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DE337312C - Verfahren zum Brennen von Zement im geteilten Drehofen - Google Patents

Verfahren zum Brennen von Zement im geteilten Drehofen

Info

Publication number
DE337312C
DE337312C DE1919337312D DE337312DD DE337312C DE 337312 C DE337312 C DE 337312C DE 1919337312 D DE1919337312 D DE 1919337312D DE 337312D D DE337312D D DE 337312DD DE 337312 C DE337312 C DE 337312C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
sintering
rotary kiln
mass
burning cement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919337312D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE337312C publication Critical patent/DE337312C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B7/00Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined
    • F27B7/02Rotary-drum furnaces, i.e. horizontal or slightly inclined of multiple-chamber or multiple-drum type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Verfahren zum Brennen von Zement im geteilten Drehofen. Die Drehöfen zum Brennen von Zement arbeiten im Vergleich zu anderen Brennöfen, wie Ring- und Schachtöfen, bezüglich des Brennstoffverbrauches, unwirtschaftlich, hauptsächlich deswegen, weil die Berührung zwischen dem auf der Sohle des Ofens fortschreitenden Gut und, den ,darüber hinstreichenden Flammgasen mangelhaft ist.
  • Man hat versucht, diesen Übelstand durch ('en Einbau von Schaufelwerken im Innern des Ofens zu beheben, jedoch mit geringem Erfolge, weil es keinen für die Herstellung von Schaufelwerken geeigneten Baustoff gibt, welcher der dauernden Einwirkung der Flammgase zu widerstehen vermag.
  • In anderer Weise' hat man eine innigere Berührung zwischen Gut und Flammgasen dadurch zu erreichen versucht, daß man dem Ofen eine hohe Umlaufsgeschwindigkeit gab; man wollte hierdurch bewirken, daß das Gut sich auf der ansteigenden Seite des Ofens ausbreitet, so seine den Flammgasen ausgesetzte Oberfläche vergrößernd. Auch hat inaii geglaubt, dieses Verfahren noch wirksamer gestalten zu können, wenn man die Umlaufsgeschwindigkeit des Ofens so weit steigerte, daß das Gut wenigstens teilweise bis nahe an den Scheitel des Ofens gehoben wurde und von hier frei durch den Ouerschnitt des Ofens herabfiel. Das Verfahren ist jedoch technisch undurchführbar, weil die sinternde und bei der Sinterung erweichende Masse sehr leicht am Ofenfutter hängenbleibt, und dieser Übelstand nur dadurch behoben wefden kann, daß die Masse des sinternden Gutes auf der Ofensohle gleitet und durch die Wucht ihrer Bewegung etwa hängenbleibende Klinkerteile immer wieder los reißt. Die gesamte Masse des in der Sinterung erweichten Klinkers bleibt am Ofenfutter hängen, wenn der Klinker durch eine ihm durch den schnell umlaufenden Ofen verliehene Zentrifugalkraft gegen das Ofenfutter gepreßt wird.
  • Um die Aufgabe zu lösen, muß man berücksichtigen, daß die Wärmeaufnahmefähigkeit der Masse während der verschiedenen Sfadien des Brennvorganges sehr verschieden ist. Beim Anwärmen des Gutes nach dem Eintritt in den Ofen - gleichgültig, ob das Gut als trockene Rohmasse oder als Schlamm zugeführt wird -, beim Austreiben des Hydratwassers, beim weiteren Anwärmen der entwässerten Masse, bei der Austreibung der Kohlensäure und beim weiteren Erhitzen der entsäuerten Masse, bis zum Beginn der Sinterung wird Wärme aufgenommen; die Sinterung selbst aber ist ein exothermer Vorgang und vollzieht sich ohne weitere Wärmeaufnahme. Um eine bessere und schnellere Ausnutzung der Flammgase herbeizuführen, wird man also für eine innige Berührung zwischen Flamme und Gut nicht während der Sinterung, sondern vorher, nämlich vom Eintritt in den Ofen bis nahe an den Beginn der Sinterung zu sorgen haben. .
  • Der Erfinder trägt diesen Verhältnissen Rechnung, indem er den Drehofen in zwei Teile zerlegt, von denen der eine, den das Gut vom Augenblick seines Eintritts in den Ofen bis nahe an den Sinterungspunkt durchwandert, schnell umläuft, während der andere 'Teil, in welchem sich die Sinterung vollzieht, sich mit der gewöhnlichen Umlaufsgeschwindigkeit dreht.
  • Die UmIaufsgeschwindigkeit, die dem schnell ui gläufenden Teile des Ofens zu geben ist, muß sich derart@,nach dem Durchmesser des Ofens- richten, däß die Zentrifugalkraft der von dem umlaufenden Ofen mitgenommenen Masse im Scheitel des Ofens etwas geringer ist, als die Schwerkraft, so daß die Masse sich dicht vor dem Scheitelpunkt des Ofens von der Ofenwandung los löst und nun frei durch dem Querschnitt des Ofens herabfällt. Diese Umlaufsgeschwindigkeit ist jedenfalls um ein Vielfaches größer, als die bisher übliche, die z bis a Umläufe in der Minute beträgt.
  • Durch dieses Verfahren wird erreicht, daß die Masse, solange ihre Wärmeaufnahme beträchtlich ist, in ausgiebiger Weise von den Flammgasen berührt wird, daß aber die sinternde, einer erheblichen Wärmezufuhr nicht mehr bedürfende Masse vor der Gefahr des Hängenbleibens bewahrt wird. Der - wirtschaftliche Erfolg, der sich dabei ergibt, ist ein doppelter: Zunächst kann der Ofen bei gleicher Leistungsfähigkeit in seinen Abmessungen, namentlich in seiner Länge, viel kleiner gehalten werden, als es bisher üblich ist; sodann wird durch die innige, wechselseitige Berührung zwischen dem Gut und den Heizgasen eine gute Wärmeausnutzung und eine erhebliche Brennstoffersparnis erzielt.

Claims (1)

  1. PATRNT-ANSPRUCH: Verfahren zum Brennen von Zement im geteilten Drehofen, dessen Sinterteil langsamer umläuft als der andere Teil, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Ofenteil, der zum Erwärmen der zu brennenden Masse bis dicht an den Sinterungspunkt dient, mit so hoher Geschwindigkeit umläuft, daß das Gut bis dicht an den Scheitel des Ofens gehoben wird und von dort frei durch den Ofenquerschnitt herabfällt, während der untere der Sinterung dienende Ofenteil sich mit der üblichen geringen Urnlaufsgeschwindigkeit dreht.
DE1919337312D 1919-05-27 1919-05-27 Verfahren zum Brennen von Zement im geteilten Drehofen Expired DE337312C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE337312T 1919-05-27

Publications (1)

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DE337312C true DE337312C (de) 1921-05-27

Family

ID=6221331

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919337312D Expired DE337312C (de) 1919-05-27 1919-05-27 Verfahren zum Brennen von Zement im geteilten Drehofen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE337312C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1295758B (de) * 1964-07-31 1969-05-22 Spemag Ag Verfahren und Vorrichtung zum Erhitzen von koernigem Gut

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1295758B (de) * 1964-07-31 1969-05-22 Spemag Ag Verfahren und Vorrichtung zum Erhitzen von koernigem Gut

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