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Titel der Erfindung Überwachungseinrichtung zur Abschaltung von Verseil
schinen Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft eine Überwachungseinrichtung
zur Abschaltung von Verseilmaschinen Jeder Bauart bei Aderriß, wo isolierte Drähte
von Spulen abgezogen, verseilt und auf 8pulen aufgewickelt werden und Jede einzelne
Ader Bestandteil eines stromdurchflossenen Systems ist.
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Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Einrichtungen, die
Drahtrisse an Verseilmaschinen signalisieren und die Verseilmasohine daraufhin stillsetzen,
sind in größerer unzahl bekannt und werden entsprechend den Möglichkeiten auch eingesetzt.
Für blanke Drähte sind die versohiedensten Kontakteinrichtungen bekannt, durch die
Strom, kreise geschlossen oder geöffnet werden. Alle diese Vorrichtungen eignen
sich nicht filr isolierte Drähte und sollen deshalb außer Betracht bleiben.
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Wie u. a. aus der DD-PS 94 135 bekannt geworden, werden bei Korbverseilmaschinen
die zum Verseilpunkt laufenden isolierte ten Drähte oder Adern in beweglich gelagerten
metallischen Nippeln geführt, die beim Reißen einer Ader infolge der Fliehkraft
radial nach außen schwenken und gegen einen feststehenden Kontaktring anschlagen.
Solange die Fliehkraftwirkung groß genug ist und die Kontaktflächen sauber sind,
wird eine Abschaltung der Verseilmaschine auf relativ einfache Weise erreioht. Ee
kann aber auch vorkommen, daß bei Verschmutzung des Kontaktringes oder des Nippels
kein elektrischer Kontakt zustande kommt. Die Folge ist entweder keine
oder
verapätete Abschaltung und dadurch bedingter Ausschuß.
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Diese Naohteile sollten gemäß der genannten Patentschrift dadurch
beseitigt werden, daß jede Ablaufspule drehkraftmäßig mit einem Drehzahlwächter
gekoppelt wird, der bei Unterschreiten einer festgelegten Drehzahl der Spule den
Impuls zum Abschalten der Verseilmaschine liefert. Zum Anfahren der Verseilmaschine
ist ein Überbrückungsschalter notwendig. Tritt während dieser Zeit ein Aderriß auf,
erfolgt keine Abschaltung, solange die untere Ansprechdrehzahl des Drehzahlwächterms
nioht Uberschritten wird. Aber auch diese Abschaltvorrichtung ist nicht für alle
vorkommenden Drahtrißfälle brauchbar. Reißt beispielsweise eine Ader im Bereich
des Verseilpunktes, dann bleibt in den meisten Fällen die Zugspannung in der einzelnen
Ader infolge des bereits bestehenden Verseilverbandes erhalten, so daß kein Abschaltimpuls
durch den Drehzahlwächter ausgelöst werden kann. Dieser Nachteil sollte durch eine
in der DD-PS 111 948 beschriebene Lösung beseitigt werden. Hier ist eine Drahtrißabschaltvorrichtung
beschrieben, bei der jede einzelne Ader Bestandteil eines in sich geschlossenen
stromdurchflossenen Sgstems ist. Hierbei wird das eine Endo des isolierten Drahtes
auf der Ablaufspule befestigt und das zweite, sich bereits im Verseilverband befindliche
Ende über Schleifkontakte mit einer Überwachungseinrichtung verbunden, die stationär
neben der Verseilmaschine angeordnet ist. Naohteilig bei dieser Überwachungseinrichtung
ist, daß zur Verseilung von n Adern mindestens n Schleifkontakte erforderlich sind,
die ständig gewartet werden müssen, um die Uberwachungsvorrichtung betrlebefähig
zu halten. Das bedeutet - besonders bei der Herstellung von vieladrigen Steuerleitungen
- den Weinbau und die Wartung ebenso vieler Schleifkontakte. Die Störanfälligkeit
und der daraus resultierende Wartungsaufwand sind daher sehr groß.
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Ziel der Erfindung Es ist Ziel der Erfindung, den hohen Aufwand an
elektrisohlen Schleif kontakten auf ein Minimum zu senken, die Störanfälligkeit
und den Wartungsaufwand wesentlich zu reduzieren.
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Darlegung des Wesens der Erfindung Die Aufgabe, die der Erfindung
zugrunde liegt, besteht darin, eine Überwachungseinrichtung zur Abschaltung von
Verseilmaschinen jeder Bauart zu schaffen, die bein Rapiden einer einzelnen isolierten
Ader eines vielsträngigen Aderverbandes mit Sicherheit die Verseilmaschine abschaltet.
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Die erfindung löst die Aufgabe dadurch, daß die den Drahtri3 erfassende
und weitergebende Signaleinrichtung mit der Welle des Antriebes der Aufwickelspule
drehfest verbunden ist und in dieser für jede Ader des verseilten, auf den Aufwickelspulen
zu speichernden Aderbündels ein mit dem Aderanfang elektrisch verbundenes Relais
aufnimmt und alle Relais untereinander parallel geschaltet und über einen Schleifring
mit der Masse sowie über einen weiteren Schleifring mit einer Stromquelle verbunden
sind, wobei die in Reihe liegenden entsorechenden Relaiskontakte über einen dritten
SchleifrinS mit dem Abschaltrelais des Antriebsstromkreises der Verseilmaschine
verbunden sind, während die auf den Spulen der Verseilmaschine befindlichen Aderenden
in bekannter Äreise mit der gemeinsamen Masse verbunden sind.
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Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß die mit der zelle des Aufxickelspulenantriebes
drehfest verbundene Mitnehmerscheibe achsparallele Bohrungen und Klemmstellen für
die Aderenden aufweist und die Welle mit einer durchgehenden, achszentrischen Bohrung
sowie mit mehreren, in die letztere einmündenden, in der Nähe der Mitnehmerscheibe
angeordneten, schräg verlaufenden Radialbohrungen versehen ist.
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Zur Erfindung gehört fernerhin, daß jedem Relais eine Zehnerdiode
sowie eine Kontrollampe zugeordnet ist.
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Ausführungsbeispiel Anhand der Zeichnung wird nachstehend die Erfindung
näher erläutert. Es bedeuten: Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Antriebslager
für den Aufwickler mit der Üb2rwachungseinrichtung Fig. 2 das Schalt schema für
die Überwachungseinrichtung Eig, 3 ein anderes mögliches Schalt schema für die Überwachungseinrichtung.
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Entsprechend Fig. 1 besteht das Antriebslager der Aufwickelspule 23
aus einer in einen Gehause 1, 2 gelagerten Welle 3, die im Gehäuse 2 mittels der
Kegelräder 4, 5 angetrie@en wird.
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Das hntriebslager selbst ist in einem in der Zeichnung nicht dargestellten
Lager- oder Antriebsständer befestigt. Auf dem aus dem Gehause 1 herausragenden
Ende der zelle 3 ist die mitnehmerscheibe 6 befestigt, während am an@eren Ende der
Welle 3 die Signaleinrichtung 7 drehfest angeordnet ist. Die Welle 3 weist eine
achs@entrisch ausgeführte Längsbohrung 8 auf, die durch schräg nach außen verlaufende
Radialbohrungen 9 mit der Mantelfläche der Welle 3 verbunden ist. Lagerseitig weist
die Mitnehmerscheibe 6 isolierte Klemmstellen 10 auf. An der Signaleinrichtung 7
sind drei Schleifringe 11 und am Gehause 2 auf einen Halter 12 die Stromabnehmer
13 angeordnet.
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Fig. 2, die einen Schaltplan für die gesamte rotierende Überwachungseinrichtung
darste le, zeigt, daß die von den Spulen 14 ablaufenden Adern 15 mit ihren auf den
Spulen verbleibenden Enden an eine gemeinsame masse 16 (z. B. die Verseilmaschine)
gelegt sind0 Die Enden der als verseiltes Bündal auf der @ufwickelspule 22 ankommenden
Adern 17 werden zu den Klemmstellen 10 geführt, die gegeneinander und gegen die
Masse 16 isoliert sind0 7on den Klemmstellen 10 führen isolierte Leiter durch die
Längsbohrung 8 in die Signaleinrichtung 7, in der je zu verseilende ader 15 ein
relais 17 vorgesehen ist. Die Relais 17 sind parallel geschaltet, und jedem Relais
ist eine Kontrollampe 18 sowie eine Zehnerdiode 19 zugeordnet. Die Zehnerdioden
19 haben den Zweck, die vorgegebene Spannung, die durch unterschiedliche aderliingen
und Querschnitte beeinflußt werden kann, möglichst konstant zu halten. Uber einen
der Schleifringe 12 wird die gesamte Überwachungseinrichtung mit Strom versorgt,
während ein zweiter Schleifring 11 die Verbindung zur Masse 16 herstellt, Der dritte
Schleifring 11 stellt die Verbindung zwischen dem Stromkreis der Signaleinrichtung
7 und dem Abschaltrelais 20 für den Antriebsstromkreis der Verseilmaschinenanlage
her.
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Die Anzahl der Relais 17 ist bestimmt von der anzahl der maximal zu
verseilenden Adern 15. Werden einmal weniger Adern 15 verseilt, dann müssen die
nicht beanspruchten Relais überbrückt erden. Zu diesem Zweck ist jedem Relais 17
ein
Überbrückungsschalter 21 zugeordnet. Die Überwachungseinrichtung funktioniert wie
folgt: Tritt irgendwo zwischen den Spulen 14 und Aufwickelspule 22 ein Aderriß auf,
dann wird der in der Signaleinrichtung 7 bestehende Stromkreis unterbrochen. Dadurch
wird auch das mit dem Stromkreis gekoppelte Abschaltrelais 20 stromlos und unterbricht
damit den Antriebsstromkreis des Verseilmaschinenantriebes. Anhand der jeder Ader
15 zugeordneten Kontrollampe 18 kann festgestellt werden, welche Ader 15 gerissen
ist. Diese Überwachungseinrichtung arbeit zuverlässig und sicher und ist relativ
einfach im Aufbau. Dadurch, daß die Signaleinrichtung 7 in das rotierende System
einbezogen wurde, sind im gegensatz zu. den bisherigen Ausführungen, bei denen je
Ader ein Schleifring benötigt wurde, nur drei Schleifringe unabhängig von der Anzahl
der Adern notwendig.
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Weiterhin besteht die Möglichkeit der örtlichen Überbrückung mittels
Schalter für die nicht angeschlossenen Relais, Genau der gleiche Effekt wird erreicht,
wenn an die Stelle der bei Relaisregelung schließenden Kontakte, die zum Zwecke
des Bewirkens einer abschaltung in Reihe geschaltet sind, parallel zu schaltende
öffnende Kontakte verwendet werden (Fig. 3). Für die Betätigen; der Kontrollampenl8
können sowohl öffnende als auch schließende Kontakte verwendet werden, abhängig
davon, ob der normale Betrieb oder der Störungsfall durch Aufleuchten angezeigt
werden soll.