DE2838354C2 - - Google Patents
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- DE2838354C2 DE2838354C2 DE2838354A DE2838354A DE2838354C2 DE 2838354 C2 DE2838354 C2 DE 2838354C2 DE 2838354 A DE2838354 A DE 2838354A DE 2838354 A DE2838354 A DE 2838354A DE 2838354 C2 DE2838354 C2 DE 2838354C2
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B83/00—Vehicle locks specially adapted for particular types of wing or vehicle
- E05B83/16—Locks for luggage compartments, car boot lids or car bonnets
- E05B83/24—Locks for luggage compartments, car boot lids or car bonnets for car bonnets
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- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sperrvorrichtung für
das Motorhaubenschloß von Kraftfahrzeugen der im Oberbe
griff des Anspruchs 1 genannten Art.
Es ist eine Sperrvorrichtung dieser Art bekannt (DE-PS
5 79 191), bei der das Motorhaubenschloß aus vertikal ge
richteten Zapfen an der Motorhaube einerseits und aus die Zapfen
aufnehmenden Vertiefungen in beidseitigen Riegeln anderer
seits besteht. Dieses Motorhaubenschloß weist einen Betäti
gungshebel in Form eines um eine horizontale Achse schwenk
bar gelagerten Hebels auf, dem ein Stellglied in Form eines
quer dazu gerichteten Bolzens zugeordnet ist, der in Rich
tung zur Fahrzeugtür vorsteht und durch Öffnen und/oder
Schließen der Fahrzeugtür gegen die Wirkung einer Feder
translatorisch bewegbar ist. Dieses Stellglied ist dem
Betätigungshebel derart zugeordnet, daß das Stellglied bei
geschlossener Fahrzeugtür durch diese in eine Sperrstellung
unter Sperrung des Motorhaubenschlosses und bei geöffneter
Fahrzeugtür, aufgrund der federelastischen Rückstellung
durch die Feder, in eine Freigabestellung verschiebbar ist,
in der das Motorhaubenschloß freigegeben ist. Ferner ist bei
dieser bekannten Sperrvorrichtung vorgesehen, diese Funktion
durch Verschieben einer Platte innerhalb der Fahrzeugtür der
art zunichte zu machen, daß eine in der Platte enthaltene
Öffnung dann in Höhe des Stellgliedes steht und das Stell
glied beim Schließen der Tür durch diese Öffnung hindurch
in einen Freiraum eingreifen kann, so daß es nicht mehr beim
Schließen der Tür von der Stirnseite der Tür beaufschlagt
wird. Diese andere Funktion soll es ermöglichen, das Motor
haubenschloß auch bei geschlossener Fahrzeugtür öffnen zu
können.
Die vorgenannte Sperrvorrichtung ist außerordentlich kompli
ziert. Sie erfordert Maßnahmen im Bereich der beidseitigen
Längsträger des Fahrzeuges, wo die horizontal verschiebbaren
Riegel zu plazieren und für die Längsbewegung zu führen sind.
Das von der Fahrzeugtür beaufschlagte Stellglied in Form des
Bolzens wirkt hier durch direkte getriebliche Ankopplung an
den Betätigungshebel des Motorhaubenschlosses als direktes
Betätigungsglied dieses Schlosses. Bei den heute üblichen
Motorhaubenschlössern dagegen ist das Schloß der Motorhaube
zugeordnet, wobei zum Schloß ein Seilzug oder sonstiger
Stellmechanismus gehört, der bis zum im Fahrzeuginneren be
findlichen Betätigungshebel reicht. Wollte man die bekannte
Sperrvorrichtung vorgenannter Art auf eine solche zeitgemäße
Ausbildung eines Motorhaubenschlosses übertragen, so würde
dies bedeuten, daß man das eine Ende des Stellgliedes in
Form des Bolzens gelenkig direkt mit dem im Fahrzeuginneren
befindlichen Betätigungshebel z. B. des Bowdenzuges verbindet
oder das Ende des Bowdenzuges gleich mit diesem Stellglied
verbindet. Immer dann, wenn die Fahrzeugtür geöffnet wird,
würde dann das Motorhaubenschloß ebenfalls zum Öffnen frei
gegeben. Beim Schließen der Fahrzeugtür würde das Motor
haubenschloß geschlossen.
Eine solche bekannte Sperrvorrichtung läßt zwar bei geschlos
sener Fahrzeugtür unbefugte Manipulationen mit dem Zweck
nicht zu, das geschlossene Motorhaubenschloß unbefugt zu
öffnen. Jedoch hat diese Sperrvorrichtung den Nachteil, daß
auch der Fahrzeugführer dann, wenn die Fahrzeugtür geschlos
sen ist, das Motorhaubenschloß nicht entriegeln oder ver
riegeln kann. Die bekannte Sperrvorrichtung ist somit in
hohem Maße unpraktisch und beim heutigen Stand der Fahrzeug
technik absolut unbrauchbar. Gefordert wird heute vielmehr
zumindest eine Verriegelung des Motorhaubenschlosses, die
vom Fahrzeuginneren her über einen dortigen Betätigungshebel
vom Fahrzeugführer entriegelt werden kann und z. B. nach Auf
klappen der Motorhaube durch Schließen dieser eine selbst
tätige Verriegelung erfährt. Dann aber stellen sich für einen
solchen, im Fahrzeuginneren frei erreichbaren Betätigungs
hebel als Teil des Motorhaubenschlosses die Probleme, daß
dieser Betätigungshebel im Fahrgastraum in unbefugter Weise
zum Öffnen des Motorhaubenschlosses betätigt werden kann,
sobald unbefugt Zugang zum Fahrzeuginneren geschaffen worden
ist, z. B. dann, wenn die Fensterscheiben ausgehoben, auf
gebrochen oder eingeschlagen und/oder die Fahrzeugtüren auf
gebrochen werden. Die Motorhaube läßt sich dann unbefugt
öffnen, so daß Diebstähle aus dem Motorbereich möglich sind,
z. B. von Batterien und sonstigen Teilen aus dem Motorbereich.
Etwaige Diebstahlsicherungseinrichtungen, deren wesentliche
Teile sich meist im Motorbereich befinden, könnten dann auch
außer Funktion gesetzt werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sperrvorrich
tung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Art so
auszubilden, daß diese hinsichtlich des im Fahrgastraum be
findlichen Betätigungshebels gegen unbefugtes Öffnen bei ge
schlossenen Fahrzeugtüren gesichert ist und dadurch eine
wirksame Diebstahlsicherung für das Motorhaubenschloß ge
schaffen ist.
Die Aufgabe ist bei einer Sperrvorrichtung der eingangs ge
nannten Art erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeich
nungsteil des Anspruchs 1 gelöst. Durch diese wird erreicht,
daß der im Fahrzeugraum befindliche Betätigungshebel nur bei
geöffneter Fahrzeugtür zur Betätigung in seine Öffnungs
stellung und damit zum Öffnen des Motorhaubenschlosses frei
gegeben ist. Das Motorhaubenschloß kann also nur bei
geöffneter Fahrzeugtür durch Angriff am Betätigungshebel
geöffnet werden. Einem unbefugten Öffnen des Motorhauben
schlosses von außen her oder auch dadurch, daß die Fenster
scheiben, bei nach wie vor geschlossener Fahrzeugtür, ausge
hoben, aufgebrochen oder eingeschlagen werden, ist somit
in einfacher Weise entgegengewirkt. Die Sperrvorrichtung
ist überdies besonders einfach und billig, so daß deren
Einbau nur einen geringen Mehraufwand bedeutet, der im
Vergleich zum erreichbaren, hohen Diebstahlschutz nicht
ins Gewicht fällt.
Bekannt ist ferner eine Sperrvorrichtung für das Motorhauben
schloß (DE-OS 21 16 131), bei der das Motorhaubenschloß in
üblicher Weise gestaltet ist und eine übliche Seilzugver
riegelung aufweist. Der Zugknopf dieser, der zum Öffnen
dient, ist in den Rahmen des Fahrzeuges im Bereich der
vorderen Tür eingebaut. Er läßt sich nur bei geöffneter Tür
betätigen, nachdem man eine zusätzliche Sperre gelöst hat.
Dann springt dieser Zugknopf, durch eine Feder belastet,
von selbst griffbereit aus dem Fahrzeugrahmen heraus und
kann nun zur Betätigung des Seilzuges erfaßt werden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus Anspruch 2. Dadurch sind
zwei Gestaltungsmöglichkeiten erschlossen. Bei der einen steht das Sperr
glied nur in seiner Sperrstellung, die bei geschlossener Fahrzeugtür erreicht
ist, in die Schwenkbahn des Betätigungshebels hinein vor, während das Sperr
glied in seiner Freigabestellung, die bei geöffneter Fahrzeugtür eingenommen
wird, nicht in die Schwenkbahn des Betätigungshebels hineinragt. Bei der
anderen Gestaltung hingegen ragt das Sperrglied nicht nur in seiner Sperr
stellung, sondern auch in seiner Freigabestellung in die Schwenkbahn des Be
tätigungshebels hinein, wobei es jedoch dann, wenn es in seiner Freigabestel
lung steht, sich in Schwenkrichtung des Betätigungshebels in so großem Abstand
von letzterem befindet, daß der Betätigungshebel von der Schließstellung in
seine Öffnungsstellung geschwenkt werden kann. Diese zuletzt beschriebene
Gestaltung schafft zugleich die Voraussetzungen dafür, daß bei solchen Be
tätigungseinrichtungen für das Motorhaubenschloß, bei denen der Betätigungs
hebel nicht nur zum Öffnen, sondern auch zum Schließen des Motorhauben
schlosses geschwenkt werden muß, das Schließen des Motorhaubenschlosses
selbsttätig mit Schließen der Fahrzeugtür erfolgt.
Eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus Anspruch 3, sowie
in besonderer Ausgestaltung aus Anspruch 4. Bei letzterer verläuft die Schwenk
achse des Schwenkhebels quer, z. B. im wesentlichen rechtwinklig, zu derjeni
gen des Betätigungshebels im Fahrgastraum. Dann kann es von Vorteil sein,
wenn die Ausgestaltung eines solchen Schwenkhebels entsprechend den Ansprü
chen 5, 6 und/oder 7 gewählt ist. Hierbei steht der Sperrschenkel des als
Schwenkhebel gestalteten Sperrgliedes nur dann in die Schwenkbahn des Be
tätigungshebels hinein vor, wenn die Fahrzeugtür geschlossen ist und dann
über die gegen ihre Federbelastung eingeschobene Schubstange der Schwenk
hebel mit seinem Sperrschenkel in die Sperrstellung gebracht ist, in der der
Sperrschenkel etwa fahnenartig durch den Schlitz im Blech des Seitenteiles
des Fahrzeuges hindurch und hinter dem Rücken des Betätigungshebels so an
greift, daß letzterer gegen eine Schwenkbewegung in Öffnungsrichtung ge
sichert und blockiert ist. Beim Öffnen der Fahrzeugtür hingegen wird die
Schubstange über ihre Federbelastung im Bereich der scharnierseitigen Tür
öffnung in letztere hinein um das Überstandsmaß vorgeschoben, so daß da
durch der Schwenkhebel in seine Freigabestellung geschwenkt wird, in der
der Sperrschenkel des Schwenkhebels aus der Schwenkbahn des Betätigungs
hebels heraus und durch den Schlitz im Blech des Seitenteiles in deren
Inneres hineingeschwenkt wird. In der ausgeschwenkten Sperrstellung findet
der Sperrschenkel des als Schwenkhebel ausgebildeten Sperrgliedes ausreichend
Halt im Schlitz des Bleches des Fahrzeuginnenteiles, so daß bei kräftiger
Gestaltung des Sperrschenkels letzterer in der Sperrstellung weder durch
Gewaltangriff abgebrochen noch umgebogen werden kann.
Andere, vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Ansprüchen
8-12. Hierbei wird der Schwenkhebel um die gleiche Achse geschwenkt,
um die auch der Betätigungshebel zum Öffnen bzw. Schließen des Motor
haubenschlosses zu betätigen ist. In seiner Sperrstellung steht der Sperr
schenkel des Schwenkhebels ebenfalls quer in die Schwenkbahn des Betäti
gungshebels hinein vor, wobei er am Rücken des Betätigungshebels sperrend
anliegt oder in geringem Abstand davon steht. Beim Öffnen der Fahrzeugtür
wird der Schwenkhebel über die Schutzstange, den daran angreifenden Über
tragungshebel und die darüber geschwenkte Schwenkwelle in seine Freigabe
stellung geschwenkt. Der Schwenkhebel bewegt sich dabei in der gleichen
Schwenkrichtung, die auch zum Betätigen des Betätigungshebels in Öffnungs
richtung zu durchfahren ist. Ist der Betätigungshebel nach wie vor in der
geschlossenen Stellung, so befindet sich der Sperrschenkel des Schwenkhebels
jedoch dann in derart großem Schwenkabstand vom Betätigungshebel, daß zum
Öffnen des Motorhaubenschlosses der Betätigungshebel ungehindert in die
Öffnungsstellung geschwenkt werden kann. Handelt es sich bei dem Motor
haubenschloß um eine solche Ausführungsform, bei der das Motorhauben
schloß erst dann geschlossen wird, wenn der Betätigungshebel in Schließrich
tung geschwenkt wird, so bewirkt die beschriebene Ausführungsform beim
Schließen der Fahrzeugtür zugleich eine Schwenkbewegung des Betätigungs
hebels in Schließrichtung, da dann der Sperrschenkel des Schwenkhebels am
Rücken des Betätigungshebels angreift und bei Schwenkbewegung in seine
Sperrstellung zugleich den Betätigungshebel in Schließrichtung mitnimmt.
Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend allein zur Vermeidung
unnötiger Wiederholungen nicht wiedergegeben, sondern statt dessen lediglich
durch Nennung der Anspruchsnummern darauf Bezug genommen, wodurch je
doch alle diese Anspruchsmerkmale als an dieser Stelle ausdrücklich und er
findungswesentlich offenbart zu gelten haben.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen gezeigten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen schematischen Horizontalschnitt eines Fahrzeug
seitenteiles mit halb geöffneter Fahrzeugtür und Be
tätigungshebel der Betätigungseinrichtung des Motor
haubenschlosses sowie letzterem zugeordneter Sperr
vorrichtung, mit durchgezogenen Linien in der Frei
gabestellung und mit gestrichelten Linien in der Sperr
stellung, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Teiles des Fahrzeugseitenteiles
mit Betätigungshebel und zugeordnetem Sperrglied der
Sperrvorrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen schematischen Horizontalschnitt, der etwa demje
nigen in Fig. 1 entspricht, mit einer Betätigungseinrich
tung für das Motorhaubenschloß und zugeordneter Sperr
vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
und zwar in Freigabestellung der Sperrvorrichtung,
Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des Betätigungshebels
und der Sperrvorrichtung gemäß Fig. 3, jedoch beide
in der Schließ- bzw. Sperrstellung.
Beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 ist schematisch ein
vorderes Fahrzeugseitenteil 10 mit Innenblech 11, Stirnblech 12 im scharnier
seitigen Bereich 13 der Türöffnung 14 und mit Außenblech 15 angedeutet.
Die Bleche 11, 12 und 15 umgrenzen einen Innenraum 16 im Inneren des
Fahrzeugseitenteiles 10. Der Fahrgastraum 17 befindet sich in Fig. 1 rechts,
anschließend an das Innenblech 11. Am Stirnblech 12 sind nicht weiter ge
zeigte Scharniere für die Fahrzeugtür 18, und zwar die Fahrertür, befestigt,
deren scharnierseitiger Rahmenteil 19 mit Scharnierachse 20 sichtbar ist.
Am Innenblech 11 des Fahrzeugseitenteiles 10, zugänglich vom Fahrgastraum
17 her, ist auf einem am Innenblech 11 befestigten Achsbolzen 21 ein Be
tätigungshebel 22 um die Achse 23 schwenkbar gelagert. Der Betätigungshebel
22 ist Bestandteil einer nicht weiter gezeigten Betätigungseinrichtung für das
nicht gezeigte Motorhaubenschloß, mit dem der Betätigungshebel 22 über nicht
weiter gezeigte Stellmittel zum Öffnen und Schließen des Motorhaubenschlosses ge
koppelt ist. Zum Öffnen bedarf es einer Schwenkbewegung des Betätigungshebels 22 um
seine Achse 23 in Richtung gemäß Pfeil 24, während über die nicht gezeig
ten Stellmittel der Betätigungshebel 22 dann selbsttätig in die in Fig. 1 und
2 gezeigte Schließstellung zurückgestellt wird, wenn die Motorhaube ge
schlossen wird und deren Schloß dabei selbsttätig in die Schließstellung
fällt.
Dieser Betätigungseinrichtung, insbesondere deren Betätigungshebel 22, ist
eine Sperrvorrichtung 25 zugeordnet, über die die Betätigbarkeit des Be
tätigungshebels 22 in Öffnungsrichtung gemäß Pfeil 24 derart mit der Fahr
zeugtür 18 gekoppelt ist, daß der Betätigungshebel 22 nur bei geöffneter
Fahrzeugtür 18, wie gezeigt, in Öffnungsrichtung gemäß Pfeil 24 geschwenkt
werden kann. Die Sperrvorrichtung 25 weist ein Stellglied 26 in Gestalt
einer Schubstange auf, das beim Öffnen und/oder Schließen der Fahrzeug
tür 18 von letzterer beaufschlagt wird. Die Beaufschlagung durch Öffnen
der Fahrzeugtür 18 geschieht dabei in Form einer Freigabe, während die
Beaufschlagung beim Schließen der Fahrzeugtür 18 durch dann erfolgendes
Verschieben des Stellgliedes 26 durch die Wirkung der sich schließenden
Fahrzeugtür 18 geschieht. Die Sperrvorrichtung 25 weist ferner ein Sperrglied
27 in Gestalt eines Schwenkhebels auf. Das Sperrglied 27 ist vom Stellglied
26 derart beaufschlagbar, daß das Sperrglied 27 in einer der geöffneten
Fahrzeugtür 18 zugeordneten Freigabestellung, die mit durchgezogenen Linien
gezeigt ist, den Betätigungshebel 22 zur Betätigung in Schloßfreigaberichtung
gemäß Pfeil 24 freigibt, hingegen in einer der geschlossenen Fahrzeugtür 18
zugeordneten Sperrstellung, die mit gestrichelten Linien angedeutet ist,
sperrend am Betätigungshebel 22 angreift. In dieser Sperrstellung steht das
Sperrglied 27 in die Schwenkbahn (Pfeil 24) des Betätigungshebels 22 hinein
vor, wie die gestrichelte Lage des Sperrgliedes 27 zeigt.
Das Sperrglied 26 befindet sich im Innenraum 16 des Fahrzeugseitenteiles 10
und ist darin quer zur Scharnierachse 20 verschiebbar gelagert, wozu eine
schematisch angedeutete Führung 28 im Bereich des Stirnbleches 12 beiträgt,
die z. B. als Gummilager gestaltet ist und die eine Verschiebung des Stell
gliedes 26 in Pfeilrichtung 29 mit evtl. einhergehender, geringfügiger
Schwenkbewegung innerhalb der Zeichenebene zuläßt. Das Stellglied 26 ist
durch eine Öffnung 30 im Stirnblech 12 hindurchgeführt. Es steht mit einem
Endabschnitt 31, der am freien Ende des Stellgliedes 26 angeordnet ist und
einen verdickten Kopf tragen kann, im scharnierseitigen Bereich 13 der Tür
öffnung in letztere hinein und zum scharnierseitigen Rahmenteil 19 der Fahr
zeugtür 18 vor, wobei das Stellglied 26 vom scharnierseitigen Rahmenteil
19 der Fahrzeugtür 18 in deren Schließstellung (gestrichelt) in das Innere
16 des Fahrzeugseitenteiles 10 in Pfeilrichtung 29 einschiebbar ist. In dieser
eingeschobenen, gestrichelt angedeuteten Stellung, liegt der Endabschnitt
31 stirnseitig an der zugewandten Stirnfläche des scharnierseitigen Rahmen
teiles 19 der Fahrzeugtür 18 an. Der Endabschnitt 31 erstreckt sich dann nur
in den Spalt 32 hinein, der einerseits vom Stirnblech 12 und andererseits von
der zugewandten Stirnfläche des scharnierseitigen Rahmenteiles 19 der Fahr
zeugtür 18 gebildet ist. In Abstand vom freien Ende und an demjenigen Be
reich des Stellgliedes 26, der sich im Innenraum 16 des Fahrzeugteiles 10
befindet, ist am Stellglied 26 fest, jedoch einstellbar, ein Anschlag 33 an
geordnet, der im ausgeschobenen Zustand (Fig. 1) des Stellgliedes 26 an
einer zugeordneten Anschlagfläche, z. B, der Führung 28, anschlägt und
dadurch das Überstandsmaß a begrenzt, mit dem das Stellglied 26 dann mit
seinem freien Ende über die Stirnfläche des Stirnbleches 12 hinaus in die
Türöffnung 14 vorsteht.
Das Sperrglied 27 in Gestlt eines Schwenkhebels ist im Innenraum 16 des
Fahrzeugseitenteiles 10 um eine Schwenkachse 34 schwenkbar gelagert, die
quer, z. B. etwa rechtwinklig, zur Achse 23 des Betätigungshebels 22 ausge
richtet ist. Zur Lagerung dient ein am Innenblech 11 im Innenraum 16 be
festigter Halter 35 mit Lagerachse 36, auf der das Sperrglied 27 in Gestalt
des Schwenkhebels sitzt. Das Sperrglied 27 ist in der Nachbarschaft des Be
tätigungshebels 22 und so angeordnet, daß es in der Freigabestellung, die mit
durchgezogenen Linien gezeichnet ist, gänzlich im Innenraum 16, von außen
nicht sichtbar, verschwindet und in seiner Sperrstellung, die mit gestrichelten
Linien angedeutet ist, zum Teil aus dem Innenraum 16 zum Fahrgastraum 17
hin herausragt.
Das Sperrglied 27 ist als kräftiger Winkelhebel 37 ausgebildet, dessen beide
Winkelschenkel 38 und 39 in einer gemeinsamen Ebene, die bei Fig. 1 mit
der Zeichenebene zusammenfällt, liegen und stumpfwinklig zueinander ausge
richtet sind. Am in Fig. 1 unteren Winkelschenkel 39 greift das als Schub
stange ausgebildete Stellglied 26 mittels eines Gelenkes 40 am dem Endab
schnitt 31 gegenüberliegenden Ende gelenkig an. Die Gelenkachse des Ge
lenkes 40 liegt in Abstand von der Schwenkachse 34 und verläuft zu letzterer
im wesentlichen parallel. Das Gelenk 40 besteht aus einer am Stellglied 26
endseitig gebildeten Gabel, deren beide Gabelschenkel den Winkelschenkel
39 umgreifen und einen den Winkelschenkel 39 durchsetzenden Gelenkbolzen
tragen.
Der andere, abstrebende Winkelschenkel 38 fungiert als Sperrschenkel, der
bei Schwenkbetätigung des Sperrgliedes 27 in die gestrichelt angedeutete
Sperrstellung durch einen Schlitz 41 im Innenblech 11 hindurch quer in die
Schwenkbahn (Pfeil 24) und hinter den in Schließstellung befindlichen Be
tätigungshebel 22 einschwenkbar ist. Der Schlitz 41 im Innenblech 11 befin
det sich unterhalb der Achse 23 des Betätigungshebels 22 und ist ferner so
gelegt, daß er dann, wenn sich der Betätigungshebel 22 in der in Fig. 2
gezeigten Schließstellung befindet, in geringem Abstand vom Rücken 42 des
Betätigungshebels 22 liegt derart, daß der als Sperrschenkel fungierende
Winkelschenkel 38 dann, wie gestrichelt angedeutet ist, etwa fahnenartig
durch den Schlitz 41 und hinter den Rücken 42 des Betätigungshebels 22
in seine Sperrstellung schwenkbar ist.
Das Stellglied 26 in Gestalt der Schubstange ist derart federbelastet, daß es
bei geöffneter Fahrzeugtür 18 selbsttätig in Pfeilrichtung 29 aus dem Innen
raum 16 mit dem Überstandsmaß a ausgeschoben wird, und zwar so weit, bis
der Anschlag 33 diese Ausschubbewegung blockiert. Zugleich wird dadurch der
Winkelhebel 37 hinsichtlich seines als Sperrschenkel fungierenden Winkel
schenkels 38 in den Innenraum 16 und in die mit durchgezogenen Linien ge
zeigte Freigabestellung geschwenkt. Die Federbelastung ist durch eine Zug
feder 43 erreicht, die einerseits am Winkelschenkel 39 und andererseits an
irgendeinem festen Teil des Fahrzeugseitenteiles 10 angreift. Die Zugfeder
43 kann auch an anderer Stelle sitzen und statt dessen auch als Druckfeder,
Schenkelfeder o. dgl. ausgebildet sein.
In der in Fig. 1 und 2 gezeigten Stellung der Sperrvorrichtung 25, bei geöff
neter Fahrzeugtür 18, ist der Betätigungshebel 22 zur Schwenkbewegung in
Pfeilrichtung 24 und damit zum Öffnen des Motorhaubenschlosses freigegeben.
Wird hingegen die Fahrzeugtür 18 geschlossen (gestrichelt), so schiebt die
Stirnseite des scharnierseitigen Rahmenteiles 19 durch Angriff am stirnseitigen
Ende des Endabschnittes 31 das Stellglied 26 in Pfeilrichtung 29, bei der
Darstellung gemäß Fig. 1 nach oben, in den Innenraum 16 ein, und zwar
entgegen der Wirkung der Zugfeder 43. Diese Einschubbewegung des Stell
gliedes 26 führt über das Gelenk 40 zu einer Schwenkbetätigung des als
Schwenkhebel gestalteten Sperrgliedes 27 von seiner mit durchgezogenen
Linien gezeichneten Freigabestellung in die mit gestrichelten Linien ange
deuteten Sperrstellung. Dabei schwenkt der als Sperrschenkel fungierende
Winkelschenkel 38 durch den Schlitz 41 im Innenblech 11 hindurch in Rich
tung zum Fahrgastraum 17 und hinter den Rücken 42 des Betätigungshebels
22. Wird nun am Betätigungshebel 22 in Öffnungsrichtung gemäß Pfeil 24
gezogen, so schlägt der Betätigungshebel 22 mit seinem Rücken 42 am
Winkelschenkel 38 sperrend an. Der Betätigungshebel 22 ist gegen Öffnung
in Pfeilrichtung 24 gesperrt, und somit auch das Motorhaubenschloß. Wird
die Fahrzeugtür 18 geöffnet, so wird das Stellglied 26 unter der Wirkung
der Zugfeder 43 in die mit durchgezogenen Linien gezeichnete Ausschub
stellung in Pfeilrichtung 29 verschoben, was über das Gelenk 40 eine Schwenk
bewegung des Sperrgliedes 27 im Gegenuhrzeigersinn zur Folge hat. Dabei
schwenkt der als Sperrschenkel fungierende Winkelschenkel 38 durch den
Schlitz 41 in den Innenraum 16 des Fahrzeugseitenteiles 10 hinein und gibt
den Betätigungshebel 22 zur Schwenkbetätigung in Pfeilrichtung 24 und somit
zum Öffnen des Motorhaubenschlosses frei.
Bei dem in Fig. 3 und 4 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind für die
Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen, um 100 größere Bezugs
zeichen verwendet, so daß dadurch auf die Beschreibung des ersten Ausfüh
rungsbeispieles Bezug genommen ist.
Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbei
spiel dadurch, daß das als Schwenkhebel gestaltete Sperrglied 127 außerhalb
des Fahrzeugseitenteiles 110 und zusammen mit dem Betätigungshebel 122 im
Fahrgastraum 117 angeordnet und um eine zur Achse 123 des Betätigungshebels
122 koaxiale Schwenkachse, die also mit letzterer zusammenfällt, schwenkbar
gelagert ist.
Das Sperrglied 127 ist als Flachhebel 147 ausgebildet. Letzterer erstreckt sich
mit geringem Abstand vom Betätigungshebel 122 innerhalb einer Ebene, die
zur Schwenkebene des Betätigungshebels 122 im wesentlichen parallel verläuft.
Beim gezeigten, zweiten Ausführungsbeispiel befindet sich der Flachhebel
147 auf derjenigen Seite des Betätigungshebels 122, die dem Innenblech 111
abgewandt ist. Jedoch ist auch eine Anordnung auf der anderen, dem Innen
blech 111 zugewandten Seite des Betätigungshebels 122 möglich. Der Flach
hebel 147 trägt einen quer abstehenden Sperrschenkel 148, der aus der Ebene
des Flachhebels 147 etwa rechtwinklig zum Betätigungshebel 122 hin abge
bogen ist und der in der Schließstellung des Betätigungshebels 122, wie in
Fig. 4 gezeigt ist, im wesentlichen an dessen Rücken 142 sperrend anliegt.
Der Flachhebel 147 ist an einem Ende einer Schwenkwelle 149 befestigt.
Letztere erstreckt sich durch das Innenblech 111 in den Innenraum 116 des
Fahrzeugteiles 110 hinein und ist am dortigen, innen gelegenen Ende fest
mit einem Übertragungshebel 150 verbunden. Der Übertragungshebel 150
greift mittels des gleichen Gelenkes 140, das beim ersten Ausführungsbei
spiel bereits beschrieben wurde, gelenkig am im Innenraum 16 gelegenen
Ende des als Schubstange gestalteten Stellgliedes 126 an. Die Ausbildung
des Stellgliedes 126 entspricht derjenigen gemäß erstem Ausführungsbei
spiel.
Die Schwenkwelle 149 ist innerhalb einer Hohlachse 151 schwenkbar gela
gert, die am Innenblech 111 des Fahrzeugseitenteiles 110 befestigt ist.
Die Hohlachse 151 ist beidendig kürzer als die Schwenkwelle 149, so daß
letztere mit beiden Enden axial über die Hohlachse 151 derart ausreichend
übersteht, daß ohne Anschlag einerseits der Übertragungshebel 150 und
andererseits der Flachhebel 147 zusammen mit der Schwenkwelle 149
schwenkbar sind. Auf ihrem zum Fahrgastraum 117 hin vorstehenden Ende
der Hohlachse 151 ist der Betätigungshebel 122 schwenkbar gelagert. Zur
Federbelastung der Sperrvorrichtung 125 dient hier eine zylindrische Schrau
benfeder 152, die nach Art einer Schenkelfeder mit einem Ende am Über
tragungshebel 150 angreift und mit ihrem anderen Ende z. B. am Innenblech
111 fixiert ist.
Wird die bei der Darstellung gemäß Fig. 3 offene Fahrzeugtür 118 geschlossen,
so erfolgt darüber ein Einschieben des Stellgliedes 126 in Pfeilrichtung 129 in
Fig. 3 nach oben hin. Dies hat eine Schwenkbetätigung des Übertragungshe
bels 150 bei der Darstellung in Fig. 4 im Gegenuhrzeigersinn zur Folge, wo
durch auch die Schwenkwelle 149 und mit letzterer der Flachhebel 147 im
Gegenuhrzeigersinn geschwenkt werden. Der Flachhebel 147 schwenkt dabei
in seine Sperrstellung. Ist die Betätigungseinrichtung für das Motorhauben
schloß so gestaltet, daß letzteres durch Schwenkbetätigung des Betätigungs
hebels 122 in Schließstellung erst geschlossen wird, so erfolgt bei dieser be
schriebenen Schwenkbetätigung des Flachhebels 147 in seine Sperrstellung zu
gleich auch die beschriebene Schließbetätigung des Betätigungshebels 122 in
die in Fig. 4 gezeigte Schließstellung. Denn bei der Schwenkbetätigung des
Flachhebels 147 in seine Sperrstellung hinein schlägt der Sperrschenkel 148
am Rücken 142 des Betätigungshebels 122 an und nimmt letzteren in Schwenk
richtung um die Achse 123 mit, bis nicht nur der Flachhebel 147 in seine
Sperrstellung geschwenkt ist, sondern dabei zugleich auch der Betätigungs
hebel 122 in seine dem Motorhaubenschloß zugeordnete Schließstellung.
Wird der Betätigungshebel 122 hingegen beim Schließen der Motorhaube
und Einfallen des Motorhaubenschlosses von selbst bereits in seine Schließ
stellung geschwenkt, wie beim ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, so
erfolgt beim Schließen der Fahrzeugtür 118 lediglich die Schwenkbewegung
des Flachhebels 147 in seine Sperrstellung gemäß Fig. 4, in der dann der
Sperrschenkel 148 entweder direkt am Rücken 142 des Betätigungshebels 122
anliegt oder aber in so geringem Abstand vom Rücken 142 steht, daß eine
Schwenkbetätigung des Betätigungshebels 122 in Öffnungsrichtung gemäß
Pfeil 124 blockiert ist. Wird die Fahrzeugtür 118 geöffnet, so stellt die
Schraubenfeder 152 die Sperrvorrichtung 125 wieder in die in Fig. 3 ge
zeigte Freigabestellung zurück. Dabei wird, ausgehend von der Sperrstellung
gemäß Fig. 4, der Flachhebel 147 um die Achse 123 im Uhrzeigersinn im
einen solchen Schwenkwinkel vom Rücken 142 des Betätigungshebels 122 weg
geschwenkt, der ausreicht, bei Bedarf den Betätigungshebel 122 zum Öffnen
des Motorhaubenschlosses aufzuziehen. Geschieht letzteres zum Öffnen der
Motorhaube und wird letztere danach wieder geschlossen, so verbleibt dann
der Betätigungshebel 122 gleichwohl zunächst in derjenigen Schwenkstellung,
die er zum Öffnen des Motorhaubenschlosses einnehmen mußte, sofern beim
Schließen des Motorhaubenschlosses keine selbsttätige Rückstellung des Be
tätigungshebels 122 erfolgte. Wird dann die Fahrzeugtür 118 geschlossen, und
damit die Sperrvorrichtung 125 in die beschriebene, in Fig. 4 gezeigte Sperr
stellung gebracht, so nimmt der Flachhebel 147 über seinen Sperrschenkel 148
bei der Schwenkbewegung in Fig. 4 im Gegenuhrzeigersinn dann auch den Be
tätigungshebel 122 in die in Fig. 4 gezeigte Schließstellung mit. Wie erläu
tert, eignet sich dieses zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 und 4 somit
für zwei verschiedene Ausführungsarten von Betätigungseinrichtungen, nämlich
einmal solche, wie sie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 und 2 erläutert
sind, und ferner auch für solche, bei denen nach Schließen des Motorhauben
schlosses der Betätigungshebel 122 nicht selbsttätig in die Schließstellung
zurückgezogen wird, sondern vielmehr von Hand zum Zuziehen des Hauben
schlosses in seine Schließlage gebracht werden muß. Dann erfolgt dieses sonst
von Hand notwendige Zuziehen selbsttätig beim Schließen der Fahrzeugtür 118.
Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist
der Betätigungshebel innerhalb einer Nische oder Vertiefung
des Innenbleches angeordnet.
Claims (12)
1. Sperrvorrichtung für das Motorhaubenschloß von Kraft
fahrzeugen, das einen Betätigungshebel (22; 122) des
Motorhaubenschlosses aufweist, dem ein federbelastetes,
durch Öffnen und/oder Schließen einer Fahrzeugtür (18;
118) translatorisch bewegbares Stellglied (26; 126)
so zugeordnet ist, daß das Stellglied (26; 126) bei
geschlossener Fahrzeugtür (18; 118) durch diese in
eine Sperrstellung unter Sperrung des Motorhauben
schlosses und bei geöffneter Fahrzeugtür in eine Frei
gabestellung unter Freigabe des Motorhaubenschlosses
verschiebbar ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Betätigungshebel (22; 122) im Fahrzeug
inneren und vom Fahrzeugführer dort erreichbar ange
ordnet ist und daß mit dem Stellglied (26; 126) ein
Sperrglied (27; 127) getrieblich gekoppelt ist, das
dem Betätigungshebel (22; 122) benachbart schwenkbar
gelagert und vom Stellglied (26; 126) derart schwenk
betätigbar ist, daß das Sperrglied (27; 127) in der
Sperrstellung sperrend am Betätigungshebel (22; 122)
angreift und in der Freigabestellung den Betätigungs
hebel (22; 122) zur Betätigung in Motorhaubenschloß-
Freigaberichtung (Pfeil 24; 124) freigibt.
2. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Betäti
gungshebel am Fahrzeugseitenteil schwenkbar gelagert
ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sperrglied (27; 127) zumindest in seiner
Sperrstellung in die Schwenkbahn des Betätigungshebels
(22; 122) hinein vorsteht.
3. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Sperrglied (27;
127) als Schwenkhebel (37; 147) ausgebildet ist, der
am Fahrzeugseitenteil (10; 110) um eine Schwenkachse
(34; 123) schwenkbar gehalten ist, die quer (Fig. 1, 2)
oder etwa parallel oder koaxial (Fig. 3, 4) zur Achse
(23, 123) des Betätigungshebels (22; 122) ausgerichtet
ist.
4. Sperrvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel
(27, 37) innerhalb des Fahrzeugseitenteiles (10) um
eine zur Scharnierachse (20) im wesentlichen parallele
Schwenkachse (34) schwenkbar gelagert ist.
5. Sperrvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stellglied (26)
mit seinem im Inneren (16) des Fahrzeugseitenteils
(10) verlaufenden Ende in Abstand von der Schwenkachse
(34) des Schwenkhebels (27, 37) gelenkig an diesem
angreift und daß der Schwenkhebel (27, 37) einen
abstrebenden Sperrschenkel (38) aufweist, der bei
Schwenkbetätigung in die Sperrstellung (Fig. 1, ge
strichelt) durch eine Öffnung (41) im Fahrzeugseiten
teil (10) hindurch quer in die Schwenkbahn (Pfeil 24)
und hinter den in Schließstellung befindlichen Betäti
gungshebel (22) einschwenkbar ist.
6. Sperrvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel
(27) als Winkelhebel (37) ausgebildet ist, dessen
einer Winkelschenkel (38) den Sperrschenkel bildet
und an dessen anderem Winkelschenkel (39) das Stell
glied (26) gelenkig angreift.
7. Sperrvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnung im Fahr
zeugseitenteil (10) als Schlitz (41) ausgebildet ist,
der unterhalb der Achse (23) des Betätigungshebels (22)
und bei in Schließstellung (Fig. 2) befindlichem Be
tätigungshebel (22) in geringem Abstand vom Rücken
(42) des letzteren angeordnet ist, derart, daß der
Sperrschenkel (38) etwa fahnenartig duch den Schlitz
(41) und hinter den Rücken (42) des Betätigungshebels
(22) in seine Sperrstellung (Fig. 1, gestrichelt)
schwenkbar ist.
8. Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Schwenkhebel (127, 147, 148) außerhalb des Fahrzeug
seitenteiles (110) und zusammen mit dem Betätigungs
hebel (122) im Fahrzeuginneren (117) angeordnet und
um eine zur Achse des Betätigungshebels (122) koaxiale
Schwenkachse (123) schwenkbar gelagert ist.
9. Sperrvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel
(127) als Flachhebel (147) ausgebildet ist, sich mit
geringem Abstand vom Betätigungshebel (122) innerhalb
einer zu dessen Schwenkebene im wesentlichen paralle
len Ebene erstreckt und einen quer abstehenden Sperr
schenkel (148) aufweist, der in der Schließstellung
(Fig. 4) des Betätigungshebels (122) im wesentlichen
an dessen Rücken (142) sperrend anliegt.
10. Sperrvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schwenkhebel
(127, 147, 148) auf einer Schwenkwelle (149) befestigt
ist, die sich in das Innere (116) des Fahrzeugseiten
teiles (110) hinein erstreckt und am dortigen, innen
gelegenen Ende fest mit einem Übertragungshebel (150)
verbunden ist,
an dem gelenkig das Ende des Stellgliedes (126) an
greift.
11. Sperrvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schwenkwelle
(149) innerhalb einer am Fahrzeugseitenteil (110)
befestigten Hohlachse (151) gelagert ist, auf deren
zum Fahrzeuginneren (117) hin vorstehenden Ende der
Betätigungshebel (122) schwenkbar gelagert ist.
12. Sperrvorrichtung nach einem der Ansprüche 8-11,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Schwenkwelle (149) beim Schließen der Fahrzeugtür
(118) und Einschieben (Pfeil 129) des Stellgliedes
(126) in das Innere (116) des Fahrzeugseitenteiles
(110) mittels des Übertragungshebels (150) und zu
sammen mit der Schwenkwelle (149) der daran feste
Schwenkhebel (127, 147, 148) in seine Sperrstellung
(Fig. 4) schwenkbar ist, vorzugsweise unter gleich
zeitiger Mitnahme und Schwenkbeaufschlagung des
Betätigungshebels (122) mittels des am Rücken (142)
des Betätigungshebels (122) angreifeden Sperrschenkels
(148).
Priority Applications (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
---|---|---|---|
DE19782838354 DE2838354A1 (de) | 1978-09-02 | 1978-09-02 | Betaetigungseinrichtung fuer fahrzeugschloesser, insbesondere das motorhaubenschloss von kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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DE19782838354 DE2838354A1 (de) | 1978-09-02 | 1978-09-02 | Betaetigungseinrichtung fuer fahrzeugschloesser, insbesondere das motorhaubenschloss von kraftfahrzeugen |
Publications (2)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE2838354A1 DE2838354A1 (de) | 1980-03-20 |
DE2838354C2 true DE2838354C2 (de) | 1989-07-13 |
Family
ID=6048548
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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DE19782838354 Granted DE2838354A1 (de) | 1978-09-02 | 1978-09-02 | Betaetigungseinrichtung fuer fahrzeugschloesser, insbesondere das motorhaubenschloss von kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE2838354A1 (de) |
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Also Published As
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