DE354256C - Vorrichtung an Sprechmaschinen zum selbsttaetigen Auswechseln der in einem Stapel auf einer Schraubspindel senkrecht ueber dem Plattenteller bereit gehaltenen Schallplatten - Google Patents
Vorrichtung an Sprechmaschinen zum selbsttaetigen Auswechseln der in einem Stapel auf einer Schraubspindel senkrecht ueber dem Plattenteller bereit gehaltenen SchallplattenInfo
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- G11B17/00—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor
- G11B17/08—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor from consecutive-access magazine of disc records
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- G11B17/16—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor from consecutive-access magazine of disc records with axial transfer to the turntable from a stack with a vertical axis by mechanism in stationary centre post, e.g. with stepped post, using fingers on post
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Description
Es sind Sprechmaschinen bekannt, bei welchen eine Anzahl von Schallplatten in einem
Stapel bereit gehalten und selbsttätig eine nach der anderen in Spielstellung gebracht, in Umlauf
versetzt und abgespielt und schließlich aus der Spielstellung beseitigt wird, Bei
solchen Vorrichtungen macht es Schwierigkeiten, wirksame Mittel zu finden, um den
schweren Plattenstapel zu tragen und je eine der Platten für sich allein von dem Stapel
abzunehmen. Man kann hierzu in verschiedener Weise vorgehen, indem man einmal den
Plattenstapel seitlich der Spielvorrichtung bereit hält; hier ist es aber eine schwierige
und umständliche Sache, die unterste Platte seitlich in die Spielstellung überzuführen;
man bedarf hierzu ziemlich verwickelter Getriebe, welche eine platzraubende und schwere
Antriebsvorrichtung erfordern. Eine andere Art der Stapelung der Platten besteht darin,
daß man sie senkrecht über der Spielstellung bereit hält. Gewöhnlich werden sie hierbei
an den Kanten gehalten, und es ist schwierig, die Haltemittel gleichzeitig widerstandsfähig
und leichtbeweglich zu machen. Auch hier ist ein ziemlich verwickeltes und teures Getriebe
zur Auslösung der Einzelplatten nötig, welches leicht zu Störungen Anlaß gibt.
Demgegenüber besteht der wesentliche Vorzug des Erfindungsgegenstandes, der den Plattenstapel senkrecht über der Spielstelle hält, darin, daß der Stapel an zwei Punkten gehalten wird, nämlich durch einen neben dem Plattenteller fest angeordneten Träger und durch eine Stufe an der mittleren Schraubspindel, welche durch die Mittelöffnung der Platten geht. Man hat hierdurch den Vorteil, daß die unterste Platte von ihren Trägern durch eine ganz geringe seitliche Bewegung abgeschoben werden kann, während die Stufe den übrigen Plattenstapel an der Abwärtsbewegung verhindert. Durch diese kleine seitliche Bewegung wird die unterste Platte vollkommen freigegeben und kann sich ungehindert abwärts bewegen, was nicht der Fall wäre, wenn der zweite Stützpunkt statt auf der Stufe der Schraubspindel auf einem zweiten Träger am Rande der Platten angeordnet wäre. Die beim Erfindungsgegenstand verwendete Bewegung ist außerordentlich klein und kann infolgedessen auch ganz langsam vor sich gehen. Es kann also ein einfaches Getriebe unter Verwendung geringer Kräfte benutzt werden.
Demgegenüber besteht der wesentliche Vorzug des Erfindungsgegenstandes, der den Plattenstapel senkrecht über der Spielstelle hält, darin, daß der Stapel an zwei Punkten gehalten wird, nämlich durch einen neben dem Plattenteller fest angeordneten Träger und durch eine Stufe an der mittleren Schraubspindel, welche durch die Mittelöffnung der Platten geht. Man hat hierdurch den Vorteil, daß die unterste Platte von ihren Trägern durch eine ganz geringe seitliche Bewegung abgeschoben werden kann, während die Stufe den übrigen Plattenstapel an der Abwärtsbewegung verhindert. Durch diese kleine seitliche Bewegung wird die unterste Platte vollkommen freigegeben und kann sich ungehindert abwärts bewegen, was nicht der Fall wäre, wenn der zweite Stützpunkt statt auf der Stufe der Schraubspindel auf einem zweiten Träger am Rande der Platten angeordnet wäre. Die beim Erfindungsgegenstand verwendete Bewegung ist außerordentlich klein und kann infolgedessen auch ganz langsam vor sich gehen. Es kann also ein einfaches Getriebe unter Verwendung geringer Kräfte benutzt werden.
Wendet man den Erfindungsgegenstand bei solchen Vorrichtungen an, bei denen am
Ende des Spiels der Schallarm selbsttätig angehoben und aus der Bahn der fallenden
Schallplatte ausgeschwungen wird, so soll nach der Erfindung die Seitenverschiebung
der untersten Platte durch eine Schiebervorrichtung bewirkt werden, die von dem Schallarm am Ende seiner Auswärtsbewegung
betätigt wird.
Ein ferneres Merkmal des Erfindungsgegenstandes besteht darin, daß die Schallplatte
in der Spielstellung von beweglich angeordneten Haltern getragen und gedreht wird, die selbsttätig ausschwingen und die
Platte aus der Spielstellung auf unterhalb dieser befindliche Träger fallen lassen. Weiterhin
können die Halter senkrecht angeordnete drehbar gelagerte Arme bilden, die durch
das Zusammenziehen einer Bandfeder ausgeschwungen werden.
Die neue Vorrichtung kann mit einer mechanischen Fernsteuerung verbunden werden.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht,
und zwar stellt Abb. 1 eine
Draufsicht auf denselben dar (nach Wegnahme des Plattentellers), während Abb. 2
einen Mittelschnitt durch den Erfindungsgegenstand zeigt, wobei der Deutlichkeit wegen
nur die Hauptteile dargestellt sind. Abb. 3 ist eine Seitenansicht des Mitteldornes
bzw. der Schraubspindel und Abb. 4 der seitlichen Unterstützung für die ungespielten
Schallplatten. Abb. S ist eine Unter-
' ° ansieht und Abb. 6 eine Draufsicht auf die
Kante einer Einzelheit. Abb. 7 stellt eine weitere Einzelheit dar.
In dem Ausführungsbeispiel wird eine Anzahlj von Schallplatten, die gespielt werden
'5 sollen, von einem festen Mitteldorn bzw.
einer Schraubspindel 1 getragen, die abgesetzt ist, wie bei'2 (Abb. 3) dargestellt, so
daß die unterste Platte auf dem Absatz oder der Stufe 3 und auf den Armen 4, 5 eines
Trägers oder einer Plattform ruht, die seitlich an der Maschine zweckmäßig angebracht
ist. Der obere Teil der Spindel 1 hat vieleckigen Querschnitt, während der übrige Teil
eine Schraube von zuerst großer nach unten zu aber allmählich abnehmender Steigung bildet.
Zweckmäßig ist der Querschnitt, wie dargestellt, sechseckig. . Die Spindel steckt
abnehmbar in einer Fassung einer Grundplatte ia, die im Gehäuse festsitzt.
In der Spielstellung wird die Platte von einer Anzahl gepolsterter Arme 6 getragen,
die in Auslegern 7 des Plattentellers drehbar -gelagert und an die Zugstangen 9 angelenkt
sind, die wagerechte Rollen 10 tragen,
3^ die im gegebenen Augenblick von einem
kreisförmigen Federband π erfaßt werden, so daß sie die Arme 6 nach außen schwingen
lassen und der Platte ermöglichen, auf die Anschlagfedern 12 zu fallen, die von einer
Platte 13 getragen werden, welche lösbar mit einem Bajonettverschluß auf dem Fuß des
Domes 1 aufgesetzt ist.
Das Federband 1 r ist in der Nähe seines
einen Endes an einem; einstellbaren Schieber 14 (Abb. 1) des Hebels 24 befestigt und
das andere Ende ist an dem Hebel 15 festgemacht,
der unter dem Plattenteller liegt und bei 16 drehbar auf dem Traggestell gelagert ist.
Der Schallarm 17 ist gleitbar und drehbar achsial in dem Hals 18 des Trichters befestigt
und trägt eine feste Spindel 19; diese hat einen festen Bund 20, an dem sie durch
den Arm 21 angehoben werden kann; dies
geschieht unter Vermittlung des Gestänges 22 und 23 mit Hilfe eines Hebels 24, der
bei 25 an den Arm 15 angelenkt ist. Der
Schallarm trägt an seinem freien Ende einen vorspringenden Arm 170 zu einem später zu
beschreibenden Zweck.
Der Bund 20 ist, wie in Abb. 2, 5 und <?
dargestellt, abgeschrägt und ist mit einem Schlitz 20a versehen, und der Arm 20*, der
das obere Ende der Spindel 19 unterstützt, trägt einen unter Federwirkung stehenden
Fänger 20c mit abgeschrägter Nase 2od, der
von dem Bund 20 bei seiner Aufwärtsbewegung beiseite gedrückt wird, aber selbsttätig
unter diesen Bund faßt und den Schallarm trägt, bis der Schlitz 20a über den Fänger 20c
tritt und den Schallarm wieder fallen läßt. Zweckmäßig hat der Bund unten eine unterschnittene
unrunde Aussparung (Abb. 5) und die Nase des Fängers springt nach innen über
die Grenze des Schlitzes 200 vor, so daß der Schallarm nicht fallen kann, wenn er nach
außen schwingt; wenn er aber einwärts schwingt, tritt der Fänger in die Aussparung
2CC ein und wird von ihrer unrunden Wand zurückgedrückt und ermöglicht dem Schallarm
zu fallen, wenn der Schlitz 20° dem Fänger in der Winkellage entspricht.
Die Steuerung besteht zweckmäßig aus einem Schlauchdrahtzug 26, der an einem
Gleitstück 27 angreift, das mit dem Hebel 15 durch einen Stift 27* und Schlitz 27° in Verbindung
steht und den Hebel nach rechts aus der Stellung (Abb. 1) umlegen kann, wenn
der Draht um seinen vollen Betrag aus der dargestellten Lage nach recht gezogen wird.
Während des ersten Teils der Bewegung greift eine Zahnung 28 an dem Schieber 27
in ein Rad 29 ein, in dessen unrunden Schlitz 30 ein Stift 31 des unter der Wirkung einer
Feder 33 stehenden Bremshebels 32 eingreift. Der Schlitz 30 ist so geformt, daß er die
Bremse von dem abstehenden Flansch des Plattentellers abzuheben vermag. Bis dahin
hat die Bewegung des Schiebers 27 wegen des Schlitzes 27° keine Bewegung des Hebels
15 verursacht. Wenn jedoch der Draht weiter nach außen gezogen wird, so wird der
Hebel 15 bewegt, so daß er die Wechsel einrichtung betätigt, während die Zahnung 28
von dem Rädchen 29 freigekommen ist, so daß die Bremse in der beschriebenen Stellung
festgehalten wird. Die Eingriffseite des Schlitzes 30 hat bei 34 eine Ausbuchtung, so
daß die Bremsfeder 33 das Rädchen nicht zurückdrehen kann, bevor es nicht durch das
Wieder eingreif en der Zahnung 28 zurückgedreht ist.
An dem Schallarm ist ein Hebel 35 befestigt, an dem' drehbar eine Stange 36 sitzt,
deren Innenfläche eine Zahnung 37 trägt, die in ein vom Sprechmaschinenmotor angetriebenes
Zahnrad 38 eingreifen kann. Auf der Unterseite hat die Zahnstange einen Schlitz 39, in den das nach oben gebogene Ende einer
auf der Bremsstange 32 sitzenden Feder 40 eingreifen kann. Die Innenfläche der Außenwand
des Schlitzes ist aber abgeschrägt, so
daß die Feder aus dem Schlitz herausgedrückt werden kann, in welchem Falle sie sich
hinter die Zahnstange legt und sie, so lange sie in dieser Stellung verharrt, in Eingriff
mit dem Rad hält; die Außenwand des Schlitzes ist außerdem bei 390 in der dargestellten
Weise ausgeschnitten, so daß sie im Bedarfsfall der Feder ermöglicht, wieder in den Schlitz zu gelangen. Ein Federstift 39''
an dem Ende des Hebels 15 greift hinter die Zahnstange und bringt sie mit dem Zahnrad
in Eingriff, wenn der Hebel 15 entsprechend bewegt wird. Die Bremsstange 32 trägt eine
Führung 43, die die Bewegung der Zahn-•5 stange gegen das Rad 38 begrenzt. In ihrer
äußersten Stellung legt sich die Zahnstange gegen eine schräge Blattfeder 44 und drängt
sie beiseite. Die Arme 4 und 5 gehören zu einem Blechkonsol, das in Abb. 4 für sich
a<> dargestellt ist und auf seiner Oberseite zwei
Schlitze hat und eine feste Spindel trägt, die mit einer unter Federwirkung stehenden
.Schwingmuffe 37' versehen ist, deren Ansatz oder Schwanz 38 seitwärts in die Bahn des
Vor Sprunges 170 des Schallarmes 17 hineinragt.
Die Muffe 37' trägt zwei nach oben stehende Arme 37", die an ihr festsitzen und
an ihrem oberen Ende gelenkig mit zwei Schlitten 41 verbunden sind, deren jeder nach
unten mit einer Nase in einen der Schlitze 36' eingreift. Die Schlitten 41 liegen über der
Tragfläche des Konsols, aber erstrecken sich annähernd parallel zu ihr. Federn in den Gelenken
der Schlitten drücken sie nach oben, bis die in den Nasen derselben sitzenden Splinte 42 sich an die Unterseite des Konsols
in der Nähe der Schlitze 36 anlegen. Die Anordnung ist derart getroffen, daß, wenn der
Schallarm den Ansatz 38 gegen die Wirkung seiner Feder zurückdrückt, die Schlitten 41
gegen den Dorn 1 vorgehen und die unterste Platte auf diese Weise von den Trägern 4, 5
und dem Ansatz 3 herabstoßen. Die nächste Platte senkt sich dann auf die Schlitten 41,
4S die gegen die Wirkung ihrer Gelenkfedern
herabgedrückt werden, aber die dargestellte Lage wieder einnehmen, wenn der Schallarm
sich wieder in Richtung auf den Dorn 1 hin außer Eingriff mit dem Ansatz 38 begeben
hat. Die Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:
Wenn man bei gelöster Bremse eine Platte
wechseln will, wird der Steuerdraht weiter in seine äußerste Stellung gezogen, wobei er den
Hebel 15 nach rechts aus der Stellung in Abb. ι mitnimmt, und wird sogleich wieder
losgelassen, worauf er von der Feder 11 in seine Zwischenstellung zurückgezogen wird.
Die Bewegung des Hebels 15 bewirkt, daß
Bo die Federn sich zusammenzieht und die
drehbaren Arme 6 mit Hilfe der Rollen 10 ' bewegt und so der in Spielstellung befindlichen
Platte ermöglicht, durch ihr Eigengewicht auf die Anschläge 12 zu fallen. Die
Bewegung des Hebels 24 betätigt das Hebelwerk 22, 23 und zwingt den Arm 21, den
Scballarm aus seiner Spielstellung anzuheben; er wird dann durch den Fänger 2OC in gehobener
Stellung gehalten. Gleichzeitig bringt der Federstift 39* die Zahnstange 37 in Eingriff
mit dem Rad 38 und die Feder 40 legt sich hinter die Zahnstange und hält sie in Eingriff. Das in die Stange eingreifende
Zahnrad zieht die Stange 36 nach rechts und dreht so den Schallarm von dem Plattenteller
und bewirkt zuletzt, daß der Ansatz 17° das
bewegliche Glied 38 dreht, welches die Schiej ber 41 bewegt, so daß sie die unterste Platte
über den Ansatz 3 und die Träger 4, 5 nach der Seite hin schieben, bis sie von ihnen frei
wird, worauf sie längs der Spindel 1 herunterfällt und während des Falles ungefähr die
gleiche Drehgeschwindigkeit annimmt wie • der Plattenteller. Die nächst untere Platte
wind durch die Stufe 3 der Spindel 1 gegen
: das Herabstoßen geschützt.
Der letzte Teil der Bewegung der Stange 36 nach recht spannt die Blattfeder 44, und
wenn schließlich die Stange so weit bewegt ist, daß die Feder 39s wieder in den Schlitz
39 durch den Spalt 39° eintreten kann, so bringt die Feder 44 wegen ihrer Schräglage
die Zahnstange außer Eingriff mit dem Rad und drückt die Stange zurück; dabei ■ hilft
die Schwingfeder auf der Welle 37' mit, den Schallarm in die Spielstellung zurückzudrehen.
Während dieser Bewegung ist die Nase des Fängers 20c in die Aussparung 20s
eingefallen, deren unrunde Wand den Fänger abbiegt bis bei "weiterer Rückwärtsdrehung
des Schallarmes dieser unter den Schlitz 20° ; gerät und dem Schallarm ermöglicht sich zu
senken und die Nadel auf die neue Platte aufzusetzen. Der Schlitz 20° ist so gestellt, daß
er den Schallarm nur fallen läßt, wenn die Nadel in der richtigen Stellung zur neuen
Platte steht.
Ersichtlich verhindert während der Auswärtsbewegung des Schallarmes die nicht abgebogene
Nase des Fängers, diesen wie bei der Rückwärtsbewegung in den Schlitz 20"
einzutreten.
Um für den Fall Vorsorge zu treffen, daß j die Nadel außerhalb der Schallspur niedergesetzt
wird, ist eine schwache Blattfeder 45 , angebracht, welche, wenn sie auf das Gelenk
des Armes 35 drückt, stark genug ist, den Schallarm sanft abzulenken, so daß die Nadelspitze
in den ersten Teil der Schallspur der Platte fällt. Wenn während des Spiels die Maschine! angehalten werden soll, wird die
Steuerung wie zum Plattenwechsel bewegt^
aber unmittelbar nach der Rückkehr in die Mittellage nach innen gedrückt und dadurch
der Schieber 27 verschoben. Dadurch wird die Bremse freigegeben, so daß sich das
Bremskissen auf· den unteren Flansch des Plattentellers legt und wegen der vorhergegangenen
Wechselbewegung wird die zuletzt gespielte Platte an dieser Stelle aus der Spiellage
freigegeben und die Feder 40 tritt hinter
die Zahnstange 37. Der Schallarm ist jedoch nicht genügend weit gedreht, um eine weitere
Platte von dem Ansatz 3 freizumachen, da die Bewegung der Bremsstange 34 die Zahnstange
mittels der Führung 43 außer Eingriff mit dem Rad bringt. Wenn man die Platten wechseln will, kann dies jetzt geschehen; man
nimmt die gespielten Platten weg, indem man die Spindel ί aus ihrem Sitz i° entfernt und
dann den Halter 13 aus seinem Bajonettverschluß löst. Wenn neue Platten aufgelegt
worden sind, wird die Bremse gelöst, indem man die Steuerung in die Mittelstellung legt,
worauf die Zahnstange wieder in das Rad fällt und die Freigabe der untersten Platte erfolgt,
wie oben beschrieben. Man kann nach Belieben die Bremse während des Spiels anziehen
oder auch, nachdem alle Platten abgespielt sind.
Es können, wenn man will, zur Steuerung auch elektrische Einrichtungen angewandt werden an Stelle des Schlauchdrahtzuges.
Es können, wenn man will, zur Steuerung auch elektrische Einrichtungen angewandt werden an Stelle des Schlauchdrahtzuges.
Um die Erfindung auf vorhandene Platten
oder auf Platten, die auch für andere Ma-
. schinen brauchbar sind, anwendbar zu machen, wird zweckmäßig ein besonderes
P'utter angewandt, um das übliche runde Mittclloch
zum Sitz auf den Schraubengängen oder Zügen der Spindel 1 zu bringen. Dieses
Futter besteht aus einer Feder 46 in Form eines aufgeschnittenen Ringes mit Vorsprüngen
auf der Innenseite gemäß Abb. 7. Die Feder wird zusammengedrückt und in
das runde Mittelloch einer Platte eingesetzt und hält sich fest, indem sie nach außen federt.
Die Vorsprünge dienen dann dazu, um in die Gänge oder Züge der Spindel 1 einzugreifen
und der Platte während des Fallens eine Drehung zu verleihen. Ferner können auch Paßstücke angewandt werden, um Platten
von geringerem Durchmesser so zuzurichten, daß sie auf den Trägern 4 und 5 sitzen
bleiben; dies Paßstücke haben eine Spiralrille, die die Nadel über sie weg und in die
Rille der Platte einführt.
Als Motor kann eine beliebige Art, die nicht zu häufiges Aufziehen erfordert, angewandt
werd&i. Man kann das Getriebe auch so einrichten, daß das öffnen und Schießen
des Sprechmaschinendeckels mit einbezogen wird, so wie das Freigeben der ersten Platte
oder das Auslösen der Bremse oder das Anlassen oder das Anhalten des Motors.
Die Einrichtung ist in der Anwendung auf Platten beschrieben, die vom Rand nach
innen spielen, kann aber auch leicht an nach außen spielende Platten angepaßt werden.
Man benutzt Nadeln vom Dauer- oder Halbdauertyp, so daß sie ohne Auswechslung
für eine Anzahl von Platten brauchbar bleiben.
Claims (5)
1. Vorrichtung an Sprechmaschinen zum selbsttätigen Auswechseln der in
einem Stapel auf einer Schraubspindel senkrecht über dem Plattenteller bereitgehaltenen
Schallplatten, dadurch gekennzeichnet, daß der Plattenstapel auf einem neben dem Plattenteller fest angeordneten
Träger und einer schmalen Stufe (3) der mit einem abgesetzten Teil (2)
versehenen Schraubspindel (1) ruht, so daß durch eine geringe seitliche Verschiebung
der untersten Platte diese unter ihrem Eigengewicht in die Spielstellung herabfällt, während die Stufe (3) die
nächst höhere Platte auf der Spindel (1) festhält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der am Ende des Spiels der Schallarm
selbsttätig angehoben und aus der Bahn der fallenden Schallplatte ausgeschwungen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenverschiebung der untersten Platte durch eine Schiebervorrichtung (41) bewirkt
wird, die von dem Schallarm am Ende seiner Auswärtsbewegung betätigt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallplatte
in der Spielstellung von beweglich angeordneten Haltern getragen und gedreht wird, die selbsttätig ausschwingen
und die Platte aus der Spielstellung auf unterhalb dieser befindliche Träger (12,
13) fallen lassen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter
senkrecht angeordnete, drehbar gelagerte Arme (6) bilden, die durch das Zusammenziehen
einer Bandfeder (11) ausgeschwungen werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine mechanische
Fernsteuerung (26, 27, 15, 24, 36).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE354256T |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE354256C true DE354256C (de) | 1922-06-06 |
Family
ID=6287385
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT354256D Expired DE354256C (de) | Vorrichtung an Sprechmaschinen zum selbsttaetigen Auswechseln der in einem Stapel auf einer Schraubspindel senkrecht ueber dem Plattenteller bereit gehaltenen Schallplatten |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE354256C (de) |
-
0
- DE DENDAT354256D patent/DE354256C/de not_active Expired
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