DE295993C - - Google Patents
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- DE295993C DE295993C DENDAT295993D DE295993DA DE295993C DE 295993 C DE295993 C DE 295993C DE NDAT295993 D DENDAT295993 D DE NDAT295993D DE 295993D A DE295993D A DE 295993DA DE 295993 C DE295993 C DE 295993C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES OR PROFILES, OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
- B21C37/00—Manufacture of metal sheets, bars, wire, tubes or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape
- B21C37/06—Manufacture of metal sheets, bars, wire, tubes or like semi-manufactured products, not otherwise provided for; Manufacture of tubes of special shape of tubes or metal hoses; Combined procedures for making tubes, e.g. for making multi-wall tubes
- B21C37/15—Making tubes of special shape; Making tube fittings
- B21C37/28—Making tube fittings for connecting pipes, e.g. U-pieces
- B21C37/283—Making U-pieces
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 7h, GRUPPE
in CASSEL-WILHELMSHÖHE.
beansprucht.
Das vorliegende neue Verfahren geht von dem bekannten Verfahren aus, jedes der
Rohre, die zu einem U-Rohr verbunden werden sollen, am Ende seitlich bis auf eine gewisse
Länge einzuschneiden und dann die an den beiden Seiten des Schnittes oder Schlitzes
befindlichen Rohrendteile.' zu Lappen auseinanderzubiegen,
wonach die Lappen der zu verbindenden beiden Rohre, nachdem diese parallel zueinander gelegt worden sind, miteinander
verschweißt werden. Wenn nun, wie bei dem bisherigen Verfahren, die zu verbindenden
Rohre einzeln in der vorstehend angegebenen Weise behandelt werden, so ist
keine zureichende Gewähr dafür gegeben, daß die Lappen genau die gleiche Länge erhalten
und genau gleich weit auseinandergebogen werden. Aber selbst wenn man sich einer
wie eine Lehre wirkenden Hilfsvorrichtung
ao bedient, so können doch dabei, wenn es sich um das eigentliche Verbinden der Rohre mittels
dieser Lappen handelt, ungleiche Lagerungen der Rohre eintreten, so daß schließlich
doch kein völlig zufriedenstellendes Erzeugnis erhalten wird. Das ältere Verfahren bringt,
wie dies aus der Erfahrung feststeht, ziemlich leicht Unstimmigkeiten mit sich, d. L, an der
Verbindungsstelle haben die Lappen, wenn nicht an. der Außenseite, so doch mindestens
an der Innenseite der Übergangsstelle nicht die Lage, welche erforderlich ist, damit sie
keinen Vorsprung und keinen Widerstand für den von dem einen Rohrschenkel in den andern
übergehenden Dampf bilden. Dies ist nun aber ein für den Wirkungsgrad z.B.
eines Überhitzers, der aus solchen U-förmigen Rohren bestehen soll, wichtiger Umstand; und
wenn es sich hierbei um einen Überhitzer handelt, dessen U-förmige Rohre z. B. in erweiterten
Siederohren eines Lokomotivkessels angeordnet sind, so ist es ebenfalls sehr wichtig,
daß die Verbindungsstelle der Überhitzerrohre keine -das Hindurchziehen der Feuergase
durch die Siederohre beeinträchtigende Erhöhung aufweist. Außerdem aber ist das bisherige
Verfahren zeitraubend und kostspielig, und es ist der Zweck des vorliegenden verbesserten
Verfahrens der, diese sämtlichen Übelstände gleichzeitig und vollkommen zu beheben.
Erreicht wird dies im allgemeinen dadurch, daß die zu verbindenden Rohre gleichzeitig
in der obenerwähnten Weise behandelt, dabei ihre Enden gleichmäßig tief eingeschnitten und
die so gebildeten Lappen gleichmäßig weit aufgebogen und unmittelbar anschließend
hieran miteinander verschweißt werden. Diese Tätigkeiten gehen hierbei in ein und derselben
Vorrichtung bzw. in ein und demselben Matrizenpaar vor sich, wobei das Zusammen-
schweißen der sich gegenüberliegenden Lappen der Rohre sofort beim Zusammentreten bzw.
Gegeneinanderpressen der Lappenkanten erfolgt. Die beiden Rohre werden bei diesem
- '5 verbesserten Verfahren schon vor Beginn des seitlichen Einschneidens in Parallellage zueinander
gebracht und verharren in dieser, bis die auseinandergebogenen Lappen zusammengeschweißt
sind. Dieses gleichzeitige und
ίο gleichmäßige Bearbeiten der beiden Rohrenden
in der zweiteiligen Matrize wird mittels einer doppelten Patrize bewirkt, die mit einer zwischen
den Patrizenhälften befindlichen, diese auf einem Teil ihrer Länge verbindenden Rippe
versehen ist. Diese Rippe, die an ihrer freien Vorderkante verjüngt bzw. zugeschärft ist,
bewirkt in unmittelbarer Aufeinanderfolge das seitliche Einschneiden, das Aufbiegen und das
Verschweißen, wozu jedoch gehört, daß die Rohrenden sich während der Vorbereitung
bereits auf Schweißtemperatur befinden. Weiter gehören dann zum vollkommenen Durchführen
des Verfahrens bis zum Fertigstellen des Arbeitsstückes noch ein weiteres Matrizenpaar
sowie gegebenenfalls auch noch andere Hilfsmittel, wie sie im folgenden beschrieben und
durch Zeichnungen erläutert sind.
Es zeigen:
Fig. ι eine Draufsicht auf die untere Hälfte der Matrize, deren beide Hälften in
Es zeigen:
Fig. ι eine Draufsicht auf die untere Hälfte der Matrize, deren beide Hälften in
Fig. 2 aufeinandergelegt in Stirnansicht gezeigt sind, in beiden Fällen mit den eingelagerten
Enden der zu verbindenden zwei Rohre,
Fig. 3 eine Darstellung nach Art der Fig. 1, jedoch mit Draufsicht auf die in die Rohrenden
eingetriebene Patrize,
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der in den Fig. 1 und 3 gezeigten Matrizenhälfte,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der unteren Hälfte einer zweiten Matrize, die zum
Weiterbearbeiten der in der ersten Matrize vorgearbeiteten Rohrenden dient,
Fig. 6 eine Draufsicht auf diese Matrizenhälfte sowie auf die eingelagerten, seitlich
bereits verbundenen Rohrenden, ferner auf das frei gebliebene Ende eines in die Verbindungsstelle
der Rohrenden eingetriebenen Dornes,
Fig. 7 einen senkrechten Schnitt sowohl durch die übereinander, aber noch in einiger
Entfernung voneinander befindlichen Hälften der zweiten Matrize, als auch durch die Rohrenden
und den Dorn,
Fig. 8 in einer Draufsicht nach Art von Fig. 6 die nunmehr auch an den Enden durch
Kappenbildung verbundenen Rohre (Folge des Zusammenpressens der Matrizenhälften Fig-.7).
Fig. 9 einen senkrechten Schnitt durch diese zusammengepreßten Matrizenhälften mit dem
zwischen ihnen befindlichen Rohrmaterial, jedoch um 90° verdreht gegen den Schnitt in
Fig.-7,
Fig. 10 eine Draufsicht auf die fertige Rohrverbindung,
Fig. 11 eine Seitenansicht derselben,
Fig. 12 einen Schnitt nach Linie 12-12 der
Fig. 10,
Fig. 13 einen Schnitt nach Linie 13-13 der 70 ·
Fig. 10, ,
Fig. 14 in Seitenansicht die Matrize und c
die Patrize der Fig. 1 bis 3· in Verbindung . J^
mit Mitteln zum mechanischen Ausführen der '' erforderlichen Bewegungen, wobei die bewegliehe
untere Matrizenhälfte von der feststehenden oberen entfernt ist und die Patrize sich
noch vor der Matrize befindet; die obere Matrizenhälfte ist hier etwas anders ausgeführt
als in Fig. 2 (vgl. Fig. 19),
Fig. 15 eine Seitenansicht ähnlich der Fig. 14, jedoch ist die untere Matrizenhälfte
an die obere heranbewegt und die Patrize ist soeben im Begriff, in die Matrize einzutreten,
Fig. 16 die obere Matrizenhälfte und 'die
Patrize nebst einigen ihr. benachbarten Teilen von unten gesehen,
Fig. 17 eine Wiederholung der Fig. 15, mit
dem Unterschied, daß die Patrize jetzt ein- 90 ., getrieben ist,
Fig. 18 eine Wiederholung der Fig. 16, ebenfalls
mit dem vorerwähnten Unterschied. Ferner sind die Rohre der Länge nach geschnitten,
Fig. 19 eine Stirnansicht der gegeneinandergepreßten
Matrizenhälften, von der Patrize aus gesehen.
Was zunächst das gleichzeitige Aufschneiden der zu verbindenden beiden Rohrenden,
das gleichmäßige Aufbiegen der Lappen und das unmittelbar anschließende Zusammenschweißen
derselben anbetrifft, so bedient man sich hierzu zweckmäßig eines Matrizenpaares
von der in den Fig. 1 bis 4 veranschaulichten Ausführung. Dieses Matrizenpaar besteht aus
den Hälften 3 und 4, von denen jede mit zwei halbzylindrischen Aussparungen 5 (Fig. 4) l
versehen ist. Diese Aussparungen dienen zum Aufnehmen der Enden der zu verbindenden
Rohre 1 und 2 (Fig. 1), die so in bzw.. zwischen die Matrizenhälften gelegt werden (Fig. 2),
daß ihre Stirnflächen sich genau in ein und derselben Ebene befinden (Fig. 1). Wenn nun
die auf Schweißhitze gebrachten Rohrenden zwischen die Matrizen gebracht und so festgelegt
sind, daß sie nicht längsverschoben werden können (ein besonderes und besonders praktisches Mittel hierzu ist weiter unten gegeben),
dann ■ wird in die Rohrenden eine doppelte Patrize 8 (Fig. 3) eingeführt, die aus
zwei Leitbolzen 9 mit einer zwischen diesen
befindlichen Rippe ίο besteht. Die freien
Enden ii der Bolzen 9 sind kegelförmig gestaltet, so daß man sie- bzw. die Doppelpatrize
leichter in die Rohrenden einführen kann. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, daß die zwischen
den Aussparungen 5 der Matrizenhälften 3 und 4 befindliche Rippe 6 sowohl in der Länge
als auch in der Höhe bei 7 weggeschnitten ist. Diese Stelle 7 läuft von der Stirnfläche
ίο der Matrizenhälfte gegen den verbliebenen
Teil 6 der Rippe schwach an, und an dem inneren Ende geht dieser Teil in Kurven sowohl gegen die Oberfläche als auch gegen die
beiden Seitenflächen des verbliebenen Rippenteiles 6 über. Wenn also die beiden Matrizenhälften
aufeinanderliegen, liegen auch die beiden Rippenteile 6 aufeinander, aber bei 7 ist ein von außen nach innen sich verengender
Raum vorhanden, und dieser dient zum Aufnehmen der Rippe 10 der Doppelpatrize 8, wenn diese in den Rohrenden vorgeschoben
wird. Dann dienen die über die Rippe 10 vorstehenden Teile der Bolzen 9
als Führung, und die verjüngte bzw. zugeschärfte Kante 13' der Rippe schneidet in die
Wandung der Rohre 1 und 2 ein und unmittelbar hiernach werden-die auf diese Weise
gewissermaßen freigelegten Teile der Rohrwandung gegeneinandergebogen, also einerseits
nach oben, andererseits nach unten, wobei die Abmessungen so bestimmt sind, daß die
gegeneinanderbewegten Teile oder Lappen der beiden Rohre schließlich mit ihren Kanten
zusammentreffen. Indem dies geschieht, gelangen diese Rohrteile gegen die Stelle 7 der
unteren und der oberen Matrizenhälfte, und gleichzeitig unterliegen sie dem Druck der
Rippe 10, wodurch das Zusammenschweißen derselben erfolgt. Hiernach ist dann an der
Stelle 13-13 (Fig. 10, vor dem Abrunden und
Schließen der offenen Rohrenden) der in Fig. 13 gezeigte Querschnitt vorhanden.
Wenn die Patrize 8 ihre Endlage erreicht hat (Fig. 3), dann sind die Rohrenden auf
eine solche Strecke miteinander verbunden, wie es für den ungehemmten Übergang des
Dampfes 0. dgl. von dem einen U-Rohrschenkel
in den anderen erforderlich ist. Die Übergangsstelle, insbesondere die Verbindungs- oder
Schweißstelle, ist aber sowohl innen als auch außen praktisch vollkommen glatt, derart,
daß gar keine Kante oder ein sonstiger Vorsprung oder überhaupt irgendwelche Unregelmäßigkeit
vorhanden ist, die innen das Strömen des Dampfes o. dgl., außen das Hinüberstreichen
der Feuergase usw. beeinträchtigen könnten. Indem die Rohrenden soweit und in dieser Weise verbunden worden sind, ist
der erste Abschnitt des Verfahrens, der Hauptabschnitt, beendet. Die Doppelpatrize 8 kann
nunmehr aus den Rohren 1 und 2 herausgezogen und diese können aus der Matrize entfernt
werden.
Nunmehr handelt es sich um das Schließen der noch offenen Rohrenden sowie um das
endgültige Gestalten des geschlossenen Endes, insbesondere in der Weise, daß dieses die aus
den Fig. 10 und 11 ersichtliche Form erhält
und dabei die Schnitte einesteils in Richtung 12-12, anderenteils in Richtung 13-13
der Fig. 10 die in Fig. 12 und 13 dargestellte
Form zeigen. Dies wird nun in folgender Weise ebenfalls mittels einer zweiteiligen Matrize,
und zwar vorzugsweise in Verbindung mit einer einteiligen Patrize, bewirkt.
Jede Hälfte 15 dieser Matrize (Fig. 5 und 7) ist mit einer U-förmigen Ausnehmung 16 versehenj
die der gewünschten endgültigen Form des U-Rohres an der Übergangsstelle (Fig. 10)
entspricht. Diese Ausnehmung ist nach beiden Seiten wie bei 17 verbreitert, aber diese
Verbreiterung hat eine geringere Tiefe. Außerdem ist noch eine von der Ausnehmung 16
nach der entgegengesetzten Seite der . Matrizenhälfte verlaufende Rinne 18 vorhanden,
die weniger tief ist als- die Ausnehmung 16, aber tiefer als die Verbreiterung 17. Die Rinne
18 bzw. die beiden Rinnen der gegeneinander zu bewegenden Matrizenhälften arbeiten mit
einer einteiligen Patrize 19 (Fig. 6 und 7) zusammen, die, nachdem die Rohre 1 und 2
die aus Fig. 6 ersichtliche Lage erhalten haben, an dieselbe Stelle gebracht wird, die vordem
von der Rippe 10 (Fig. 3) eingenommen war. Die gegenseitige Lage der Teile ist
dann die in Fig. 7 gezeigte. Der Zweck der Patrize 19 ist einfach der, die lichte Höhe
des U an der Übergangsstelle aufrechtzuerhalten. ■ _ '
Bei der jetzt vorzunehmenden Pressung ist die Absicht die, diejenigen Teile der Rohrenden,
die über die Kurve b (Fig. 6) hinwegragen, breitzudrücken, nämlich so, daß diese
schließlich einen Lappen 21 (Fig. 8 und 9) bilden. Dieses Breitdrücken erfolgt zweckmäßig
in zwei Abschnitten, nämlich einmal mit der Patrize 19, das andere Mal ohne
diese. Beim ersten Mal werden die Rohrteile mittels der Matrizenhälften 15 nur so
weit zusammengedrückt, daß es gerade noch möglich ist, die Patrize 19 wieder herauszuziehen.
Darauf kommt dann der zweite Abschnitt, bei dem die für die gewollte Form
des U überflüssigen Rohrteile zu dem Lappen 21 umgewandelt werden. Die Übergangsstelle
ist nun auf der ganzen Länge der Kurve δ (Fig. 6 und 8) geschlossen, also auch da, wo
vordem die Patrize 19 in das Innere des U eingetreten war. Auch hier sind die obere
und die untere Rohrwandung nunmehr fest gegeneinandergedrückt (Fig. 9), und es handelt
sich nun nur noch darum, die in der be-
schriebenen Weise weggedrückten überflüssigen Teile überhaupt zu entfernen.
Dies kann auf verschiedenartige Weise geschehen, z. B. mittels eines Schneidbrenners
5 oder durch mechanisches Abschneiden. Im ersteren Falle mag mit dem Abschmelzen
auch gleich ein bereits genügendes Zusammenschmelzen dergegeneinanderliegenden Rohrwandkanten
entlang der Kurve b erfolgen;
ίο aber zweckmäßig wird nach diesem Ab-, schmelzen nochmals gesondert mit dem
Schneidbrenner, über die Stelle b hinweggegangen, so daß diese völlig zuverlässig zugeschmolzen
wird. Im Falle des mechanischen Abschneidens des Lappens 21 ist es selbstverständlich,
daß ein nachheriges gesondertes Zuschmelzen mittels eines Schneidbrenners oder auf sonstige Weise vorgenommen wird.
Nach dem Beendigen dieser Tätigkeiten hat die Verbindung die in den Fig. 10 und 11 gezeigte
Form, womit der Gegenstand überhaupt fertiggestellt ist.
Wesentlich für den Erfolg ist es, daß die beiden Rohre während des Verbindens unverrückbar
festliegen/ insbesondere während der Zeit, wo die Doppelpatrize 8 vorgetrieben
wird. Um nun in dieser Beziehung für vollkommene Sicherheit zu sorgen, bedient man
sich zum Ausüben des Verfahrens in Verbindung mit den Matrizen 3 und 4 zweckmäßig
der in den Fig. 14 bis ig veranschaulichten Vorrichtung, die folgendermaßen beschaffen
ist:
Die Matrize 3 ist fest in ein Gestellstück 20 eingesetzt, die Matrize 4 ist aber senkrecht
in einem Gestellteil 21 verschiebbar und wird mittels eines Kniehebels 22 auf und ab bewegt.
Von diesem Kniehebel ist in den Fig. 14, 15 und 17 nur der unmittelbar an die Matrize
4 angeschlossene Teil gezeigt.
Die Matrize 3 ist mit einer Aussparung 3^
versehen, in der sich ein Block 23 zum Festklemmen der Rohre befindet. Dieser enthält
Teile der Rinnen, die zum Aufnehmen der beiden Rohre bestimmt sind. Die Aussparung
3a ist an der Stelle, wo sich der Block 23 befindet, etwas größer, derart, daß der
Block sowohl in der Längsrichtung, d. h. in der Rinnenrichtung, bewegt als auch um ein
gewisses geringes Maß von den Rohren entfernt werden kann. Zum Längsbewegen des Blockes 23 dient einerseits eine Schraubenfeder
24, andererseits ein in den Block eingeschraubter Stift 25, der durch eine verhält nismäßig
weite Bohrung der Matrize 3 nach außen ragt und hier eine Gabel bildet, deren
Schenkel je mit einem Längsschlitz 26 versehen sind. In diese beiden Schlitze greift
ein Querstift 27 ein, der in einem Hebelarm 28 befestigt ist. Dieser Arm gehört zu einem
gewissermaßen dreiarmigen Hebel, dessen andere beiden Arme 29 und 30 mit dem Arm
28 Winkelhebel bilden. Die Arme 28 und 30 verlaufen parallel zueinander, und der ganze
Hebel wird von einem Kloben 3Ϊ getragen, der in die Matrize 3 eingeschraubt ist. Eine
Schraubenfeder 32 ist ständig bestrebt, den
Hebel 28, 29, 30 in der Lage nach Fig. 14
zu halten, d. h. in derjenigen, bei der die Schraubenfeder 24 den Block 23 soweit als
möglich nach rechts gezogen hat. Dies ist die Arbeits- bzw." Klemmlage des Blockes 23,
in der er gegen die festzuhaltenden Rohre anliegt und in der er mit einem Bolzen 33
und einem Zwischenstück 34 zusammen arbeitet, welches lose zwischen dem Bolzen und
einer halbkreisförmigen Erhöhung 23^ des
Blockes 23 liegt. Der Bolzen 33 (Fig. 19) ist ' quer in die Matrize 3 eingesetzt und erstreckt
sich hierbei zum Teil durch eine ihm benachbarte Erweiterung der Aussparung 3a hindurch.
In dieser Erweiterung befindet sich das vorerwähnte Zwischenstück 34, welches
auf der entgegengesetzten Seite halbkreisförmig gestaltet ist, so daß es seinen Platz zwisehen
dem Bolzen 33 und der Erhöhung 23^ des Blockes 23 nicht verlassen kann. Wenn
dieser unter die Zugwirkung der Feder 24 kommt, dann werden die Teile 33, 34 und 23"
gegeneinander verdreht, d. h. sie gelangen aus der in den Fig. 15 und 17 gezeigten Ruhelage
in die in Fig. 14 veranschaulichte Arbeitslage, in der die Rohre fest zwischen die beiden
Matrizenhälften eingepreßt werden, und zwar durch das Zusammenwirken der Feder 24
mit dem Zwischenstück 34, welches den Block 23 infolge der soeben erwähnten Winkelverdrehung
mit großer Kraft gegen die Rohre drückt.
Die Doppelpatrize 8 befindet sich nun an einem von der Maschine hin und her bewegten
Stempel 35, in den sie eingesetzt und mit dessen einem Arm 36 sie verschraubt ist.
Dieser Arm hat einen gegen den Hebelarm
29 gerichteten Vorsprung 37 (Fig. 14 und 15),
welcher sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite mit einer geneigten Leitfläche
versehen ist. Beide Flächen arbeiten mit einem an dem Hebelarm 29 befestigten
Führungsstift 38 zusammen, der beim Hingang der Teile 35, 8 und 36 durch die obere Fläche
des Vorsprungs 37, beim Rückgang durch die untere Fläche desselben betätigt wird.
Beim Arbeitsbeginn befinden sich die Teile in der aus Fig. 14 ersichtlichen Lage. Die
Matrizenhälften sind voneinander entfernt und die Patrize befindet sich ebenfalls in einiger
Entfernung von diesen Hälften. Nun werden die Rohre in die Rinnen der Matrize 3 eingelegt,
gegebenfalls so weit, daß ihre Stirnflächen sich in einer Ebene mit der in Betracht
kommenden Stirnfläche der Matrizen-
hälfte 3 befinden. Unmittelbar hiernach wird
die Matrizenhälfte 4 mittels des Kniehebels 22 aufwärts bewegt, so daß die Rohre nun
vorläufig in ihrer Lage gesichert sind. Während des Vorbewegens der Matrizenhälfte 4
gegen die Matrizenhälfte 3 sind aber auch schon die Teile 35, 8 und 36 auf die Matrize
zu bewegt worden und hierbei ist die Oberseite des Vorsprungs 37 gegen den Stift 38
getreten, so daß die Hebelarme 28, 29, 30 im Sinne des Uhrzeigers gedreht worden sind.
Wenn der Stift 38 auf den wagerechten Teil der Oberseite des Vorsprungs 37 gelangt ist
(Fig. 15), dann hat der Stift 27 des Armes 28 den Bolzen 25 so bewegt, daß der an diesen
angeschlossene Block 23 unter Anspannen der Feder 24 ganz in die Matrize gezogen worden
ist. Das lose Zwischenstück 34 (Fig. 15) befindet sich hierbei in derjenigen Lage, in der
es nicht klemmend bzw. pressend auf den Block 23 wirken kann. Sobald die Bolzen 9
(Fig. 3) der Patrize so weit :in die Rohre eingetreten sind, daß die Schneidkante 13' der
Rippe 10 ihre Arbeit zu beginnen im Begriff ist, verläßt der Stift 38 den Vorsprung
37, so daß die Feder 24 nunmehr in Wirkung treten kann. Sie zieht also den Bolzen 23
gegen sich und hiermit kommen die Teile 33, 34 und 23s in Wirkung, so daß jetzt das
feste Anpressen des Blockes 9 gegen die Rohre erfolgt, die auf der anderen Seite ein festes
Widerlager an der Matrizenhälfte 4 finden, welche durch den nunmehr sich fest in der
Strecklage befindlichen Kniehebel 22 gehalten wird. Sobald dieses Festklemmen der Rohre
eingetreten ist, beginnt das Arbeiten der Rippe 10 (Fig. 3), also das seitliche Einschneiden
der Rohre und das Aufbiegen der Lappen, wie dies oben bereits ausführlich beschrieben
worden ist. Bei diesem achsialen Druck tritt ein selbsttätiges Zusammenarbeiten der Rohre,
des Blockes 23, des Zwischenstückes 23^ und
der Matrize 4 ein, indem der Block durch die Reibung an den Rohren mitgenommen und das Zwischenstück infolge hiervon gedreht wird, so daß es die Rohre außerordentlich
stark festklemmt, womit der erstrebte Zweck erreicht ist.
Danach geht die Patrize wieder zurück.
Hierbei geht die untere Seite des Vorsprungs 37 über den Stift 38 des Hebelarmes 29 hinweg,
wobei dieser Hebel entgegen dem Uhrzeiger gedreht wird, ohne daß jedoch hieraus etwas erfolgt, weil der Schlitz 26 des Kopfes
des Bolzens 25 genügend lang% ist, dem Stift 27 des Hebelarmes 28 die erforderliche Bewegung
zu gestatten.
Claims (8)
- Patent-An Sprüche:i. Verfahren zum Verbinden zweier paralleler Rohre zu einem U-Rohr unter seitlichem Aufschneiden der Rohrenden, Aufbiegen dieser Rohrendteile beiderseits des Schnittes und Vereinigen der aufgebogenen Teile der beiden Rohre durch Zusammenschweißen, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig beide zu verbindende Rohre (1, 2) eingeschnitten, die so gebildeten Lappen aufgebogen und unmittelbar hieran anschließend miteinander verschweißt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 'die überschüssigen Außenteile der mittels der Lappen vereinigten Rohrenden breitgedrückt, diese Teile (21) dann abgetrennt und die hierbei zu Tage tretende Naht des U-Rohres gleichzeitig mit dem Abtrennen oder danach geschweißt wird.
- 3. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zweiteilige Matrize (3, 4) mit parallelen Rohreinlegekanälen (5), zwischen denen die Trennungsrippe (6) ihrer Länge und ihrer Höhe nach teilweise entfernt ist, in Verbindung mit einer Patrize (8) mit zwei Leitbolzen (9) und einer der Länge des entfernten Trennungsrippenteils der Rohreinlegungskanäle entsprechenden, an der Vorderkante (13) verjüngten bzw. zugeschärften Verbindungsrippe (10) zum Aufschneiden der beiden Rohrenden, Auseineinanderbiegen der so gebildeten Lappen je eines Rohres und zum Gegeneinanderbiegen sowie Vereinigen der Lappen der beiden Rohre zwischen den als Gegenlager hierzu dienenden verbliebenen Kanal-Trennungsrippenteilen an den in der Höhe geminderten Stellen.
- 4. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine zweiteilige Matrize (15) mit U-förmigen Ausnehmungen (16) für die verbundenen Rohrenden und mit weniger tiefen Verbreiterungen (17) für die breitzudrückenden überflüssigen Rohrendteile.
- 5. Matrize nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Rohreinlegekanäle (5) mindestens einer der Matrizenhälften (3, 4) sich zum Teil in einem besonderen Einsatzstück (23) befinden, welches bei geschlossener Matrize gegen die eingelegten Rohre gedrückt wird, während die andere Matrizenhälfte als Widerlager dient.
- 6. Matrize nach den Ansprüchen 3 und 5, gekennzeichnet durch einen kreisbogenförmigen, in eine größere Aussparung der betreffenden Matrizenhälfte ragenden Ansatz (23^) des Einsatzstückes (23), einen die Aussparung in einiger Entfernung vondem Ansatz durchquerenden Bolzen (33) und ein zwischen diesem und dem Ansatz gehaltenes Druckstück (34), welches eine Winkeldrehung um den Bolzen ausführen kann, so daß das Einsatzstück außer in der Richtung gegen die andere Matrizenhälfte auch in seiner Längsrichtung bewegbar ist und so durch das Drehen des Druckstückes gegen die Rohre gepreßt wird.
- 7. Vorrichtung mit einem Patrizenpaar nach den Ansprüchen 3, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzstück (23) mit einem durch die Patrizen-Eintrittseite der betreffenden Matrizenhälfte nach außen geführten Bolzen (25) versehen, dieser mit einem Hebel (28, 29), verbunden und die Patrize mit einem Ansatz (36, 37) versehen ist, der beim Vorgehen der Patrize (8, 9, 10) gegen die Matrize (3, 4) den Hebel so bewegt, daß das Einsatzstück entgegengesetzt zu einem Organ (Feder 24 o. dgl.) bewegt wird, welches beim Drehen des Druckstückes in der Druck- bzw. Klemmrichtung wirkt.
- 8. Matrize nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine von der U-förmigen Ausnehmung (16) jeder Matrizenhälfte (15) nach der entgegengesetzten Seite dieser Hälfte durchgehenden Rinne (18) von geringerer Tiefe als die Ausnehmung, aber größerer Tiefe als die Verbreiterung (17) derselben in Verbindung mit einer zwischen die die Rinnen überdeckenden verschweißten Rohrend-Seitenlappen einzuführenden Patrize (19), die beim (erstmaligen) Gegen-. einanderdrücken der Matrizenhälften die lichte Höhe der Übergangsstelle zwischen den U-Rohrschenkeln aufrechterhält.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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Cited By (1)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE967493C (de) * | 1939-03-29 | 1957-11-14 | Superheater Co Ltd | Verfahren zur Herstellung von Dampfueberhitzerelementen fuer Rauch- oder Flammrohrkessel |
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- DE DENDAT295993D patent/DE295993C/de active Active
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Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
DE967493C (de) * | 1939-03-29 | 1957-11-14 | Superheater Co Ltd | Verfahren zur Herstellung von Dampfueberhitzerelementen fuer Rauch- oder Flammrohrkessel |
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