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DE312264C - - Google Patents

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Publication number
DE312264C
DE312264C DENDAT312264D DE312264DA DE312264C DE 312264 C DE312264 C DE 312264C DE NDAT312264 D DENDAT312264 D DE NDAT312264D DE 312264D A DE312264D A DE 312264DA DE 312264 C DE312264 C DE 312264C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
raw material
oven
showers
raw
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT312264D
Other languages
English (en)
Publication of DE312264C publication Critical patent/DE312264C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B7/00Hydraulic cements
    • C04B7/36Manufacture of hydraulic cements in general
    • C04B7/38Preparing or treating the raw materials individually or as batches, e.g. mixing with fuel
    • C04B7/40Dehydrating; Forming, e.g. granulating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 20. MAI 1919
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Aufbereiten der Rohmasse für das Brennen von Zement und anderer Materialien. Es ist bekannt, daß man das Zementrohmaterial und andere zu brennende, röstende, agglomerierende u. dgl. Stoffe entweder trocken oder naß behandelt. Die trockene Aufbereitung hat den Vorteil des geringeren Kohleaufwandes beim Brennen, bringt aber gegenüber der Naßaufbereitung Erschwerungen in der Fabrikation mit sich. Bei der Herstellung von Schlamm braucht nämlich eine Trocknung des stückigen Rohmaterials zwecks Vermahlung nicht zu erfolgen, sondem letzteres kann mit dem entsprechenden Wasserzusatz unmittelbar in den Zerkleinerungsvorrichtungen vermählen werden. Dies geht hierbei im allgemeinen um so leichter vor sich, je höher der Wasserzusatz ist, der etwa 35 bis 40 Prozent beträgt, wobei es indes Materialien gibt, die höheren oder geringeren Wasserzusatz verlangen. So sehr es die Kohlenersparnis wünschenswert macht, den Wasserzusatz zu verringern, ist eine untere Grenze dadurch gezogen, daß Material mit geringem Wassergehalt sich weder mahlen, noch fördern läßt und die Zerkleinerungsund Transportvorrichtungen verstopft. Trokken aufbereitetes Rohmehl besitzt diese Nachteile nicht, kann jedoch dem Ofen nicht ohne weiteres aufgegeben werden, da es der hier herrschende Zug zum größten Teil wieder heräusblasen würde. Daher muß das Rohmehl, bevor es in den Ofen gelangt, mit Wasser benetzt werden, wozu im Mittel etwa 10 Prozent notwendig sind. Dies geschieht in kräftig gebauten Mischschnecken, unter deren Wirkung das Mehl sich mehr oder weniger stark zu Klumpen ballt, die durch eine Einlaufschurre in den Ofen gelangen und 4» infolge der Klumpenform nunmehr durch den Ofenzug nicht in dem Maße aus dem Ofen geblasen werden können. Dieses Benetzen mit Wasser vermeidet nun aber die Staubbildung keineswegs völlig. Außerdem erfordert die Mischschnecke eine nicht unbedeutende Kraft und es sind Verstopfungen nicht unvermeidlich, da infolge des im Hinblick auf den Kohlenverbrauch nach Möglichkeit geringen Wasserzusatzes sich eine ziemlich klebende Masse bildet.
Die Erfindung bezweckt nun eine Verbesserung des Trockenverfahrens insofern herbeizuführen, als das Rohmehl ohne jede Anfeuchtung durch die Einlaufschurre in den Ofen gleitet und erst beim Verlassen der Schurre durch hier angebrachte Düsen befeuchtet wird. Es bilden sich hierbei von selbst Zusammenballungen, wie sie unter Aufwand von Kraft und Zeit bisher durch die Mischschnecke erzeugt wurden, ohne daß ein Verstopfen der Zuteileinrichtungen eintreten könnte. Man hat es völlig in der Hand, durch mehr oder weniger Wasserzugabe, je nach Eigenschaften des Materials, die Form der Zusammenballungen in jeder gewünschten Weise zu beeinflussen. Da das Rohmehl in gleichmäßigen und in der Zeiteinheit
geringen Mengen in den Ofen rieselt, ist die Vermischung ■miit'/FJiüssigkeit leichter zu überwachen und auszuführen und sie wird daher gieichmämgef, tiiid es genügt weniger Wasser zur Klumpenbildung, als wenn in Mischschnecken größere Mengen auf einmal aufbereitet werden müssen. Das neue Verfahren vermeidet, daß einzelne Teile des Rohmehles zu wenig, andere zu sehr mit Wasser
ίο befeuchtet sind, und es wird die Staubgefahr in erheblicher Weise verringert. Das Verfahren vereinigt demnach die Vorzüge, welche die nasse Aufbereitung für den Ofenbetrieb und Beschaffenheit der Abgase mit sich bringt mit einer sehr leichten Regulierung des Ofenganges. Insbesondere ist es auch da geeignet, wo es sich darum handelt, dem Rohmaterial zur Erniedrigung der Sintertemperatur, Beeinflussung der Klinkergröße und des Staubgehaltes und der Temperatur der Abgase irgendwelche Salzlösungen oder sonstige Reagenzien beizumengen. Dieselben brauchen dann nicht den völligen Gang der Aufbereitung zu durchlaufen, ihr Zusatz kann außerordentlich schnell nach dem Bilde des Brennvorganges verändert werden.
Das Verfahren wird derart ausgeübt, daß in der Nähe des Auslaufendes der das RoIimaterial in den Ofen leitenden Schurre Düsen oder Brausen angeordnet sind, durch die Wasser oder eine andere geeignete Flüssigkeit gegen das Rohmehl gespritzt bzw. zerstäubt werden kann. Mit Vorteil werden diese Düsen und Brausen mit Regelvorrichtungen versehen, um, j e nachdem der Ofengang stärker oder schwächer ist, das Rohmaterial mit der entsprechenden Wassermenge vermischen zu können. Das neue Verfahren ist nicht nur zum Brennen von Zement geeignet, sondern empfiehlt sich für alle Fälle, in denen in Brennöfen zu brennendes Material in Staubform aufgegeben wird.

Claims (3)

Paten t-An Sprüche:
1. Verfahren zum Aufbereiten der Rohmasse für das Brennen von Zement u. dgl. unter Befeuchtung des Rohmehles, dadurch gekennzeichnet, daß die Befeuchtung des dem Ofen aufzugebenden Rohmehles mit Wasser, Salzlösungen oder sonstigen Reagenzien nach dem Verlassen der Einlaufschurre erfolgt.
2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser oder die sonstige Flüssigkeit durch eine oder mehrere in der Nähe der Mündung der Einlaufschurre angeordnete Düsen oder Brausen gegen das in den Ofen laufende Rohmaterial gespritzt wird.
3. Ausführungsform deä Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslauf der Düsen bzw. Brausen durch Regelvorrichtungen geregelt wird.
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