DE274160C - - Google Patents
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- DE274160C DE274160C DENDAT274160D DE274160DA DE274160C DE 274160 C DE274160 C DE 274160C DE NDAT274160 D DENDAT274160 D DE NDAT274160D DE 274160D A DE274160D A DE 274160DA DE 274160 C DE274160 C DE 274160C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A41—WEARING APPAREL
- A41D—OUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
- A41D19/00—Gloves
- A41D19/04—Appliances for making gloves; Measuring devices for glove-making
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES A
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Zb. GRUPPE
ARNO SCHULZE und ERICH KUHN in LIMBACH i. Sa.
und Strümpfen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1913 ab.
Verfahren und Vorrichtungen zum Formen und Glätten von Handschuhen, bei welchen
die Handschuhe auf Formen gezogen werden, die von Röhren und Kanälen durchzogen und
durch Dampf heizbar sind, sind bereits in Benutzung.
Ebenso sind auch Handschuhformen mit an dem Hauptkörper angelenkten Daumen und
drehbare Handschuh former schon beschrieben
ίο worden. Bei der Benutzung der bekannten
Vorrichtungen geschehen die einzelnen Arbeiten, wie Fingereinstreichen, Abziehen usw., von
Hand.
Gegenstand dieser Erfindung ist nun ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Formen
und Glätten von Handschuhen und Strümpfen, bei welchen nur das Aufziehen des betreffenden
Gutes auf die Form von Hand geschieht, während das Einstreichen der Finger, das Einführen des Daumens der Form in den
Handschuhdaumen, das Abziehen, Walzen und Ablegen selbsttätig geschieht und die Behandlung
im Formofen erspart wird. Die Drehung für die Fertigmachung von Erzeugnissen, wie sie
hier für die Fertigmachung von Handschuhen und Strümpfen angegeben ist, ist für andere
Zwecke in der Papier- und der Textilindustrie schon bekannt.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch eine Maschine zur Ausführung des Verfahrens.
Es zeigen:
Fig. ι die Maschine von der Seite,
Fig. 2 in der Draufsicht und
Fig- 3- 4 und 5 die dazugehörige Form in
Ansicht und in zwei Schnitten.
An dem langen Tisch 1 sind die einzelnen Vorrichtungen zur Ausübung der einzelnen
Arbeiten hintereinander angeordnet. Auf dem Tische ι ist die Trommel 2 drehbar gelagert,
welche ein Dampfverteilungsstück 3 in sich birgt, von welchem der durch die Dampfleitung 4 zugeführte Dampf in die einzelnen
Formen 5 geleitet wird. Auf der Trommel 2 werden, je nachdem, ob Handschuhe oder
Strümpfe bearbeitet werden, vier oder acht Formen 5 in Böckchen 6 festgeklemmt. An
der Trommel 2 sowohl als auch an diesen Böckchen 6 sind je eine besondere Vorrichtung
zum Drehen dieser Teile vorgesehen. Beispielsweise kann die Drehung der Trommel
2 durch ein vier- oder achtteiliges Schaltrad 7 geschehen, das durch die Klinke 8 und
die Stange 9 mittels des Fußtrittes 10 bewegt wird Bei jedem Tritt dreht die Klinke 8
das Rad 7, welches mit der Trommel 2 fest vereinigt ist, um 90°. Die Feder 11 hält die
Trommel 2 in richtiger Lage. Zu gleicher Zeit aber soll sich auch die Form 5 um ihre
Längsachse drehen, so daß sie sich in die Ebene des Tisches einstellt. Deswegen sind die
Böckchen 6 in nach Schwalbenschwanzart ausgeführten Ringen 12 derart geführt, daß sie
sich beim Drehen aus der aufrechten in die horizontale Lage auch um ihre Längsachse drehen.
Die hierzu verwendeten Formen sind nun, um den Dampf passieren zu lassen, besonders ausgebildet.
Aus Rotguß, Messing, Aluminium oder ähnlichem geeigneten Material bestehend, ist die Form hohl und empfängt den Dampf
zur Erwärmung durch das aus dem Verteilungsstück 3 führende Rohr 13, welches zugleich
als Drehzapfen für die Böckchen 6 mit der Form 5 dient. Die Ableitung des Dampfes
kann durch besondere Leitungen, beispielsweise durch ein über das Rohr 13 gestecktes,
etwas weiteres Rohr oder auf andere Weise geschehen. Der zur Form gehörige Daumen
141, welcher nachträglich in den Daumen des Handschuhes eingeführt wird, ist beweglich
an der Form angeordnet. Er wird in dem in der Form befindlichen Schlitz 15 (s. Fig. 3
und 4) auf und ab schiebbar geführt. Das Fingerstück 141 selbst ist durch ein Scharnier
16 derart angelenkt, daß es, wenn es in den Handschuh geschoben ist, flach an die ganze
Form sich anlegen kann. Das Einschieben soll auch durch eine besondere Vorrichtung,
z. B. mittels der Nase 17 geschehen. Die Federn 18 halten den Arm des Handschuhes
oder den Längen des Strumpfes auf der Form glatt und straff.
Ist nun der Handschuh von der Hand auf die Form 5 gezogen, so wird diese durch den
Tritt 10 in die horizontale Lage 51 gebracht.
Zu gleicher Zeit hat sie sich aber auch um ihre eigene Längsachse ein Viertel gedreht.
Nunmehr streicht ein den Fingern der Handschuhform entsprechend gestalteter Arm 19
die Finger ein. Dieser Arm muß, da die Länge der Handschuhe verschieden ist, beliebig
verstellt werden können. Nachdem der durch Rohr 13 einströmende Dampf auf die
Handschuhe gewirkt hat, wird der Handschuh oder der Strumpf auf der gegenüberliegenden
Seite selbsttätig abgezogen. Dies besorgt ein zangenartig gestalteter Schlitten 20. Das
Unterteil 20 desselben ist auf geeignete Art geführt und trägt das Oberteil 201, welches
durch eine Feder 21 gegen das Unterteil gedrückt wird. Die Angriffsflächen dieser Zange
sind mit Filz oder ähnlichem Material belegt, um das abzuziehende Gut sicher erfassen zu
können. Das selbsttätige öffnen und Schließen dieser Vorrichtung kann ebenfalls auf beliebige
Weise geschehen, z. B., wie auf der Zeichnung angegeben, durch schiefe Ebenen 22 mit Anschlag
23, wodurch das Oberteil der Zange beim Passieren derselben angehoben wird, so daß die Zange den Handschuh erfassen und
loslassen kann. Hat nun die Zange den Handschuh erfaßt, so wird sie in der Richtung des
Pfeiles χ bewegt, wobei sie den Handschuh oder den Strumpf von der Form abzieht. Sobald
das Gut die Form verläßt, öffnet sich die Zange und gibt den Handschuh frei. Er gelangt auf das Transportband 23 *. Die obere
Seite dieses Transportbandes 231 dreht sich über Walzen 24 gleichfalls in Richtung des
Pfeiles χ und bringt das Gut den Walzen 25 zu. Sie können ebenfalls warm gehalten werden
und wegen der an den Handschuhen befindlichen Knöpfe mit starkem Filz belegt sein,
damit die Knöpfe nicht beschädigt werden. Hinter den Walzen befindet sich eine Auflage
26, welche die Handschuhe oder Strümpfe aufnimmt. Von hier aus werden die Strümpfe
oder Handschuhe paarweise zusammengelegt. Zu diesem Zwecke muß das betreffende Gut
glatt zur Seite gebracht werden, sowie es die Walzen verläßt. Das zweite Stück dagegen
muß . durch einen besonderen Mechanismus selbsttätig um seine Längsachse gedreht werden.
Das glatte Ablegen kann durch einen durch Hebel zu bewegenden Abstreicher 27
geschehen, das Wenden des nächsten Stückes mittels einer Einrichtung nach Art eines
Jacquardmaschinenprismas, wobei jedes zweite Stück der Länge nach auf ein solches zu
liegen kommt. Durch die Drehung dieses Zylinders wird es gewendet so abgelegt, daß es
auf das vorhergehende Stück fällt und die Ware paarweise liegt. Bei Bearbeitung von
Strümpfen wird es freigestellt, statt der vierteiligen Zylinder 2 einen achtteiligen anzuwenden,
damit acht Formen angebracht werden können, denn bei den Strümpfen fällt das Einstreichen der Finger weg.
Die Arbeitsweise der Maschine ist kurz zusammengefaßt folgende: Der Handschuh wird
von Hand auf die Form 5 gezogen und der Daumen 141 selbsttätig eingeschoben. Hierauf
dreht sich der Zylinder 2 mit der Form 5 in die horizontale Lage, während sich zu gleicher
Zeit die Form um die eigene Achse gedreht hat. Nun geschieht das Einstreichen der Finger.
Während sich nun der Zylinder abermals gedreht hat und wieder ein neuer Handschuh
aufgezogen worden ist, hat der zuerst aufgezogene Handschuh die Lage 52 eingenommen.
Hier wirkt die Hitze weiter auf ihn ein. Bei der nächsten Umdrehung gelangt er in die Lage 53. In dieser geschieht durch
eine besondere Einrichtung das Abziehen des Handschuhes von der Form, der Transport
nach den Walzen 25 und nach Passieren dieser das Ablegen der Handschuhe in Paaren. Bei
Strümpfen fällt das Einstreichen weg. Bei ihnen können acht Formen zu gleicher Zeit
auf dem Zylinder 2 angebracht werden. Das Walzen kann bei den Strümpfen kräftiger geschehen,
weil keine Knöpfe hinderlich sind.
Wie schon erwähnt, sollen die Konsruktionen der einzelnen Arbeitsmechanismen, wie
! sie hier aufgeführt sind, nicht maßgebend sein.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι. Verfahren zum Formen, Pressen und Ablegen von Handschuhen und Strümpfen, bei welchem das betreffende Gut auf drehbare, mit Kanälen versehene, heizbare Formen mit beweglichen Daumen gezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Form nach dem Überstreifen des Handschuhes sich viermal um je einen Viertelkreis dreht, wobei sie sich bei der ersten Vierteldrehung auch um ihre Längsachse bewegt und wobei während dieses Laufes über sie selbsttätig das Gut (die Finger bei Handschuhen) übergestreift, d. h. eingestrichen, und nachdem die Hitze eingewirkt hat, wieder selbsttätig abgezogen, gewalzt und paarweise abgelegt wird.
- 2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere vier- oder achseitige, um ihre Längsachse drehbare Zylinder (2) vorgesehen sind, innerhalb derer ein Dampfverteilungsstück (3) für die einzelnen Formen angeordnet und auf deren Oberfläche Böckchen (6) gelagert sind, welche die Handschuhformen aufnehmen, die. ununterbrochen erwärmt werden, wobei nach der ersten Viertelumdrehung das Gut (die Finger des Handschuhes) selbsttätig durch den Arm (19) 30-eingestrichen, nach der dritten Viertelumdrehung durch eine Zange (20, 201) von der Form abgezogen, mittels zweier Walzen (25) gepreßt und darauf wieder (paarweise) abgelegt wird.
- 3. Zum Verfahren und zur Maschine nach Anspruch 1 und 2 gehörige Handschuhform aus Metall mit beweglichem Daumen, dadurch gekennzeichnet, daß an derselben eine Feder (18) zum Straffhalten des Handschuhes befestigt und der Daumen (141), an welchen ein Führungsstück (14) angelenkt ist, in einer Nut (15) auf und ab schiebbar geführt und in den Daumen des über die Form gestreiften Handschuhes eingeschoben werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
Publication Number | Publication Date |
---|---|
DE274160C true DE274160C (de) |
Family
ID=530553
Family Applications (1)
Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
---|---|---|---|
DENDAT274160D Active DE274160C (de) |
Country Status (1)
Country | Link |
---|---|
DE (1) | DE274160C (de) |
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2433293A (en) * | 1946-01-03 | 1947-12-23 | Isidor Gerber | Garment stripping mechanism |
US2433294A (en) * | 1946-01-04 | 1947-12-23 | Isidor Gerber | Garment stripping machine |
US2436121A (en) * | 1945-12-29 | 1948-02-17 | Isidor Gerber | Garment stretching and pressing machine |
-
0
- DE DENDAT274160D patent/DE274160C/de active Active
Cited By (3)
Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
---|---|---|---|---|
US2436121A (en) * | 1945-12-29 | 1948-02-17 | Isidor Gerber | Garment stretching and pressing machine |
US2433293A (en) * | 1946-01-03 | 1947-12-23 | Isidor Gerber | Garment stripping mechanism |
US2433294A (en) * | 1946-01-04 | 1947-12-23 | Isidor Gerber | Garment stripping machine |
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