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Schubladenführung mit Endanschlag
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Dis Erfindung betrifft eine Schubladenführung mit Endanschlag zur
Begrenzung des Auszugaweges einer schubladenseitigen führungsschiene in Bezug zu
einer korpusseitigen Führungsachiene mit mindestens sinem im hinteren Bereich der
schubladenseitigen Führungsschiene angeordneten Anschlag.
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Zweck der eingangs genannten Schubladenführung mit Endanschlag ist
es, ein unbeabsichtigtes Herausziehen der -schubladenseitigen Führungsschiene aus
der korpusssitigen
Führungsschiene zu vermeiden.
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Die bisher bekannt gewordenen Anordnungen verwenden für diesen Zweck
eine aus der Ebene der Lauffläche herausragende Abbiegung, die in der ausgezogenen
Endstellung der schubladenseitigan Führungsachiene an einer Rolle der innerhalb
der Schubladenführung angeordneten Wälzkörperanordnung anliegt. In der folgenden
Beschreibung wird Bezug genommen auf sinen innerhalb der Schubladenführung längsverschieblichen
Laufwagen, an dem lastübertragende Wälzkörper, insbesondere Rollen, angeordnet sind,
welche die Schubladenlast auf die korpusseitige Führungsschiene übertragen. Die
vorliegende Erfindung ist aber nicht auf die Verwendung eines Laufwagens innerhalb
einer Schubladsnführung beschränkt; es können sämtliche bekannten lastübertragenden
Wälzkörperanordnungen Usrwendung finden.
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Bsi den bisher bekannten Ausbiegungen, die aus der Ebene der schubladenseitigen
Führungsschiene herausragten, bestand der Nachteil, daß dis Schublade unbeabsichtigt
mit Gewalt trotzdem aus der korpusseitigen Führungsschiene herausgezogen werden
konnte. Diese Gefahr bestand vor allem bei schweren Schubladen, die eine beträchtliche
massenkraft beim Herausziehen entwickeln und dementsprechend mit einer relativ großen
Kraft den Endanschlag belasten. Im Falle des unbeabsichtigten Herausziehens sprangen
die Rollen des Laufwagens
über die aus der Ebene der Lauffläche
herausragende Abbisgung hinübsr, so daß die Schublade vollständig aus der korpusseitigen
Führungsschiene und aus dem innerhalb der Führungsschiene angeordneten Laufwagenpaar
herausgezogen wurde und zu Boden fiel. Dies konnte zu erheblichen Schwierigkeiten
führen. Eine Vergrößerung des Anschlages, der ein Herausziehen der schubladenseitigen
Führungsschiene aus der korpusseitigen Führungsschiene vermeiden sollte, scheiterte
daran, daß dann die schubladenseitige Führungaschiene mit der daran befestigten
Schublade nicht mshr aus der korpusseitigen Führungsschiene, z.B. für Montagezwecke
oder für Transportzwecke, herausgezogen werden konnte.
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D@mgegenüber hat die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine Schubladenführung
mit Endanschlag der eingangs genannten Art so auszubilden, daß ein unbeabsichtigtes
Herausziehen der -schubladenseitigen Führungsschiene aus der korpusseitigen Führungaschiene
- auch bei Gewaltanwendung - vermieden wird. Die vorliegende Erfindung hat dis zusätzliche
Aufgabe, trotzdem eine beabsichtigte Entfernung der schubladenseitigen Führungaschiene
aus der korpusseitigen Führungaschiene zu ermöglichen, wobei ein hierfür verwendeter
Endanschlag möglichst einfach und billig herstellbar und montierbar sein soll.
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Die Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch
gelöst,
daß der Anschlag in der Endlage der schubladanseitigen Führungsachiene an einem
innerhalb der Schubladenführung längs verschiebbaren Laufwagen zur Anlags bringbar
ist, und der Laufwagen andererseits an einem mit der korpusseitigen Führungsschiene
verbundenen weiteren Anschlag anliegt, wobei der erste Anschlag federnd ausgebildet
ist und durch eine in Einschubrichtung wirksame Kraft aus der Laufebene des Laufwagens
entfernbar ist.
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Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung ist also, daß der Anschlag
der schubladenseitigen Führungaschiene zur Begrenzung des Auszugaweges nicht an
dar korpusseitigen Führungsschiene angeordnet ist, sondern indirekt über den innerhalb
der Schubladenführung längs verschiebbaren Laufwagen erfolgt.
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Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele beschrieben, von denen
das erste Ausführungsbeispisl den Fall betrifft, daß die schubladenseitige Führungsschiene
als U-Profil ausgebildet ist und der Laufwagen.an obsren und unteren horizontalen
Laufflächen dieses U-Profils abrollt. Die korpusseitige Führungsschiene weist dann
einen horizontalen Schenkel auf, an dessen Ober- und Unterseite die Rollen des Laufwagens
gleichfalls abrollen.
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Das zweite Ausführungsbeispiel bezieht sich auf den Fall, daß die
korpusseitige Führungaschiene als U-Profil
ausgebildet ist und
die Rollen des Laufwagens an oberen und unteren horizontalen Laufflächen der korpusseitigen
Führungsschiene abrollen, während die schubladenseitige Führungsschiene einen horizontalen
Schenkel aufweist, der zwischen die Rollen des Laufwagens greift und an dessen Ober-
und Unterseite die Rollen abrollen.
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Beim erstgenannten Ausführungsbeispiel ist also ein Anschlag an der
Vordesseite der korpusssitigan Führungaschiene angeordnet, der verhindert, daß der
Laufwagen beim Herausziehen der schubladenseitigen Führungsschiene aus der korpusssitigen
Führungsachiene ebenfalls aus der korpusseitigen Führungsschiene herausgezogen werden
kann. Im hinteren Bereich der schubladenseitigen Führungsschiene ist ein weiterer
Anschlag angeordnet, der verhindert, daß beim Herausziehen der schubladenseitigen
Führungsschiene aus der korpusseitigen Führungsachiene (in der Endstellung) der
Laufwagsn -ohne merkbare Auszugswiderstand - aus der schubladenseitigen Führungaschiene
herausgefahren werden kann. Der letztgenannte Anschlag im hinteren Bereich der schubladenseitigen
Führungsschiene ist also der, der eingangs als zum Stand der Technik gehörend beschrieben
wurde und der verhindert, daß die schubladenseitige Führungsschiene ohne merkbarsn
Widerstand aus der korpusseitigen Führungsschiene vollständig herausgezogen werden
kann.
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Das Wesentliche der vorliegenden Erfindung ist, daß dieser im hinteren
Bereich der schubladenseitigen Führungsschiens angeordnete Anschlag entweder durch
einen erfindungsgemäß verbesserten Anschlag ersetzbar ist, oder daß hinter einsm
bekannten, im hinteren Bereich der schubladenseitigen Führungsschiene angsordnsten
Anschlag ein weiterer Anschlag gemäß der vorliegenden Erfindung angsordnet werden
kann.
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Das wesentliche merkmal der vorliegenden Erfindung bei der Entwicklung
einss verbesserten Anschlages bezieht sich darauf, daß der erfindungsgemäße Anschlag
federnd ausgebildet ist und durch eine in Einschubrichtung wirksame Kraft aus der
Laufebene des Laufwagens entfernbar ist.
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Dies bedeutet gleichzeitig, daß der erfindungsgemäße Anschlag nur
durch ein-s in Einschubrichtung wirksame Kraft aus der Laufebene des Laufwagens
entfernbar ist, während eine in Auszugsrichtung wirksame Kraft den Anschlag bestehen
läßt, so daß er in Auszugsrichtung als - im NOrmalfall - unüberwindbares Hindernis
für den Auszug der schubladenseitigen Führungsschiene anzusshen ist, während er
in Einschubrichtung durch eine in Einschubrichtung wirksnde Kraft aus der Ebene
des Laufwagens zurückgedrückt werden kann, so daß das Wiedereinschieben einer sinmal
aus der korpusssitigen Führungsschiene entfernten schubladenssitigen Führungsschiene
ohne Schwierigkeiten erfolgt.
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In einsr bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
es vorgesehen, daß das Zurückdrücken des federnden Anschlages in Einschubrichtung
der schubladenseitigen Führungsschisne durch den innerhalb der Schubladenführung
angeordneten Laufwagen erfolgt. Dies hat den wesentlichen Vorteil, daß das Zurückdrücken
des federnden Anschlages ohne Kontrolls - gleichsam automatisch - erfolgt.
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Das zweitgenannte Ausführungsbeispiel bezieht sich darauf, daß die
korpusseitige Führungaschiene U-förmig profiliert ist und die schubladenseitige
Führungsschiene einen horizontalen Schenkel aufweist, auf dessen Ober- und Unterseiten
die am Laufwagen angeordneten Rollen abrollen. Gemäß der vorliegenden Erfindung
ist es vorgesehen, daß im hinteren Bereich dieses horizontalen Schenkels ebenfalls
ein federnder Anschlag vorgesehen ist, der nur durch eine in Einschubrichtung wirksame
Kraft aus der Laufebene des horizontalen Schenkels zurückdrückbar ist, währenddessen
er bei in Auszugsrichtung wirkenden Kräften bestimmungsgemäß seine Aufgabe als Anschlag
erfüllt.
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Der wesentliche Vorteil der erfindungsgemäßen Lehre ist der, daß der
vorgeschlagene Anschlag groß und sperrig ausgebildet werden kann, so daß sicher
ein Uberspringen der Rollen des Laufwagens beim Herauszehen der schubladenseitigsn
Führungsschiens aus der korpusseitigen Führungsachiene vermieden
wird,
so daß ein unbeabsichtigtes Hsreusziehen der schubladenseitigen Führungsschisns
auf jeden Fall ausgeschlossen ist. Ein großer und sperriger Anschlag würde aber
das Wiedereinführen der schubladenseitigen Führungaschiene in die korpusseitige
Führungaschiene außerordnetlich erschweren (oder gar unmöglich gestalten), so daß
die erfindungsgemäße Lehre vorsieht, daß beim Igiedereinschieben der schubladenseitigen
Führungsschiene in die korpusseitige Führungsschiene der Anschlag fsdernd zurückweicht,
so daß das Wiedereinschieben ohne Schwierigkeiten und ohne nennenswerten Widerstand
erfolgt.
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Weitere erfindungswesentliche Vorteile und merkmale werden nun anhand
der Zeichnungen näher beschrieben.
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Es zeigen: Fig. 1 Längsschnitt durch eine Schubladenführung in einem
erstsn Ausführungsbeispiel mit einer schubladenseitigen Führungsschiene in ihrer
ausgezogenen Endstellung; Fig. 2 gleiche Darstellung wie Fig. 1 beim beabsichtigten
Herausziehen der schubladenseitigen Führungsschiene -aus der korpusssitigen Führungsschiene;
Fig. 3 gleiche Darstellung wie Fig. 1 und 2 beim Utiedereinführen
einer
herausgezogenen schubladenseitigen Führungsschiene in die korpusseitige Führungsschiene;
Fig. 4 Schnitt einer Linie IV-IV in Fig. 1; Fig. 5 Draufsicht auf den erfindungsgemaßen
Anschlag gemäß dem Pfeil V in Fig. 1; Fig. 6 zweites Ausführungsbeispiel eines Anschlages
gemäß der vorliegenden Erfindung (teilweise dargestellter Längsschnitt); Fig. 7
drittes Ausführungabeispiel eines Anschlages gemäß der vorliegenden Erfindung (teilweise
dargest-ellter Längsschnitt); Fig. 8 zweites Ausführungsbeispiel einer Schubladenführung
als Längsschnitt.
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In Fig. 1 ist eine schublandenseitige Führungsschiene 4 dargestellt,
die als U-Profilausgebildet ist und in der ein Laufwagen 5 mit daran angeordneten,
lastübertragenden Rollen 6,7,8 längs verschieblich ist.
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Die korpusseitige Führungsschiene 3 greift mit einem horizontalen
Schsnkel zwischen die Rollen 6,7,8, so daß diese
auf der Ober-
und Unterseite des horizontalen Schenkels der korpusseitigen Führungsschiene 3 abrollen.
In der gezeigten Lage befindet sich die schubladenssitige Führungsschiene 4 in ihrer
ausgezogenen Endstellung. Dabei liegt die untere Rolle 6 ds Laufwagens 5 an einem
aus der Ebene des unteren, horizontalen Schenkels dar schubladenseitigen Führungsschiene
4 herausgebogenen Anschlag 9 an. Die korpusseitige Führungsschiene 3 weist an ihrem
vorderen Ends einen Anschlag 16 auf, der verhindert, daß in der in Fig. 1 gezeigten
Lags mit dem Herausziehen oder schubladenseitigen Führungsschiene 4 gleichzeitig
der Laufwagen 5 von der korpusseitigen Führungsschiene 3 in Auszugsrichtung 15 herausfällt.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird es vorgeschlagen, daß neben
dem Anschlag 9 (oder anstatt) ein weiterer Anschlag 10 in der schubladenseitigen
Führungsschiene 4 angeordnet ist, der das unbeabsichtigte Herausziehen der schubladenseitigen
Führungsschiene 4 in Auszugsrichtung 15 sicher verhindert.
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In der in Fig. 1 dargestellten Situation liegt der Laufwagen zunächst
an dem als Ausbiegung in der Lauffläche der schubladenseitigen Führungsschiene ausgebildeten
Anschlag 9 an.
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Sollte die Führungsschiene 4 jetzt gewaltsam in Auszugsrichtung 15
weiter herausgezogen werden, dann überwindet die untere Rolle 6 des Laufwagens 5
den Anschlag 9 und der Laufwagen 5 kommt an dem dahinter liegenden Anschlag 10 zur
Anlage.
Dieser Anschlag 10 verhindert sicher ein Herausziehen des Laufwagens 5 aus der schubladenseitigen
Führungsschiene 4, wobei damit gleichzeitig ein unbeabsichtigtes Herausziehen der
schubladenseitigen Führungsschiene 4 aus der korpusseitigen Führungsschiene 3 vermieden
wird. Gemäß der Darstellung in Fig. 5 besteht de erfindungsgemäße Anschlag 10 aus
einem federnden Teil 21, das einen abgewinkelten Kopf 22 aufweist, wobei der Kopf
-22 inder Laufebene des Laufwagens 5 liegt. Der besseren Übereichtlichkeit halber
sind die Kräfteverhältnisse, die vom Laufwagen 5 auf den Kopf -2? des Anschlages
10 ausgeübt -sind, in Fig. 7 genauer dargestellt. In der in Fig. 1 dargestellten
Situation übt der Laufwagen 5 mit seiner Anschlagfläche 13 eine Kraft in Richtung
19" auf den Kopf 22 des Anschlages 10 aus. Nachdem die Kraft 19' auf eine normal
zu dieser Kraftrichtung stehende Fläche des Kopfes 22 einwirkt, bleibt der Anschlag
10 fest in der Laufebene des Laufwagens stehen und weicht nicht -in Richtung 19'
zurück. Des heißt, eine in Auszugsrichtung 15 (s. Fig. 1) wirkende Kraft auf den
Anschlag 10 läßt diesen in seiner Stellung unverändert, so daß damit sicher ein
unbeabsichtigtes Hersusziehen der schubladenseitigen Führungsschiene 4 aus der korpusseitigen
Führungsschiene 3 vermieden wird.
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Soll nun gemäß der Darstellung in Fig. 2 trotzdem die schubladenseitige
Führungsschiene 4 beabsichtigt aus der korpusseitigen
Führungsschiens
3 sntfernt werden, so sind hierfür erfindungsgemäße besondere, konstruktive Vorkehrungen
getroffen.
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Die schubladenseitigs Führungsschiene 4 muß zu diesem Zweck in Richtung
14 hochgekippt werden, um dann in Auszugsrichtung 15 herausgezogen zu werden. Damit
die untere Rolle 6 des Laufwagens 5 über den Anschlag 10 gshoben werden kann, ist
an der obersn Begrenzung des Laufwagens 5 eine Ausnshmung 28 vorgesehen, in die
der hintere, horizontale Teil der schubladenseitigen Führungsschiene 4 eingeschwenkt
werden kann. Zur Vermeidung von Beschädigungen des Laufwagens weist dieser Teil
noch einen aufwärts gebogenen Lappen 29 auf, so daß insgesamt nur abgerundete Flächen
und Kanten in Berührung kommen, um eine Beschädigung des Laufwagens sicher zu vermeiden.
Zur Entfernung der schubladenseitigen Führungsschiene 4 aus der korpusseitigen rührungsschiene
3 muß die erstgenannte also in Richtung 14 extrem angetippt werden, um eine Überwindung
des im Laufbereich des Laufwagens 5 angeordneten Anschlages 10 zu ermöglichen. Wegen
des relativ großen Kippwinkels ist ein unbeabsichtigtes Herausziehen der schubladenseitigen
Führungsschiene aus der korpusseitigen Führungsschisne sicher vermieden.
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Fig. 3 zeigt die Verhältnisse beim Wiedereinführen der schubladenseitigen
Führungsschiene 4 in Einschubrichtung i8 in die
korpusseitige Führungsschiene
3. Dsr Laufwagen 5 stößt dabsi mit seinem hintersn Anschlag an dem im hinteren Tsil
der korpusseitigen Führungsschiene 3 angsbrachtsn Anschlag an, so daß er nicht mshr
weiter in Einschubrichtung 18 bewegt werden kann. Dis Führungsachiene 4 wird jetzt
über den Laufwagen in Einschubrichtung 18 geschoben, dabei vermeiden die an den
horizontalen Schenkeln der schubladenseitigen Führungsschiene angebrachten Lappsn
29,29' eine Beschädigung des Laufwagens und erleichtern das Einführen des U-Profils
der Führungsschiene 4 auf den Laufwagen 5. In der in Fig. 3 gezeigten Lage befindet
sich der Laufwagen 5 kurz vor dem Eintritt in das U-Profil der schubladenseitigen
Führungsschiene 4. Der Laufwagen 5 wsist an seinem vorderen unteren Ende eins abgeschrägte
Flanke auf, die an dem Kopf des Anschlages 10 zur Anlage gelangt. Die dabsi wirkenden
Kräfteverhältnisse werden unter Bezugnahme auf die Fig. 7 näher beschrieben.
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Die Flanke 17 des Laufwagens 5 übt auf den Kopf 22 des Anschlages
10 eine Kraft in Richtung 19 auf. Nachdem der Kopf 22 in Einschubrichtung eine abgeschrägte
Flanke 23 aufweist, weicht er durch die Kraft in Richtung 19 in Richtung 19' zurück,
so daß er aus der Laufebene des Laufwagens zur-ückgebogen wird und der Laufwagen
ohne Schwierigkeiten in das U-Profil der schubladenseitigen Führungsschiene 4 eingefädelt
werden kann. Der Anschlag 10 wird durch den vorbsigeführten
Laufwagen
5 so lange zurückgedrückt, bis der Anschlag 10 hinter der Anschlagflächs 13 (s.
Fig. 2) zurückschnappt und der Laufwagen jetzt sichsr in der schubladenseitigen
Führungsschiene 4 eingeführt ist. Ein erneutes Herausgleiten des Laufwagens in Richtung
18 aus der schubladenseitigen Führungsschiene 4 ist jetzt durch den in seiner ursprünglichen
Lage befindlichen Anschlag 10 sicher vermieden. Die Schublade 4 kann jetzt in Auszugsrichtung
15 nur noch aufgrund der in Fig. 2 gezeigten Lage aus der korpusseitigen Führungsschiene
3 entfernt wsrden.
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Fig. 4 zeigt den Schnitt gemäß der Linie IV-IV in Fig. 1.
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Dabei ist ersichtlich, daß die korpusseitige Führungsschisne 3 anschließend
an den horizontalen Schenkel einen abgewinkeltsn Flansch aufweist, der in zugeordnete
Nuten des Laufwagens 5 eingreift. Damit wird vermieden, daß der Laufwagen 5 von
der korpusssitigen Führungsschiene 3 herunterfallen kann, wenn er sich beispielsweise
in der in Fig. 3 befindlichen Lage befindet, d.h. wenn dis Führungsschiene 4 auf
dis korpusseitige Schiene 3 aufgeschoben werden soll.
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Die Fig. 5 zeigt die Draufsicht gemäß des Pfeiles V in Fig.
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1 auf den erfindungsgemäßen Anschlag 10. Aus disser Darstellung wird
deutlich, daß der Anschlag 10 gebildet ist aus einem federnden Teil 21, das an seinem
vordsren, freien Ends rechtwinklig abgebogen ist und eine einseitig abgeschrägte
Flanke
23 aufweist, die bei Einwirken einer Kraft in Richtung 19 (s. Fig. 7) in Richtung
19' zusammen mit dem gesamten Kopf 22 federnd zurückgebogen wird. Der Anschlag 10
kann dabei am vertikalen Tsil der schubladenseitigen Führungsschisne 4 mittels Schrauben,
Nieten oder ähnlichen Befestigungsmitteln befestigt werden. Fig. 6 zeigt, daß der
federnde Anschlag 20 auch aus einem federnden metallteil- gebildet sein kann, das
mit Hilfe einer Niste 25 an der schubladenseiti-gen Führungsschiene 4 befestigbar
ist.
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Fig. 7 zeigt eine besondere Art der Befestigung des Anschlages 10.
Der. Anschlag 10 wird hier mit einem aufspreizbaren Dübel 24 a.m vertikalen Schenkel
der schubladenseitigen Führungsschiene 4 befestigt. Es handelt sich hier um eine
Bsfestigung in der Art eines Druckknopfes; der Dübel 24 wird in eine bereits vorhandene
Bohrung am vertikalen Schenkel der schubladenseitigen Führungsschiene 4 eingedrückt
und s-prsizt sich bsim Durchtritt durch die Bohrung auf.
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Wesentlich ist noch, daß gemäß den Fig. 5 bis 7-der abgewinkelte Kopf
22 durch ein Fenster 12 im vertikalen Schenkel der schubladenseitigen Führungsschiene
4 ragt. Das Fenster 12 umgibt mit seinen Umrandungen allseitig den Kopf 22 des Anschlages
10. Dies hat den Vorteil, daß der Kopf 22 des Anschlages 10 im Fenster 12 geführt
ist, so daß nur eine Biegung in Richtung 19' (s. Fig. 7) möglich ist. Die
Biegeebene
des Anschlages 10 ist damit in horizontaler Ebene ausgerichtet; eine in vertikaler
Ebene verlaufende Biegung wird durch die Anordnung des Fensters 12 vermieden.
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Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schubladenführung
im Vergleich zu der Schubladenführung gemäß Fig. 1 bis 4. Der wesentliche Unterschied
zu dem srstbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist, daß der Laufwagen 5 innerhalb
des U-Profils der korpusseitigen Führungsschiene 3 verschiebbar ist, während die
schubladenseitige Führungsschiene 4 mit einem horizontalen Schenkel zwischen die
am Laufwagen angeordneten Rollen greift, wobei die Rollen sowohl an der Oberals
auch an der Unterseite des horizontalen Schenkels der schubladenseitigen Führungsschiene
4 abrollen. Bisher war es bei disser Anordnung bekannt, zur Anschlagbegrenzung in
Auszugsrichtung am hinteren Ende des horizontalsn Schenkels der schubladenseitigen
Führungaschiene 4 einen aus der Ebene der Lauffläche herausgebogenen Anschlag 9
vorzusehen, der in der in Fig. 8 gezeigten Endlage an der oberen Rolle des Laufwagens
5 anliegt. Die Fig. 8 zeigt deutlich, daß bei einem gewaltsamen Herausziehen der
schubladenseitigen Führungsschiene 4 in Auszugsrichtung -15 die obere Rolls des
Laufwagens 5 den Anschlag 9 in der schubladenseitigen Führungsschiene 4 überspringen
kann.- Dies wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch verhindert, daß hinter
dem Anschlag 9 ein weiterer Anschlag 30 angeordnet ist, der dieselben merkmale wie
die
vorher beschriebenen Anschläge 10,20 a-ufweist. Das heißt,
der Anschlag 30 bildet ein - normalerweise - unüberwindbares Hindernis beim Herausziehen
der schubladenseitigen Führungsschiene 4 aus der korpusssitigen Führungsschiene
3 in Auszugsrichtung 15. Die schubladenseitige Führungaschiene 4 kann nur durch
extremes Kippen in Richtung 14 und gleichzeitiges Herausziehen in Richtung 15 a-us
der korpusseitigen Führungsschiene 3 entfernt werden, wobei gleichzeitig der Anschlag
30 unter der oberen Rolle des Laufwagens 5 hindurchgezogen werden muß. Das Wiedereinschieben
der herausgezogenen schubladsnseitigan Führungsschien-e 4 in die korpuseeitige Führungsschiene
3 erfolgt dadurch, daß der Anschlag 30 in Einschubrichtung eins abgeschrägte Flanke
aufweist, die bewirkt, daß wenn der Anschlag 30 beim Einfädeln am Laufwagen anstößt,
der Anschlag federnd zurückweicht und ein müheloses Einschieben der schubladenseitigen
Führungsschiene 4- in den Laufwagen 5 und damit in die korpusse-itige Führungsschiene
3 srmöglicht.
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Patentansprüche