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Gardinenaufhänger
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Die Erfindung betrifft einen Gardinenaufhänger mit einem in einem
von außen zugänglichen Hohlprofil einer Gardinenschiene gleitenden Gleitkörper,
einem den Längsschlitz der Gardinenschiene durchgreifenden Verbindungskörper und
einem außerhalb der Gardinenschiene befindlichen Formkörper.
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Ein solcher Gardinenaufhänger ist Gegenstand der älteren Patentanmeldung
P 30 47 617.6 der Anmelderin, die noch nicht veröffentlicht ist.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diesen Gardinenaufhänger
dahingehend weiterzubilden, daß beim Einhängen des Kräuselbandes der betreffenden
Gardine in den Gardinenaufhänger selbsttätig dafür Sorge getroffen ist, daß das
Kräuselband und damit die mit ihm verbundene Gardine die erforderliche Anzahl und
Form der Falten hat.
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Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß
am Formkörper Haken für ein einzuhängendes Kräuselband vorgesehen sind.
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Die Gardine wird mit ihrem Kräuselband somit in die unter Abstand
voneinander am Gardinenaufhänger ausgebildeten Haken eingehängt, wobei der Abstand
der Haken voneinander erfindungsgemäss derart gewählt ist, daß dadurch die gewünschte
Faltenbildung der betrefinden Gardine sichergestellt ist.
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Es sollen wenigstens zwei Haken sein. Bevorzugt wird die Anordnung
von drei und mehr Haken.
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Bezüglich der Ausbildung der Haken gibt es mehrere Möglichkeiten.
Eine Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Haken verdickt
sind und frei.
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Die andere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
der Haken federnd zu Schlaufen schließbar sind.
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Der neuartige Gardinenaufhänger ist für alle Arten von Gardinenschienen
geeignet, insbesondere für Gardinen, deren Schlit waagerecht nach aussen weist.
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Bei dieser Ausführungsform ist der Gleitkörper als Scheibe ausgebildet
und erstreckt sich parallel zu der Längsrichtung der Haken. Durch Drehung des Gardinenaufhängers
nach Einschieben der Scheibe in den Schlitz nimmt dieser seine Gebrauchsstellung
ein, derart, daß die Gardine zumindest den größten Teil der Gardinenschiene abdeckt.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert, aus denen sich weitere, wichtige Merkmale ergeben.
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Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Gardinenschiene mit dem
neuartigen Gardinenaufhänger; Fig. 2 eine Stirnansicht von Fig. 1; Fig. 3 die Situation
von Fig. 2 vor dem Einstecken des Gardinenaufhängers in die Schiene; Fig. 4 perspektivisch
den Gardinenaufhänger nach Fig. 1 - 3 in einer ersten Ausführungsform;
Fig
5 eine Ausführungsform des Gardinenaufhängers; Fig. 6 eine andere Ausführungsform
des bei dem Gardinenaufhänger zur Verwendung kommenden Hakens.
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In Fig. 1 bis 3 ist eine Gardinenschiene 1 in der Vorderansicht gezeigt,
die als Hohlprofil 2 ausgebildet ist, und zwei zu einem U-Profil sich vereinigende
Schenkel 3,4 aufweist, die zwischen sich an der Vorderseite den Schlitz 5 freilassen.
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Eine derartige Gardinenschiene 1 wird zur Befestigung entweder an
einer Wand 22 oder an einer Decke 23 (vergl. Fig. 3) verwendet. Wesentlich bei einer
derartigen Gardinenschiene 1 ist, daß der Schlitz 5 zur Vorderseite hin gerichtet
ist und nicht nach unten. Eine derartige Gardinenschiene 1 wird mit Gardinen verwendet,
welche auf den Aufhängerkörper 7,7a aufgesteckt oder eingehängt werden, wobei der
obere Rand der Gardine den Aufhängerkörper und zumindest den Schlitz 5 der Gardinenschiene
1 verdeckt Der Aufhängerkörper 7 besteht aus Kunststoff und weist einen Formkörper
8 auf, an dessem unteren Teil das Befestigungsteil 9 ansetzt. Das Befestigungsteil
9 besteht aus zwei C formigen Schenkeln 10,11, die mit ihren freien Schenkeln in
der Mitte zusammenlaufen und zwischen sich einen Schlitz 12 ausbilden Auf die Spitzen
der C-förmigen Schenkel 10,11 wird das Gardinen band aufgesteckt. Anstatt der Anordnung
von zwei C fdrmigen Schenken kann auch ein einziger C-förmiger Schenkel oder auch
drei, vier oder eine Vielzahl von C-förmigen Schenkeln vorgesehen werden, so daß
sich ein kammartiges Befestigungsteil 9 ergibt.
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Senkrecht zum Befestigungsteil 9 setzt am Formkörper 8 ein Verbindungsstück
13 an, das durch den Schlitz 5 der Gardinenschiene 1 hindurchgreift In Fig0 2 ist
die Normallage des Aufhängerkörpers 7 gezeigt, wobei das Befestigungsteil 9 parallel
zur
Aufhängeebene 24 der Gardine ausgerichtet ist.
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Am freien Ende des Verbindungsstückes 13 ist der Gleitkörper 14 angeformt.
Der Gleitkörper 14 besteht im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 3 aus einer
ringförmigen Scheibe, deren Breite 16 geringer ist als die Breite der Profilöffnung
17 des Hohlprofils 2 der Gardinenschiene 1. Auf diese Weise ist gemäss Fig. 2 der
Gleitkörper 14 im Hohlprofil 2 der Gardinenschiene 1 verriegelt und kann in der
Darstellung der Fig. 2 senkrecht zur Papierebene in der Längsachse des Schlitzes
5 verschoben werden, ohne daß der Gleitkörper 14 aus dem Schlitz 5 herausfällt.
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Fig. 3 zeigt die Montagelage des Aufhängekörpers 7. Hierbei ist wesentlich,
daß die Dicke 15 des Gleitkörpers 14 kleiner ist, als die Schlitzbreite 6 des Schlitzes
5. Hierdurch ist es möglich, den Gleitkörper 14 in der in Fig. 3 in Bezug zur Normallage
um 900 verdrehten Lage durch den Schlitz 5 der Gardinenschiene 1 hindurch in das
Hohlprofil 2 zu bringen.
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Fig. 4 zeigt perspektivisch den Gardinenaufhänger mit seinen beiden
Schenkeln 10,11. Der Gleitkörper 18 ist als öse ausgebildet und schliesst sich an
die Gleitflächel9des Gardinenaufhängers an.
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Die Ausführungsform nach Fig. 5 entspricht im wesentlichen derjenigen
nach Fig. 4, wobei aber zwei zusätzliche, C-förmige Schenkel 20,21 seitlich an die
Schenkel 10,11 angeformt sind.
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Insgesamt sind hier also vier Schenkel vorgesehen, die wahlweise bestückt
werden können. Alle Schenkel haben an ihren Enden Fertigungen 22.
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Anstelle der Schenkel 10,11 nach Fig. 4 können auch Haken verwendet
werden, wie in Fig. 6gezeigt, die somit federnd zu Schlaufen schließbar sind. In
Fig. 6 ist ein Gardinenauf hänger 27 mit einem Formkörper 28 und einem Befestigungsteil
29, beispielsweise wie der Gleitkörper 18 nach Fig. 4, gezeigt. Stattdessen kann
auch ein Gleitkörper , Pos. 14, nach Fig. 3 vorgesehen sein.
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Die Haken werden in Fig. 6 durch C-förmige Schenkel 30,31 ausgebildet,
die symmetrisch angeordnet sind. Dadurch wird jeweils ein Aufhängerauge 32 bzw.
33 ausgebildet.
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Die freien Enden der Schenkel 30,31 haben Löcher 37,38 in die Dorne
36,37 gesteckt werden, die an Ansätzen 34,35 des Formkörpers 28 ausgebildet sind.
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Im vorstehenden wurde beschrieben, daß die Längsachse der Gleitkörper
14 sich rechtwinklig zur Längsrichtung der Haken erstreckt, wie am besten in Fig.
2 gezeigt. Dies ist aber nicht notwendig. Anstelle des rechten Winkels kann auch
ein solcher von 1800 vorgesehen sein, wobei dann die Gardinenschiene 1 unter einer
Decke montiert ist.
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Der Gardinenaufhänger ist einstückig aus Kunststoff geformt.