen. Nach dem Warmverformen wurden die Legierungen kaltverformt auf 3, 8 mm (0,15"). Dann erhielten die Legierungen eine Homogenisierungsbehandlung einschließlich 6 Stunden langem Glühen bei 600ºC; Kaltverformen auf 2,5 mm (0,10"), 4 1/2 Minuten langes Glühen bei 830ºC, gefolgt von Abschrecken durch Wasser. Nach der Homogenisierungsbehandlung wurden die Legierungen auf 0,76 mm (0,030") kaltverformt und dann für 4 1/2 Minuten bei 830ºC geglüht, gefolgt von Abschrecken durch Wasser, und dann auf 0,38 mm (0,015") kaltverformt. Ein Teil der auf 0, 38 mm (0,015") kaltverformten Legierungen erhielt 4 Stunden lang ein Überalterungsglühen bei 525ºC, gefolgt von Kaltverformen auf 0,25 mm (0,010"). Diese Behandlung entspricht Verfahrens-Alternative 2. Dann erhielt ein weiterer Teil dieser Legierungen ein 2 Stunden langes Alterungsglühen bei 475ºC, gefolgt von Kaltverformen auf 0,25 mm (0,010"). Diese Legierungen wurden gemäß der Verfahrens-Alternative 3 behandelt. Die Eigenschaften der Legierungen bei einem Maß von 0,25 mm (0,010") sind in Tabelle IV dargelegt. TABELLE IV EIGENSCHAFTEN VON Cu-3,03Ni-0,71Si-0,17 Mg BEI EINEM MASS VON 0,25 mm
  • YS = Dehngrenze (yield strength)
  • UTS = Zugfestigkeit (Ultimate tensile strehgth)
  • GW = Günstige Weise (good way)
  • BW = Ungünstige Weise (bad way)
  • Wie in Tabelle IV gezeigt ist, liefert die Verfahrens-Alternative 2 die höchste elektrische Leitfähigkeit, während eine hervorragende Zugfestigkeit über 68,9 kN/cm² (100 ksi) beibehalten wird und während hervorragende Biegungsformbarkeits-Eigenschaften geschaffen werden. Dieses Verfahren ist besonders geeignet zur Herstellung von Materialien mit Anwendung als Leiterrahmen, wo hervorragende Biegungsformbarkeit- sowie Festigkeits- und Leitfähigkeits-Eigenschaften erwünscht sind. Man geht zwar davon aus, daß die nach Verfahrens- Alternative 2 behandelten Legierungen ihre Hauptanwendung als Leiterrahmen finden werden, aber sie könnten auch für Verbinder oder andere Anwendungen, welche die hervorragenden Biegungsformbarkeitseigenschaften erfordern, verwendet werden. Für Verbinder-Anwendungen werden die Legierungen bevorzugt stabilisierungsgeglüht, um einen verbesserten Spannungsrelaxationswiderstand zu liefern. Die Ergebnisse der Verfahrens-Alternative 3, verglichen mit den Ergebnissen der Verfahrens-Alternative 2 und den vorher in Tabelle II dargelegten Ergebnissen, fallen zwischen die Eigenschaften der anderen Verfahren. Verfahrens-Alternative 3 liefert sehr gute Festigkeitseigenschaften über 82,7 kN/cm² (120ksi) Zugfestigkeit und eine gute Leitfähigkeit über 40 % IACS bei einem Nachteil bei Biegungen auf ungünstige Weise.
  • BEISPIEL IV
  • Eine Reihe von Legierungen mit den in Tabelle V dargelegten Zusammensetzungen wurden wie folgt hergestellt: Die Legierungen wurden bei einer Temperatur von etwa 1.225ºC geschmolzen. Jede Schmelze wurde in eine Stahlform, die auf einer wassergekühlten Kupferplatte ruhte, gegossen. Die sich ergebenden hartgegossenen Ingots von 5 cm · 5 cm · 10 cm (2" · 2" · 4") wurden 2 Stunden lang bei 900ºC durchwärmt und ab dieser Temperatur in 6 Schritten auf eine Dicke von 14 mm (0,55") warmverformt. Die Legierungen wurden dann wie folgt behandelt. Sie wurden auf ein Maß von 10 mm (0,40") geschliffen und dann auf ein Maß von 4,6 mm (0,18") kaltverformt. Ein Teil der Legierungen wurde 4 Stunden lang bei 500ºC geglüht, gefolgt von Kaltverformen auf ein Maß von 2,0 mm (0,080"), und dann 2 Stunden lang bei 425ºC geglüht, gefolgt von Kaltverformen um 75% auf ein Maß von 0,5 mm (0,020"). Die mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Legierungen wurden dann gemessen und sind in Tabelle V dargelegt. TABELLE V EIGENSCHAFTEN BEI EINEM MASS VON 0,5 mm
  • Tabelle V veranschaulicht klar die merkliche Verbesserung der Festigkeit, die ohne einen unannehmbaren Verlust von elektrischer Leitfähigkeit mit den Legierungen, die wie vorstehend dargelegt behandelt wurden, erreichbar ist. Die Werte in Tabelle V zeigen auch, daß die Legierungen andere Elemente wie Chrom und Mangan innerhalb spezieller Bereiche enthalten können, ohne die Festigkeitseigenschaften zu opfern.
  • BEISPIEL V
  • Ein Teil der Legierungen des vorherigen Beispiels mit einem Maß von 4,6 mm (0,18") wurde 2 Stunden lang bei einer Temperatur von 475ºC geglüht, dann auf ein Maß von 2,0 mm (0,080") kaltverformt und 2 Stunden lang bei 400ºC geglüht, gefolgt von Kaltverformen um 75% auf ein Maß von 0,5 mm (0,020"). Die mechanischen und elektrischen Eigenschaften der Legierungen wurden gemessen und sind in Tabelle VI aufgeführt. TABELLE VI EIGENSCHAFTEN BEI EINEM MASS VON 0,5 mm
  • Eine Betrachtung der Tabelle VI zeigt, daß die Legierungen in der Lage sind, herausragende Zugfestigkeits-Niveaus unter Beibehaltung einer mäßigen elektrischen Leitfähigkeit zu erreichen. Tabelle VI zeigt außerdem, daß kleinere Zusätze von Chrom und/oder Mangan für die Zugfestigkeits-Eigenschaften der Legierung vorteilhaft sind, während sie die elektrische Leitfähigkeit in einem gewissen Ausmaß verringern.
  • In dem vorliegenden Patent bedeutet "Dehngrenze" bei einer Staffelung von 0,2% gemessene Dehngrenze. "UTS" bedeutet Zugfestigkeit (ultimate tensile strength"). "Dehnung" gemäß dieser Erfindung wird bei einer Eichlänge von 5,1 cm (2") gemessen. Der Begriff "ksi" ist eine Abkürzung für tausend Pound pro Quadratinch. Alle Zusammensetzungs- Prozentsätze sind in Gewichtsprozent. Alle Glühzeiten sind Zeiten bei der Temperatur und schließen nicht die Ofenzeit für die Erreichung der Temperatur und das Abkühlen mit ein. Für Lösungsglühen oder erneutes Lösen der Legierung ist gemäß dieser Erfindung Bandglühen bevorzugt. Glühvorgänge, die in einer Dauer von weniger als 10 Minuten durchgeführt werden können, werden bevorzugt durch Band-Glühtechniken durchgeführt. Glühvorgänge über einer solchen Dauer werden bevorzugt durch Glockglühen durchgeführt.
  • Die Handelsbezeichnungen der Kupferlegierungen, die in dieser Anmeldung dargelegt sind, umfassen Standardbezeichnungen der Copper Development Association Incorporated, 405 Lexington Avenue, New York, New York 10017.
  • Es ist offenkundig, daß gemäß dieser Erfindung eine Behandlung von Vielzweck-Kupferlegierungen mit mäßiger Leitfähigkeit und hoher Festigkeit, welche die vorstehend dargelegten Aufgaben, Mittel und Vorteile voll befriedigen, bereitgestellt wurde.

Claims (11)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Legierung auf Kupferbasis mit einer verbesserten Kombination von Festigkeit und Leitfähigkeit, wobei die Legierung besteht aus (a) 0,05 bis 5,0 Gewichts % Nickel, (b) wobei ein Teil des Nickelgehalts gewünschtenfalls durch Chrom, Cobalt, Eisen, Titan, Zirconium, Hafnium, Niob, Tantal, Mischmetall oder Gemische davon in einer Menge von 1 Gewichts % der Legierung oder weniger, aber wirksam zur Bildung eines Silicids, ersetzt ist; (c) 0,01 bis 2,0 Gewichts% Silicium; (d) gewünschtenfalls Lithium, Calcium, Mangan, Mischmetall oder Gemischen davon in einer Menge von 0,25 Gewichts% der Legierung oder weniger, aber wirksam zum Deoxidieren oder Entschwefeln; (e) bis zu 1 Gewichts% Magnesium; (t) Rest Kupfer abgesehen von Verunreinigungen; und wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
    (a) Gießen der Legierung zu einer gewünschten Gestalt;
    (b) Lösungsglühen der Legierung bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC für eine Zeitdauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, gefolgt von Abschrecken;
    (c) Kaltverformen der Legierung um mindestens 30%;
    (d) Glühen bei einer Temperatur von 750 bis 950ºC für eine Zeitdauer von 30 Sekunden bis 8 Stunden, gefolgt von Abschrecken;
    (e) Kaltverformen um mindestens 10%, und
    (f) Überaltern durch Glühen bei einer Temperatur von 500 bis 700ºC für eine Zeitdauer von 1/2 bis 8 Stunden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem den Schritt (g) der Schlußkaltverformung der Legierung um 10 bis 90% aufweist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem dem Schritt (h) des Stabilisierungsglühens der Legierung bei einer Temperatur von 200 bis 345ºC für eine Zeitdauer von 1/2 bis 8 Stunden aufweist.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt (b) des Lösungsglühens ein Warmverformen der Legierung ab der Lösungsglühtemperatur in einer Mehrzahl von Durchgängen auf ein gewünschtes Maß aufweist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte (d) und (e) wiederholt werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor Schritt (b) oder vor Schritt (c) oder vor Schritt (d) die Legierung einem Homogenisierungsglühen bei einer Temperatur von 550 bis 700ºC für eine Zeitdauer von 1 bis 8 Stunden unterzogen wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Legierung vor oder nach Schritt (h) ein elektrischer Verbinder gemacht wird.
  8. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2 oder 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß aus der Legierung nach Schritt (f) ein Leiterrahmen gemacht wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung auf Kupferbasis 2 bis 4,8 Gewichts % Nickel enthält.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung auf Kupferbasis 0,2 bis 1,4 Gewichts % Silicium enthält.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung auf Kupferbasis 0,05 bis 0,45 Gewichts % Magnesium enthält.
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