DE333298C - Schaltung zum gleichzeitigen Empfangen oder Senden oder zum gleichzeitigen Empfangen und Senden zweier elektromagnetischer Wellenzuege verschiedener Wellenlaenge - Google Patents
Schaltung zum gleichzeitigen Empfangen oder Senden oder zum gleichzeitigen Empfangen und Senden zweier elektromagnetischer Wellenzuege verschiedener WellenlaengeInfo
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- DE333298C DE333298C DE1918333298D DE333298DD DE333298C DE 333298 C DE333298 C DE 333298C DE 1918333298 D DE1918333298 D DE 1918333298D DE 333298D D DE333298D D DE 333298DD DE 333298 C DE333298 C DE 333298C
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01Q—ANTENNAS, i.e. RADIO AERIALS
- H01Q5/00—Arrangements for simultaneous operation of antennas on two or more different wavebands, e.g. dual-band or multi-band arrangements
Landscapes
- Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)
Description
Es sind eine Reihe von Verfahren bekannt, die zum gleichzeitigen Empfangen oder Senden
oder zum gleichzeitigen Empfangen und Senden zweier elektromagnetischer Wellenzüge verschiedener
Wellenlänge dienen; sie beruhen im wesentlichen alle auf der Schwingungsbrückenschaltung.
Hierbei bildet die Antenne einen Zweig eines viergliedrigen Schwingungsgebildes,
während die Empfänger oder Sender in die ίο beiden gegenseitig indifferenten Brückenzweige
gelegt sind.
Fig. ι gibt, eine solche Schaltung wieder.
Denkt man sich die wirksame Kapazität und Selbstinduktion der Antenne α durch ein geschlossenes
Schwingungsgebilde ersetzt, so gelangt man zur Fig. z, die das Wesen der Schaltung deutlicher erkennen läßt, α, b, c, d
bilden die vier äußeren einander gleichen Schwingungswege, M und N die gegenseitig
indifferenten Brückenzweige.
Wird der verzweigte Schwingungskreis ,a—dx
M'
-.M, der auf X1 abgestimmt sei,
as erregt, so bleibt der Brückenleiter N stromlos,
da er an spannungsgleichen Punkten der WeIIeX1
liegt; ebenso bleibt M stromlos, wenn der
-h.
verzweigte Schwingungskreis IV ■·
j erregt wird, der auf X2 abgestimmt sei, weil
! er an spannungsgleichen Punkten der Welle X2
liegt.
j Es sind manche Abweichungen von dieser ! Schaltung möglich; so kann man z. B. das
viergliedrige Schwingungsgebilde nach Fig. 3 vollkommen symmetrisch zu den beiden
\ Brücken ausbilden oder man kann (ohne die gegenseitige Indifferenz zu gefährden) nach
Fig. 4 die Symmetrie nur zu einer der beiden ! Brücken beibehalten; bei allen auf dem
Brückenprinzip beruhenden Schaltungen aber ist die viergliedrige Gestaltung des Schwingungsgebildes
unerläßlich.
Die vorliegende Erfindung führt zu einer einfacheren Schaltung; diese ist dadurch gekennzeichnet,
daß in den Antennenkreis zwei Hilfssysteme in Reihe geschaltet sind, deren
erstes auf die erste Welle und deren zweites auf die. zweite Welle abgestimmt ist, wobei
dem ersten Hilfssystem der Empfänger oder Sender der zweiten Welle parallel liegt und
umgekehrt dem zweiten Hilfssystem der Empfänger oder Sender der ersten Welle.
Eine beispielsweise Darstellung gibt Fig. 5. Das Hilfssystem e sei ohne Rücksicht auf die
Bemessung des übrigen Antennenkreises auf Welle X1 abgestimmt; das Hilfssystem f ebenso
auf Welle X2. Parallel dazu liegen die Empfänger
oder Sender M und N, die in Verbin-
dung mit dem übrigen Antennenkreis auf X2
und X1 abgestimmt sind. (Um in den Figuren
anzudeuten, daß die Abstimmung von M und N in Verbindung mit dem übrigen Antennenkreis
geschieht, sind die Wellenbezeichnungen in Kreise gesetzt: @@, während die für sich,
also ohne Rücksicht auf den übrigen Antennenkreis, abgestimmten Hilfssysteme di rekt mit X11X2
bezeichnet sind.)
ίο Wird nun das gesamte Gebilde beim Senden
oder Empfangen durch Welle X1 erregt, so ,
bleibt M ganz oder nahezu stromlos, weil der Hochfrequenzwiderstand des Hilfssystems e für
diese Welle verschwindend klein im Vergleich zum Hochfrequenzwiderstand von M ist, wird
umgehehrt das gesamte Gebilde durch WeIIeX2
erregt, so bleibt aus analogem Grunde N ganz oder nahezu stromlos.
Um den Unterschied und die Vereinfachung dieser Schaltung gegenüber den bekannten
Schaltungen zu veranschaulichen, ist sie in Fig. 6 (entsprechend den Fig. 2, 3, 4) als ge- '
schlossenes Schwingungsgebilde dargestellt.
Während die alten Schaltungen· grundsätz- | Hch ein Viereck darstellen, dessen Diagonalen ;
die gegenseitig indifferenten Empfangs- oder Sendeapparate enthalten, liegt der neuen Schaltung
ein Dreieck zugrunde und die gegenseitig indifferenten Apparate sind zwei Seiten dieses
Dreiecks parallel gelegt.
Diese mehr äußerliche Unterscheidung wird durch Betrachtung der elektrischen Verhält- j
nisse vertieft: Bei den alten Schaltungen muß ; grundsätzlich jede der beiden indifferenten j
Schwingungen einen verzweigten Schwingungsweg erhalten, damit sich an diesen Zweigen
spannungsgleiche Anschlußpunkte für die Brücke i ergeben; bei der neuen Schaltung ist dagegen
jedem der beiden Empfangs* oder Sendeapparate ein auf die gleiche Welle abgestimmtes
Hilfssystem vorgeschaltet, das den anderen [ Apparat für diese Welle kurzschließt.
Aus dieser Auffassung ergibt sich eine be- ι liebige Erweiterung der Schaltung, wie sie !
z. B. in Fig. 7 für drei Wellen durchgeführt ist. Jeder der drei Apparate M, N, O mit '
den dazugehörigen Wellen X3, X2, X1 ist durch :
je zwei auf X2 X1, X1X3, X3 X2 abgestimmte j
Hilfssysteme für die beiden anderen Wellen [ kurzgeschlossen.
In welcher Weise die beschriebene Anordnung zum gleichzeitigen Empfangen oder Senden
oder zum gleichzeitigen Empfangen und Senden zweier elektromagnetischer Wellenzüge
verschiedener Wellenlänge benutzt werden kann, braucht nicht besonders beschrieben zu werden.
Dagegen bedarf es eines besonderen auf der neuen Schaltung beruhenden Verfahrens,
um einen rationellen gegenseitigen Verkehr \ So mehrerer Stationen zu ermöglichen; es ist dadurch
gekennzeichnet, daß alle am gegenseitigen Verkehr beteiligten Stationen sich zunächst
mit der ersten W^lIe empfangsbereit und mit der zweiten Welle sendebereit halten,
worauf die anrufende Station (unter Vertauschung der Wellen) mit der ersten Welle
sendet und mit der zweiten Welle empfängt, während die angerufenen Stationen (der Bereitschaft
gemäß) mit der ersten Welle empfangen und mit der zweiten Welle senden.
Fig. 8 gibt ein Beispiel. Die Stationen I, II und III stehen in gegenseitigem Verkehr.
Jede Station hat einen Empfänger E und einen Sender S. Durch Umschaltung lassen sich die
beiden Apparate entweder auf die eine oder die andere der beiden Wellen X1 und X2 schalten.
Solange nicht gesendet wird, sind sämtliche Empfänger auf X1, sämtliche Sender auf X2
geschaltet. Will nun beispielsweise Station III die übrigen Stationen aufrufen, so wird (wie
in der Figur angedeutet) ihr Sender S auf X1.
und ihr Empfänger E auf X2 geschaltet.
I und II empfangen nun den mit Welle X1
gegebenen Anruf und können, wie ersichtlich, mit Welle X2, die von III ohne weiteres empfangen
werden kann, gegensenden. Ist. der Verkehr beendet, so wird III wieder in normale
Verkehrsbereitschaft gebracht, indem E wieder auf X1 und S wieder auf X2 geschaltet
wird.
Das Verfahren ist mit gleichem Vorteil für drahtlose Telegraphie als auch für drahtlose
Telephonie zu verwenden.
Claims (3)
1. Schaltung zum gleichzeitigen Empfangen oder Senden oder zum gleichzeitigen
Empfangen oder Senden zweier elektromagnetischer Wellenzüge verschiedener Wellenlänge,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Antennenkreis zwei Hilfssysteme in
Reihe geschaltet sind, deren erstes auf die erste Welle und deren zweites auf die zweite
Welle abgestimmt ist, wobei dem ersten Hilfssystem der Empfänger oder Sender der zweiten Welle parallel liegt und umgekehrt
dem zweiten Hilfssystem der Empfänger oder Sender der ersten Welle.
2. Anwendung der Schaltung nach Anspruch ι für mehr als zwei Wellen, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Welle ein Empfänger oder Sender zugeordnet wird und daß jedem dieser in Reihe geschalteten
Empfänger oder Sender die den anderen Wellen zugeordneten Hilfssysteme parallel geschaltet werden.
3. Anwendung der Schaltung nach Anspruch ι für den gegenseitigen Verkehr
mehrererStafcionen, dadurch gekennzeichnet, daß alle am gegenseitigen Verkehr betei-
ligten Stationen sich zunächst mit der ersten Welle empfangsbereit und mit der
zweiten Welle sendebereit halten, worauf die anrufende Station (unter Vertauschung
der Wellen) mit der ersten Welle sendet und mit der zweiten Welle empfängt, während
die angerufenen Stationen (der Bereitschaft gemäß) mit der ersten Welle empfangen und mit der zweiten Welle
senden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE333298T | 1918-11-30 |
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE333298C true DE333298C (de) | 1921-02-21 |
Family
ID=6208930
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DE1918333298D Expired DE333298C (de) | 1918-11-30 | 1918-11-30 | Schaltung zum gleichzeitigen Empfangen oder Senden oder zum gleichzeitigen Empfangen und Senden zweier elektromagnetischer Wellenzuege verschiedener Wellenlaenge |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE333298C (de) |
-
1918
- 1918-11-30 DE DE1918333298D patent/DE333298C/de not_active Expired
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