DE3522324A1 - Vorrichtung zur bearbeitung von werkstuecken - Google Patents
Vorrichtung zur bearbeitung von werkstueckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Bear
beitung von Werkstücken, bestehend aus einem auf das Werkstück zu
und von diesem fortbewegbaren Werkzeug und aus einer Antriebsan
ordnung zur Drehung von Werkstück und Werkzeug relativ zueinan
der.
Herkömmliche Vorrichtungen für die Bearbeitung von
Werkstücken sind in ihrem Anwendungsbereich dadurch begrenzt, daß
an jeweils einer Vorrichtung zur Zeit nur ein Werkzeug für einen
Arbeitsvorgang betrieben werden kann. Dadurch kann keine optimale
Anpassung an die Erfordernisse von komplexen Arbeitsvorgängen er
reicht werden und die Einsatzmöglichkeiten sind begrenzt.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die Einsatzmög
lichkeiten einer Vorrichtung für die Bearbeitung von Werkstücken
wesentlich zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
koaxial zur Drehachse des Werkzeugs wenigstens ein weiteres Werk
zeug angeordnet ist, und daß unabhängig von der Drehung zwischen
dem Werkstück und dem ersten Werkzeug eine relative Drehung zwi
schen dem Werkstück und dem weiteren Werkzeug herstellbar ist.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine innere
Antriebswelle mit dem einen Werkzeug also von wenigstens einer
hülsenförmigen Antriebswelle mit jeweils einem weiteren Werkzeug
umgeben, so daß in einer Position der Vorrichtung ohne Werkzeug
wechsel zwei oder mehr gleichartige oder unterschiedliche Bear
beitungen durchführbar sind, was in der Praxis zu einer erhebli
chen Zeitersparnis und Kostenminderung führen kann. Die Antriebs
wellen führen sich dabei gegenseitig. Dadurch wird dem ganzen
System eine hohe Steifigkeit verliehen und es kann hohe Kräfte
seitlich und axial bezogen auf seine Rotationsachse aufnehmen.
Jedes Werkzeug und/oder die Werkzeugaufnahme weist zweckmäßiger
weise eine unabhängige Antriebsanordnung auf, so daß sich zahl
reiche Variationsmöglichkeiten für die Art und den Ablauf der
Bearbeitungen ergeben.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die
einzelnen Werkzeuge entlang ihrer Drehachse gegeneinander ver
schoben werden. Dadurch können mit besonderen Antriebseinheiten
mit Vorschubregelung die verschiedenen Werkzeuge mit unterschied
lichem Vorschub betrieben werden.
In Weiterentwicklung der Erfindung kann auch die Dreh
zahl und die Drehrichtung der Einzelwerkzeuge separat verändert
werden.
Zusätzlich können Mittel vorgesehen werden, die jedes
Werkzeug einzeln arretieren oder aber ein Werkzeug mit einem
anderen koppeln.
Grundsätzlich kommt bei der Auswahl der Einzelwerkzeuge
jedes in der Fertigungstechnik anwendbare Werkzeug in Betracht.
Es können entweder gleichartige Werkzeuge oder aber
auch verschiedenartige Werkzeuge kombiniert werden, je nachdem,
welche Bearbeitungsaufgabe gestellt ist. So fallen etwa im Be
reich der industriellen Fertigung häufig Arbeitsvorgänge an, bei
denen zwei oder mehr Tätigkeiten direkt nacheinander erfolgen.
Beispielsweise in der Motorenfertigung werden oft Bohrungen ange
bracht, denen in einem weiteren Schritt ein Ansenkvorgang nachge
schaltet ist. In der Regel sind dies bislang zwei Arbeitsschrit
te, für die ein Werkzeugwechsel erforderlich ist.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung dagegen kann ein
Innenbohrer eine Bohrung anbringen, während gleichzeitig oder
direkt danach ein den Innenbohrer umgebendes Senkwerkzeug mit
seiner mit Schneiden versehenen Stirnfläche das Senken vornimmt.
Für diesen speziellen Arbeitsvorgang ist zwar ein Werkzeug auf
dem Markt, welches starr verbunden auf der gleichen Achse über
einander einen Bohrer und einen Senker aufweist, dieses hat sich
aber unter anderem deshalb nicht bewährt, weil auch beim Senken
noch gebohrt wird und die dabei erzeugten und nach oben aus der
Bohrung herauszutransportierenden Bohrspäne zwischen Senkwerkzeug
und zu bearbeitende Fläche geraten und eine exakte Bearbeitung
verhindern. Dieses kann bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht auftreten, weil der Innenbohrer während des Senkvorgangs
wegen seines separaten Antriebs angehalten werden kann und des
halb keine störenden Späne produziert.
Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer
exakten Bohrung ist das Anbohren. Fehler beim Anbohren führen zu
Toleranzen beim Bohrergebnis. Dadurch, daß bei der Erfindung eine
axiale Verschiebbarkeit vorgesehen ist, kann der Innenbohrer
vollständig in den Außenbohrer hineingefahren werden. Dann kann
der Außenbohrer als Anbohrbuchse verwendet werden, der dem Innen
bohrer die Stabilität zum Auffinden eines exakten Anbohrpunktes
gibt.
Insbesondere bei der Anfertigung von Tiefbohrungen mit
großen Durchmessern ist die gegenseitige Führung von besonderer
Bedeutung, weil dadurch die für eine Bohrgüte der Bohrungsinnen
oberfläche erforderliche Stabilität des Bohrers erreichbar ist.
Man unterscheidet drei Arten von Tiefbohrvorgängen:
Bohren ins Volle, Kernbohren und Aufbohren. Mit Bohren ins Volle
ist der bekannte Bohrvorgang in ein Vollmaterial bezeichnet. Beim
Kernbohren wird zuerst ein ringförmiger Querschnitt freigebohrt,
so daß ein Kern stehen bleibt. Dieser wird bei Grundbohrungen,
also bei Bohrungen, die das Material nicht voll durchdringen,
anschließend mit einem sogenannten Kernabschneider entfernt. Das
Aufbohren schließlich bezeichnet das Vergrößern von vorgebohrten
Bohrungen kleineren Durchmessers.
Während das Kern- und Aufbohren einen relativ geringen
Leistungsaufwand auch beim Herstellen von großen Durchmessern er
fordert - beim Kernbohren liegen die maximalen Bohrdurchmesser
bei 350-500 mm, beim Aufbohren bei ca. 1000 mm - ist u.a. durch
den sehr großen Leistungsaufwand das Bohren ins Volle beim heuti
gen Stand der Technik auf Durchmesser bis ca. 250 mm im indu
strieellen Betrieb, mit Sonderwerkzeugen auf ca. 350 mm begrenzt.
Speziell bei der Herstellung von Bohrungen größeren
Durchmessers, die im Bereich etwa von 250-350 mm liegen, treten
nun gerade im Zusammenhang mit großen Bohrtiefen Probleme auf.
Einerseits setzt die Maschinenantriebsleistung und die Maschinen
konstruktion eine Grenze, andererseits entstehen bei großen
Durchmessern der Bohrwerkzeuge Probleme durch den Unterschied der
Schnittgeschwindigkeit zwischen Zentrum und der äußeren Werkzeug
schneide. Im Zentrum beträgt sie naturgemäß Null und wächst zum
äußeren Werkzeugrand hin an. Diese unterschiedliche Geschwindig
keit bewirkt unterschiedliche Zerspankräfte. Dadurch wird das
Werkzeug auf Biegung beansprucht, und es verursacht dadurch
sogenannte Ratterschwingungen. Damit wird, da die äußere Werk
zeugschneide ja die Oberfläche der Bohrung erzeugt, das Arbeits
ergebnis entscheidend verschlechtert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dagegen, die ja aus
zwei unabhängig voneinander antreibbaren Bohrwerkzeugen besteht,
die mit unterschiedlicher Drehzahl betrieben werden können, läßt
sich dadurch optimal an die Fertigungsaufgabe anpassen, daß an
den Einzelwerkzeugen eine jeweils optimale Schneidengeometrie
ausgebildet werden kann und durch die Auswahl des besten Dreh
zahlbereichs in einem günstigen und wirtschaftlichen Arbeits
bereich zerspant werden kann. Dadurch werden die Nachteile we
sentlich verringert, die aus der unterschiedlichen Schnittge
schwindigkeit im äußeren Randbereich eines Bohrwerkzeuges mit
großem Durchmesser gegenüber dem Innenbereich resultieren.
Auf diese Weise können noch größere Bohrungen ins Volle
oder auch beim Aufbohren angefertigt werden, wobei die Qualität
der Bohrung gegenüber herkömmlichen Bohrwerkzeugen wesentlich ge
steigert werden kann.
Die Erfindung bringt einen weiteren wesentlichen Vor
teil hinsichtlich der Späneabfuhr. Schon durch die erhöhte Genau
igkeit der Bohrung wird die Späneabfuhr dadurch erleichtert, daß
nur sehr definierte Spangrößen und -mengen auftreten, deren
Abfuhr besser kontrollierbar ist. Zusätzlich ist es möglich,
durch die erhöhte Stabilität des Bohrers mit dem Außenrohr als
Führungshülse, die Außenhülse beim Anbohren nicht ganz eng an das
Werkstück heranzuführen, was bei den konventionellen Bohrwerkzeu
gen aus Fertigungsgründen unbedingt notwendig ist, sondern es ist
möglich, zwischen Werkstück und Außenbohrer eine größere Lücke zu
lassen. Diese Lücke kann nun ausgenützt werden, um eine möglichst
ungehinderte Späneabfuhr zu erreichen. Damit kann in manchen An
wendungsfällen auf kompliziert aufgebaute Bohrer mit innerer
Späneabfuhr verzichtet werden.
Bei der Herstellung von Durchgangsbohrungen kann in der
Durchbruchphase des Innenbohrers der Vorschub des Außenbohrers
abgeschaltet werden. Dieser dient dann wiederum als Führungshülse
für den Innenbohrer und man erhält saubere Durchbohrungen. Die
Führungsfunktion des Außenbohrers wird auch erreicht, wenn ledig
lich der Vorschub abgeschaltet ist, der Außenbohrer also synchron
zum Innenbohrer mit gleicher Drehzahl weiterläuft. Die erfin
dungsgemäße Vorrichtung läßt sich individuell an verschiedene Ar
beitstechniken im Bereich des Tiefbohrens anpassen.
In der Regel werden Innen- und Außenbohrer mit unter
schiedlicher Drehzahl aber gleicher Drehrichtung ins Werkstück
hineingebohrt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann aber auch, je
nach Erfordernissen, bei stillstehendem Werkstück betrieben
werden, oder aber auch im Gleichlauf oder im Gegenlauf mit diesem
betrieben werden.
Eine weitere Variante besteht darin, daß Innenbohrer
und Außenbohrer unterschiedliche Drehrichtungen aufweisen, je
weils mit stehendem oder sich drehendem Werkstück.
Bei rotierenden Werkstücken kann auch der Außenbohrer
stillstehen, so daß das Werkstück sich gegen die Schneiden des
Außenbohrers bewegt. Der Innenbohrer arbeitet dann je nach Dreh
zahlverhältnissen und Schnittrichtung im Gleich- oder Gegenlauf
zum Werkstück.
Bei vollständig zurückgezogenem Innenbohrer ist eine
Kernbohrung möglich, wobei gleichzeitig oder zeitlich versetzt
mit einem als Kernabschneider ausgebildeten Innenbohrer der Kern
separat abgespant werden kann.
Diese Betriebsarten sind bereits bei herkömmlichen
Bohrern bekannt, erfahren aber durch das erfindungsgemäße Werk
zeug eine wesentliche Erweiterung, die eine noch bessere An
passung an jede Art von Bohrungsaufgaben gestattet.
Die im wesentlichen am Beispiel einer Bohrvorrichtung
dargestellte Erfindung läßt sich auch für andere Bearbeitungs
aufgaben einsetzen. Als Beispiele seien genannt: Bohren - Senken,
Bohren - Rollieren, Bohren - Schleifen, Senken - Schleifen,
Schleifen - Schleifen etc..
Im folgenden soll der Einsatzbereich der Erfindung an
hand einiger Beispiele umrissen werden und die Erfindung anhand
einiger Ausführungsformen näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch die Bohrspitze einer erfindungs
gemäßen Vorrichtung
Fig. 2 eine Vorrichtung zum Bohren und Ansenken
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Bohrvorrichtung für
eine Tiefbohrmaschine
Fig. 4 eine Tiefbohreinrichtung mit erfindungs
gemäßem Bohrwerkzeug
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform einer Tiefbohr
einrichtung mit erfindungsgemäßem Bohrwerk
zeug
Fig. 6 eine dritte Ausführungsform einer Tiefbohr
einrichtung mit erfindungsgemäßem Bohrwerk
zeug.
Fig. 1 zeigt schematisch einen konventionellen Spiral
bohrer 1, der mit einem eigenen Antrieb versehen ist, und der von
einem zweiten hülsenförmigen Werkzeug 2 mit an der Spitze befind
lichen Bohrschneiden 3 umgeben ist. Auch dieser hülsenförmige
Bohrer (2) hat einen unabhängigen Antrieb. Die Drehzahl beider
Antriebe kann regelbar ausgebildet sein, so daß je nach Größe der
herzustellenden Bohrung für Innen- und Außenbohrer die für eine
einwandfreie Zerspanung optimale Drehzahl gewählt werden kann.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt
Fig. 2. Hier kann mittels eines Innenbohrers 1 von beliebiger
Bauart eine Bohrung in einem Werkstück 4 hergestellt werden,
während mittels eines zweiten Werkzeugs 2, in diesem Fall ein
Senkwerkzeug, das den Schaft des Werkzeugs 1 umgibt, ein Senkvor
gang durchgeführt werden kann. Diese Vorgänge können gleichzei
tig, in bestimmten Anwendungsfällen aber auch nacheinander durch
geführt werden. Dieses ist zum Beispiel erforderlich, wenn es auf
besondere Güte der Senkflächen ankommt. Dann darf nämlich während
des Senkens nicht gebohrt werden, um eine Beschädigung der em
pfindlichen Flächen durch dazwischengeratene Bohrspäne zu vermei
den. Die beiden Werkzeuge sind in Achsrichtung relativ zueinander
verschiebbar, so daß es möglich ist, sie nacheinander zum Einsatz
zu bringen. sie können aber auch durch Voreinstellung oder durch
entsprechende Steuerung ihres Vorschubs in einem vorgegebenen
Abstand voneinander gehalten werden, z.B. wie in Fig. 2 dargestellt,
so daß in der letzten Phase des Bohrvorgangs zugleich der Ein
senkvorgang erfolgt.
Eine ähnliche Arbeitsweise ist bei Schleif- oder Ent
gratungsvorgängen anwendbar. Durch besondere Auslegung der An
triebseinheit ist es auch möglich, für solche Vorgänge die Werk
zeuge einzeln arretierbar auszubilden und nur das Werkstück gegen
die Bearbeitungsflächen der Werkzeuge zu drehen.
Ein besonders geeigneter Bereich für die Anwendung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Tiefbohren. Insbesondere
beim Herstellen von Tiefbohrungen mit großen Bohrdurchmessern
sind mit den bislang zur Verfügung stehenden Vorrichtungen Gren
zen gesetzt.
Besonders kritisch ist bei großen Durchmessern der
Unterschied der Schneidengeschwindigkeit zwischen Zentrum des
Bohrers und Bohreraußendurchmesser, der zu Ratterschwingungen und
damit zu Qualitätseinbußen der Bohrung führt.
Durch die erfindungsgemäße Ausführung der Vorrichtung
als Bohrwerkzeug, in diesem Fall zum Bohren in das Volle, wie sie
in Fig. 3 im Detail dargestellt ist, kann dies wesentlich gemil
dert werden.
Das Bohrwerkzeug weist einen Außenbohrer 5, der auf
einer äußeren als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle 6 über
ein Gewinde 7 befestigt ist und einen Innenbohrer 8, der mit
einer ebenfalls als Hohlwelle ausgebildeten inneren Antriebswelle
9 verbunden ist, auf. Der Innenbohrer ist, wie in der Tiefbohr
technik üblich, mit einem inneren Kanal 10 zur Späneabfuhr verse
hen. Beim Außenbohrer erfolgt die Späneabfuhr durch einen äußeren
Kanal 11 zwischen Bohrwerkzeug und Wandung der Bohrung.
Zum Transport der Bohrspäne aus der Bohrung wird ein
Kühlschmiermittel durch einen Kanal 12 zwischen äußerer und inne
rer Hohlwelle gefördert, gelangt in einen Stauraum 13 und wird
von dort über Kanäle 14 und 14 a weitergeleitet. Neben der Späne
abfuhr dient das Mittel zur Kühlung und zur Schmierung von Füh
rungsleisten 15 des Innenbohrers, Führungsleisten 18 des Außen
bohrers, sowie entsprechenden Schneiden 16 und 17. Der Außenboh
rer 5 ist als Aufbohrkopf ausgebildet und ist in seiner Zerspa
nungstiefe und Schnittcharakteristik den jeweiligen Bearbeitungs
aufgaben angepaßt. Im beschriebenen Ausführungsbeispiel ist er
als an sich bekanntes Schäl- und Aufbohrwerkzeug dargestellt.
Der Außenbohrer 5 wird in einer Gleitlagerbuchse 19
durch den Innenbohrer geführt. Die Gleitlagerbuchse ist dabei als
hydrodynamisches Lager ausgebildet.
In der Anbohrphase wird der Innenbohrer mit Vorlauf
betrieben, um eine einwandfreie Anbohrstelle zu erhalten. Zu
diesem Zweck wird der Innenbohrer 8 zuvor in den Außenbohrer
zurückgezogen. Dabei wird mit einer Kante 20 am Innenbohrer der
Kanal 14 zur Schmierung des Außenbohrers 5 abgedeckt, so daß mehr
Kühlschmierstoff über den Kanal 14 a zu den Führungsleisten 15 und
Schneiden 16 des Innenbohrers gelangt. Müssen diese doch einmal
ausgewechselt werden, ist dies durch eine besondere Befestigung
an der Bohrspitze leicht möglich.
Bei der Durchführung einer Tiefbohrung mit großem
Durchmesser kann nun durch unterschiedliche Anpassung der Umdre
hungszahl die Schneidengeschwindigkeit von Außenbohrer und Innen
bohrer so gewählt werden, daß es nicht zu unterschiedlichen Zer
spankräften an Orten unterschiedlicher Bohrerdurchmesser kommen
kann.
Damit werden die Werkzeuge nicht so stark auf Biegung
beansprucht und es kommt nicht zu den für die Qualität der Boh
rung schädlichen Ratterschwingungen. Auf diese Weise wird der
Einsatzbereich von Tiefbohrmaschinen zu wesentlich größeren
Durchmessern hin erweitert und die Qualität von Tiefbohrungen
wird verbessert.
In Fig. 4 ist der schematische Aufbau einer für die An
wendung der Erfindung ausgelegten Tiefbohrmaschine gezeigt, bei
dem Werkzeuge und Werkstück jeweils eigene Antriebseinheiten
haben. Auf einem Maschinenbett 22 ist ein Werkstückspindelstock
23 angeordnet, der über einen eigenen Antrieb 24 verfügt. Die
Aufnahme für ein Werkstück 21 besteht aus einer üblichen Plan
scheibe 25 mit Befestigungselementen. Bei längeren Werkstücken
wie Wellen u.ä. wird ein Werkstücksetzstock 26 zur Führung und
Unterstützung vorgesehen.
Zur Durchführung von Tiefbohrungen mit der erfindungs
gemäßen Bohrvorrichtung sind auf dem Maschinenbett mehrere Ma
schinenschlitten angeordnet. Direkt am Werkstück 21 ist ein An
bohrschlitten 27 mit einer Anbohrführung 28 positioniert, der die
Führung der Bohrwerkzeuge, insbesondere beim Anbohren, besorgt.
Außerdem ist hier ein Gerät zur Späneabfuhr vorgesehen. Die
Antriebswelle 6 des Außenbohrers 5 wird von einem Außenbohr
schlitten 30 mit einem Außenbohrwerkzeugspindelkasten 31 be
trieben. Dazu gehören ein Futter 32, in das das äußere Bohrrohr
eingeklemmt wird und ein Antrieb 33.
Die eigentliche Kühlschmiermittelzufuhr erfolgt über
ein Bohrölzufuhrgerät 34.
Eine Innenbohrerantriebswelle 9 ist in gleicher Weise
mit einem auf dem Bohrschlitten 35 befindlichen Innenbohrerwerk
zeugspindelkasten 36, mit einem zugehörigen Antrieb 37 und einem
Futter 38 verbunden. Daran schließt sich ein Spänerohr 39 an,
welches für die Abfuhr der Späne aus der inneren Späneabfuhr des
Innenbohrers 8 in einen Behälter sorgt.
Zur Erzielung höherer Vorschubgeschwindigkeiten ist dem
Spänerohr 39 noch eine Kühlschmiermittel-Zuführung zur Unter
stützung der Späneabfuhr, ein sogenannter aktiver Späneabzug 40
vorgeschaltet.
Das äußere Bohrrohr 6 kann bei größerer Länge noch zu
sätzlich mit einer oder mehreren Bohrrohrunterstützungen 41
abgefangen werden.
Das innere Bohrrohr wird in der Regel durch den unter
Druck zugeführten Kühlmittelschmierstoff stabilisiert.
In Fig. 5 ist eine Variante einer Tiefbohrmaschine ge
zeigt, bei der der Außenbohrer keinen eigenen Antrieb hat, son
dern feststeht. Der Außenbohrschlitten 30 wird dabei mit einer
feststehenden Bohrrohrklemmung 42 und dem erforderlichen Bohr
ölzufuhrgerät 34 ausgerüstet. Der übrige Maschinenaufbau ent
spricht Fig. 4.
Eine andere Variante betrifft eine Tiefbohrmaschinen
anordnung für stillstehende Werkstücke. Dabei wird die Maschine,
wie Fig. 6 zeigt, ohne einen Werkstückspindelkasten ausgeführt.
Das Werkstück 21 wird in diesem Fall von dem Anbohrschlitten 27
entweder auf einem Werkstück-Spanntisch 43 oder auf einer Auf
spannplatte 44 befestigt.
Neben den beschriebenen Ausführungsformen ist die
erfindungsgemäße Vorrichtung in entsprechender Weise für eine
Reihe von Einsatzbereichen anwendbar.
Claims (15)
1. Vorrichtung für die Bearbeitung von Werkstücken, be
stehend aus einem auf das Werkstück zu und von diesem fortbeweg
baren Werkzeug und aus einer Antriebsanordnung zur Drehung von
Werkstück von Werkzeug relativ zueinander, dadurch gekennzeich
net, daß koaxial zur Drehachse des Werkzeugs (1,8) wenigstens ein
weiteres Werkzeug (2, 5) angeordnet ist, daß unabhängig von der
Drehung zwischen dem Werkstück (4) und dem ersten Werkzeug (1, 8)
eine relative Drehung zwischen dem Werkstück und dem weiteren
Werkzeug (2, 5) herstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Werkzeug (1, 8; 2, 5) und/oder die Werkstückaufnahme
eine unabhängige Antriebsanordnung aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Werkzeuge (1, 8; 2, 5) axial gegeneinander ver
schiebbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeuge (1, 8; 2, 5) mit unterschiedlichem Vorschub an
treibbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl der Werkzeuge (1, 8; 2, 5)
veränderbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Werkzeuge (1, 8; 2, 5)
sowohl starr miteinander verbindbar als auch einzeln arretierbar
sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Werkzeuge (1, 8; 2, 5) gleichar
tige oder verschiedene in der Fertigungstechnik anwendbare Werk
zeuge sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Werkzeuge Bohrwerkzeuge (1, 8; 2, 5) sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrwerkzeuge (8, 5) zur Herstellung von Tiefbohrungen
dienen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bohrwerkzeuge (8, 5) aus zwei koaxial ineinander geführ
ten Bohrern bestehen, wobei ein Innenbohrer (8) einen Kanal zur
inneren Späneabfuhr (10) aufweist, während ein Außenbohrer (5) an
seinem äußeren Radius mit Kanälen zur äußeren Späneabfuhr (11)
versehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 und 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bohrwerkzeuge (8, 5) Antriebswellen (6,
9) aufweisen, die als Hohlwellen ausgebildet sind und gleichzei
tig für die Zufuhr von Kühlschmierstoffen verwendbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß Kanäle (14, 14 a) für den Transport des Kühlschmierstoffs zu
den Arbeitsbereichen des Innen- und Außenbohrers (8, 5) und zu
den Gleitflächen zwischen den beiden Bohrern vorgesehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleitflächen zwischen Innen- und Außenbohrer (8, 5) durch
eine Lagerbuchse (19) gebildet werden.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9-14, dadurch
gekennzeichnet, daß bei voll zurückgezogenem Innenbohrer eine
Kante (20) den Schmiermittelkanal (14) zur Schmierung des Ar
beitsbereichs des Außenbohrers (5) verschließt, so daß ein ver
stärkter Kühlschmiermittelfluß durch den Kanal (14 a) zum Arbeits
bereich des Innenbohrers (8) erfolgt.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
9-15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid- und Führungskan
ten (16, 17, 15, 18) der Bohrwerkzeuge (8, 5) auswechselbar sind.
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19853522324 DE3522324A1 (de) | 1985-06-22 | 1985-06-22 | Vorrichtung zur bearbeitung von werkstuecken |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19853522324 DE3522324A1 (de) | 1985-06-22 | 1985-06-22 | Vorrichtung zur bearbeitung von werkstuecken |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE3522324A1 true DE3522324A1 (de) | 1987-01-02 |
Family
ID=6273869
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE19853522324 Withdrawn DE3522324A1 (de) | 1985-06-22 | 1985-06-22 | Vorrichtung zur bearbeitung von werkstuecken |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE3522324A1 (de) |
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8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |