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DE514736C - Verfahren zur Herstellung von Rohrnippeln mit an der Innenseite angeordneten Mitnehmerleisten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohrnippeln mit an der Innenseite angeordneten Mitnehmerleisten

Info

Publication number
DE514736C
DE514736C DEH116419D DEH0116419D DE514736C DE 514736 C DE514736 C DE 514736C DE H116419 D DEH116419 D DE H116419D DE H0116419 D DEH0116419 D DE H0116419D DE 514736 C DE514736 C DE 514736C
Authority
DE
Germany
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die
punch
rod
work
upsetting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH116419D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JACOB HAMMEL
Original Assignee
JACOB HAMMEL
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Filing date
Publication date
Application filed by JACOB HAMMEL filed Critical JACOB HAMMEL
Priority to DEH116419D priority Critical patent/DE514736C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE514736C publication Critical patent/DE514736C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/14Making machine elements fittings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Rohrnippeln mit an der Innenseite angeordneten Mitnehmerleisten Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von sogenannten Radiatornippeln, d. h. von Rohrnippeln, die an der Innenseite leistenförmige Mitnehmer (Rippen) für den Angriff des Schlüssels aufweisen. Solche Nippel werden bei Ausführung in Schmiedeeisen bisher unter anderem durch Abschneiden entsprechenderStücke von einem nahtlos gezogenen Rohr hergestellt, wobei die Mitnehmer entweder durch innere Rippen des gezogenen Rohres gebildet oder nachträglich durch Eindrücken der Rohrwände hergestellt werden. Die nach diesem Verfahren erzeugten Nippel sind sehr teuer, und zwar liegt dies einerseits an dem zeitraubenden Zersägen des Rohres in einzelne Nippelwerkstücke, anderseits daran, daß nahtlos gezogene Rohre kostspielig sind, insbesondere wenn dieselben noch innere Rippen besitzen sollen. Das nachträgliche Eindrücken der Mitnehmer ist schwierig, und es lassen sich dabei die von den Abnehmern geforderten scharfkantigen Mitnehmer nicht erzielen, sondern es entstehen höchstens Warzen von rundlichem OOuerschnitt. Man hat auch bereits schmiedeeiserne Radiatornippel aus entsprechend gestalteten, mit Rippen versehenen plattenförmigen Vorwerkstücken in der Weise gebildet, daß die Platten rohrförmig gebogen und dann an der Naht zugeschweißt werden. Dieses Verfahren ist einerseits umständlich und zeitraubend, anderseits ist die Herstellung dichter und haltbarer Schweißnähte überaus schwierig. Die nach diesem Verfahren hergestellten Nippel sind daher nicht nur kostspielig, sondern sie haben auch vielfach den Mangel, daß sie an der Naht platzen. Es ist ferner z. B. bereits bekannt, die Nippel zu gießen. Dabei fällt zwar die Naht fort, jedoch besitzen die aus Gußeisen hergestellten Nippel auch im getemperten Zustand nicht die geforderte Festigkeit, zumal sie neben zahlreichen porösen Stellen meist auch noch Sprünge aufweisen. Außerdem ist die Herstellung der Nippel in Temperguß ebenfalls umständlich und kostspielig.
  • Das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren ermöglicht die Herstellung von nahtlosen Radiatornippeln aus Schmiedeeisen in einfacher und wenig zeitraubender, also wirtschaftlicher Weise ohne Werkstoffabfall. Das neue Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß die Nippel auf warmem Wege durch Schmieden an der Stange in der `'eise hergestellt werden, daß zunächst am Stangenende ein zylindrischer Kopf vom Außendurchmesser und der Höhe des Nippels angestaucht und dieser Kopf dann derart gelocht wird, daß der dabei entstehende Nippel von der Werkstange getrennt wird, wohingegen der ausgestoßene Butzen an der Stange verbleibt. Stauchen und Lochen erfolgen dabei an derselben Arbeitsstelle, und zwar wird das Anstauchen des Kopfes unter Anwendung einer Kopfform und unter Einspannung des hinter dieser Kopfform liegenden Stabteiles in einem einzigen Druck bewirkt, während das Lochen mit Hilfe eines zwei gegenüberliegende Längsnuten aufweisenden Lochstempels geschieht, der mit einer hinter der Kopfform angebrachten, an ihrer Wandung mit zwei gegenüberliegenden Längsrippen versehenen Lochmatrize zusammenwirkt. Wie die praktische Erprobung gezeigt hat, ermöglicht das neue Verfahren die Erzeugung fehlerfreier Rohrnippel. Trotzdem für das Stauchen nur ein einziger Druck angewendet wird, verschwinden die Nuten, welche nach dem Abtrennen eines Rohrnippels an dem am vorderen Stabende sitzenden Butzen zurückbleiben, beim Pressen des nächsten Rohrnippels restlos. Dies ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß der Werkstoff nicht nur in der Achsenrichtung, sondern - beim Durchdrücken des Lochstempels - auch in radialer Richtung gepreßt wird.
  • Das neue Verfahren kann auf einer mechanischen Presse in der Weise ausgeführt werden, daß Vorstauchung und Lochung mit Hilfe getrennter Stempel in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Pressenhüben geschehen, und daß zwischen den einzelnen Pressenhüben einerseits die am Preßschlitten sitzenden Stauch-und Lochstempel, anderseits die das Werkstück beiden verschiedenen Arbeitsstufen umschließenden Gesenke oder mindestens die voneinander abweichenden Teile dieser Gesenke vertauscht werden, wohingegen das Werkstück, abgesehen von dem nach jedem zweiten Pressenhub stattfindenden Stangenvorschub in seiner Lage verbleibt. Das Verfahren kann aber auch unter Anwendung gemeinsamer Werkzeuge für Stauchung und Lochung in einem einzigen Pressenhub ausgeführt werden, wobei dann in einer zwischen Stauchung und Lochung einzuschaltenden Arbeitspause lediglich die Gesenke oder Teile derselben ausgetauscht zu werden brauchen.
  • Das Schmieden von Hohlkörpern an der Stange in der Weise, daß am Stangenende zunächst eine Verdickung von der äußeren Form des Hohlkörpers angestaucht und dieser dann gelocht wird, ist an und für sich bekannt. Nach diesem Verfahren werden aber bisher nur Ringe, Naben, Muffen und ähnliche Gegenstände mit glatter Bohrung hergestellt, wobei die an die Stauchform sich anschließende Gesenkbohrung unmittelbar als Lochmatrize verwendet werden kann. Außerdem geschieht dabei das Anstauchen der Verdickung in mehreren Drücken, und es wird in manchen Fällen auch noch die Werkstange für jeden Arbeitsvorgang in ein anderes Gesenk gebracht. Man hat auch schon vorgeschlagen, mit mehreren seitlichen Stutzen versehene Verbindungsstücke für Fahrradrahmen durch Schmieden an der Stange in der Weise herzustellen, daß zunächst durch Stauchen und Lochen ein im wesentlichen zylindrischer Hohlkörper erzeugt wird, der zur Bildung der seitlichen Stutzen dicke Warzen aufweist, worauf nach Einschieben eines Dorns in den Hohlkörper die Warzen ebenfalls durch Stauchen und Lochen in die Form von Stutzen übergeführt werden. Aber auch hier handelt es sich um einen Hohlkörper, dessen Teile sämtlich glatte Bohrungen aufweisen.
  • Demgegenüber besteht das Wesen der Erfindung einerseits in der Erkenntnis, daß das bekannte Schmieden an der Stange auch für die Herstellung von Rohrnippeln mit inneren Mitnehmern praktisch anwendbar ist, und anderseits in der oben bereits erläuterten besonderen Arbeitsweise, welche die Herstellung von einwandfreien Rohrnippeln mit inneren Mitnehmern in wirtschaftlicher Weise ermöglicht. Hierfür ist es nämlich von ausschlaggebender Bedeutung, daß die Fertigstellung eines Nippels mit einer möglichst geringen Zahl von Arbeitsgängen, also in kürzester Zeit, erfolgt, und daß das Werkstück, trotzdem für das Lochen eine mit inneren Vorsprüngen versehene Lochmatrize notwendig ist, bis zur völligen Fertigstellung des Nippelrohlings an einer und derselben Arbeitsstelle verbleibt.
  • Auf der Zeichnung ist das neue Verfahren in Verbindung mit einer zu seiner Ausführung dienenden Presseneinrichtung in den wesentlichsten Arbeitsstufen dargestellt. Dabei zeigen: Fig. i einen waagerechten Längsschnitt durch die Preßwerkzeuge nach der Linie i-i der Fig. 4 am Ende des Stauchvorganges, Fig. 2 einen waagerechten Längsschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 5 und Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt durch die Preßwerkzeuge nach der Linie 3-3 der Fig. 5 am Ende des Lochvorganges, Fig.4 einen senkrechten Querschnitt durch das Gesenk nach der Linie 4-4 der Fig. i ohne Werkstück, Fig. 5 einen senkrechten Querschnitt durch das Gesenk nach der Linie 5-5 der Fig. 2 ohne Werkstück und ohne Lochstempel, Fig.6 einen Querschnitt durch den Lochstempel nach der Linie 6-6 der Fig. 2. In Fig. 7 ist das vordere Ende des Werkstabes mit dem daran angestauchten Kopf in Seitenansicht herausgezeichnet. Die Fig. ß und g zeigen das Stabende und den davon abgetrennten Nippel in zwei um go ° gegeneinander versetzten Seitenansichten.
  • Fig. io ist ein Querschnitt durch das Stabende nach der Linie io-io der Fig. 8 und Fig. ix eine Stirnansicht des Nippels.
  • Die Fig. 12 und 13 zeigen eine Einrichtung zum gegenseitigen Austausch der voneinander abweichenden Gesenkteile. Dabei ist Fig.12 ein waagerechterLängsschnitt nach der Linie 12-12 der Fig. 13 und Fig. 13 ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 13-13 der Fig. 12.
  • Im gezeichneten Beispiel ist angenommen, daß das neue Verfahren auf einer Presse bekannter Art mit einer feststehenden Gestellwand zur Aufnahme der Gesenke und einem die Stempel tragenden, den Preßhub ausführenden Schlitten durchgeführt wird. In der nicht gezeichneten Gestellwand der Presse ist ein in der senkrechten Achsenebene geteiltes Gesenk 14, 15 (Fig. 12) angeordnet, dessen beide Hälften in waagerechter Richtung verschiebbar geführt sind, so daß sie zum Schließen und Öffnen des Gesenkes gegeneinander- und auseinanderbewegt werden können. Die Verschiebung der beiden Gesenkhälften 14, 15 erfolgt durch bekannte, nicht dargestellte Getriebe in Abhängigkeit von der Hinundherbewegung des Preßstempelschlittens, derart, daß das Gesenk jedesmal beim Rücklauf des Schlittens geöffnet und dann wieder geschlossen wird. Das Gesenk 14, 15 enthält eine teils in der einen, teils in der anderen Hälfte liegende Bohrung 16, i7 zur Aufnahme des zu verarbeitenden Werkstabes. Diese Bohrung ist in der Nähe ihres vorderen Endes dadurch unterbrochen, daß in den beiden Gesenkhälften je ein nach der Innenseite hin offener, im übrigen dagegen allseitig abgeschlossener Querschlitz 18, i9 ausgespart ist (Fig. 12 und i3). Der vor diesen Querschlitzen liegende Teil 16 der Gesenkbohrung besitzt eine dem Außendurchmesser der herzustellenden Nippel entsprechende lichte Weite und eine der Höhe des Nippels entsprechende Länge. Der hinter den Schlitzen 18, i9 liegende Teil 17 der Gesenkbohrung weist dagegen eine Bohrung beliebiger Länge auf, deren lichteWeite dem Durchmesser des zu verarbeitenden Werkstabes entspricht. Der Werkstabdurchmesser ist im Beispiel gleich der lichten Entfernung der an der Innenseite des herzustellenden Nippels vorgesehenen Mitnehmerleisten.
  • In den Querschlitzen 18, ig der Gesenkhälften 14, 15 befinden sich zwei Drehscheiben 2o, 21, die je auf einer in den Gesenkhälften gelagerten Welle 22, 23 sitzen und durch in Löcher der Scheiben eingreifende Riegel 24, 25 festgestellt werden können. Die beiden Drehscheiben 2o, 21 sind je an ihrem Umfange mit zwei in der Durchmesserrichtung gegenüberliegenden Ausschnitten versehen, in welchen zwei Gesenkbackenpaare 26, 27 und 28,29 derart befestigt sind, daß die Aussparungen der beiden jeweils auf der Innenseite der Drehscheiben 2o, 21 liegenden beiden Backen eine geschlossene Bohrung bilden. Diese Bohrung liegt dabei gleichachsig zu der in den Gesenkhälften 15, 16 angebrachten Bohrung 17 und ergänzt diese an der Stelle, wo sich die Schlitze 18, ig befinden. Die Aussparungen in dem einen Backenpaar 26, 27 bilden eine Bohrung 3o, deren lichte Weite dem Durchmesser des Werkstabes entspricht. Die Aussparungen im anderen Backenpaar bilden dagegen eine Bohrung 31, deren lichte Weite der Bohrung im herzustellenden Nippel entspricht. Die Wandung dieser Bohrung 31 ist mit zwei in der Durchmesserrichtung gegenüberliegenden Längsleisten versehen, deren Querschnitt mit dem Querschnitt der gewünschten Längsleisten an der Innenseite des Nippels übereinstimmt. Die beiden die Gesenkbacken 26, 27 und 28,29 tragenden Drehscheiben 2o, 21 werden nach jedesmaligemÖffnen des Gesenkes um i8o' gedreht, um die Backenpaare gegeneinander auszutauschen. Sobald das Gesenk 14, 15 geöffnet ist, behindern sich nämlich die Drehscheiben 2o, 21 gegenseitig bei der Drehung nicht. Die Drehung geschieht unter Vermittlung der beiden Wellen 22, 23 und von auf der Zeichnung nicht dargestellten Getrieben ebenfalls in Abhängigkeit von der den Preßstempelschlitten antreibenden Welle. Natürlich müssen für jede Drehung der beiden Scheiben die Riegel 24, 25 aus ihrer Sperrstellung entfernt und nach der Drehung wieder eingerückt «erden, was ebenfalls mechanisch durch geeignete Getriebe geschieht. Damit das Werkstück auch bei geöffnetem Gesenk 14, 15 abgestützt und gleichachsig zum Gesenk gehalten bleibt, sind unterhalb der Gesenkachse in Schlitzen der beiden Gesenkhälften 14, 15 feststehende, senkrechte Platten 32, 33 (Fig. 12) angeordnet, die an ihrer Oberseite je einen etwa halbkreisförmigen Ausschnitt zur Aufnahme des Werkstabes enthalten. Zum Festhalten des Werkstückes bei geöffnetem Gesenk könnten natürlich auch andere Mittel vorgesehen sein. So könnten in waagerechten Bohrungen der Gesenkhälften 14, 15 unter Federwirkung stehende Druckbolzen oder Platten verschiebbar geführt sein, die mit ihren entsprechend ausgeschnittenen inneren Enden von entgegengesetzten Seiten an den Werkstab angedrückt werden und diesen so zwischen sich einklemmen.
  • Der nicht dargestellte Preßstempelschlitten trägt an seiner dem Gesenk 14,15 zugekehrten Stirnfläche, wie an sich bekannt, einen quer zur Bewegungsrichtung des Schlittens beweglichen Schieber, an dem zwei Stempel, nämlich ein Stauchstempel 34 (Fig. i). und ein Lochstempel 35 (Fig. 2 und 6) so angeordnet sind, daß sie durch Hinundherbewegung des Schiebers abwechselnd in Arbeitsstellung gebracht, d. h. gleichachsig zur Gesenkbohrung eingestellt werden können. Der Stauchstempel 34 besitzt eine ebene Stirnfläche, deren Durchmesser größer ist als die lichte Weite des vorderen Teiles 16 der Gesenkbohrung, so daß er diese an seinem Hubende abschließt. Der Lochstempel 35 ist ein zylindrischer Stempel, dessen gleichfalls ebene Stirnfläche zweckmäßig einen kegeligen Rand aufweist, während der Durchmesser des Stempels mit der lichten Weite der Bohrung im herzustellenden Nippel übereinstimmt. Der Lochstempel weist zwei in der Durchmesserrichtung gegenüberliegende Längsnuten 36 (Fig. 6) auf, deren Querschnitt dem Querschnitt der Mitnehmerleisten am Nippel entspricht. Auf dem Lochstempel 35 ist eine Büchse 37 verschiebbar geführt, welche dazu dient, die Gesenkbohrung 16 beim Lochen des Werkstücks nach vorn abzuschließen. Die Büchse 37 wird beim Arbeitsgang des Lochstempels 35 zunächst gemeinsam mit diesem vorgeschoben und kommt dann durch Anschlag an das Gesenk 14, 15 zur Ruhe, während der Lochstempel sich weiterbewegt. Beim Rücklauf des Lochstempels bleibt dagegen die Büchse zunächst stehen, bis sie ihre Ausgangsstellung zum Stempel wieder einnimmt, worauf Stempel und Büchse den Rückhub gemeinsam beenden. Wie später näher erläutert, wird dadurch ein Auswerfen des fertigen Werkstückes erzielt. Die Bewegung der Büchse 37 kann durch bekannte Mittel, beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Büchse mit dem Lochstempel 35 durch eine kräftige Feder gekuppelt ist, welche die Büchse stets in ihre vordere, durch einen Anschlag begrenzte Endstellung vorzuschieben sucht. Die Bewegung des die beiden Stempel 34, 35 tragenden Schiebers geschieht durch bekannte Getriebe in Abhängigkeit von der Hinundherbewegung des Preßstempelschlittens beim Pressen derart, daß die beiden Stempel jedesmal beim Rückhub des Schlittens miteinander vertauscht werden. Der Arbeitsgang ist folgender: Nachdem der Werkstab x (Fig. z) auf einer gewissen Länge auf Schweißhitze erwärmt ist, wird er in dem Augenblick, wo das Backenpaar 26, 27 und der Stauchstempel34 in Bereitschaftsstellung gelangt sind, in das geöffnete Gesenk eingeführt, und zwar so weit, daß ein zur Füllung des vorderen Teiles 16 der Gesenkbohrung geeigneter Stabteil aus dem Backenpaar 26, 27 nach vorn herausragt (strichpunktierte Linien in Fig. r ohne äußere Begrenzung). Das Gesenk wird dann geschlossen und dabei der Werkstab in der Bohrung 17, 30 fest eingeklemmt. Hierauf kommt der Stauchstempel 34, der inzwischen seinen Arbeitshub angetreten hat, zur Wirkung und staucht das vorstehende Stabende zu einem den Bohrungsteil 16 voll ausfüllenden zylindrischen Kopf y zusammen (Fig. z und 7). Bei dem danach erfolgenden Rückhub des Preßstempelschlittens wird einerseits der Stauchstempel 34 - durch den Lochstempel 35 mit Büchse 37 ersetzt, anderseits werden nach Öffnung des Gesenkes 14, 15 die beiden Backenpaare 26, 27 und 28, 29 gegeneinander ausgetauscht, so daß beim erneuten Schließen des Gesenkes der dem angestauchten Kopf benachbarte Teil des Werkstabes nun von den Backen 28, 29 umschlossen wird. Ist das Gesenk geschlossen, dann kommt der Lochstempel 35 mit Büchse 37 zur Wirkung, und zwar schließt zunächst die auf dem Lochstempel sitzende Büchse 37 die Gesenkbohrung 16 nach vorn ab, worauf der Lochstempel 35 in den von der Gesenkbohrung 16 umschlossenen Kopf eindringt (Fig. 2, 3). Der Stempel stellt dabei im Zusammenwirken mit den als Lochmatrize dienenden Gesenkbacken 28, 29 im angestauchten Kopf y ein Loch vom Querschnitt des Lochstempels her, also ein Loch, dessen Wandung auf zwei gegenüberliegenden Seiten je eine längsverlaufende Mitnehmerleiste z aufweist (Fig.8, 9 und zz), wodurch der gewünschte Nippel y1 gebildet ist. Der durch den Stempel 35 aus dem Kopf y herausgestoßene Butzen xl wird in die Bohrung der Gesenkbacken 28, 29 eingeschoben und schiebt dabei seinerseits den übrigen Teil des Werkstabes x vor sich her, der somit um einen entsprechenden Betrag in der Gesenkbohrung 17 nach hinten geschoben wird. Um dies zu ermöglichen, wird während des Lochvorgangs ein geringerer Schließdruck auf das Gesenk ausgeübt als beim voraufgegangenen Stauchen, so daß der Werkstab im Gesenk verschiebbar ist. Dabei verhindern die Gesenkbacken 28, 29 ein Verschieben des entstehenden Nippels y1, der dadurch, daß der Lochstempel 35 ihn vollständig durchdringt, vom Werkstab x abgetrennt wird, so daß er mit diesem keine Verbindung mehr hat. Der ausgestoßene Butzen xl bleibt mit dem Werkstab x in unmittelbarer Werkstoffverbindung, so daß er nun das vordere Stabende bildet. Ist der Lochvorgang beendet, dann geht der Lochstempel 35 zurück, während sich gleichzeitig das Gesenk öffnet. Beim Rückgang des Lochstempels bleibt die Büchse 37 zunächst stehen, bis die Stirnfläche des Stempels 35 mit der Büchsenstirnfläche bündig liegt, worauf der Stempel die Büchse mitnimmt. Dadurch wird der Nippel y1 vom Lochstempel 35 abgestreift, so daß er auf diesem nicht sitzenbleiben kann, sondern aus dem inzwischen vollständig geöffneten Gesenk nach unten herausfällt. Nach dem Öffnen des Gesenkes findet durch Drehen der Gesenkhalter 2o, 21 ein erneuter Austausch der beiden Backenpaare 26, 27 und 28, 29 statt, so daß für den nächsten Pressenhub die Klemmbacken 26, 27 in Arbeitsstellung gelangen. Anderseits wird am Preßstempelschlitten ein Austausch der Stenipel34, 35 bewirkt, also der Stauchstempel34 in Bereitschaftsstellung gebracht. Schließlich wird während des Rücklaufs des Preßstempelschlittens der Werkstab um den erforderlichen Betrag vorgeschoben (vgl. strichpunktierte Linien in Fig. x), worauf sich das beschriebene Spiel wiederholt. Der Vorschub des Werkstabes erfolgt von Hand, er kann durch einen Anschlag, der zu gegebener Zeit selbsttätig in Arbeitsstellung gelangt und dann ebenfalls selbsttätig wieder zur Seite bewegt wird, genau begrenzt werden. Ist der angewärmte Teil des Werkstabes verbraucht, so wird der Stab gegen einen anderen inzwischen erhitzten Werkstab ausgetauscht. Die Werkstäbe können restlos aufgebraucht werden, da die kurzen Enden, die allein nicht mehr gehandhabt werden können, im Feuer an neue Werkstäbe leicht angeschweißt werden können.
  • Wie ersichtlich, ermöglicht das neue Verfahren die Herstellung von nahtlosen und damit überaus festen und haltbaren Radiatornippeln aus Schmiedeeisen. Das neue Verfahren ist dabei einfach und wenig zeitraubend, und es hat den Vorteil, daß dabei kein Werkstoffabfall entsteht.
  • Natürlich beschränkt sich die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel, vielmehr sind Abänderungen desselben sowie auch andere Ausführungen möglich. Insbesondere könnte die Presseneinrichtung zur Ausführung des Verfahrens mancherlei Abänderungen erfahren. So könnten die beispielsweise dargestellten drehbaren Halter -2o, 21 für die gegeneinander austauschbaren Gesenkbacken 26, 27 und 28, 29 statt, wie gezeichnet, rund auch eckig sein, und sie könnten an Stelle von zwei Backen auch mehr, beispielsweise je vier Backen tragen, so daß also an den Gesenkhaltern im ganzen vier Backenpaare vorhanden sind, von denen aber jeweils immer nur zwei wechselweise benutzt werden. Sind diese abgenutzt, dann können durch 'entsprechende Verstellung der Gesenkhalter auf ihrer Welle die anderen Backen zur Anwendung gebracht werden. Ferner könnten die gegeneinander auszutauschenden Backen statt an drehbaren auch an geradlinig beweglichen Gesenkhaltern, d. h. an Haltern sitzen, die einerseits gemeinsam mit den Gesenkhälften 14 und 15 zum Öffnen und Schließen in waagerechter Richtung auseinander- und zusammenbewegt, anderseits aber auch in senkrechter Richtung verschoben werden können, um wechselweise das eine oder andere Backenpaar gleichachsig zur Bohrung der Gesenkhälften 14, 15 einzustellen. Statt daß wie im gezeichneten Beispiel für den Stauch- und Lochvorgang nur Teile des Gesenkes gegeneinander ausgetauscht werden, könnte sowohl für die Stauchung als auch für die Lochung je ein vollständiges Gesenk vorgesehen sein, in welchem Falle zwischen den einzelnen Pressenhüben die ganzen Gesenke gegeneinander ausgetauscht werden. Die miteinander zu vertauschenden Gesenke können dabei ebenfalls entweder an drehbaren oder an geradlinig beweglichen Gesenkhaltern sich befinden. Schließlich könnte das Verfahren statt in zwei aufeinanderfolgenden Pressenhüben auch in einem einzigen Pressenhub ausgeführt werden, indem der Lochstempel 35 zusammen mit der darauf verschiebbaren Büchse 37 gleichzeitig als Stauchstempel dient. Hierbei kann unter Anwendung einer Presse mit zwei nacheinander wirkenden Exzentern für den Vorschub von Büchse 37 und Lochstempel 35 in der @Veise verfahren werden, daß zunächst Büchse und Lochstempel durch das erste Exzenter gemeinsam vorbewegt werden, um das vorstehende Stabende zu einem Kopf zu stauchen, daß dann unter Stillstand von Stempel und Büchse die Gesenke bzw. deren für die verschiedenen Arbeitsvorgänge voneinander abweichenden Teile ausgetauscht werden, worauf schließlich der Lochstempel 35 durch das zweite Exzenter unabhängig von der in Ruhe verbleibenden Büchse 37 vorbewegt wird, um den gestauchten Kopf zu lochen und den dabei gebildeten Nippel vom Werkstab abzutrennen.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Herstellung von Rohrnippeln mit an der Innenseite angeordneten Mitnehmerleisten, dadurch gekennzeichnet, daß die Nippel auf warmem Wege durch Schmieden an der Stange in der Weise erzeugt werden, daß zunächst - unter bekannter Anwendung eines Stauchgesenkes (I4, 15) und unter bekannter Einspannung des Werkstabes (x) - in einem einzigen Druck am Stangenende ein zylindrischer Kopf (y) angestaucht und dann unter Verbleib des Werkstabes an derselben Arbeitsstelle der angestauchte Kopf (y) mittels eines zwei gegenüberliegende Längsnuten (36) aufweisenden Lochstempels (35) und einer hinter dem angestauchten Kopf (y) angebrachten, mit zwei gegenüberliegenden Rippen versehenen Lochmatrize (28, 2g) gelocht wird, wobei in an sich beim Schmieden an der Stange bekannter Weise der gelochte Kopf (yl) von der Werkstange (x) getrennt wird, während der ausgestoßene Butzen (x') an der Stange verbleibt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren in einem Pressenhub in der Weise ausgeführt wird, daß zunächst der Lochstempel und eine diesen umgebende Büchse gemeinsam vorgeschoben werden, um den Kopf zu stauchen, daß dann unter Stillstand von Stempel und Büchse mindestens die Einspannv orrichtung für den Werkstab gegen eine Lochmatrize ausgetauscht wird, und daß schließlich der Lochstempel unabhängig von der in Ruhe verbleibenden Büchse zur Lochung des Kopfes vorbewegt wird.
  3. 3. Presse zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z oder 2 mit längsgeteilten Gesenken, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (26, 27 und 28, 29) der beiden für Stauchung und Lochung verschiedenen Gesenke nicht nur im Sinne des Offnens und Schließens, sondern gleichzeitig derart beweglich angeordnet sind, daß beide Gesenke nacheinander um den an der gleichen Arbeitsstelle verbleibenden Werkstab (x) geschlossen werden können und demnach eine Bewegung des Werkstabes zwischen dem Stauchen und dem Lochen zu vermeiden ist. q..
  4. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften (26, 27 und 28, 29) der beiden Gesenke für Stauchung und Lochung oder mindestens die für die verschiedenen Arbeitsstufen verschieden gestalteten Teile dieser Gesenkhälften am Umfange von zwei um zueinander parallele Achsen drehbar gelagerten und gleichzeitig in Richtung der gemeinsamen Ebene der beiden Drehachsen verschiebbaren Gesenkhaltern (2o, 2T) sitzen.
  5. 5. Presse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hälften der beiden Gesenke für Stauchung und Lochung oder mindestens die für die verschiedenen Arbeitsstufen verschieden gestalteten Teile der Gesenkhälften an sowohl in waagerechter als auch in senkrechter Richtung verschiebbaren Gesenkhaltern sitzen.
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