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Vorrichtung zum Vorbereiten von Dauerbackwaren
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vorbereiten von Dauerbackwaren
aus einem Teigband, das von einer Vormaschine auf einer dem gegenüber langsamer
laufenden Entspannungsbahn unter Wellenbildung abgelegt und von dieser Entspannungsbahn
unter Aufhebung der Wellen in eine Ausstecheinrichtung eingezogen wird, wobei die
Geschwindigkeit wenigstens eines Antriebes nach Maßgabe der Position der letzten
vollständigen Welle auf der Entspannungsbahn gesteuert ist.
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Beim Vorbereiten von Dauerbackwaren wird ein Teigband mit einer geeigneten
Vormaschine, z.B. einem Laminator, einem dreiwalzigen Bandformer oder dergleichen,
zu einem Teigband geformt bzw. auf Teigbandstärke heruntergewalzt. Aus dem Teigband
sollen später die Formlinge der Dauerbackwaren figurenmäßig ausgestochen werden.
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Es ist üblich, nach dem letzten Walzwerk der Vormaschine und einer
zur Ausstechmaschine
führenden Transportbahn eine sogenannte Entspannungsbahn
anzuordnen, auf der das Teigband in mehr oder weniger großen Wellen abgelegt wird,
damit der im Teig vorhandene Restschrumpf sich ausgleichen kann. Deswegen läuft
die Entspannungsbahn mit geringerer Geschwindigkeit als vor- und nachgeschaltete
Transportbahnen bzw. Maschinen. Die nachfolgende Transportbahn, die zur Ausstecheinrichtung
führt, wird jedenfalls mit einer solchen Geschwindigkeit gefahren, daß die vorher
gebildeten Wellen, sofern sie sich nicht durch Entschrumpfen des Teiges zurückgestellt
haben, wieder in ein glattes Teigband überführt werden.
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Außerdem ist es üblich, die einzelnen Antriebe des oder der Vormaschinen,
wie Laminator, Bandformer und Schlichtwalzwerke, mit geeigneten elektronisch arbeitenden
Reglern auszurüsten, die die Aufgabe haben, die einmal eingestellten Geschwindigkeitsdifferenzen
zwischen den einzelnen Stationen konstant zu halten. Herkömmlich wird dazu jeder
Antrieb mit einer Tachomaschine zu entsprechenden Drehzahlvergleichen ausgerüstet.
Man kann auch Impulszähler anordnen, die in Regelkreise integriert sind.
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Beim praktischen Betrieb derartiger Vorrichtungen hat sich gezeigt,
daß auch das wellenförmige Ablegen des Teigbandes auf der Entspannungsbahn den Restschrumpf
nicht vollständig beseitigen kann. Praktische Versuche haben aber ergeben, daß der
Restschrumpf dadurch beeinflußt werden
kann, daß die Wellen, die
auf der Entspannungsbahn gebildet wurden, früher oder später ausgezogen werden.
Dazu muß das Bedienungspersonal durch Maßvergleich des ausgestochenen Formlings
und des gebackenen Kekses feststellen, welches der geeignete Abzugspunkt der Wellen
von der Entspannungsbahn ist. Ist dieser Punkt gefunden, dann müssen die Geschwindigkeitsverhältnisse
der Antriebe entsprechend eingestellt werden.
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Das alles ist aufwendig, zeitraubend und läßt hinsichtlich des gewünschten
Ergebnisses zu wünschen übrig.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Gattung so zu verbessern, daß der Restschrumpf des Teigbandes vor Einlauf in die
Ausstecheinrichtung auf ein Minimum reduziert wird.
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Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Gattung gelöst, die gekennzeichnet ist durch eine im Bereich des Endes der Entspannungsbahn
über dieser angeordnete und in Längsrichtung der Entspannungsbahn verstellbare Einrichtung
zum Erfassen der Wellenhöhe wenigstens der letzten vollständigen Welle. Die Signale
dieser Einrichtung zum Erfassen der Wellenhöhe dienen als Führungsgröße eines Regelkreises
für die Regelung des oder der Antriebe der Entspannungsbahn sowie der vor- und nachgeschalteten
Transporteinrichtungen, so daß nach Einstellung der Einrichtung auf eine bestimmte
Position relativ zur Entspannungsbahn die Geschwindigkeiten vor- und/oder nachgeschalteter
Transportbahnen stets nach Maßgabe
des damit eingestellten Restschrumpfes
geregelt werden.
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Die Einreichung sollte wenigstens eine Reflektionslichtschranke aufweisen.
Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung ist jedoch dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung drei in Längsrichtung der Entspannungsbahn hintereinander angeordnete
Reflektionslichtschranken aufweist.
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Dann kann die mittlere Reflektionslichtschranke auf diejenige Position
eingestellt werden, an der die Wellen des Teigbandes auf der Entspannungsbahn aufgelöst
werden sollen. Die vor- bzw. nachgeschaltete Reflektionsschranke soll die Wellenhöhe
der vor- bzw. nach laufenden Welle erfassen. Zweckmäßig werden die Reflektionslichtschranken
auf einer gemeinsamen Führung angeordnet.
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Zur Anpassung an unterschiedliche Wellenabstände, die sich je nach
Teigart ergeben können, sollten die relativen Abstände der Reflektionslichtschranken
zueinander einstellbar sein. Eine Höhenverstellung der Reflektionslichtschranken
ist zweckmäßig, um optimale Reflektionen zu erhalten.
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Die Einjustierung erfolgt so, daß die mittlere Reflektionslichtschranke
in die Position gebracht wird, an dem die Wellen des Teigbandes aufgelöst werden
sollen. Die benachbarten Reflektionslichtschranken werden dem Wellenabstand entsprechend
eingerichtet. Der Regler befindet sich im Ruhezustand, wenn die in Transportrichtung
ersten
beiden Reflektionslichtschranken normale Wellenhöhe melden und die dritte und letztere
Reflektionslichtschranke eine Abnahme der Wellenhöhe signalisiert. Wenn alle drei
Reflektionslichtschranken normale Wellenhöhe signalisieren, veranlaßt der Regler
eine Verringerung der Geschwindigkeit der Entspannungsbahn sowie der vorgeschalteten
Antriebe. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit wird dann veranlaßt, wenn nur die in
Transportrichtung erste Reflektionslichtschranke normale Wellenhöhe meldet und wenn
die beiden nachgeschalteten Reflektionslichtschranken abnehmende Wellenhöhe signalisieren.
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Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel
der Erfindung erläutert; die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellung eine
Vorrichtung zum Vorbereiten des Teigbandes für Dauerbackwaren.
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In einer nicht dargestellten Vormaschine wird ein Teigband 1 geformt
und in mehreren Walzwerken, von denen nur das letzte Walzwerk 2 dargestellt ist,
auf Teigbandstärke heruntergewalzt. Vom Walzwerk 2 wird das Teigband 1 einer Transportbahn
3 übergeben, deren Geschwindigkeit der Geschwindigkeit des Walzwerkes 2 entspricht.
Am Ende der Transportbahn 3 gelangt das Teigband 1 auf eine Entspannungsbahn 4,
im mechanischen Nebenschluß über ein nicht dargestelltes regelbares Getriebe vom
letzten Walzwerk 2 angetrieben ist, die mit geringerer Geschwindigkeit läuft als
das Walzwerk 2 bzw.
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die Transportbahn 3. Dementsprechend wird
das Teigband
unter Bildung von Wellen 5 auf der Entspannungsbahn 4 abgelegt. Der im Teigband
1 vorhandene Restschrumpf soll auf diese Weise Gelegenheit haben, sich zurückzubilden.
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Am Ende der Entspannungsbahn 4 wird das Teigband 1 einer weiteren
Transportbahn 6 übergeben, die das Teigband 1 zu einer Ausstecheinrichtung 7 bringt.
Die der Entspannungsbahn 4 nachgeschaltete Transportbahn 6 läuft wieder mit höherer
Geschwindigkeit, so daß die auf der Entspannungsbahn 4 ausgebildeten Wellen 5 des
Teigbandes 1 wieder geglättet bzw. aufgelöst werden. Die Transportbahn 6 läuft mit
gleichbleibender Geschwindigkeit, damit Backabstand und Backzeit nicht verändert
werden.
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Der Restschrumpf des Teigbandes 1 ist damit aber noch nicht vollständig
beseitigt. Die Größe des Restschrumpfes kann aber durch Veränderung des Abzugspunktes
oder Abzugsbereiches der Wellen 5 von der Entspannungsbahn 4 beeinflußt werden.
Dazu müssen aber die Geschwindigkeiten der Entspannungsbahn 4 und der vorgeschalteten
Transportbahn 3 entsprechend gesteuert bzw.
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geregelt werden.
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Um das zu erreichen, sind im Bereich des Endes der Entspannungsbahn
4 über dieser in Transportrichtung hintereinander drei Reflektionslichtschranken
8,9,10 (Fotozellen) auf einer gemeinsamen, nicht dargestellten Führung angeordnet.
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Die Führung ist in Richtung des Doppelpfeils 11 in Längsrichtung der
Entspannungsbahn 4 verstellbar.
Unabhängig davon sind die Reflektionslichtschranken
8,9,10 auf ihrer Führung relativ zueinander in Richtung der Doppelpfeile 12 verstellbar,
so daß ihr gegenseitiger Abstand einstellbar ist. Nicht dargestellt ist ferner,
daß die Höhe der Reflektionslichtschranken 8,9,10 über der Entspannungsbahn 4 verstellbar
ist.
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Die Reflektionslichtschranken werden so eingestellt, daß die mittlere
Reflektionslichtschranke 9 eine Position einnimmt, hinter der die Wellen 5 des Teigbandes
1 durch Abzug des Teigbandes aufgelöst werden sollen. Die benachbarten Reflektionslichtschranken
8 und 10 werden nach Maßgabe des jeweiligen Wellenabstandes eingestellt.
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Die Signale der Reflektionslichtschranken 8,9,10 dienen als Führungsgröße
für einen nicht dargestellten Regelkreis, der die Antriebe der vorgeschalteten Transportbahn
3 und weiterer Einrichtungen sowie damit der Entspannungsbahn 4, die das Teigband
1 durchläuft, steuert.
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Der entsprechende Regler befindet sich im Zustand der Ruhe, wenn die
Reflektionslichtschranken 8 und 9 normale Wellenhöhe melden und wenn die Reflektionslichtschranke
10 eine geringere Wellenhöhe signalisiert. Der Regler reduziert die Geschwindigkeit
der betreffenden Antriebe, wenn alle drei Reflektionslichtschranken 8,9,10 normale
Wellenhöhe melden. Der Regler erhöht die Geschwindigkeit der Antriebe, wenn nur
die erste Reflektionslichtschranke 8 normale Wellenhöhe meldet und wenn die beiden
anderen
Reflektionslichtschranken 9,10 eine geringere Wellenhöhe melden. Das ganze Regelsystem
wird so betrieben, daß die Geschwindigkeiten der Antriebe schrittweise geregelt
werden.