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DE364833C - Flaschengelatine - Google Patents

Flaschengelatine

Info

Publication number
DE364833C
DE364833C DEJ21461D DEJ0021461D DE364833C DE 364833 C DE364833 C DE 364833C DE J21461 D DEJ21461 D DE J21461D DE J0021461 D DEJ0021461 D DE J0021461D DE 364833 C DE364833 C DE 364833C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bottle
gelatin
mixture
chalk
sugar
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEJ21461D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE364833C publication Critical patent/DE364833C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Cosmetics (AREA)
  • Manufacturing Of Micro-Capsules (AREA)

Description

  • Flaschengelatine. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verkapselung von Flaschen und hat ein Kapselmaterial zum Gegenstand, welches einen absolut idichten Abschluß ermöglicht, auch wenn die Flaschen mit einem Überaus flüchtigen Material, wie z. B. Äther, gefüllt sind.
  • Das neue Kapsel#material enthält als Grundsubstanz' Gelatine, gehört also zu der bekannten Art von Verkapselungsmaterialien, die man als Flaschengelatine bezeichnet hat. Im Gegensatz zu den bekannten Plaschengelatinen, welche außer Gelatine oder Leim und leimartigen Stoffen (Kirsch-ummi oder Dextrin) nur noch Glyzerin und Farbstoffe sowie etwas Karbolsäure zur Haltbarmachung enthalten, enthält die Flaschengelatine gemäß vorliegender Erfindung noch wesentliche feste Zusatzstoffe, welche ihr sowohl mehr Körper geben, so daß sie beim Tauchen in dickerer Schicht haftenbleibt, als auch einen hohen Grad von Dichtheit, so daß Dämpfe in keiner Weise durch eine beim Eintauchen des Flaschenhalses haftengebliebene Schicht hindurchdringen können. Die Zusatzstoffe zur Gelatine, durch welche diese Wirkungen erzielt werden, sind Soda, Zucker und Schlenunkreide, wobei an Stelle oder neben der Soda auch Glaubersalz und statt oder neben der Schlemmkreide auch Tripolite ohne oder mit Zusatz von Talkum benutzt werden kann. Um den Kapseln eine glänzende Oberfläche zu geben, kann man sie mit einem tTberzug aus Gummiarabikum versehen.
  • Ein Material für weiße Kapseln gemäß der Erfindung kann wie folgt ge#vonnen werden: Man löst 25 bis ioo g in 11, 1 Wasser.
  • Ferner stellt man eine Zuckerlösung her, welche auf % 1 Wasser zwischen 25 und ioo g Zucker enthält. Diese beiden Lösungen können miteinander vermischt werden, oder sie können jede für sich zu 5oo g Gelatine zugefügt werden, welche man der Auflösung während eines Zeitraumes ' el von 8 bis 12 Stunden überläßt. 5oo g Schlemmkreide, welche mit Wasser zu einem dicken Brei angerührt worden, werden der Gelatinemischung zugesetzt, nachdem die letztere so weit erhitzt worden, daß sie leichtflüssig ist. Das Gemisch wird gerührt, um die Bestandteile innig miteinander zu mischen, worauf man es einva 5 Minuten stehenläßt, wonach es gebrauchsfähig ist. Die Erhitzung der Gelatinemischung kann im Wasserbade erfolgen.
  • Das Kapselmaterial kann auch auf folgende Weise bereitet werden: 25 1)is ioo g Soda und :25 bis 500'9 Zucker werden miteinander gemischt und zu diesem Gemisch etwa 1 1 kalten Wassers hinzugefügt. Die Mischung wird darauf gerührt, bis das Soda und der Zucker in Lösung gegangen sind, und die so gewonnene Lösung zu 5oo g Gelatine zugesetzt, worauf man das Gemisch etwa 81/, Stunden oder auch länger stellenläßt. Wenn man warmes Wasser an Stelle von kaltem Wasser zur Auflösung der Soda und des Zuckers benutzt hat, dann braucht die Lösung, nach dem Zusatz von Gelatine nur etwa 51/, Stunden zu stellen. Der Behälter mit dem Gelatinegeinisch wird dann in heißes Wasser gestellt, dessen Temperatur etwa zwischen 8o und ioo' C liegt, bis das Gemisch leichtflüssig geworden ist. Darauf werden etwa 5oo - Schlemmkreide, welche etwa mit 1 kalten Wassers angerührt worden, zu dem Gelatinegeinisch zugesetzt. Schließlich wird das Ganze gerührt, bis die Bestandteile des Gemisches innig miteinander vermischt sind.
  • An Stelle von Schlemmkreide kann man beispielsweise auch Tripolite benutzen, und die Soda kann durch Glaubersalz ersetzt werden. Anstatt oog Schlemmkreide für die 5 Z, Mischung zu benutzen, 'können auch 5oo Talktim und 25o g Schlemmkreide benutzt werden.
  • Wenn ein farbiges Kapselmaterial gewünscht wird, dann wird der Mischung ein Farbstoff, wie z.B. Kochenille oder ein geeigneter Anilinfarbstoff, in Wasser aufgelöst und der Mischung zugesetzt, nachdem die Schlemmkreide oder ihr Ersatzstoff der Gelatinemischung zugesetzt worden ist, und bevor das Gesamtgemisch innig verrührt worden ist. Die Menge des flüssigen Farbstoffes hängt von der gewünschten Färbung des Kapselmaterials ab. Für gewöhnlich genügen etwa 25 g der flüssigen Farbe zur Färbung der oben angegebenen Menge.
  • Wenn die Färbung der Kapseln nicht gleichförmig sein soll, d.h. wenn die Kapseln zwei- oder mehrfarbig sein sollen, dann können die in das einfarbige Kapselmaterial getauchten Flaschen nachträglich in eine weiter-e Farbsubstanz getaucht werden. So verfährt man, wenn zwei Farben gewünscht werden. Wenn aber mehr als zwei Farben verlangt werden, dann können die verlangten Farbstoffe auf die Kapseln durch eine Bürste oder in anderer Weise aufgetragen werden. Anstatt den Farbstoff !den anderen Bestandteilen einer weißen Kapselmischung einzuverleiben, können die fertig gekapselten I Flaschen auch durch Eintauchen in eine einfarbige Farblösung gefärbt werden.
  • Wenn die Kapseln eine glänzende Oberfläche besitzen sollen, dann wird eine hinreichende Menge Gummiarabikum, vorzugsweise in heißem Wasser, aufgelöst, zugeset7t und mit der oben beschriebenen Gelatinemi'schung vermischt. 5o bis ioo g Gummiarabikurn, in einer hinreichenden Menge Wassers gelöst, sind als Zusatz zu der oben angegebenen Menge Kapselmaterial geeignet gefunden worden. Es kann aber auch flüssi-es Gummiarabikum getrennt auf die Kapseln aufgebracht werden, indem man entweder die verkapselten Flaschen darin einta.ucht, oder indem man die Kapseln damit in geeigneter Weise überzieht.
  • ,Die im vorstehenden angegebenen Mischungsverhältnisse sind für die Erreichung des Zweckes nicht zwing ,gend. Die Mengedes Zuckers, der bei der Herstellung des Gemisches anzuwenden ist, hängt vom Grade der Elastizität der Kapsel ab, welche man verlangt. je mehr Zucker zugesetzt wird, um so e-rößer istdie Elastizität der Kapsel.
  • Die Konsistenz der Masse kann gewünschtenfalls dünnflüssiger gemacht werden, indem man sie beispielsweise im Wasserbade erwärmt.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Flaschengelatine, dadurch gekennzeichnet, daß die das Verkapselungsmaterial bildende wäßrige Gelatinelösung Soda, Zucker und Schlemmkreide uncl gegebenenfalls auch Talkum -enthält.
  2. 2. Flaschengelatine nach Anspruch i in der Abänderung, daß der Sodabestandteil ganz oder teilweise durch Glaubersalz ersetzt ist. 3. Flaschengelatine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlemmkreide durch Tripolite ohne oder mit Zusatz von Talkum ersetzt ist. 4. Verfahren zur Erzeugung von Kapseln mit glänzender Oberfläche, unter Benutzung von Kapselmaterial nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkapselung mit einem Überzug aus Gummiarabikum versehen wird.
DEJ21461D 1920-04-15 1921-04-15 Flaschengelatine Expired DE364833C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AU364833X 1920-04-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE364833C true DE364833C (de) 1922-12-01

Family

ID=3723726

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ21461D Expired DE364833C (de) 1920-04-15 1921-04-15 Flaschengelatine

Country Status (1)

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DE (1) DE364833C (de)

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