DE2945339A1 - Verfahren und vorrichtung zum zuechten von biologischen substanzen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum zuechten von biologischen substanzenInfo
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Description
WUESTHOFF-v.PECHMANN-ttEHRENS-GOETZ
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MANDATAIRIS AC nt ti FREI l'oFFICB IUROfEIN DEI RREVETt
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Tokyo, Japan
Titel:
Verfahren und Vorrichtung zum Züchten von biologischen Substanzen.
030020/0892
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Verfahren und Vorrichtung zum Züchten von biologischen Substanzen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Züchten von biologischen Substanzen, beispielsweise
von Geweben, Zellen, Vakzinen, Viren u.dgl.
Im Zuge der Entwicklung von Kulturverfahren mit begastem
Brutschrank, also mit spezieller Gasatmosphäre, sind bisher verschiedene Züchtvorrichtungen vorgeschlagen worden.
Beispielsweise ist aus der US-PS 3 948 732 ein Kulturverfahren mit Vermehrung durch Einsaat bekannt, bei dem in
einem unter einer speziellen Gasatmosphäre gehaltenen Brütschrank ein Bohr aus gasdurchlässigem und flüssigkeiten
undurchlässigem Folytetrafluoräthylen angeordnet ist, zu züchtende Saatzellen an der Innenfläche des Rohres aufgebracht werden und eine Nährlösung durch das Rohr hindurchgeschickt wird. In der US-Patentschrift 3 839 155 ist ein anderes Einsaat-Kulturverfahren
offenbart, bei dem eine Vermehrungsvorrichtung verwendet
wird, in der mehrere Scheiben senkrecht und mit waagerechtem Zwischenabstand angeordnet sind. In diese Vermehrungs-
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vorrichtung wird in kleiner Menge soviel einer NährrÖBimg
eingefüllt, daß ein Teil dieser Scheiben eingetaucht ist, und an jeder der Scheiben werden zu vermehrende Zellen
aufgebracht, ausgestrichen und durch Drehen der Scheiben mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit gezüchtet.
Bei jeder der vorstehend erwähnten KuItürvorrichtungen
werden jedoch Gewebe oder Zellen über der gesamten Erstreckung einer Einsaatfläche über eine Zellgeneration vermehrt,
und da die gesamte FlächenerStreckung der Einsaatfläche
groß iet, wird zu Anfang eine vergleichsweise große Menge Zellen benötigt. Eine solche große Menge Zellen muß
jedoch durch eine vorausgehende Züchtung dargestellt werden, und eine solche Darstellung ist mit beträchtlichen Schwierigkeiten
verbunden. Ferner ist eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens verwickelt im Aufbau, hat große
Abmessungen und ist schwierig zu steuern. Außerdem ist das Sterilisieren des Abschnittes, wo die Zellen eingesät
werden, schwierig.
Als ein weiteres herkömmliches Kulturverfahren ist ein Roller-Plaschen-Kulturverfahren vorgeschlagen worden, das
durch eine schematische Zeichnung in Fig. 1 dargestellt ist und dessen Arbeitsschritte anhand eines Blockdiagramms
in Fig. 2 erläutert werden. Zuerst werden an einem in sterilem Zustand gehaltenen Arbeitsplatz 1 Saatzellen und eine
vorgegebene Menge einer Nährlösung in mehrere Kulturflaschen 2a, 2b, ... gegeben und die Kulturflaschen 2a, 2b
mit entsprechenden Stopfen dicht verschlossen. Sodann werden die Kulturflaschen 2a, 2b, ... in einen unter einer
speziellen Gasatmosphäre gehaltenen Brütschrank 3 eingesetzt und durch Entfernen der Stopfen geöffnet. Jede der
Kulturflaschen 2a, 2b, ... wird auf einem Paar drehbarer Rollen 4a, 4b angeordnet und mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit
so gedreht, daß die Zellen in ihnen zusammen mit der Nährlösung gedreht und bewegt und an den Innenwänden
der Kulturflaschen 2a, 2b, ... eingesät und vermehrt
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werden. Nach Beendigung der im voraus festgelegten Vermehrung
im Brütschrank 3 werden die Kulturflaschen 2a, 2b, ... mit den Stopfen wieder dicht verschlossen und zum
Arbeitsplatz 1 zurückgebracht, wo die gezüchteten Zellen in neue KuIturflaschen erneut eingesät werden.
Um die gezüchteten Zellen in neue Kulturflaschen einsäen zu können, muß zuerst aus den Kulturflaschen 2a, 2b, ...,
in denen die im voraus festgelegte Vermehrung durchgeführt wurde, die Nährlösung entfernt werden. Sodann werden die
an der Innenwand der Kulturflasche 2a, 2b, ... eingesäten und gezüchteten Zellen durch Einspritzen einer Pufferlösung
gewaschen. Nach dem Wegschaffen der Pufferlösung wird dann eine Enzymlösung, z.B. Trypsin o.dgl., eingespritzt, die
bewirkt, daß sich die eingesäten und gezüchteten Zellen von der Flaschenwand leicht ablösen lassen. Nach dem Entfernen
der Enzymlösung wird neue Nährlösung eingespritzt, die dann mittels einer Pipette wiederholt aufgesaugt und
abgegeben wird, so daß die gezüchteten Zellen von der Flaschenwand gelöst und in einzelne Zellen getrennt werden,
welche durch Umrühren bzw. Bewegen in der Nährlösung dispergiert werden. Die so erhaltene Zellenaufschlämmung wird
in eine oder mehrere neue Kulturflaschen weiter aufgeteilt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Kulturverfahren wird, wie vorstehend beschrieben, eine gewünschte Menge Zellen durch
Wiederholen der Einsaat und der Roller-Züchtung erhalten. Zum Neueinsäen von Zellen ist es jedoch notwendig, die
ZellenaufBchlammung umzufüllen in eine Kulturflasche von
größerem Fassungsvermögen als die, mit der die gerade beendete Vermehrung durchgeführt worden ist, oder es werden
mehrere Kulturflaschen von gleichem Fassungsvermögen wie die zuvor benutzte vorbereitet, in welche die Zellenaufschlämmung
mit jeweils gleicher Menge eingespritzt und aufgeteilt wird. Mit einem solchen Verfahren ist daher ein
Züchtungsvorgang umständlich, und es besteht die Möglichkeit, daß die Zellen beim Neueinsäen kontaminiert werden.
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Ferner ist es notwendig, die zu züchtenden Zellen zwischen dem Arbeitsplatz 1 und dem Brütschrank 3 umlaufen zu lassen,
so daß die Vorrichtung nachteilig große Abmessungen bekommt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die vorstehend beschriebenen verschiedenen Nachteile herkömmlicher Kulturverfahren
auszuschalten und ein Verfahren zu schaffen, mit dem sich ausgehend von einer kleinen Menge Saatgeweben und -zellen
in einfachen Arbeitsschritten und ohne jegliche Gefahr der Kontamination eine große Menge biologischer Gewebe und
Zellen züchten läßt, sowie eine Vorrichtung zur Züchtung biologischer Substanzen, die kleine Abmessungen hat und einfach
aufgebaut ist und bei einfacher Steuerung und mit einfachen Arbeitsschritten die biologischen Zellen oder Gewebe
wirkungsvoll zu vermehren vermag.
Diese Aufgabe ist mit dem Verfahren gemäß Anspruch 1 und der Vorrichtung gemäß Anspruch 6 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den zugehörigen Unteransprüchen
gekennzeichnet.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 3 ein Diagramm zur Verdeutlichung einer Ausführungsform des Kulturverfahrens gemäß der Erfindung,
Fig. 4 ein Blockdiagramm, in dem aufeinanderfolgende Arbeitsschritte des Kulturverfahrens gemäß der
Erfindung dargestellt sind,
Fig. 5 eine teilweise aufgeschnittene Schrägaußenansicht einer Ausführungsform einer Züchtvorrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 6 eine teilweise geschnittene Schrägansicht einer Ausführungsform eines Kulturgefäßes für die
Vorrichtung gemäß Fig. 5 und
Fig. 7 einen Querschnitt durch dasselbe Kulturgefäß.
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Bei dem in Pig. 3 und 4 dargestellten Verfahren werden die zu züchtenden biologischen Gewebe oder Zellen, nachfolgend
als Zellen bezeichnet, zusammen mit einer Nährlösung in einem Kulturgefäß 10 aufbewahrt. Das beim gezeigten Beispiel
als Flasche auegebildete Kulturgefäß 10 wird dann zuerst
an einem in sterilem Zustand gehaltenen Arbeitsplatz 11 geöffnet, und nach dem Entfernen der alten Nährlösung aus
dem Kulturgefäß 10 wird dessen Innenseite mit einer Pufferlösung bespült. Danach wird mit Trypsin eine Enzymbehandlung
vorgenommen, um das Ablösen der an der Innenwand dee Kulturgefäßes 10 eingesäten Zellen zu erleichtern. Nach dem Entfernen des Trypsins wird in nahezu der gleichen Menge wie
die zuvor weggeschaffte Nährlösung eine neue Nährlösung in das Kulturgefäß 10 eingespritzt und mit einer Pipette 12
bewegt, und werden die Zellen abgelöst, getrennt und in der Nährlösung dispergiert. Danach wird die Zellenaufechlämmung in je einer bestimmten Menge auf mehrere andere
Kulturgefäße aufgeteilt; in eines davon wird weitere neue Nährlösung eingespritzt und die Aufschlämmung wird auf
eine im voraus festgelegte Zellenkonzentration verdünnt. Sodann wird die so verdünnte Zellenaufschlämmung, die
Probelösung, in ein Kulturgefäß 13 umgefüllt.
Das Kulturgefäß 13 verfügt über eine im voraus festgelegte Einsaatfläche, und in seinem Innern wird eine spezielle
Gasatmosphäre aufrechterhalten, die beim gezeigten Beispiel durch einen C02-Anteil von 5#, Luft 95#, Feuchtigkeit 100J&
und eine Temperatur von 37 *C bestimmt ist. Das KuIturgefäß 13 hat ferner einen Einlaß 17 zum wahlweisen Einspritzen oder Einleiten der schon genannten Probelösung,
von Nährlösung aus einem Behälter 14, Pufferlösung aus einem Behälter 15 und Enzymlösung aus einem Behälter 16
sowie einen Auslaß 18 zum wahl weisen Entfernen bzw. Ausleiten dieser Lösungen.
Zuerst wird über den Einlaß 17 eine solche Menge der genannten Probelösung in das Kulturgefäß 13 eingespritzt, daß ein
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Teil der Einsaatfläche eingetaucht ist; nach dem Bewegen oder unmittelbar nach dem Einspritzen läßt man die Züchtung
bei unbewegter oder stationärer Kultur beginnen. Der Einsaat- und Vermehrungszustand der Zellen an einem Teil der
Einsaatfläche im Kulturgefäß 13 wird mit einer Vermehrungsstatus-Peststellvorrichtung
19, beispielsweise mit einem Mikroskop u.dgl., festgestellt. Nachdem mit der Feststellvorrichtung
19 die Beendigung einer im voraue festgelegten Vermehrung an der Einsaatfläche festgestellt worden ist,
wird die im Kulturgefäß 13 benutzte Nährlösung über den Auslaß 18 entfernt. Danach wird Pufferlösung aus dem Behälter
15 eingespritzt, um die an der Einsaatfläche gezüchteten Zellen zu waschen, und dann ausgeleitet. Sodann wird aus dem
Behälter 16 Enzymlösung eingespritzt, um das Ablösen der eingesäten Zellen von der Einsaatfläche zu erleichtern.
Nach dem Entfernen der Enzymlösung wird ,neue Nährlösung aus dem Behälter 14 eingespritzt, und werden dann die Zellen
von der Einsaatfläche abgelöst und in einzelne Zellen getrennt, die dann in der Nährlösung dispergiert werden. In
diesem Falle können die Zellen und die Nährlösung bewegt werden, beispielsweise durch Drehen oder Schütteln der Einsaatfläche
im Kulturgefäß 13· Die Menge der aus dem Behälter 14 neu eingespritzten Nährlösung wird so gewählt, daß die
Zellenkonzentration nahezu gleich ist mit der in der anfänglichen Saatzellenaufschlämmung. Diese Zellenkonzentration
kann vor, während oder nach dem Bewegen eingestellt werden.
Danach werden in demselben Kulturgefäß 13 an den vermehrten
Zellen nacheinander die vorstehend beschriebenen Arbeits-Bchritte wiederholt, also Züchtung bei stationär gehaltener
Kultur - Feststellung des Vermehrungsstatus - Wegschaffen der Nährlösung - Behandlung mit Pufferlösung Behandlung
mit Enzym - Einspritzen von Nährlösung - Bewegen. Daraus ergibt sich für die anfänglich injizierten Zellen
eine Aufeinanderfolge von Züchtungsvorgängen, mit denen sich eine starke Vermehrung der Zellen erzielen läßt.
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Gemäß dem beschriebenen Verfahren läßt sich also eine gewünschte Zahl aufeinanderfolgender Züchtungsvorgänge in
einem einzigen Kulturgefäß durchführen, ohne daß eine künstliche Neueinsaat vorgenommen wird. Folglich genügt
als "Saatgut" eine kleine Menge vpn Zellen, und es besteht
keine Möglichkeit der Kontamination. Ba außerdem verschiedene Beehandlungen in ein und demselben Kulturgefäß durchgeführt
werden, lassen sich homogen entwickelte Zellen erhalten, und ist der Vorgang vergleichsweise einfach.
Außerdem ist es bei dem beschriebenen Verfahren von Vorteil, wenn zur Züchtung von zu vermehrenden Zellen die Einsaatfläche
im Kulturgefäß leicht bewegt wird. Daneben ist es vorteilhaft, wenn nach dem Verdünnen der vermehrten Zellen
auf eine im voraus festgelegte Konzentration mittels einer Nährlösung die Zellenauf schlämmung über den Auslaß 18 und
den Einlaß 17 umgewälzt wird. Auf diese Weise werden die vermehrten Zellen und die Nährlösung zwangläufiger und
gleichmäßiger bewegt, so daß eine Zellenaufschlämmung mit
einheitlichem p„ -Wert und somit homogen entwickelte Zellen
erhalten werden können. Ferner wird bei dem beschriebenen Verfahren in dem Zeitpunkt, wo die Zellen sich über die
gesamte Einsaatfläche vermehrt haben oder einen gewünschten Vermehrungsstatus erreicht haben, die sukzessive oder Kettenzüchtung
gestoppt, und die Zellen können zu diesem Zeitpunkt über den Auslaß 18 entsprechend den vorstehend beschriebenen
Arbeitsschritten ähnlichen Behandlungsschritten entfernt werden.
Gemäß Fig. 5, die den wesentlichen Teil einer Ausführungsform einer Zuchtvorrichtung zeigt, hat ein Kulturgefäß 30 eine
Vielzahl, beim gezeigten Beispiel 64 drehbare scheibenförmige Einsaatplatten 31» die durch nicht gezeichnete Abstandsstücke
mit vertikalem Zwischenabstand und waagerecht angeordnet sind. Die Einsaatplatten 31 sind mit einer Antriebswelle
32 lösbar drehfest verbunden und von einem Motor 33 drehantreibbar. An seinem oberen Teil weist das Kultur-
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gefäß 30 einen Einlaß 35 für die Flüssigkeitszufuhr auf, ein Atmosphärensteuerventil 36, einen Gasauslaß 37 und eine
Sterilisiervorrichtung 38. Mit dem Einlaß 35 lassen sich wahlweise eine Probelösung einspritzen, die durch Aufschlämmen
anfänglich vorhandener Zellen mit einer vorbestimmten Konzentration in einer Nährlösung hergestellt wurde,
und chemische Lösungen aus einem Behälter 41 für Nährlösung, einem Behälter 42 für Pufferlösung und einem Behälter 43
für Enzymlösung. Die Probelösung wird durch eine nicht gezeichnete selbsttätige Dichtvorrichtung hindurch eingespritzt,
beispielsweise durch einen Stopfen aus Kautschuk o.dgl., und durch eine Vorwärmevorrichtung 44, wogegen die
chemischen Lösungen aus den Behältern 41, 42 und 43 über ein nicht gezeichnetes Ventil, einen nicht gezeichneten
Filter und die Vorwärmevorrichtung 44 eingespritzt werden.
Das Atmosphärensteuerventil 36 ist über einen nicht gezeichneten Filter und ein Ventil an einen Zylinder 50 für
COp-Gas angeschlossen und leitet COp und Luft im richtigen
Mischungsverhältnis (CO2: 5$, Luft: 95#) ein, um die in
das Kulturgefäß 30 eingespritzte Nährlösung auf einem konstanten
p„-Wert zu halten. Der Gasauslaß 37 leitet das nach dem Sterilisieren zurückgebliebene Gas oder die während
der Züchtung zugeführte Luft über ein nicht gezeichnetes Ventil und einen Filter aus. Die Sterilisiervorrichtung 38
ist über einen nioht gezeichneten Filter und ein Ventil an ein Sterilisiergerät, wie z.B. einen Äthylenoxidgaserzeuger,
angeschlossen und dient zum Sterilisieren, vor Beginn des Züchtungsvorganges, des Teiles des Kulturgefäßes 30 o.dgl.,
an dem Zellen eingesät werden sollen.
Das Kulturgefäß 30 hat eine Bodenplatte 30a,an der ein
Flüssigkeitsauslaß 51 ausgebildet ist, aus dem sich mittels einer Pumpe 52 und eines Ventils 53 die im Verlaufe der
Züchtung in das Kulturgefäß 30 eingespritzte Lösung wahlweise ausleiten oder rückgewinnen läßt und der zusammen mit
der Pumpe 52, einem Ventil 54, der Vorwärmevorrichtung 44 und dem Einlaß 35 zum Umwälzen der Zellenaufschlämmung nach
Erreichen einer vorbestimmten Vermehrung dient.
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Sas Kulturgefäß 30 weist in einer Seitenwand 30b eine nicht gezeichnete Heizvorrichtung auf, die dazu dient, mit Steuerung durch ein Temperatur steuergerät 55 im Innern des Kulturgefäßes 30 eine vorbestimmte Temperatur (37 *C) zu halten.
Ferner ist in einen Flüssigkeitströmungsweg zwischen der Pumpe 52 und dem Einlaß 35 für die Flüssigkeitszufuhr ein
Beobachtungsgerät 56 eingebaut, mit obm sich auf fotoelektrischem Wege oder durch Verarbeiten von Bildinformationen
eine Kultur- bzw. Fopulationsdichte der Zellenaufschlämmung
nach einer vorbestimmten Vermehrung feststellen läßt. Im Kulturgefäß 30 sind an der Einsaatplatte 31 mehrere nicht
gezeichnete Vorrichtungen angeordnet, nämlich eine Feststellvorrichtung zum Feststellen des Vermehrungsstatus der
Zellen und eine Abtastvorrichtung zum Steuern der Gasatmosphäre und der Temperatur im KuI tür ge faß 30 und dee
Pjj-Wertes der Nährlösung, die mit einem Steuergerät, beispielsweise mit einem Kleinrechner o.dgl., zusammenwirken,
das ausgehend von Informationen, die von den genannten Feststell- oder Abtastvorrichtungen und vom Beobachtungsgerät
geliefert werden, durch Betätigen der verschiedenen Ventile die Züchtungsarbeitsschritte steuert. Die Feststellvorrichtung für den Vermehrungsstatus kann von einem Objektiv
beispielsweise eines vertikalen Mikroskops gebildet sein, das im Kulturgefäß 30 lösbar angeordnet ist.
Anhand eines Beispiels werden nachfolgend in der Reihenfolge ihres Ablaufes die Arbeitsschritte beim Züchten von
Zellen mit der Vorrichtung gemäß Fig. 5 bis 7 beschrieben.
1) Alle Ventile, mit Ausnahem des der Sterilisiervorrichtung 38 zugeordneten Ventils, sind geschlossen; die
Sterilisiervorrichtung 38 wird zum Sterilisieren des
Innenraumes des Kulturgefäßes 30 betätigt.
2) Nach zeitlich ausreichender Sterilisierung wird die zurückgebliebene Luft über den Gasauslaß 37 ausgeleitet
(gilt für das Sterilisieren mit Äthylenoxidgas).
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3) Über den Einlaß 35 für die Flüssigkeitszufuhr wird in das Kulturgefäß 30 eine anfängliche Probelösung eingespritzt,
die eine kleine Menge Saatzellen enthält.
4) Mit der Pumpe 45, dem zugehörigen Ventil und Filter und der Vorwärmevorrichtung 44 wird aus dem Behälter
41 Nährlösung über den Einlaß 35 in einer Menge eingespritzt, die ausreichend ist, um die Zellen in der
eingespritzten Probelösung sich mit einem vorbestimmten Vermehrungsfaktor entwickeln zu lassen, der, wie
weiter unten erläutert, 4 beträgt. Außerdem reicht bei diesem Beispiel die Menge der Nährlösung aus, damit
die unterste Einsaatplatte 31 in die Nährlösung eingetaucht
ist, und ist die Menge der Saatzellen so gewählt, daß sie etwa ein Viertel der Fläche der Oberseite
dieser Einsaatplatte 31 bedecken. In diesem Falle ist daher die Züchtung beendet, sobald die Zellen
an der Oberseite der untersten Einsaatplatte 31 eine dicht gepackte Monoschicht bilden. Die Zellen lassen
sich an der Oberseite der Einsaatplatte 31, die beispielsweise
aus Titan, Polytetrafluoräthylen oder Hartglas hergestellt ist, leicht einsäen, wogegen sie sich
an der Unterseite der Einsaatplatte 31 und an der Bodenplatte 30a des Kulturgefäßes 30 kaum ausstreichen lassen.
Das Kulturgefäß 30 ist aus einem Werkstoff, beispielsweise rostfreiem Stahl, an dem die Zellen kaum eingesät
werden können. Eine Zellenkolonie, die sich an der Unterseite der Einsaatplatte 31 und an der Bodenplatte
30a entwickelt hat, kann daher vernachlässigt werden.
5) Der Motor 33 wird eingeschaltet, um die Einsaatplatte 31 zu drehen und die Zellen in der Nährlösung gleichmäßig
zu verteilen.
6) Die Züchtung bei stationär gehaltener Kultur wird durchgeführt durch Beibehalten der richtigen Gasatmosphäre,
Temperatur und Feuchtigkeit im Kulturgefäß 30 und des richtigen pH-Wertes der Nährlösung und bis sich die
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Zellen über der gesamten Oberseite der untersten Einsaatplatte 31 angesiedelt und vermehrt haben.
7) Mit der Abtastvorrichtung für den Vermehrungsstatus wird die Vermehrung der Zellen über die gesamte Einsaatplatte 31 festgestellt.
8) Mit der Pumpe 52 und dem Ventil 53 wird über den Flüssigkeitsauslaß 51 die alte Nährlösung entfernt.
9) Mit der Pumpe 46, dem zugehörigen Ventil und Filter und der Vorwärmevorrichtung 44 wird über den Einlaß
Pufferlösung aus dem entsprechenden Behälter 42 eingespritzt, um die Zellen, die sich angesiedelt und entwickelt haben, damit zu waschen. Danach wird die Lösung
auf demselben Weg wie beim Arbeitsschritt (8) ausgeleitet.
10) Mit äsr Pumpe 47, dem zugehörigen Ventil und Filter und
der Vorwärmevorrichtung 44 wird über den Einlaß 35 Enzymlösung, beispielsweise Trypsin, aus dem entsprechenden Behälter 43 eingespritzt, um das Ablösen der sich
angesiedelt und vermehrt habenden Zellen von der Einsaatplatte 31 zu erleichtern. Danach wird die Lösung
auf demselben Wege wie beim Arbeitsschritt (8) ausgeleitet.
11) Auf demselben Wege wie beim Arbeitsschritt (4) wird aus dem Behälter 41 Nährlösung in das Kulturgefäß 30
eingespritzt, während der Motor 33 eingeschaltet ist, um die Einsaatplatte 31 mit hoher Geschwindigkeit zu
drehen. Dadurch werden die angesiedelten Zellen von der Einsaatplatte 31 abgelöst, bewegt, getrennt und in
der Nährlösung dispergiert. In diesem Falle wird die Menge der Nährlösung auf das 4fache der im Arbeitsschritt (δ) entfernten Nährlösungsmenge erhöht, da als
Vermehrungs- oder Wachstumsfaktor der Faktor 4 gewählt ist, oder die Nährlösung wird mit der 4fachen Menge
eingespritzt und bewegt. Eine vorteilhafte andere Möglichkeit besteht darin, die Zellen mit einer geringeren
Menge der Nährlösung zu bewegen und die Restmenge
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Nährlösung dann danach einzuspritzen. Dabei sind dann die untersten vier Einsaatplatten 31 in die Lösung
eingetaucht.
12) Die Zellenaufschlämmung im KuItürgefaß 30 wird über den
Flüssigkeitsauslaß 51, die Pumpe 52, das Ventil 54, die Vorwärmevorrichtung 44 und den Einlaß 35 umgewälzt.
13) Die Arbeitsschritte (6) bis (12) werden nacheinander
wiederholt, wobei die Zellen an allen 64 Einsaatplatten 31 eingesät und vermehrt werden.
14) Die Arbeitsschritte (8) bis (12) werden nacheinander
wiederholt, und die Zellenaufschlämmung, die eich in einem vorbestimmten Maße vermehrt hat, nämlich, beim
gezeigten Beispiel, um das 256fache der anfänglichen
Zellenmenge, wird auf demselben Wege rückgewonnen. Außerdem entspricht in diesem Falle die Menge der Nährlösung
etwa dem Ifachen Betrag des Vermehrungsfaktors.
Gemäß dem vorstehend beschriebenen Beispiel wird die Zellenaufschlämmung
nach der Vermehrung durch das Kulturgefäß 30 umgewälzt, so daß die Bewegung zwangläufiger und der p„-Wert
der Nährlösung einheitlicher wird. Ferner wird als Sterilisiergerät ein Äthylenoxidgaserzeuger o.dgl. verwendet, so
daß sich die Sterilisierung bequem und vorteilhaft durchführen läßt.
Mit der vorstehend beschriebenen Brutvorrichtung werden
Zellen in aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten in ein und demselben Kulturgefäß vermehrt, so daß nicht nur die aufeinanderfolgenden
Entwicklungsschritte durchgeführt werden können, sondern auch die Vorrichtung mit kleinen Abmessungen
und einfachem Aufbau ausbildbar ist. Folglich läßt sich mit einer einzigen Vorrichtung aus einer kleinen Menge Zellen
eine große Menge Zellen kontinuierlich darstellen, wird die Steuerung vergleichsweise einfach und läßt sich auch eine
Automatisierung leicht durchführen. Ferner werden die Zellen im Verlaufe der aufeinanderfolgenden Entwicklungsschritte
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nicht aus dem Kulturgefäß herausgenommen, bo daß ohne Gefahr einer Kontamination homogene Zellen erhalten werden
können.
Die Vorrichtung kann eine Vielzahl von Einsaatplatten aufweisen, die schirmförmig mit schräger Fläche ausgebildet
sind. Daneben ist es von Vorteil, wenn die Zellen durch Drehen der Einsaatplatten mit kleiner Geschwindigkeit vermehrt werden. Durch Bewegen und Drehen in der Nährlösung
können auf diese Weise die an der Oberseite der Einsaatplatten anhaftenden Zellen stets mit einer neuen Nährlösung
in Berührung gebracht werden. Folglich läßt sich der Wachstumseffekt verbessern. Ferner ist es nicht immer notwendig,
nach dem Trennen und Dispergieren der sich vermehrt habenden Zellen in einer neuen Nährlösung die Z eil enauf schlämmung
umzuwälzen. Außerdem ist der Vermehrungsgrad nicht auf das 4fache beschränkt, sondern es kann jeder beliebige Wachstumsfaktor, wie z.B. 2, 8 o.dgl., gewählt werden, und es
besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Einsaatplatten dementsprechend zu ändern. Ferner läßt sich die Zellenaufschlämmung aus dem Kulturgefäß rückgewinnen, sobald sich
die Zellen auf eine beliebig festgelegte Menge vermehrt haben.
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L e e r s e i t e
Claims (17)
1. Verfahren zum Züchten von biologischen Substanzen,
beispielsweise von Geweben, Zellen, Vakzinen, Viren u.dgl., in einem im wesentlichen geschlossenen Kulturgefäß mit
einer Einsaatfläche, dadurch gekennzeichnet,
daß
a) in das KuI tür ge faß (30) eine vorgegebene kleine Menge
biologischer Substanzen zusammen mit einer vorgegebenen Menge einer Nährlösung so hoch eingefüllt wird, daß ein
im voraus festgelegter Abschnitt der Einsaatfläche (Einsaatplatte 31 ) in die Nährlösung eingetaucht ist, in der
die biologischen Substanzen dispergiert sind,
b) die biologischen Substanzen an dem eingetauchten Abschnitt der Einsaatfläche (31) vermehrt werden, wobei die Atmosphäre
im Innern der Kulturgefäßes (30) in einer gewünschten Weise gesteuert wird,
c) in das Kulturgefäß (30) ein Agens eingeführt wird, das das Ablösen der vermehrten biologischen Substanzen vom
eingetauchten Abschnitt der Einsaatfläche (31) erleichtert und danach ausgeleitet wird, und
d) in das Kulturgefäß (30) eine Nährlösung eingeführt wird, um die abgelösten biologischen Substanzen darin gleichmäßig
zu dispergieren,
wobei die Arbeitsschritte (b), (c) und (d) nacheinander wiederholt werden und dabei die Menge der in das Kulturgefäß
(30) einzuführenden Nährlösung entsprechend einem Vermehrungegrad der biolgoischen Substanzen allmählich erhöht
und die Fläche des in die Aufschlämmung einzutauchenden Abschnitts der Einsaatfläche (31) allmählich vergrößert
wird.
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2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Arbeitsschritten (b)
und (c) die benutzte Nährlösung ausgeleitet wird und die vermehrten Substanzen mit einer Pufferlösung gewaschen
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Agens zur Erleichterung des Ablösens der vermehrten Substanzen von der Einsaatfläche (31)
ein Enzym verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Arbeitsschritten (c)
und (d) die Einsaatfläche (31) mechanisch bewegt wird, um das Ablösen der vermehrten Substanzen von ihr zu fördern.
5 · Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Arbeitsschritten (b)
und (c) der Vermehrungsstatus der biologischen Substanzen, die an der Einsaatfläche (31) gezüchtet worden sind,
festgestellt wird.
6. Verrichtung zum Züchten von biologischen Substanzen,
beispielsweise von Geweben, Zellen, Vakzinen, Viren u.dgl., gekennzeichnet durch ein Kulturgefäß (30),
das einen im wesentlichen geschlossenen Kulturraum bildet, eine Welle (32), die im Kulturgefäß (30) um eine ungefähr
vertikale Achse drehbar angeordnet ist, eine Vielzahl von scheibenähnlichen Einsaatplatten (31)» die an der Welle
(32) im wesentlichen waagerecht und mit vertikalem Zwischenabstand befestigt* sind, einen Auslaß (51) am unteren Teil
des Kulturgefäßes (30), einen Einlaß (35) am oberen Teil des Kulturgefäßes (30), eine Flüssigkeitaubertragungsvorrichtung zum wahlweisen Ein- und Ausleiten einer
Flüssigkeit in und aus dem Kulturgefäß (30) über den Einlaß, (35) bzw. den Auslaß (51), und eine Vorrichtung
(Motor 33) ?um wahlweisen Drehantreiben der Welle (.32.) und der Einsaatplatten (31) um die vertikale Achse.
030020/0892
■λ /3
- 3 - 52
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zum Überprüfen des
Zustandee der an den Einsaatplatten (31) vermehrten biologischen
Substanzen vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung zum Umwälzen der
Flüssigkeit im Kulturgefäß (30) durch den Einlaß (35) und den Auslaß (51) vorgesehen ist.
Flüssigkeit im Kulturgefäß (30) durch den Einlaß (35) und den Auslaß (51) vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwälzvorrichtung eine Pumpe (52)
aufweist, deren Einlaß über ein Rohr mit dem Auslaß (31)
und der Auslaß über ein Rohr mit dem Einlaß (35) verbunden ist.
und der Auslaß über ein Rohr mit dem Einlaß (35) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß eine Vorrichtung (Beobachtungsgerät 56) vorgesehen ist zum Peststellen der biologischen
Substanzen, die in der durch das Rohr strömenden Nährlösung dispergiert sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorwärmevorrichtung (44) vorgesehen
ist zum Erwärmen der Flüssigkeit, die über den
Einlaß (35) in das Kulturgefäß (30) eingeleitet werden soll.
Einlaß (35) in das Kulturgefäß (30) eingeleitet werden soll.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kulturgefäß (30) aus einem Werkstoff
ist, an dem sich die biologischen Substanzen schlecht einsäen lassen, und die Einsaatplatten (31) aus einem
Werkstoff sind, auf dem sich die Substanzen ohne weiteres in eine Honoschicht ausstreichen lassen.
Werkstoff sind, auf dem sich die Substanzen ohne weiteres in eine Honoschicht ausstreichen lassen.
13· Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (38) zum Sterilisieren
des Innenraumes des Kulturgefäßes (30) und der Einsaatplatten (31) vorgesehen iat.
030Ό20/&892
- 4 - 52
14. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (Ventil 36) zum
Steuern einer Gasatmosphäre im Innern des Kulturgefäßes
(30) vorgesehen ist.
Steuern einer Gasatmosphäre im Innern des Kulturgefäßes
(30) vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vorrichtung (Temperatursteuergerät
55) zum Steuern der Temperatur im Innern des Kulturgefäßes (30) vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß eine Vorrichtung (Zylinder 50,
Ventil 36) zum Steuern eines p„-Wertes der Nährlösung
vorgesehen ist.
Ventil 36) zum Steuern eines p„-Wertes der Nährlösung
vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Teil des Kulturgefäßes (30)
ein Auslaß (37) zum Ausleiten des Gases aus dem Kulturgefäß (30) vorgesehen ist.
&3QQ20/0&92
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