DE3040734A1 - Katalysierte, nichttoxische polyurethan bildende zusammensetzungen und trennvorrichtung, die diese verwenden - Google Patents
Katalysierte, nichttoxische polyurethan bildende zusammensetzungen und trennvorrichtung, die diese verwendenInfo
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Description
Katalysierte c, nichttoxischs Polyurethan bildende Zusammensetzungen
und Trennvor-richtungen, die diese verwenden
Trennvorrichtungen, die vorteilhaft sind in biologisch-medizinischen
Anwendungen, wie der Uierendialyse, Hämodialyse, Hamoultrafiltration, Blutoxygenierung und dergl., sind gut
bekannt. Solche Vorrichtungen bestehen im allgemeinen aus mindestens einer Trennmembran oder einem Trennelement, das
in einem Gehäuse oder Behälter mit Einlaß- und Auslaßmitteln angeordnet ist.. Die Trennmembran kann die Form einer Hohlfaser,
Films, Schirms und dergl. annehmen und wird gemäß ihrer Fähigkeit ausgewählt, die gewünschte biologisch-medizinische
Funktion zu erfüllen.
Während verschiedene Herstellungsmethoden beschrieben sind,
verwenden bestimmte solche Methoden das Einbetten oder Eingießen von Harzen, um die Trennmembranen in dem Gehäuse zu
befestigen und das Mischen von Flüssigkeiten zu verhindern, welche, wenn notwendig, an Jeder Seite der Membran vorbeiströmen.
Die Wahl von geeigneten Einbettungsharzen ist durch die Tatsache
beschränkt, daß sie nichttoxisch während der Arbeit der Trennvorrichtung sein müssen. Der Ausdruck nichttoxisch, wie
er hier gebraucht wird, wird gewählt, um pin Einbettungsharz
zu charakterisieren, das, wenn es in eine Trennvorrichtung eingebracht wird, nichttoxische Komponenten enthält, die in
den Flüssigkeiten ziirüekb leiben, die durch die Trennvox*-
riehüuas strömen, wie dies bei dsm nachfolgenden Hämolysetest
bestimmt wird. Obwohl nichttoxische Einbettungsharse
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bekannt sind, besitzen diese bestimmte Nachteile, die am
besten in Hinsicht auf Trennvorrichtungen erläutert werden können, die Hohlfasern verwenden.
Solche Vorrichtungen bestehen typischerweise aus einer Mehrzahl von permeablen Hohlfasern, deren Endteile in einem Dichtungsring
oder -wulst eingebettet sind und sich hierdurch erstrecken, wobei der Zutritt der Flüssigkeit in das Innere der
Fasern gewährleistet wird.
Die Trennelemente werden in typischer Weise in einem Gehäuse eingeschlossen, um eine Trennzelle zu "bilden, die eine oder
mehrere Öffnungen besitzt, die den Durchgang einer Flüssigkeit, wie Blut, durch die Fasern und einer anderen Flüssigkeit
um die Fasern herum erlauben, ohne daß sich die beiden Flüssigkeiten mischen. Das Trennelement kann zwei Dichtungswulste
oder einen einzigen Dichtungswulst besitzen, in welch letzterem Fall die Fasern rückwärts verdoppelt sind, so daß alle
Enden zusammen endigen. Der allgemeine Aufbau des Trennelements
und der Trennzelle ist ähnlich einem Rohr-und-Mantel-Wärmeaustauscher.
Patentschriften bezüglich des Standes der Technik von Hohlfasertrennvorrichtungen
schließen ein die US-rSen 2 972 349,
3 225 876, 3 228 877, 3 4-22 008, 3 423 4-91, 3 339 34-1,
3 503 515, 3 551 331 und ähnliche Offenbarungen, auf die hier
Bezug genommen
Der Dichtungswulst wird typischerweise abgeleitet von einem Kunstharz, das zur Einkapselung der Fasern geeignet ist, um
eine Dichtung vorzusehen, die verhindert, daß die flüssigkeit innerhalb der Hohlfasern sich mit der Flüssigkeit außerhalb
de.v Fasern mischt.
Eine bevorzugte Klasse der Kunstharze, die zur Herstellung der Dichtungswulste geeignet ist, sind flexible, Polyurethan
bildende Systeme, -,:lo sie in den US-PSeju 3 962 094 und
4 031 012 erläutert werden, auf welche Offenbarungen hier
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Bezug genommen wird. Ein zentrifugales Gießen, wie es durch die US-PS 3 492 698, euif die hier Bezug genommen wird, offenbart
ist, ist eine repräsentative Methode, die zur Herstellung von Dichtungswulsten verwendet wird. Gemäß einer solchen
Technik wird eine Haltevorrichtung, die ein in paralleler Konfiguration angeordnetes Faserbündel enthält, in eine zentrifugenähnliche
Vorrichtung plaziert, die einen Einbettungsmaterialbehäiter
mit Rohren, die ihn mi; den Endformen verbinden,
einbringt. Ein geeignetes Harz ist in dem Einbettungsbehälter
angeordnet, der bei einer geeigneten Temperatur gehalten wird. Die gesamte Zusammenstellung wird dcOin in Umdrehung
gebracht, um das Harz abwärts zu den verbindenden Rohren durch die Zentrifugalkraft zu drücken. Das Harz fließt
dabei um und zwischen die Fasern in den Endformen. Die Drehung wird fortgesetzt bis das Harz geliert. Wenn Polyurethane als
Harz verwendet xirerden, kann die typische Verweilzeit in der Zentrifuge von etwa 1 bis 8 Stdn. bei Raumtemperatur betragen.
Wenn die Drehung vollständig ist, wird das mit Harz imprägnierte
Faserbündel entfernt und nachgehärtet. Die Endformen
werden dann entfernt und die Faserenden durch Abschneiden des Harzwulstes rechtwinklig zu dem Faserbündel geöffnet.
Andere Dichtungswulst bildende Techniken beruhen auf dev
Schwerkraft, um das Harz in eine die Enden der Hohlfasern enthaltende Form zu drücken. Das Harz läßt nan gelieren und es
wird dann nachgehärtet.
Ungeachtet der speziellen, für die Herstellung des Dich.tur.gswulstes
verwendeten Methode besitzen die hier verwendeten typischen Polyurethane ausgedehnte Gel- und Entformungs-, d.h.
Nachhärtung s ζ e it en.
Die gleichen Polyurethanharze, die bei der Herstellung von Hohlfasertrennvorrichtungen verwendet vievden, v/erden zur Ausübung
der gleichen Funktionen in anderen Trennvorrichtungen verwendet, worin eine Trennmembran in einer von den Hohl—
fasern verschiedenen Konfiguration vorgesehen ist. So sind, obgleich die Konfiguration der Trennmembx^anen sich in im
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Handel befindlichen Trennvorrichtungen unterscheiden, die Probleme der verlängerten Härtungszeiten für eile die gleichen.
Katalysatoren sind bekannt, die spezifisch die Hydroxyl-Isocyanat-Reaktionsgeschwindigkeit
steigern, wie z.B. aliphatische und cycloaliphatische tertiäre Amine, und lösliche
Metallverbindungen, insbesondere Organozinnverbindungen«
Die Auswahl eines geeigneten Katalysators zur Verwendung in einem Polyurethansystem, das als Einbettungsharz für eine
biologisch-medizinische Vorrichtung vorgesehen ist, wird durch
die Anforderung erschwert, daß das Harzsystem nichttoxisch sein muß. So sind die aliphatischen und cycloaliphatischen
tertiären Amine wegen ihrer Toxizität ungeeignet. Obgleich Zinnoctoat als Katalysator verwendet wurde und nichttoxisch
ist, ist es hydrolytisch unstabil und muß zu dem Polyol an Ort und Stelle und nicht während der Verpackung zugegeben
werden. Ferriacetylacetonat kann auch als Katalysator verwendet werden, aber es ist toxisch bei Mengen von etwa 0,1
Gew.~% und höher·und verleiht dem Polyurethan eine dunkelrote
Farbe.
Es ist auch bekannt, daß die Hydroxyl-Isocyanat-Reaktionsgeschwindigkeit
des Polyurethan bildenden Systems leicht durch starke Säuren gesteigert wird, wie dies durch J. Saunders
und K. Frisch, Polyurethanes, Chemistry and Technology, Seiten 211 bis 215 (1962) angegeben wird.
Säuren jedoch sind im allgemeinen sehr toxisch, wenn sie in den
Blutstrom eingeführt werden, und ihre verbleibende Gegenwart in zur Hersteilung von biologisch-medizinischen Vorrichtungen
verwendeten Einbettungsharzen wurde bisher wegen des Risikos vermieden, daß sio in den durch die Vorrichtung strömenden
Flüssigkeiten absorbiert werden.
Es wurde daher die Suche nach einer Polyurethanzusammensetzung und Trennvorrichtupiren fortgesetzt, die diese verwenden, die
nichttoxisch ist und die in kostensparenderer Weise herge-
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stellt werden kann, als dies vorher möglich war,
In einer Hinsicht betrifft die vorliegende Erfindung eine Verbesserung
in einer ein Zweikomponentenpοlyurethan bildenden
Zusammensetzung, die beim Härten nichttoxisch ist und die
als Einbettungsmittel in einer Trennvorrichtung verwendet wird, die zur Verwendung in einer biologisch-medizinischen
Anwendung fähig ist. Die erste Komponente der Polyurethan bildenden Zusammensetzung umfaßt mindestens ein liCO-te-rminiertes
Präpolymeres und die zweite Komponente umfaßt mindestens ein Polyol. Die Verbesserung umfaßt den Einschluß einer wirksamen
katalytisehen Menge Ricinolsäure in die zweite Komponente.
In anderer Hinsicht betrifft die vorliegende Erfindung eine Verbesserung in einem Verfahren zur Herstellung einer Trennvorrichtung,
die zur Verwendung bei einer biologisch-medizinischen Anwendung fähig ist, wobei ein Teil mindestens einer
Trennmeiabran in einem Gehäuse unter Verwendung einer nichttoxischen,
flexiblen, gehärtet en Polyurethanzusammensetzung durch
!Reaktion einer ersten, mindestens ein EOO-terminiertes Präpolymeres
enthaltenden Komponente mit einer zweiten, mindestens ein Polyol enthaltenden Komponente befestigt ist., Die Verbesserung
umfaßt die Reaktion des UCO-terminierten Präpolymeren mit dem Polyol in Gegenwart einer wirksamen katalytischer.
Menge an Ricinolsäure.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine verbesserte Trennvorrichtung, die geeignet ist zur Verwendung
in einer biologisch-medizinischen Anwendung, wobei mindestens eine Trennmembran in einem Gehäuse in einer ausreichenden
Weise befestigt ist, um die ausgewählte biologischmedizinische Punktion durchzuführen unter Verwendung einer
nichttoxischen gehärteten Polyurethanzasammensetzung, die durch Reaktion einer ersten, ein KCO-terminiertes Präpolymeres
enthaltenden Komponente mit einer zweiten, mindestens ein Polyol enthaltenden Komponente gebildet ist. Die Verbesserung umfaßt die Verwendung als nichttoxische Polyurethanzu-
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sammensetzung des Produktes der Reaktion aus mindestens einem der
NCO-terminierteri Präpolymeren der ersten Komponente mit mindestens
einem der Polyole der zweiten Komponente in Gegenwart einer wirksamen katalytischen Menge an Ricinolsäure.
Die Trenneixirichtungen nach der vorliegenden Erfindung umfassen
eine katalysierte Polyurethanzusammensetzung, die nichttoxisch ist und wirtschaftlicher "bei der Verwendung in Trenneinrichtungen
ist als die Polyurethane nach dem Stande der Technik.
Im einzelnen wird die Polyurethanzusammensetzung aus einem Zweikomponentensystem gebildet, das einen Ricinolsäurekatalysator
verwendet.
Zweikomponentenpolyurethan bildende Systeme sind im Stand der Technik gut bekannt und umfassen typischerweii?3 als eine erste
Komponente ein NCO-teriainiertes Präpolymeres und als zweite
Komponente einen polyfunktionellen Alkohol, d.h. ein Polyol.
Die Hydroxylgruppen des Polyols reagieren mit den NGO-Gruppen des NCO-terminierten Präpolymeren unter Bildung eines Polyurethans
.
Der Ricinolsäurekatalysator, der zusätzlich zu einer Carboxylgruppe
eine Hydroxylgruppe besitzt, verleiht einzigartige Eigenschaften, wenn er in einer Polyurethaneinbettungszusammensetzung
für Trennvorrichtungszubereitungen verwendet wird. Nicht nur wird die Ricinolsäure eine katalytisch^ Aktivität
infolge ihrer Carboxylgruppen verleihen, sie besitzt auch eine reaktionsfähigeren Wasserstoff enthaltende Hydroxylgruppe,
die sehr schnell und vollständig mit dem NCO-terminierten Präpolymeren
reagiert. Bevor jedoch die Carboxylgruppe reagiert, verleiht sie eine ausreichende katalytisch^ Wirkung, um die
Härtungsgeschwindigkeit des Polyurethans in einem Ausmaß zu
steigern, das die Gel- und Entformungszeit wesentlich vermindert
wird. .Ersichtlichervreise macht dies die Polyurethanzusammendetzung
nichttoxisch, wogegen Carbon- urd Dicarbonsäuren
nicht genügend reaktionsfähig mit dem Isocyanat sind und sie
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Zusammensetzungen ergeben, die toxisch bleiben. Infolgedessen
kann die Ricinolsäure in den Flüssigkeiten, die durch, die
Trennvorrichtung strömen, nicht ersetzt werden, während dies die unreagierte Carbonsäure kann.
Die Erfordernisse für ein gehärtetes Polyurethan, wenn es als ein Einbettungsharz in einer Trennvorrichtung, z.B. bei der
Herstellung der Dichtungswülste in Hohliasertrennvorrichtungen,
verwendet wird, sind gut bekannt. Z.B. muß es das geeignete Gleichgewicht zwischen Vernetzungsdichte, Flexibilität und
Bindungseigenschaften besitzen, so daß der gewünschte Dichtungseffekt erreicht wird, z.B. das Innere der Teile der Hohlfasern,
die darin eingebettet sind ist fähig, hermetisch von der äußeren Umgebung abgeschlossen zu werden. Die Polyurethane
tragen vorzugsweise zur Vermeidung einer Gasentwicklung
während der Verfestigung, einer minimalen oder gar keiner Änderung im Volumen während der Härtung, einer minimalen Entwicklung
von Wärme während der Härtung und einer niedrigen Mischviskosität bei.
Zusätzlich muß das Polyurethan auch inert gegenüber den verwendeten
Flüssigkeiten in der Trennvorrichtung und nichttoxisch sein. Dies wird erreicht, wenn die Bestandteile in der; beiden
Komponenten vollständig gehäx'tet sind, so daß restliche Reaktionsteilnehmer
nicht in den Flüssigkeiten zurückbleiben, die durch die Trennvorrichtung strömen werden.
Das NGO-terminierte Präpolymere der flexiblen Polyurethane
wird aus dem Reaktionsprodukt eines polyfunktionellen Alkohols und eines polyfunktionellen Isocyanate gebildet. Die geeignete
Auswahl an Reaktionsteilnehmern, um ein Polyurethan zur Verwendung in einer biologisch-medizinischen Vorrichtung
zu erhalten, ist gut innerhalb des Standes der Technik bekannt, wie dies durch die US-PS 3 962 G94- beschrieben wird,
die bereits als Bezug angegeben wurde, wenn eine Steuerung nach den vorausgehend angegebenen Erfordernissen für das
Polyurethan erfolgt.
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So schließen repräsentative Beispiele der PoIr7isocyanate, die
bei der Herstellung des NCO-terminierten Präpolymeren verwendet werden können, aromatische Isocyanate, wie sie durch
die Di- und Tr!isocyanate der Benzol- und Naphthalinreihen
und Mischungen davon wiedergegeben werden, ein. Beispiele an aromatischen Isocyanaten, die verwendet werden können, schließen
Diphenylmethan-4,41-diisocyanat, Tolylendiisocyanat-(2,4/2,6) >
Toluol-2,4—diisocyanat, Toluol-2,6-diisocyanat, m-Phenylendiisocyanat,
Xenylen-4,4' -diisocyanat, Naphthalin-1,5-diisocyanat,
Diphenylen-4 ,4' -diisocyanat, Diphenylenäther-4,4'-diisocyanat
und 4,4',4"-Triphenylmethantrii3ocyanat ein. Polymere Isocyanate wie Polymethylen-Polyphenylen-Polyisocyanate
können verwendet werden, wenn die Abwesenheit von Farbe nicht ein Erfordernis ist. Andere aromatische Diisocyanate,
die vorteilhaft sind, schließen niedere alkylsubstituierte Derivate und Alkoxyderivate ein.
Aliphatische Diisocyanate, wie 3-Isocyanatomethyl-355,5-ti"imethylcyclonexylisocyanat
(IPDI), 4,4'-Dicyclohexy line thandiisocyanat
und Trimethylhexamethylendiisocyanat, können auch verwendet werden. Andere aromatische und aliphatische Isocyanate
sowie ihre Mischungen können auch bei der Präpolymerherstellung verwendet werden.
Eepräsentative Polyole, die zur Reaktion mit den Isocyanaten
zur Bildung des NCO-terminierten Präpolymeren verwendet werden,
schließen ein Ricinusöl, Polyäther-Dolyole (d.h. hydroxyterminierte)
unter Einschluß der Addukte von Propylenoxyd und mindestens einem Polyol, wobei die letzteren, z.B. durch
Propylenglykol, Trimethylolpropan, 1,2,6-Hexantriol, Glycerin
und Pentaerythrit; und Polytetramethylenätherglykole wiedergegeben
werden.
Handelsübliche Qualitäten von Hicinusöl sind im allgemeinen
hier für die Verwendung in der Präpolymerbildung geeignet. Ricinusöl ist ein natürlich vorkommendes Triglycerid von Ricinolsäure
und enthält so mindestens drei Hydroxygruppen. Obwohl die Zusammensetzung von Ricinusöl nicht genau definiert
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werden kann, wird im allgemeinen angenommen, daß seine Estergruppen
üblicherweise aus 80 bis 92 % Ricinolsäure, 3 "bis 7 °/°
Linolsäure, O bis 9 % Ölsäure und 0 bis 1 % Palmitinsäure
bestellen.
Polyolester, abgeleitet von der Reaktion von zweiwertigen niederen aliphatischen Polyolen mit aliphatischen Dicarbonsäuren,
Anhydriden oder Hydroxycarbonsäuren, sind auch zur Herstellung des Präpolymeren geeignet. Repräsentative Beispiele
von aliphatischen zweiwertigen Alkoholen, die zur Herstellung von Polyolestern geeignet sind, schließen ein Äthylenglykol,
Propylenglykol, Hexylenglykol, Diäthylenglykol, Dipropylenglykol
und Hexamethylenglykol. Die Hydroxycarbonsäuren, die zur Herstellung von Polyolestern geeignet sind,
können gesättigt oder ungesättigt sein. Beispiele dieser Klasse von Hydroxysäuren schließen ein Ricinolsäure, 12-Hydroxystearinsäure,
Hydroxypalmitinsäure, Hydroxypentadecansäure, Hydroxymyristinsäure, Hydroxydoccsansäure, Hydroxycerotinsäure
usw. Beispiele für aliphatisch^ Carbonsäuren schließen ein Adipinsäure, Glutarsäure, Pimelinsäure, Malonsäure,
SWarsäure und dergl.
Die bevorzugten Polyolester sind von Eicinolsäure abgeleitet,
wie Äthylenglykolmonoricinoleat.
Das Isocyanat und Polyol werden typischerweise bei einem NCO/ OH-Äquivalentgewichtsverhältnis von etwa 2:1 bis etwa 12:1
und vorzugsweice von etwa 4-: 1 bis etwa 7 = 1 zur Umsetzung gebracht
.
Polyole, die in der zweiten Komponente des Polyurethan bildenden
Systems geeignet sind, schließen ein die difunktionellen Polyole und insbesondere die Polyäther und Polyester, wie sie
in Verbindung mit der Bildung des NCO-terminierten Präpolymeren
beschrieben sind. Zusätzlich werden Vernetzungsmittel mit einer Hydroxylfuxiktionalität von größer als 2 verwendet.
Solche Vernetzungsmittel werden durch Polyole wiedergegeben,
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die Ricinusöl in der polymerisierten und unpolymerisierten Form, Glycerin, Trimethylolpropan, 1,2,G-Hexantriol und
Pentaerythrit einschließen; Polyätherpolyole schließen ein die Addukte von Propylenoxyd und irgendeinem der vorausgehenden
vernetzenden Polyole. Polyester schließen ein die Addukte der Carbonsäuren, Hydroxycarbonsäuren oder Anhydridderivate, wie
sie in Verbindung mit dem Präpolymeren beschrieben sind, und irgendeines der vernetzenden, vorausgehend beschriebenen Polyole.
Die bevorzugten NCO-terminierten Präpolymeren sind abgeleitet
von dem Reaktionsprodukt einer Mischung von Polyoxypropylenglykol und Eicinusöl mit (1) Diphenylmethan—4-,V-diisocyanat
(MDI) oder (2) einer Mischung von MDI mit 3-Isocyanatomethyl-3,5
? 5-trimethylcyclohexylisocyanat.
Die bevorzugten verwendeten Polyole in der Polyolkomponente
in Verbindung mit den bevorzugten NOO-terminierten Präpolymeren
schließen ein (1) Mischungen von Trimethylolpropandiricinolept
und Äthylenglykolmonoricinoleat; und (2) Mischungen von Äthylenglykolmonoricinoleat und polymerisiertem Ricinusöl.
Polymerisiertes Ricinusöl ist das Produkt, welches sich aus der kontrollierten Oxydation von Ricinusöl ergibt, die durchgefilort
wird durch innige Mischung oder Durchblasen von Luft oder Sauerstoff in Ricinusöl bei Temperaturen zwischen etwa
80 und 1$O°C mit oder ohne der Verwendung eines Katalysators.
Die Reaktion zwischen dem Sauerstoff und dem Ricimisöl ist
eine Kombination aus Oxydation und Polymerisation. Diese Reaktion wird durch Übergangsmetalle unter Einschluß von Eisen,
Kupfer und Mangan begünstigt. Solche polymerisierten Ricinxisöle
sind im Stand der Technik gut bekannt und werden diskutiert durch F. Naughton, F. Duneczky, C. Swenson, Ί. Kroplinski
und.M. Gooperman in Kirk Othmer Encyclopedia of Chemical
1-echnology, Band 5 (3. Auflage 1979).
Die Verwendung von polymerisiertem Ricinusöl begünstigt die Flexibilität und chemische Widerstandsfähigkeit der Polyure-
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thane und erlaubt auch, eine leichtere Kontrolle der Vernetzungsdichte derselben.
Der Ricinolsäurekatalysator ist physikalisch in der Polyolkomponente
in einer wirksamen Menge gemischt, um die Gel- und die Entformungszeit, wie in den Beispielen angegeben, zu vermindern.
So ist es, obwohl jede wirksame katalytische Menge verwendet werden kann, bevorzugt, daß ei.ne solche Menge etwa
0,1 bis etwa 30 Gew.-%, und vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa
15 Gew.-/ü, bezogen auf das Gewicht des Polyols, beträgt. Der
Säurekatalysator ist stabil und im wesentliehen nicht mit dem
Polyol bei Raumtemperatur reagierend. Dies ist ein wesentlicher
Vorteil insofern als er zu dem Polyol unmittelbar nach oder während (vorausgesetzt, daß er unter Bedingungen, z.B. niederen
Temperaturen, zugegeben wird, so daß er nicht während der Polyolbildung reagieren wird) seiner Herstellung und nicht
an Ort und Stelle, wo das Polyurethan bei der Herstellung der Trennvorrichtung verwendet wird, zugegeben werden kann.
Die Menge an Polyol, die zu dem Präpolymeren zugegeben wird, sollte ausreichend sein, um mit den freien Isocyanatgruppen,
die daran nach seiner Herstellung verbleiben, zu reagieren, aber vorzugsweise wird eine nicht zu niedrige Menge oder eine zu große
Menge im Überschuß verwendet. Eine zu niedrige Menge an Polyol kann ein gehärtetes System ergeben,das zu hart ist, xiährend
überschüssige Mengen eine unerwünschte Weichmacherwirkung ergeben
können» Die besondere Menge an Polyol, die zur geeigneten
Reaktion mit dem Präpolymeren erforderlich ist, kanu
leicht durch einen Fachmann auf diesem Gebiet nach bekannten Berechnungen bestimmt werden.
Demgemäß wird das NCO-terminierte Präpolymere mit dem Polyol
bei Gewichtsverhältnissen von etwa 10:90 bis etwa ^0:10, vorzugsweise
von etwa 20:80 bis etwa 70'-5O1 gemischt, und insbesondere
von etwa 30:70 bis etwa 55:4-5, bzw., um ein jüiCO/OIi-Aquivalentgewichtsverhältnis
von etwa 0,9 bis 1,4 und vorzugsweise von eiwa 1,0 bis 1,1 zu erzielen.
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Hohlfasern, die anpassungsfähig an das katalysierte Polyurethane
inbettungsmaterial sind, können aus irgendeinem einer
großen Vielzahl von Polymeren hergestellt werden, die aus dem Stand der Technik als geeignet für biologisch-medizinische
Anwendungen "bekannt sind. Solche Fasern schließen solche ein, die
aus Verbindungen hergestellt werden,die -OH, -NHp und =NH-Gruppen
enthalten.
Repräsentative Beispiele solcher Verbindungen schließen ein Cellulose, Celluloseacetat, Celluloseäther, Polyamide, Polyacrylamide,
Polysulfone, Polyester, Polycarbonate, Polyurethane, Polysaccharide und Proteine im allgemeinen, wie
Casein, Collagen und dergl. Bevorzugte Fasern schließen Cellulose und Celluloseacetat ein.
Wie vorausgehend beschrieben, kann der Dichtungswulst für Hohlfasertrennvorrichtungen auf eine Anzahl von im Stand der
Technik gut bekannten Wegen gebildet werden. Die bevorzugte Methode ist ein zentrifugales Gießen, wie es in der TJS-PS
3 4-92 698 beschrieben ist.
Im allgemeinen werden Hohlfaser^, in einem im wesentlichen
parallelen Bündel von etwa 1000 bis 20000 oder mehr Fasern
nach einer Anzahl von Methoden hergestellt. Eine solche Methode ist es, eine Faser kontinuierlich Ende an Ende auf einem stabförmigen
Dorn mit Festhalteklammern an dem anderen Ende zu wickeln. Die im wesentlichen parallelen Fasern werden dann in
eine Haltevorrichtung mit Endfomen, wie in der vorausgehend erwähnten US-PS 3 4-92 598, die das zentrifugale Gießen betrifft,
eingeführt.
Die Polyurethan bildenden Zusammensetzungen werden typischerweise in zwei Stufen gehärtet. In der ersten Stufe, die hier
als Vorhärtung bezeichnet wird, werden sie Temperaturen von etwa 25 bis etwa 75 C und vorzugsweise von etwa 25 bis etwa
50 C, unterworfen. Die Polyurethanzusammensetzung wird als
vorgehärtet angesehen, wenn sie bis zu dem Vunkt geliert ist,
bei dem sie nicht fließen wird, wie es durch den in den Bei-
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spielen beschriebenen Geltest bestimmt wird. Die Weise, in
der das Harz vorgehärtet wird, kann variieren und wird von dem besonderen Apparat abhängen, der zur Herstellung der Hohlfasertrennvorrichtung
verwendet wird.
Z.B. wird die Haltevorrichtung, die das Faserbündel enthält, in typischer Weise in eine zentrifugenähnliche Vorrichtung gestellt,
die ein Einbettungsmaterialreservoir mit Rohren aufweist, die es mit den Endformen verbindet. Die Mischung der
den Säurekatalysator enthaltenden Polyolkomponente und das NCO-terminierte Präpolymere können gemischt und in das Exebettungsreservoir
gestellt werden, worin sie bei den vorausgehend beschriebenen Vorhärtungstemperaturen gehalten wird,
und die gesamte Zusammenstellung wird dann in Umdrehung gebracht, um eine Kraft von 2 bis 200 g nahezu parallel zur dem
Faserbündel auszuüben. Das Harz wird dann abwärts zu den verbindenden Rohren durch die g-Kraft gedrückt und fließt um und
zwischen die Fasern in den Endformen. Die Endformen können gegebenenfalls auch auf die vorausgehend beschriebenen Vorhärtungstemperaturen
erhitzt werden. Das Verfahren wird fortgesetzt, bis das Reservoir frei von Harz ist. Alternativ kann
das Einbettungsmaterial in die Kaltevorrichtung bei Raumtemperatur
eingeführt werden imd in die Endformen gedrückt
werdsn, die auf die vorausgehend beschriebenen Vorhärtungstemperaturen
erhitzt werden.
Die Rotation, wird fortgesetzt bis das Polyurethan geliert ist,
d.h. zu einem nicht fließbaren Zustand erstarrt ist.
In Abwesenheit des Ricinolsäurekatalysators würden die Zentrifugenzeiten
bei Raumtemperaturvorhärtungen (z.E, 25°C) gewöhnlich
im Bereich von etwa einer bis etwa acht Stdn. liegen. Die Verwendung des Katalysators erlaubt eine Verminderung der
ZentrifugenzexOen (d.h. Gel- oder Vorhärtungszeiten) auf etwa
10 bis etwa 50 Hin., vorzugsweise von etwa 15 bis etwa 25 Min.
(z.B. 20 KinO/Dei den vor ausgeh end beschriebenen Vorhärtungstemperaturen.
Höhere Vornärtungstenrpsratureri bis zu etwa ?5~C
erlauben zunehmend kürzere Zentrifugenzeiten. Ein Vorhärfcen
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bei Raumtemperatur ist bevorzugt, da dies eine wesentliche
Ersparnis im Energie- und Kostenverbrauch durch die Verminderung der Zeit ergibt, während der die Zentrifuge mit jeder
Partie an Hohlfasern in Betrieb ist, im Vergleich mit derjenigen, die in Abwesenheit eines katalytisehen Materials erforderlich
ist.
Nachdem das Polyurethan vorgehärtet (d.h. geliert) ist, wird das Faserbündel entfernt und die Einheit in einen Ofen für die
zweite Härtungsstufe, die hier als Nachhärtung bezeichnet wird,
Gingebracht. Die Nachhärtungsteiaperaturen können von etwa 25°C
bis etwa 75°C und vorzugsweise von etw? 4-5 bis etwa 65°C (z.B.
5O°C) variieren. Die Nachhärtungszeiten, die hier auch als Entformungszeiten bezeichnet werden, können von etwa 1 bis
etwa 6 Stdn. und vorzugsweise von etwa 1,5 bis etwa 3 Stdn. (z.B. 2 Stdn.) bei den vorausgehend beschriebenen Nachhärtungstemperaturen
variieren. Die Nachhärtungszeiten werden durch die Anwesenheit des Katalysators vermindert, aber in ^in^
geringeren Ausmaß als die beobachtete Verminderung in den Zentrifugen- oder Gelzeiten. Jedoch hat die Nachhärtung nichts
mit der Zentrifuge zu tun und ist daher nicht eine die Geschwindigkeit begrenzende Stufe in dem Gesamtverfahren zur Herstellung
der Trennvorrichtung.
Alternativ kann die Vorhärtung und Nachhärtung in einer- einzigen Stufe erzielt werden, indem man das Harz bei Raumtemperatur
innerhalb einer Zeitdauer von etwa 5 his 14 Tagen (z.B.
7 Tagen) verbleiben läßt.
Die Endformen werden dann entnommen und die eingebetteten Fasern geöffnet durch einen Schnitt durch den Dichtungswulst
rechtwinklig zu dem Faserbündel. Es ergibt sich ein Bündel, in dem das eingebettete Ende oder Enden eine strukturelle
Ganzheit und runde, offene Pasern aufweist.
Obwohl die vorliegende Beschreibung in erster Linie auf Hohlfasertreinvorricht^igen
gerichtet ist, die ein mit Ricinolsäure katalysiertes Foiyurethanhara verwenden, bezieht sich die
13 0 0 1 9/0887
Erfindung auch auf die Verwendung der vorausgehend erwähnten katalysierten Polyurei.hanzusaminensetzung in Verbindung mit
den vorausgehend beschriebenen Härtungstemperaturen und -zeiten in ,jeder Trennvorrichtung, die für biologisch-medizinische
Anwendungen verwendet werden soll und wobei das Einbetten einer Trennmembran in ein nichttoxisches Einbettungsharz erforderlich ist. Der Ausdruck Trennmembran, wie er hier
verwendet wird, charakterisiert die Konfigurationen, in die eine Substanz gebracht werden kann, um die Funktion der Auswahl,
Filtrierung oder Trennung, eines Materials aus einem Medium, das es enthält, zu erfüllen, und schließe solche Konfigurationen
zusätzlich zu Hohlfasern, wie Filme, Siebe, Schäume, Schwämme und dergl., ein.
Solche Trennvorrichtungen schließen diejenigen ein, die als Bluttransfusionsfilter verwendet werden können, wie als Tiefenfilter,
Schirmfilter und Kombinationen von Tiefen- und Schirmfiltern. Beim Typ des Tiefenfilters ist Blut, das durch
die Zwischenräume des Filters fließt, einer großen Fremdoberfläche
ausgesetzt und Mikroaggregate in dem Blut, ζ.Β,Plättchen,
weiße Zellen und mattiertes Fibrin, werden durch Adhesion an das Filtriertmedium entfernt. Filter vom Schirnrcyp
bewirken die Filtrierung durch Sieben, d.h. durch einen mechanisch hindernden Durchgang von Teilchen, dje größer als
die iSchirmporengröße sind. Die Filter vom Kombinationstyp kombinieren
die Filtrierungsweisen sowohl des Tiefen- als auch des Schirmfilters. Repräsentative Trennmembranen, die bei solcher.
Bluttransfusionsvorrichtungen verwendet werden können, schließen diejenigen ein, die aus Dacron-Wolle, Polyesternetzwerk,
Polyurethanschwamin und -schaum, Nylon-Wolle und
dergl. hergestellt sind. Jeder dieser Trennmembranen kann in einem Filtergehäuse unter Verwendung der katalysierten, vorausgehend
beschriebenen Polyurethanharze befestigt werden.
Eine andere breite Gruppe von Trennvorrichtungen, die Trennmerabranen
vorwendet, die mit den vorausgehend beschriebenen katalysierten Polyurethane/i eingebettet oder eingeschlossen
werden können, sind solche, die permeable oder selektiv perme-
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able Filme verwenden. Die Identität der Zusammensetzung solcher Filme wird in Übereinstimmung mit den gut bekannten Erfordernissen
für ihre Fähigkeit, eine gewünschte Funktion, wie die Blutoxygenierung, Nierendialyse und dergl.,durchzuführen,
ausgewählt. Solche typischen Vorrichtungen umfassen eine Mehrzahl von in einem Abstandsverhältnis gegeneinander angebrachten
Membranen, z.B. in einer im wesentlichen parallelen, gefalteten, konzentrischen oder spiralförmigen Oberfläche-zuOberfläche-Anordnung,
um so sowohl eine erste Gruppe von Flußvolumen (z.B. um den Blutfluß zu ermöglichen) als auch eine
zweite Gruppe von Flußvolumen (z.B. um den Fluß einer zu behandelnden Flüssigkeit zu ermöglichen) zu definieren. Die
Glieder der zweiten Gruppe von Flußvolumen sind in einem alternierenden Verhältnis mit den Gliedern der ersten Gruppe angeordnet.
Jedes Flußvolumen enthält MembranabStandsmittel (z.B. einen gewobenen Schirm), um die Membranen zu tragen, die
die beiden Gruppen an Flußvolumen festsetzen.
Mittel sind vorgesehen zur gleichzeitigen Abgrenzung der Peripherie
jedes dieser Flußvolumen und zur Verbindung benachbarter
Membranzusa^menstellungen und der Abstandsmittel, die dazwischen vorhanden sind, um gasdichte, periphere Wände ?.u
bilden. Bei der vorliegenden Erfindung umfassen solch0 Mittel das katalysierte, vorausgehend beschriebene Polyurethan. Die
Techniken zur Verwendung des Einbettungsharzes in solche Vorrichtungen sind im Stand der Technik gut bekannt.
Mittel sind auch vorgesehen zum separaten Zugang und Austritt aus der ersten und zweiten Gruppe an Flußvolumen. Die Zutrittsund
iustrittsmittel, die typischerweise die Form von diskontinuierlichen Kanälen annehmen, bringen mindestens zwei benachbarte
Flußvolumen derselben Gruppe in Flußkommuniication. Die gesamte Zusammenstellung ist angebracht in oder umgrenzt
ein Gehäuse mit einem Beschickungseinlaß und einem Beschickungsauslaß in Flußverbindung mit den Eintritts- bzw. Austrittslaifcteln
jeder Gruppe an Flußvolumen.
Repräsentative Patentschriften, die solche Trennvorrichtungen
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beschreiben, schließen die US-PS 3 879 ?·93, 3 90? 687 und
3 925 037 ein, auf deren Offenbarungen nier Bezug genommen
wird.
Die Erfindung wird zusätzlich in Kombination mit dem folgenden Beispiel erläutert. Alle Teile und Proζentangaben in den
Ansprüchen und der sonstigen Beschreibung beziehen sich auf das Gewicht, außer es ist etwas anderes angegeben.
Die folgenden ITCO-terminierten Präpolymeren wurden in folgender
Weise hergestellt.
Eine Mischung von 204 g Polyoxypropylenglykol mit einem zahlenmittleren
Molekulargewicht von 400, 205 g Eicinusöl und 795 g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat (MDI) wurden in den
Keaktor cmter Stickstoff und unter Rühren zugeführt. Die Temperatur
wurde langsam auf 75°C gesteigert und bei 70 bis SO0C
innerhalb 2 Stdn. notfalls unter Kühlen gehalten. Das entstehende Präpolymere hatte einen UCO-Gehalt von etwa Ί6,2 %
und eine Viskosität von etwa 6000 cps. wie am Brookfield-Viskosimeter
bestimmt wurde.
In Übereinstimmung mit der Verfahrensweise zur Herstellung des Präpolymeren A wurde ein zweites Präpolymeres aus folgenden
Bestandteilen hergestellt. 204 g Polyoxypropylenglykol mit
einem Molekulargewicht von 400, 205 g Ricinusöl, 614 g Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat
und 181 g 3-Isocyana-tomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylisocyanat.
Das entstehende Präpolymere hatte einen IfGO-Gehalt von 17,4 % und eine Viskosität von
etwa 4000 cps.
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In Übereinstimmung mit der vorausgehend angegebenen Verfahrensweise
zur Herstellung des Präpolymeren A wurde ein drittes Präpolymere3 auf folgender Grundlage hergestellt: 204 g PoIyoxypropylenglykol
mit einem Molekulargewicht von 400, 98 g Eicinusöl und 844 g MDI. Das entstehende Präpolymere besaß
einen NCO-Gehalt von 19 >6 % und- eine Viskosität von etwa
4500 cps.
Eine Anzahl von verschiedenen PoIyölmischungen wurde zur Reaktion
mit einem der Präpolymeren A bis C hergestellt. Die geeigneten Polyole und die Anteile derselben, die für jeden der
Versuche 1 bis 13 zusammengemischt wurden, sind in Tabelle I angegeben. Die Polyole, die für jede Mischung gewählt wurden,
sind aus den Eostandteilen 1 bis 3 zu entnehmen. Die Gewichtsanteile
jedes Polyols für jeden Versuch geben an, welches Polyol für jede Mischung verwendet wurde. Die Leerstellen
in einem speziellen Versuch geben die Abwesenheit des Bestandteils an. Die geeigneten Polyole für jeden Versuch wurden
bei 60 C 1 Std. lang unter einem Vakuum von mindestens 10 mip Hg gemischt. Die Temperatur jeder Polyolmischung ließ
man auf Raumtemperatur, z.B. 25°C, abkühlen.
Die Versuche 1 bis 4 dienen als Kontrolle und deshalb wurde keine Säure zu der Polyolkomponente zugegeben, bevor diese mit
dem Präpolymeren gemischt wurde.
Bei den Versuchen 5 bis 13 wurden die Polyolmischungen weiterhin
nach dem Kühlen mit der geeigneten Menge einer speziellen Säure gemischt, die aus den Bestandteilen 4 bis 6 gewählt wurde,
wie in Tabelle I gezeigt ist.
Die Mischung des Präpolymeren und der PolyoIkomponenten für
jeden Versuch wurde mitteis Mischen von Har."i innerhalb 1 Min. durchgeführt und dann wurde jede Probe eine zusätzliche Min.
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- 24 lang bei einem Druck v~on 10 mm Hg entgast.
Proben jeder der Präpolymeres/Polyol-Mischungen der Versuche
1 bis 4 und der Präpolymeres/Polyol-Säuremischungen der Versuche 5 "bis 13 wurde dann einer Anzahl von Testen unterworfen,
wie in libelle I angegeben.
Wenn die Toxizität durch den Hämolysetest getestet wurde, ließ man die Proben 7 Tage bei Saumtemperatur, d.h. 25°C, härten.
Proben der ungehärteten Polyurethan bildenden Zusammensetzungen
jedes Versuchs wurden auf die Gelzeit bei 25°C unter Verwendung einer 50 g Probe und auf die Entformungszeit getestet.
Der Hämolysetest wurde in Übereinstimmung mit der folgenden Verfahrensweise
durchgeführt.
5 g jeder Polyurethanprobe wurden wie vorausgehend beschrieben
mit 10 ml einer wäßrigen Lösung von 0,9 % Natriumchlorid bedeclct und auf 700C während 24 Stdn. erhitzt. Das Eluat wurde
dekantiert und die Temperatur auf 37°C eingestellt. 0,2 ml
menschliches Citratblut wurden dann zu 10 ml des Extrakts zugegeben und die Mischung auf 37°C +. 10C 1 Std. lang erhitzt. Am Ende dieser Periode wurden die Probetestlösungen 10 Min.
lang bei etwa 590 g zentrifugiert und die überstehende Flüssigkeit durch einen 0,22 Mikron-EiIter filtriert. Das Überstehende wurde daiLä einer Speietrophotometeranalyse unterworfen und die prozentuale Durchlässigkeit bei 545 νφ. für jede Probe bestimmt. Eine positive Kontrolle wurde für vollständige Hämo·- lyse durch Einbringen von 0,?. ml des Citratbluts in 10 ml
0,1 %-igem Natriumcarbonat und sofortiges Mischen hergestellt. Die erhaltene Ablesung aus der Natriumcarbonat-Blut-Mischung in dem Spektrophotometer zeigte 100 % Hämolyse an. Eine negative Kontrolle für 0 % Hämolyse wurde durch Mischen des Bluts und Salzlösung allein erhalten.
menschliches Citratblut wurden dann zu 10 ml des Extrakts zugegeben und die Mischung auf 37°C +. 10C 1 Std. lang erhitzt. Am Ende dieser Periode wurden die Probetestlösungen 10 Min.
lang bei etwa 590 g zentrifugiert und die überstehende Flüssigkeit durch einen 0,22 Mikron-EiIter filtriert. Das Überstehende wurde daiLä einer Speietrophotometeranalyse unterworfen und die prozentuale Durchlässigkeit bei 545 νφ. für jede Probe bestimmt. Eine positive Kontrolle wurde für vollständige Hämo·- lyse durch Einbringen von 0,?. ml des Citratbluts in 10 ml
0,1 %-igem Natriumcarbonat und sofortiges Mischen hergestellt. Die erhaltene Ablesung aus der Natriumcarbonat-Blut-Mischung in dem Spektrophotometer zeigte 100 % Hämolyse an. Eine negative Kontrolle für 0 % Hämolyse wurde durch Mischen des Bluts und Salzlösung allein erhalten.
Die optische Dichte (OD) wurde dann für jede der Kontrollen uod
,jede Probe bestimmt und die ;.ö Hämolyse wurde gemäß folgender
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Gleichung bestimmt:
ο/ uv -ι _ OD der Testprobe - OD der negativen Kontrolle
OD der positiven Kontrolle
Jede Probe wurde als den Hämolysetest nicht bestanden zu haben
angesehen, wenn die Hämolyse gleich oder größer als 5 % "betrug.
Die Gelzeit (d.h. Trockenhaftgelzeit, dry stick gel time) wird in Übereinstimmung mit ASTM D 2471 bestimmt und wird von einem
Zeitpunkt an sofort nach dem Mischen der beiden Komponenten ge messen.
Die Entformungszeit wird als Zeit von dem Punkt des Mischens
der beiden Komponenten an bis zum Punkt gemessen, an welchem das Poljrurethan aus einem Polypropylenbecher entfernt werden
kann und sich nicht deformieren wird, relativ frei vom Kleben ist und eine Shore A Härte von etwa 70 besitzt.
Wie aus ö.en Daten der Tabelle I zu ersehen ist, bestehen die
aus den Versuchen 11 bis 1J erhaltenen Proben, die Ricinolsäure verwenden, alle den Hämolysetest, während die Proben, die aus
den Versuchen 5 bis 10 erhalton wurden, diesen Hämolybstest
nicht bestehen. Weiterhin sind die Gelseit und die Entformungszeiten
dieser Versuche wesentlich vermindert im Vergleich mit den Kontrollen.
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Nr. | 1 | • | 2 | 3 | 4 | Tabelle | 1 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | l3 " | |
Bestandteil Nr. Versuch |
|||||||||||||||
5 6 | |||||||||||||||
(1) TMP Diricinoleat 70,0 70,0 60,0 60,2 68,2 68,2 . 61,6
(s)
(2) ÄthyleriglyjSOl- ?lfl 71fl 30,0 30,0 29,0 28,8 28;8 28,8 69j7 69,0 26,4 62;6 62;6
rnonorj cinoleat ■
'3I p§lymerisiertes 28/9 2B/9
- - 28>3 2V 2V 2V
CO. (g)
(4) Ricinolsäure . -—. 12.0 12,0 12,0
(4) Ricinolsäure . -—. 12.0 12,0 12,0
(S) Azelainsäure . 3,0 3;o 3,0 2,0
^ (6) Dihydrqxybenzoe
. 3;o
_» säure (g)
«ο '\ (7) Präpolymeres A m 9 ■ 106.6 — 111,4 115.1 na,3 cn
O0 «β) Präpolymeres B gg;6 94,9 98,8 98,6 —- 104.9
-j (9) Präpolymeres C ___ 96 0 96 χ
102 ,
% Häruolyse/bestan- 0,33/p 0.33/p 0,33/p 0,33/p n,6i/f 37.66/f is,29/f 45,8B/f 2i,03/f 95,47/£ o,36/p 0,36/p 0,90/p
den(p), nicht; bestanden (f) ; ! y
vj-elseit 50 g 90 9S 87 92 19 . 30 40 47 28 31 20 13 22
Probe,25DC (Min.) ■ ...
EntformUngSZeit 480 480 480 480 170 80 28Ο 360 115 244 · 210 90 260
(Mn.) ■ ^0
TMP = Trimethyloipropan η η -^
Polymerisiertes CO. = Eicinusöl, das auf 149UG (300 F) innerhalb einer Zeitdauer erhitzt ο
wurde, die ausreichend ist, um die Farbe desselben dunkel zu machen ·<]
und dann aufzuhellen, bei Kühlung auf 93,30C (2000F) und hierbei 14 co
Stdn. lang halten, wobei Luft durchgeperlt wurde. 4>-
Claims (7)
- Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann - Dr. R„ Koenigsberger Dipl.-Phys. R. Holzbauer - Dipl.-Ing. F. Klingseisen · Dr. F. Zumstein jun.Patentanwälte80OO München 2 ■ BräuhausstraSe 4 · Telefon Sswne*. 22 5341 - Telegrammo Zufnpat ■ Telex 52397920/GfGase HL-1748PatentansTDrücheEine Zwoikomponentenpolyurethan bildende Zusammensetzung, die, wenn sie gehärtet ist, nichttoxisch isi:, und verwendet wird als ein Einbettungsmittel in einer Trennvorrichtung, die geeignet ipt zur biologisch-medizinischen Anwendung, v/ob ei die erste Komponente mindestens ein MCG-terminiertes Präpolymeres und die zweite Komponente mindestens ein Poiyol umfaßt,dadurch gekennzeichnet, da£ sie eine wirksame katalytisch^ Hange an Ricinolsäure (Ricinusölsäure) in der zweiten Komponente vor dem Härten einschließt.
- 2. Polyurethan bildende Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß (1) das NCO-terminierte Präpolymere das Reaktionsprodukt von (a) mindestens einem Polyol, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Polyolestern, Polyätherpolyolsn und Sicinusöl, und (b) mindestens einem polyfunktioneIlen Isocyanat, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Diisocyanates, aromatischen Triisocyanaten und aliphatischen Diisocyanafcen,ist; (2) das Polyol der zweiten Komponente aus mindestens einem Glied der Gruppe, bestellend aus Polyätherpolyolen, P0I70I-estern ~±ηά üicinufiol, ausgewählt ist; (J) dar Ricinolsätu-ekataiycator in der zwsiten Komponente in einer Menge von130019/0887etwa 0,1 bis etwa JO Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der zweiten Komponente, anvvosend ist; und (4-) das NCO-terminierte Präpolymere und das Polyol in einem Gewichtsverhältnis von etwa 10:90 bis etwa 90:10 in Reaktion gebracht wird.
- 3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das HCO-terininierte Präpolymere der 1. Komponente das 'Reaktionsprodukt einer Mischung von Polyoxypropylenglykol und Ricinusöl mit mindestens einem Isocyanat, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus (1) Diphenylmethan-^-jV-diisocyanat und (2) Mischungen von Diphenylmethan-^^'-diitioeyanat und 3-Isocyanatomethyl-3,5s5-"Timethylcyclohexylisocyanat, ist, und die zweite Polyo!komponente ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus (1) Mischungen von Trimethylolpropandiricinoleat und Äthylenglykolmonoricinoleat und (2) Mischungen von Äthylenglykolmonoricinoleat und polymerisiertem Ricinusöl, und wobei der Rieinolsäurekatalysator in der Polyolkomponente in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Polyols der zweiten Komponente, anwesend ist.
- M-. Verfahren zur Herstellung einer für die Verwendung bei. einer biologisch-medizinischen Anwendung geeigneten Trennvorrichtung, wobei ein Teil mindestens einer Trennmombran in einem Gehäuse mittels einer nichttoxischen, gehärteten Polyurethanzusammensetzung gesichert ist, die durch Reaktion einer ersten,mindestens ein JTCO-terminiertes Präpolymeres umfassenden Komponente mit einer zureiten, mindestens ein Polyol umfassenden Komponente erhalten wurde, dadurch, gekennz e a chnet, daß das NCO-terminierte Präpolymere der ersten Komponente mit dem Polyol der zweiten Komponente in Gegenwart einer wirksamen katalytischen Menge von Ricinolsäure in Reaktion gebracht wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch M-, dadurch gekennzeichnet, daß (1) das EOO-tersiinierte Präpolymere das Reaktionsprodukt von (a) mindestens eines Polyols, ausgewählt aus eier Gruppe, bestehend aus Polyolestern. Polyätherpolyolen130 019/0887und Ricinusol, und (b) mindestens einem polyfunktioneilen Isocyanat, ausgewählt; aus der Gruppe, bestehend aus aromatischen Diisocyanates, aromatischen Tri^socynnaten und aliphatischen Diisocyanaten, ist; (2) die Polyolkomponente ausgewählt ist aus mindestens einem Glied aus der Gruppe, bestehend aus Polyätherpolyolen, Polyolestern und Ricinusöl, ist; (3) der Eicinolsäurekatalysator in der Polyolkomponente vor der Reaktion mit dem iiCO-terminierten Präpolymeren in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 30 Gew.-'/O, bezogen auf das Gewicht des Polyols, anwesend ist, und (4) die Reaktion bei einer Vorhärtungstemperatur von etwa 25 bis etwa 75°C durchgeführt wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5i aadurch gekennzeichnet, daß das NCO-terminierte Präpolymere der ersten Komponente das Keaktionsprodukt einer Mischung von Polyoxypropylenglykol und Ricinusö'l mit mindestens einem Isocyanat, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus (1) Diphenylmethan-^V-diisocyanat und (2) Mischungen von Diphenylmethan-4-,V-diisocyanat und 3-Isocyanatomethyl-3,5»5-trimethylcyclohexylisocyanat, ist,, und die zweite Polyolkomponente ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus (i) Mischungen von Trimethylolpropandiricinoleat und Äthylenglykojmonoricinoleat und (2) Mischungen von Äthylenglykolmonoricinoleat und polymerisiertem Ricinusö'l, und wobai der Ricinolsäurekatalysator in der Polyolkomponente in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 15 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des Polyols der zweiten Komponente, vorhanden ist. »«nnio/n\ 3.0 0 la/U43« <M91 Ott}Betrifft: Patentanmeldung P 30 2K) 73^.2 NL Industries, Inc.Patentansprüche 7-9
- 7.) Verwendung einer nicht-toxischen gehärteten Polyurethanzusammensetzung nach den vorhergehenden Ansprüchen zur Befestigung mindestens einer Trennmembran in einem Gehäuse in zur Durchführung der ausgewählten biologisch-medizinischen Funktion ausreichenden Weise in einer Trennvorrichtung für biologisch-medizinische Anwendungen.8· Verwendung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Trennmembran eine Zusammenstellung aus einer Mehrzahl von permeablen kontinuierlich hohlen Fasern umfaßt, deren offene Endteile in einem nichttoxischen Dichtungsring oder -wulst aus der katalytisch gehärteten Polyurethanzusammensetzung eingebettet sind, wobei die offenen Endteile der Fasern sich durch den Dichtungsring erstrecken, die entstehende eingebettete Zusammenstellung in einem Gehäuse zur Bildung einer Trennzelle eingekapselt ist, die Flüssigkeitskanäle enthält, die den Durchgang einer ersten Flüssigkeit durch den Freiraum der Hohlfasern und eine zweite Flüssigkeit um die Außenseite der Hohlfasern herum und in Kontakt mit derselben erlaubt, wobei der Dichtungsring als nichttoxisches Mittel zur Isolierung des Flusses der ersten und zweiten Flüssigkeit voneinander wirkt.130019/0887υηά spiralförmig: ^rgeordnsT ;_^"" ,. uii sov:c-:.-.l eine s:/8'-;e Gruppe von FlußTolumen als au^L eine r^site Grnppe τοπ Fluß'/olumen alternierend zwischen dieser ei-cten Gruppe fsstsulegen; (b) Abstandsmittel für die Membranzusamzaeiistellungen in oe<ier der Jlußvolumen angeordnet sind; (c) die nichttoxische, katalysierte, gehärtete Polyurethanzusammensetaung zur gleichzeitigen Festlegung des Umfangs .jeder der ]?lußvolumen und zur Verbindung benachbarter Membransusammenstellungen und der dazwischen liegenden Abstandsmittel -\rer77endet ist, um gasdichte, periphere Wände zu schaffen; und (d) Mittel vorgesehen sind zum getrennten Zugang zu und Austritt aus der Mehrzahl der Flußvolumen in der ersten und zweiten Volumengruppe,wobei diese Mittel mindestens zwei benachbarte Flußvolxmen derselben Gruppe in Flußverbindung halt en«,130019/0 887
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