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DE345581C - Holzbeizverfahren - Google Patents

Holzbeizverfahren

Info

Publication number
DE345581C
DE345581C DE1920345581D DE345581DD DE345581C DE 345581 C DE345581 C DE 345581C DE 1920345581 D DE1920345581 D DE 1920345581D DE 345581D D DE345581D D DE 345581DD DE 345581 C DE345581 C DE 345581C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
wood
grain
stain
varnish
appearance
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1920345581D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MOEBELFABRIK
Rosendahl & Bachrach
Original Assignee
MOEBELFABRIK
Rosendahl & Bachrach
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MOEBELFABRIK, Rosendahl & Bachrach filed Critical MOEBELFABRIK
Application granted granted Critical
Publication of DE345581C publication Critical patent/DE345581C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44FSPECIAL DESIGNS OR PICTURES
    • B44F9/00Designs imitating natural patterns
    • B44F9/02Designs imitating natural patterns wood grain effects

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Holzbeizverfahren. Um minderwertigem Holz,' wie Tanne, Kiefer, Weide, Pappel, Buche, Erle u. dgl., das Aussehen von hochwertigem Holz, wie Eiche, Nußbaum o. dgl., zu geben, wendete man bisher meistens ein Malverfahren an, welches darin bestand, das Holz zuerst zu schleifen, dann zu grundieren, d. h. mittels der sogenannten Grundfarbe den ungefähren Farbton aufzutragen, worauf das Holz nochmals geschliffen werden mußte, alsdann die Deckfarbe aufzutragen, wieder zu schleifen und hierauf zu Poren, d. h. die Poren -einzuritzen. Sodann wurde mit Farbe die Maserung aufgetragen, vorlackiert, mit Wasserfarbe lasiert und lackiert. Trotz dieses sehr umständlichen Verfahrens ist die Wirkung desselben, wie bekannt, mangelhaft, denn der Ton und die Maserung wirken unnatürlich, d. h. das Holz hat keinesfalls das Aussehen hochwertigen Holzes, sondern es wirkt angestrichen, auch ist der Anstrich wenig haltbar, d. h. die Farbe reißt und springt ab, und ferner ist das Verfahren äußerst zeitraubend, da es wegen der verschiedenen Anstriche und Lackierungen mindestens sechs Tage erfordert.
  • Man ist infolge dieser Mängel bereits dazu übergegangen, bei minderwertigen Hölzern auf jede Nachahmung höherwertigen Holzes zu verzichten und das Holz wie hochwertiges lediglich zu beizen; hat das Holz eine gefällige Maserung, wie z. B. Kiefer, so ist die Wirkung oft nicht ungünstig, indessen ist auf diese Weise selbstverständlich nicht das Aussehen hochwertigen Holzes, wie Eiche, Nußbaum o. dgl., zu erzielen, sondern das Holz weist lediglich seine eigene schlichte Maserung auf, die zudem nur schwach hervortritt, und Tannenholz ist für dieses Verfahren wegen einer sehr schlechten Wirkung überhaupt ungeeignet. Ebensowenig ergibt ein Verfahren, bei welchem man das Holz mit Ölfirnis ölt, schleift, port und mit gefärbtem Schleiflack lackiert oder statt dessen mit Wasserbeize beizt, eine gute Maserwirkung, da auch in diesem Fall lediglich die eigene Maser, des Holzes und zudem nur ganz schwach hervortritt.
  • Durch das im folgenden beschriebene Verfahren ist es nun auf eine äußerst einfache Weise ermöglicht, minderwertigem Holz, namentlich auch Tannenholz, nach Ton, Glanz wie Maserwirkung ein von hochwertigem Holz nicht zu unterscheidendes Aussehen zu geben. Das Verfahren besteht darin, das Holz zu schleifen, dann unmittelbar nach einem der nachzuahmenden Holzart entsprechendem Muster die Maserung mit Beize aufzutragen, dann im ganzen zu beizen und in üblicher Weise zu poren und zu lackieren oder zu mattieren. Das Verfahren unterscheidet sich also von dem erstbeschriebenen grundsätzlich dadurch, daß die Maser nicht mittels Farbe, sondern mittels Beize erzeugt wird, und zwar als erste Maßnahme auf dem nur geschliffenen Holz, und es unterscheidet sich von denn zweitbeschriebenen Verfahren grundsätzlich dadurch, daß nicht durch Beizen im ganzen die dem Holz natürliche Maser herausgeholt wird, sondern eine beliebige Maser durch Aufzeichnen mittelß Beize erzeugt wird, und zwar vor dem Beizen im ganzen, mit der Wirkung, daß das Holz der vorzutäuschenden Holzart im Aussehen schließlich in nichts nachsteht. Das Verfahren hat dem Anstreichverfahren gegenüber den weiteren Vorteil, dar die Tönung vollkommen haltbar ist, es teilt also insoweit den Vorzug des reinen Beinverfahrens, und es ist ebenso billig wie dieses und ebenso rasch durchführbar, d. h. es erfordert anstatt mindestens sechs Tage nur einen Tag und ist um etwa 3o Prozent billiger als das Malverfahren.
  • Als Beize für die Erzeugung der Maserung sowie für das Grundieren können die üblichen Wasser oder Terpentinbeizen verwendet werden, und der Ton der Maser kann hierbei durch die Stärke bzw. Verdünnung der Beize bestimmt werden, während bisher bei dem Anstreichverfahren der Ton der künstlichen Maser durch die Maserfarbe nicht natürlich genug herauszubringen war, sondern durch das nachfolgende Lasieren verbessert werden mußte und bei dem üblichen Beinverfahren der Ton der natürlichen Maser selbstverständlich abhängig ist von dem allgemeinen Beinton, eine Nuancierung hier also nicht möglich ist.
  • Um nun bei dem vorliegenden Verfahren auch noch das auf die Porung folgende Lackieren oder Mattieren zu ersparen, kann der zweiten, also der Grundierungsbeize, sogleich etwas Lack bzw. etwas Mattlack oder auch Öl zugesetzt werden, das Verfahren gestaltet sich in diesem Fall also äußerst einfach, d. h. es wird zuerst die Maser eingebeizt und dann mit von etwas Lack oder Öl durchsetzter Beize im ganzen nachgebeizt und geport, worauf das Holz das gewünschte Aussehen besitzt. Vorhandene Äste können vor der Maserbeizung durch Farbe verdeckt werden;

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren, um minderwertigem Holz das Aussehen hochwertigen Holzes zu geben, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem geschiifnen rohen Holz mittels teize ein künstliches Masermuster auf-@'etragen und dann im ganzen gebeizt und in üblicher Weise geport und lackiert oder mattiert wird.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dar zwecks Ersparens des besonderen LacUexens oder Matherens der Beize beim Beizen im ganzen etwas Lack oder #öl zugesetzt wird.
DE1920345581D 1920-05-15 1920-05-15 Holzbeizverfahren Expired DE345581C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE345581T 1920-05-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE345581C true DE345581C (de) 1921-12-14

Family

ID=6254690

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1920345581D Expired DE345581C (de) 1920-05-15 1920-05-15 Holzbeizverfahren

Country Status (1)

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DE (1) DE345581C (de)

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