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Fahrzeugaufbau mit einer Türklappe
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Die Erfindung betrifft einen kastenförmigen Fahrzeug-aufbau eines
Lastkraftwagens mit einer an der oberen waagerechten Kante einer senkrechten Ladeöffnung
angelenkte Türklappe.
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Bei einem solchen bekannten Fahrzeugaufbau wird die Ladeöffnung freigegeben,
indem die senkrechte Türklappe aufgeschwenkt
wird, bis sie eine
waagerechte Stellung einnimrnt und icli in der Verlängerung des Daches des Fahrzeugaufbaus
be-Lirdet. Die Ladeöffnung wird dadurch gut zugänglich, wobei die waagerechte Türklappe
als Vordach wirkt und einen Schutz gegen Regen bildet. Diese Türklappe hat jedoch
den Nachteil, daß sie sehr weit vom>FahrzeugauShau absteht und um so größer wird,
je höher der Fahrzeugaufbau ausgeführt ist. Eine sehr große Türklap-pe läßt sich
aher schlecht betätigen, da sie schwer und unhandlich ist. Außerdem kann sie ein
Hindernis für die übrigen Verkehrsteilnehmer bilden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen FahrzeugauSl);lu mit
einer Türklappe zu schaffen, die irn geöffneten Zustand in geringerer Entfernung
von der Ladeöffnung angeordnet ist, ohne den Laderaum zu beeinträchtigen. Die Türklappe
soll sich dabei in einfacher Weise sowohl von Hand, als auch automatisch öffnen
und schließen lassen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Türklappe
als Faltklappe ausgebildet ist, indem sie auf ihrer halben Höhe längs einer waagerechten
Trennfuge geteilt und die untere Klappenhälfte längs der Trennfuge an der oberen
Klappenhälfte mittels mehrerer Gelenke angelenkt ist.
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Bevorzugt ist; an jeder Seitenkante der unteren Klappen-E 'te in deren
halber Höhe ein Schwenkhebel mit einem Ende in einem Gelenk gelagert, wobei das
andere Ende des Schwenkhebels jeweils in einem an einer Wand des Aufbaus befestigten
Gelenk gelagert ist.
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Ibevorzugte Ausführungsformen sind in den Schutzansprüchen enthalten.
Der Schutzumfang erstreckt sich nicht nur auf die beanspruchten Einzelmerkmale,
sondern auch auf deren Kombination.
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Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird
im folgenden näher beschrieben.
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Die Zeichnung zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch den hinteren
Bereich eines Lastkraftwagens, bei dem die Rückseite des Fahrzeugaufbaus als Ladeöffnung
ausgebildet ist, die sich mit einer Faltklappe schließen läßt.
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Ein Lastkraftwagen weist oberhalb seiner Rinder 1.0 utid seines Fahrgestells
11 einen kastenförmigen Fahrzeugaufbau 12 auf, dessen Laderaum von senkrechten und
waagerechten Wänden gebildet wird und an der Rückseite eine Ladeöffnung 13 aufweist,
die sich mit Hilfe einer Faltklappe 14 verschließen läßt. Die Faltklappe 14 ist
aus einer unteren Klappenhälfte 15 und einer oberen Klappenhälfte 16 zusammengesetzt,
und zwar ist die obere Klappenhälfte 16 mit ihrer oberen waagerechten Kante in mehreren
Gelenken 17 gelagert, die an der oberen Begrenzungskante der Ladeöffnung 13 an dem
Fahrzeugaufbau 12 befestigt sind; an der unteren waagerechten Kante der oberen Klappenhälfte
16 ist die obere waagerechte Kante der unteren Klappenhalfte 15 in diese beiden
Klappenhälften mitci nander längs einer Trennfuge 18 verbindenden Gelenken 19 gelagert.
Die obere Klappenhälfte 16 läßt sich aus ihrer senkrechten Schließstellung vom Fahrzeugaufbau
12 fort in eine waagerechte öffnungsstellung verschwenken. Dabei nimmt sie die untere
Klappenhälfte 15 mit, die sich aus ihrer senkrechten Schließstellung ebenfalls in
eine waagerechte öffnungsstellung verschwenken läßt, wobei diese Verschwenkung um
die außen befindliche Unterkaiite dr 16 oberen Klappenhälfte und die dann ebenfalls
außen befi.rldliche Oberkante der unteren Klappenhälfte 15 erfolgt.
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Zur Durchführung der Verschwenkung der Faltklappe 14 aus der Schließstellung
in die öffnungsstellung dient auf
jeder Seite der Faltklappe 14
ein Schwenkhebel 20, der mit einem Ende in einem in der Seitenmitte der unteren
Klappenhälfte 15 angeordneten Gelenk 21 gelagert ist. Das andere Ende des Schwenkhebels
20 ist jeweils innerhalb des Fahrzeugaufbaus 12 an einem dort fest angeordneten
Gelenk 22 gelagert. Um dieses Gelenk 22 läßt sich der Schwenkhebel 20 kreisförmig
herum verschwenken. Im geschlossenen Zustand des Fahrzeugaufbaus 12 nehmen die 14
Faltklappe urid der Schwenkhebel 20 eine senkrechte Stellung eist. Durch Verschwenken
des Schwenkhebels 20 nach außen wird die untere Klappenhälfte 15 an ihrem Gelenk
21 zunächst in waagerechter Richtung von dem Schwenkhebel 20 nach außen gedrückt.
Da die untere Klappenhälfte 15 jedoch über die Gelenke 19 mit der oberen Klappenhälfte
16 verbunden ist, die nur an ihren Gelenken 17 an der Oberkante der Ladeöffnung
13 kreisförmig verschwenkbar ist, muß die untere Klappenhälfte 15 sich ebenfalls
in eine waagerechte Stellung bewegen, wenn infolge dieses Schwenkvorganges die obere
Klappenhälfte 16 sich in eine waagerechte Stellung bewegt. Die Faltklappe 14 wird
also um die Gelenke 19 zusammengefaltet, wobei sie im vollständig geöffneten Zustariii
Ier Ladeöffnung 13 nur noch die Lüngenaudehnung einer Klappenhälfte aufweist.
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Für die Durchführung der Verschwenkung jedes Schwenkhebels 20 ist
im Fahrzeugaufbau 12 je ein Druckmittelzylinder 23 befestigt, dessen Kolbenstange
24 in Richtung zur Ladeöffnung 13 hin ausfahrbar ist. Am freien Ende der Kolbenstange
24 ist in einem Gelenk 25 ein Ende einer Zug- und Druckstange 26 gelagert, dessen
anderes Ende über ein Gelenk 27 im mitteleren Bereich des Schwenkhebels 20 angreift.
Zur Festlegung eines eindeutigen Bewegungsablaufes beim Verschwenken ist im mittlernenBereich
der Zug- und Druckstange 26 über ein Gelenk 28 einweiterer Schwenkhebel 29 miteinemEndegelagert,
dessen
anderes Ende über ein in dem Fa.lzr.eugaut'-bau 12 fest angeordnetes Gelenk 30 gelagert
ist, so daß der Schwenkhebel 29 eine kreisförmige Bewegung um das Gelenk 30 ausführen
kann.
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Die Kolbenstange 24 ist in den Druckmiäelzylinder 23 vollstän-dig
eingefahren, wenn die Faltklappe 14 ihre waagerechte öffnungsstellung eingenommen
hat. Wenn die Kolbenstange 24 ausgeschoben wird, drückt sie auf die Zug- und Druckstange
26, die ihrerseits auf den Schwenkhebel 20 drückt, so daß dieser um das Gelenk 22
verschwenkt wird und die beiden Klappenhälften 15 und 16 der Faltklappe 14 aus der
waagerechten öffnungsstellung in die senkrechte Schließstellung verschwenkt. Das
Orfnen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Die ausgeL'ahrerle Kolbenstange 24 zieht
beim Einfahren in den Druckmittelzylinder 23 die Zug- und Druckstange 26 an ihrem
Gelenk 25 an. Dabei erfolgt eine Verschwenkung um das mit dem Schwenkhebel 29 gemeinsame
Gelenk 28, so daß der Schwenkhebel 20 an dem mit der Zug- und Druckstange 26 gemeinsamen
Gelenk 27 nach außen gedrückt wird und die Faltklappe 14 in ihre öffnungsstellung
zwingt.
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Statt des Druckmittelzylinders 23, der sich mit einem pneumatischen
Druckmittel, beispielsweise Druckluft, betätigen läßt, kann auch ein als Gasdruckfedcr
ausgubildeter Druckmittelzylinder 23 Verwendung finden. Tn tlicsem Fall wird die
Faltklappe 14 nicht automatisch, sondern von Hand betätigt. Die Gasdruckfeder bewirkt
dann eine Dämpfung der Bewegungsabläufe beim Verschwenken und führt zu einer Gewichtsentlastung
beim Öffnen und Schliessen der Faltklappe 14.
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Im geschlossenen.Zustand übernimmt der Druckmitte1ylinder 23 die erforderliche
Verriegelung der Faltklappe 14
an der Ladeöffnung 13. Die Öffnungs-
und Schließgeschwindigkeit der Faltklappe 14 läßt sich durch ein Drosselventil in
der Druckluftleitung regulieren.
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Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile hestehen darin, daß die
Faltklappe 14 in der geöffneten Stellung sich in der fldhe des Daches des Fahrzeugaufbaus
12 befindet, so daß. keinerlei Verletzungsgefahr für Personen im Bereich der Ladeöffnung
13, wie beispielsweise Passanten, Kunden oder Fahrpersonal, besteht. Die im geöffneten
Zustand zusammengefaltete Faltklappe 14 bietet auch mit ihrer halbierten Klappenlänge
noch einen ausreichenden Regenschutz -für das Fahrpersonal. Im geöffneten Zustand
ruht die Faltklappe 14 mit ihrem Gewicht auf dem Schwenkhebel 20, so daß das Gelenk
17 am Fahrzeugaufbau entlastet wird Der Druckmittelzylinder 23 kann auch anstelle
einer starren Befestigung endseitig an der Wandung des Aufbaues 12 schwerll{L)alS
gelagert sein, um Toleranzen im Hebelsystem auszugleichen.